Einige der Teilnehmenden an den Weiterbildungen des Instituts für Bildungscoaching sind Fachkräfte im Jobcoaching und in der Arbeitsvermittlung von Erwachsenen und arbeiten beispielsweise bei der Bundesagentur für Arbeit, den Jobcentern, bei Bildungsträgern oder in der allgemeinen Sozialberatung oder sind selbstständig im Coaching tätig.
Jobcoaching hat sich in den vergangenen Jahren von einer reinen Vermittlungstätigkeit zu einem eigenständigen Beratungsberuf entwickelt, der eng mit den Instrumenten der Arbeitsförderung nach SGB II und SGB III verzahnt ist. Wer Menschen mit Vermittlungshemmnissen professionell begleiten will, profitiert von einer Kombination aus rechtlichem Grundlagenwissen und methodischer Kompetenz. Typische Vermittlungshemmnisse reichen dabei von längerer Arbeitslosigkeit über Geringqualifizierung bis hin zu Migrationshintergrund und erfordern jeweils unterschiedliche Beratungsansätze.
Je nach Beratungsschwerpunkt und Zielgruppe benötigen Fachkräfte zusätzlich Know-how in Bereichen wie Integrationsberatung und Kompetenzfeststellung sowie passende Beratungs- und Coachingmethoden für den jeweiligen Arbeitskontext. Auch Bewerbungscoaching – von der Erstellung aussagekräftiger Unterlagen bis zur Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche – gehört zum Handwerkszeug erfolgreicher Vermittlungsarbeit. Da Beratungsgespräche im Jobcoaching nicht selten von Frustration, Existenzängsten oder widersprüchlichen Erwartungen geprägt sind, gehören außerdem Kommunikations- und Deeskalationskompetenz zum wichtigen Handwerkszeug, um auch in schwierigen Gesprächssituationen tragfähige nächste Schritte zu erarbeiten. Da Vermittlungshemmnisse häufig mit finanziellen oder sozialrechtlichen Fragen einhergehen, ist zudem fundiertes Wissen zu Sozialleistungen und sozialrechtlichen Rahmenbedingungen gefragt, um Klienten*innen kompetent zu Ansprüchen und Unterstützungsmöglichkeiten beraten zu können.