Die Weiterbildung zum Systemischen Deeskalationscoach bieten wir 2018 zusätzlich zu folgenden Terminen an: Vom 25.06.-28.06.2018 in Berlin sowie vom 11.12.-14.12.2018 in München. 

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Schuldnerberatung mit Jugendlichen

Hier finden Sie Informationen und Hintergrundwissen zum Thema Schuldnerberatung mit Jugendlichen.

 

Schuldnerberatung mit Jugendlichen: Weiterbildung

Um wieder schuldenfrei zu werden, brauchen die Jugendlichen in der Regel Hilfe. Sie müssen lernen, mit Geld umzugehen, einen Haushaltsplan zu führen, das eigene Konsumverhalten zu reflektieren und zu verändern. Wenn die Schulden bereits hoch sind, brauchen die Jugendlichen auch Hilfe bei der konkreten Schuldenregulierung. Das Institut für Bildungscoaching bietet zwei Weiterbildungen für Fachkräfte an, die Schuldnerberatung als Querschnittsaufgabe in ihrem Arbeitsfeld wahrnehmen.

Die Weiterbildung zum Jugend-Schulden-Coach bietet eine Einführung in das Thema und vermittelt die Grundlagen in der Schuldnerberatung von Jugendlichen.

Die Weiterbildung: Schuldenregulierung mit jungen Menschen vermittelt Kenntnisse und Strategien für eine langfristige Schuldenregulierung.

Die Weiterbildung: Schuldenprävention mit jungen Menschen führt in Formen und Einsatz der Haushalts -und Budgetplanung ein und stellt bestehende Materialien für die Schuldenprävention vor.

Schuldnerberatung mit Jugendlichen: Prävention

Schuldnerkarrieren beginnen früh und Prävention ist wichtig. Laut einer Umfrage des Bundesverbandes deutscher Banken im Jahr 2012 hat sich bereits jeder fünfte Jugendliche schon einmal verschuldet: Das entspricht einem Anteil von 22 Prozent, wobei acht Prozent sogar schon einmal mehr Schulden hatten als zurückgezahlt werden konnten. Die Gläubiger waren in den meisten Fällen Telefonanbieter, Händler oder die eigenen Eltern.

Einige Schuldnerberatungsstellen von sozialen Trägern wie der AWO oder Caritas bieten zwar kostenlose Schuldnerberatung für Jugendliche an - oft ist die Verschuldung aber bereits fortgeschritten, wenn die Jugendlichen Schuldnerberatung und Hilfe suchen.

Mit ersten präventiven Maßnahmen durch Pädagogen in der Jugendhilfe können Schuldnerkarrieren frühzeitig verhindert werden. Hierzu sei gesagt, dass sich die Anzahl der Schuldner vor dem 20. Lebensjahr mehr als versiebenfacht, wenn diese Altersgrenze überschritten ist - die Bedeutung der Prävention in der Schuldnerberatung mit Jugendlichen liegt in Anbetracht dieser Entwicklung auf der Hand.

Schuldnerberatung mit Jugendlichen: Schuldenfallen für Jugendliche

Jugendliche haben immer mehr Geld zur Verfügung und sind immer häufiger verschuldet:

Die häufigste Schuldenfalle ist das Handy. Die Kosten für Telefonate und das Versenden von SMS sind in Zeiten von Flatrates zwar überschaubar geworden - das Herunterladen von Logos, Apps oder Klingeltönen bleibt jedoch ein Risikofaktor, der sich erst am Monatsende bemerkbar macht.

Das erste eigene Auto, Versicherungen und der Onlineversandhandel werden für Jugendliche ebenfalls leicht zur Schuldenfalle. Sogar auf längere Zeit angelegte Null-Prozent-Finanzierungen summieren sich mit ihren monatlichen Tilgungen schnell zu einem Schuldenberg, der im Voraus nicht realistisch eingeschätzt wurde. Hinzu kommt, dass im Internet schnell ein Vertrag abgeschlossen bzw. ein Kauf getätigt ist.

Die hohe Anzahl verschiedener Zahlungsmethoden (Nachnahme, PayPal, Kreditkarte, Einzugsermächtigung etc.) verschleiert ebenfalls oft die Realität und werden zur Schuldenfalle: Per Mausklick gibt sich Geld um einiges leichter aus, als wenn es vor den Augen des Besitzers über den Ladentisch wandert.

Ist es erst einmal soweit und die monatliche Abrechnung bzw. der Ausgleich des überzogenen Kontos steht an, werden in der Konsequenz - oftmals wieder im Internet - Kleinkredite beantragt und von vielen Banken ohne große Überprüfung genehmigt, sind sie doch ein sicherer Garant für hohe Zinsen. Die permanente Verfügbarkeit von Waren ohne Bezahlung im Voraus bzw. ohne vorhandene Mittel zur Schuldentilgung trübt den Blick vieler junger Menschen für das, was verfügbar und was wirklich bezahlbar ist.

Schuldnerberatung mit Jugendlichen: Verschuldung von Auszubildenden

Mit dem Eintritt in die berufliche Ausbildung kann sich die Situation verschärfen, weil viele Auszubildende jetzt ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten müssen und nie gelernt haben, mit Geld umzugehen. Am häufigsten verschulden sich die Auszubildenden zunächst im privaten Bereich, also bei Eltern, Partnern und Freunden - hier fallen keine Zinsen an, und es drohen keine Mahnungen, Zwangsvollstreckungen oder eine Wohnungsräumung. Trotzdem können gerade Schulden im privaten Bereich wichtige Beziehungen belasten - darüber hinaus verschulden sich die Auszubildenden häufig bei ihrer Bank, die ihnen aufgrund des regelmäßigen Gehaltes einen Dispokredit einräumt. Die verschuldeten Azubis leiden unter der Situation - in manchen Fällen führt die Verschuldung sogar zum Ausbildungsabbruch.

Studien haben interessanterweise aufgezeigt, dass verschuldete und nicht verschuldete Jugendliche annähernd das gleiche Einkommen zur Verfügung haben. Der Grund für die Probleme ist also weniger das verfügbare Geld als die Einstellung dazu: Jugendliche Schuldner wollen anderen deutlich häufiger beweisen, dass sie sich etwas leisten können, haben eine positivere Einstellung zu Ratenverträgen und halten es oftmals für unnötig, etwas anzusparen. Außerdem erhöhen laut Statistik das Wohnen außerhalb des Elternhauses und ein niedrigerer Bildungsabschluss das Risiko, in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten.

Schuldnerberatung mit Jugendlichen: Hilfreiche Links

Folgende Seiten bieten kostenlos Informationsmaterialien und hilfreiche Informationen rund um die Schuldnerberatung mit Jugendlichen an:

www.cashless-muenchen.de

www.checked4you.de

www.ohne-moos.de