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Teilnehmer*in am Flipchart in der Weiterbildung zum Resilienzcoach

Weiterbildung zum Resilienzcoach

Als Präsenzseminar

Dauer

4 Tage

Kosten
650 €

Als E-Learning

Dauer

4 Tage

Kosten
590 €

Warum überstehen manche Menschen Katastrophen und persönliche Schicksalsschläge besser als andere? Wie kommt es, dass ein Teil der Kinder aus schwierigen Familienverhältnissen ein erfülltes Leben führen, während andere psychisch erkranken? Seit den 50er-Jahren geht die Resilienzforschung diesen Fragen nach. Der englische Begriff „resilience“ steht in der Materialkunde für die Fähigkeit von Materialien, aus einer starken Verformung heraus wieder in ihre Ausgangsform zurückzugelangen. Übertragen auf die Psychologie bezeichnet Resilienz unsere psychische Widerstandsfähigkeit, durch die wir Herausforderungen und Krisen meistern. Mit jeder bewältigten Herausforderung steigt unsere Resilienz. Wie gut wir Krisen begegnen, wird dabei nur zu einem Teil durch genetische Faktoren und Umfeldbedingungen vorgegeben. Denn Studien belegen, dass Strategien und Fähigkeiten, welche resiliente Personen auszeichnen, erlernbar sind. Gerade in psychosozialen Arbeitsfeldern sind Fachkräfte durch den Spagat zwischen steigenden Anforderungen und dem Wunsch, Klienten*innen bestmöglich zu helfen, stark herausgefordert. Hilfesuchenden mangelt es oft an förderlichen Strategien und Einstellungen, um den Anforderungen ihres Lebens in körperlicher und geistiger Hinsicht gewachsen zu sein. Aber auch bei den Helfer*innen kann es durch Überbelastung im beruflichen Alltag zu Erschöpfung und Krisen kommen. Für sie ist eine gute Resilienz ebenfalls wichtig, um die Stressbelastung im Beruf wirkungsvoll und dauerhaft zu senken.

Da es bei Kindern und Jugendlichen andere Ansatzpunkte, Methoden und Resilienzprogramme gibt, empfehlen wir Fachkräften, die eher mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, die Weiterbildung zum Resilienzcoach für Kinder und Jugendliche.

Im ersten Teil der Weiterbildung zum Resilienzcoach erhalten die Teilnehmenden eine Einführung in die Stress- und Resilienzforschung. Abgeleitet aus der Stresstheorie lernen die Teilnehmenden Ansatzpunkte zur Stressbewältigung und die Warnsignale für Stress zur diagnostischen Einschätzung kennen. Mit den sieben Resilienzfaktoren – Emotionssteuerung, Optimismus/Hoffnung, Selbstwirksamkeit, soziale Unterstützung, Sinn-/Werteorientierung, Selbstmanagement, Zukunfts-/Lösungsorientierung – werden Aspekte vorgestellt, welche sich positiv und präventiv auf die psychische Widerstandsfähigkeit auswirken. Abschließend wird auch ein kritischer Blick auf das Resilienzkonzept geworfen und angesprochen, welche negativen Auswirkungen sich zeigen können.

Im zweiten Teil der Weiterbildung zum Resilienzcoach erstellen die Teilnehmenden ein eigenes Resilienzprofil. Wo liegen die eigenen Stärken und Potenziale? In welchen Bereichen besteht Handlungsbedarf? Ausgehend von der Selbsterfahrung wird in einem weiteren Schritt geübt, wie sich Resilienzprofile mit Kunden*innen erstellen lassen und was bei einzelnen Zielgruppen in der Beratung von jungen Menschen und Erwachsenen zu beachten ist.

Im dritten Teil der Weiterbildung zum Resilienzcoach werden anhand der resilienzsteigernden Faktoren Techniken und Methoden vorgestellt und eingeübt, die für eine resiliente Lebensführung entscheidend sind und zu mehr Ausgeglichenheit, Zufriedenheit und Gesundheit führen. Zu den sieben Resilienzfaktoren werden konkrete Methoden sowie Übungen vorgestellt. Zudem lernen die Teilnehmenden Methoden bspw. aus der positiven Psychologie und Strategien für die Krisenintervention kennen.

Im letzten Teil der Weiterbildung zum Resilienzcoach ist Zeit zur Erarbeitung eines persönlichen Maßnahmekatalogs: Wie kann ich in meinem Arbeitsalltag die erlernten Methoden einbauen? Wie und wo kann ich mit Kunden*innen und Patienten*innen arbeiten und ihnen zu einer resilienten Lebensführung verhelfen?

