Googlabilitiy und Bewerbung

Viele Jugendliche hinterlassen gedankenlos Spuren im Internet, die jahrelang vorhanden bleiben. Erotische Vorlieben, Urlaubsbilder, Lästereien in Internetforen, politische Ansichten, Videos bei YouTube: Wer im Internet sein Leben ausbreitet, muss damit rechnen, dass so genannte Personaler*innen die Daten finden. Immer häufiger schauen diese auch ins Internet, um Kandidaten*innen zu überprüfen: 76 % nutzen das Internet zur Entscheidungsfindung, 57 % haben laut einer Umfrage des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) bereits eine*n Kandidaten*in abgelehnt, weil sie im Internet Ungünstiges entdeckt hatten.

Dies gilt natürlich, wenn auch in geringerem Ausmaß, für Ausbildungsreife, die sich um einen Ausbildungsplatz bewerben.

Spätestens jedoch nach der Lehre, wenn eine Bewerbung um einen normalen Arbeitsplatz ansteht, wird das Netz-Image mit großer Wahrscheinlichkeit eine Rolle spielen. Eine gute Googleability erhöht die Bewerbungschancen dabei gewaltig, weil der*die Bewerber*in die Kontrolle darüber behält, was er*sie preisgeben möchte. Außerdem macht es Sinn, sich vor einem Bewerbungsgespräch selbst im Internet umzusehen und gewappnet zu sein.

Pädagogische Fachkräfte sollten die Jugendlichen frühzeitig auf einen möglichen späteren Schaden aufmerksam machen. Wer im Internet unterwegs ist, sollte auf jeden Fall Nicknames verwenden und sparsam mit persönlichen Daten umgehen. Vorsicht gilt auch gegenüber den Freunden*innen. Auch sie sollten keine "Saufvideos" o.ä. im Internet veröffentlichen.

In der Weiterbildung zum Bewerbungscoach lernen Fachkräfte, wie man Ausbildungsreife und ausgelernte Azubis bei ihrer Bewerbung professionell begleitet und unterstützt.