Die Weiterbildung kann als Präsenzseminar oder als E-Learning Seminar absolviert werden (siehe Termine).

Termine dieser Weiterbildung

Termine vor Ort

Hamburg
Spätbucherrabatt Anmelden
Berlin
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Köln
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Termine E-Learning

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Inhalte

Einführung in die Theorie
Grundlagen der Resilienzforschung, Einführung in die Stresstheorie und das Resilienzmodell, Warnsignale für Stress, präventive Faktoren, Einführung in die Resilienzfaktoren: Emotionssteuerung, Optimismus/Hoffnung, Selbstwirksamkeit, soziale Unterstützung, Sinn-/Werteorientierung, Selbstmanagement, Zukunfts-/Lösungsorientierung; kritische Betrachtung des Resilienzkonzeptes

Resilienzprofile erstellen
Kennenlernen von Testverfahren zur Entwicklung von Resilienzprofilen, Erarbeiten von Maßnahmekatalogen zur Steigerung der Resilienz

Methoden zur Steigerung der Resilienz
Kennenlernen und Einüben von Methoden zur Resilienzsteigerung und Stressreduktion: Methoden und Übungen zu den sieben Resilienzfaktoren, Strategien zur Krisenintervention

Handlungspläne erstellen
Erstellen von Handlungsplänen zur Steigerung der eigenen Resilienz sowie bei Kunden*innen und Patienten*innen im eigenen beruflichen Arbeitsfeld
 

Ziele

Die Teilnehmenden an der Weiterbildung zum Resilienzcoach erhalten eine fundierte theoretische Einführung zu Resilienz und Stress. Sie lernen Faktoren kennen, die sich positiv auf eine resiliente Lebensführung auswirken, und reflektieren die eigene Stressbelastung im beruflichen Alltag.
Die Teilnehmenden erwerben die Kompetenz, mit verschiedenen Zielgruppen in der Beratung von jungen Menschen und Erwachsenen Resilienzprofile zu erstellen und daraus Handlungspläne abzuleiten. Sie üben Methoden ein, um mit Kunden*innen und Patienten*innen gezielt an ihrer psychischen Widerstandsfähigkeit zu arbeiten und ihnen zu mehr Gesundheit und Zufriedenheit zu verhelfen.
Ziel der Weiterbildung zum Resilienzcoach ist somit der Erwerb von Wissen und eigene Kompetenzen, um die Resilienz im beruflichen Alltag gezielt weiterzuentwickeln.
 

Methoden

Die Weiterbildung zum Resilienzcoach hat einen hohen Praxisbezug: Die Coaching-Methoden zur Steigerung der Resilienz werden von den Trainer*innen anhand von Praxisdemonstrationen präsentiert bzw. in Impulsreferaten mit Flipchart oder PowerPoint-Präsentation vorgestellt. Anschließend werden die Techniken in Kleingruppen, Partnerübungen und Rollenspielen eingeübt, sodass sie sicher beherrscht und am Arbeitsplatz umgesetzt werden können. Das Besprechen von Rückfragen sowie Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmenden wird in moderierten Diskussionen ermöglicht.

Auch in unseren E-Learning Weiterbildungen sind die Trainer*innen durchgehend live und interagieren mit den Teilnehmenden. Inhalte werden wie gewohnt durch Impulsreferate, unterstützt von PowerPoint-Präsentationen und verschiedene Online-Tools, vermittelt. Ebenso möglich sind Live-Demonstrationen, z. B. von Beratungssituationen, Rollenspiele unter den Teilnehmenden und Kleingruppenarbeit in Breakout-Rooms.
 

Zielgruppe

Zielgruppe der Weiterbildung zum Resilienzcoach sind alle Fachkräfte, die im psychosozialen Bereich mit verschiedenen Zielgruppen arbeiten. 
Unser E-Learning Angebot ist zudem besonders interessant für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder mit Betreuungspflichten, die eine längere Abwesenheit unmöglich machen. Zudem entfallen Reise- und Übernachtungskosten.

Zur Zielgruppe der Weiterbildung gehören u.a.:

  • Lehrer*innen, Beratungslehrkräfte und Direktoren*innen
  • Sozialpädagogen*innen und Sozialarbeiter*innen
  • Berater*innen in psychosozialen Beratungsstellen
  • Fachkräfte im Gesundheitswesen
  • Fachkräfte in Behörden und Verwaltungen
  • Fachkräfte im Sozialwesen
  • Erzieher*innen
  • Selbständige im Bereich Therapie, Coaching und Beratung
  • Pädagogische Fachkräfte in der Jugendhilfe
  • Beratungsfachkräfte allgemein
  • u.v.m.


Es gibt keine formalen Zugangsvoraussetzungen. Das Seminar steht allen Interessierten offen.
 

Seminarzeiten

Die Weiterbildung zum Resilienzcoach findet an vier Tagen statt und umfasst 30 Stunden (inkl. Pause) bzw. 33 UE (exkl. Pause).

Die Seminarzeiten sind bei den Präsenz- und E-Learning Seminaren gleich:
1. Tag: 09:00-17:00 Uhr bzw.10:00-18:00 Uhr
2. Tag: 09:00-17:00 Uhr
3. Tag: 09:00-17:00 Uhr
4. Tag: 09:00-15:00 Uhr

Pausenzeiten 
Es wird eine längere Mittagspause (etwa 1,5h) sowie mehrere kleinere Pausen über den Tag verteilt geben. Die Pausenzeiten werden im Seminar individuell zwischen dem*der Dozent*in und den Teilnehmenden abgestimmt.

Kosten

Die Weiterbildung zum Resilienzcoach kostet als Präsenzveranstaltung: 650 €.
In den Kosten der Weiterbildung enthalten sind die Seminarunterlagen, das Zertifikat sowie Getränke und Snacks an den Seminartagen.

Die Weiterbildung zum Resilienzcoach kostet als E-Learning Seminar: 590 €.
In den Kosten enthalten sind die Seminarunterlagen und das Zertifikat als PDF.

Teilnehmendenzahl

Die Anzahl der Teilnehmenden in der Weiterbildung zum Resilienzcoach liegt durchschnittlich zwischen 13 und 16. Dabei befinden sich mindestens 6 und maximal 20 Personen in einem Seminar.

Referenten*innen

Die Referenten*innen der Weiterbildung zum Resilienzcoach verfügen über eine mehrjährige Coaching-Ausbildung und viel Praxiserfahrung:

 

Zertifizierung

Die Weiterbildung zum Resilienzcoach ist vom QRC - Qualitätsring Coaching und Beratung e. V. mit 26 CCE-Punkten zertifiziert.

Zertifikat

Bei Abschluss der Weiterbildung erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat.
Im Zertifikat werden alle wichtigen Inhalte der Weiterbildung zum Resilienzcoach genannt. Das Zertifikat wird vom Institut für Bildungscoaching ausgestellt. Bei E-Learning Seminaren wird Ihnen das Zertifikat als PDF-Dokument zur Verfügung gestellt.
 

Bewertung

Weiterbildung zum Resilienzcoach 25.04.-28.04.2023: Gesamtnote 1,1 (Präsenz)
Weiterbildung zum Resilienzcoach 23.10.-26.10.2023: Gesamtnote 1,3 (E-Learning)
Weiterbildung zum Resilienzcoach 19.02.-22.02.2024: Gesamtnote 1,2 (E-Learning)

Stimmen

Ich fahre mit vielen guten Impulsen / Methoden / Reflektionen nach Hause.

Von einer sehr kompetenten und empathischen Referentin wurde das gesamte Thema der Resilienz sehr anschaulich vermittelt und die vorhandene Zeit ideal genutzt!"

Gut gefallen hat mir die abwechslungsreiche Gestaltung mit Teilen im Plenum, Kleingruppen, Zweiergesprächen und auch Bewegungseinheiten.

Ich habe es zu keiner Zeit bereut, mich an dem Seminar angemeldet zu haben. Es war wunderbar!

Mich hat überrascht, wie gut das Onlineformat funktioniert hat und dass auch so eine tolle Gruppendynamik erreicht werden konnte.

Diese Weiterbildung hat sogar meine eigene Resilienz erhöht - vielen Dank dafür!

Die Weiterbildung war sehr inhaltsstark und dank der vielen Breakout-/Übungs-Sessions haben wir viel für die praktische Umsetzung mitnehmen können.

Aufbauangebot

Die Weiterbildung zum Resilienzcoach kann einzeln belegt werden. Sie ist außerdem ein Aufbaumodul der Qualifizierung zum*zur Berater*in für Stressbewältigung und kann hierfür angerechnet werden. Die Aufbaumodule können als Präsenzseminare oder als E-Learning Seminare absolviert werden. Auch Mischungen sind möglich.

Eine Übersicht über die Aufbaumöglichkeiten finden Sie hier:

Qualifizierung zum*zur Berater*in für Stressbewältigung

Passende Weiterbildungen

Qualifizierung zum*zur Berater*in für Stressbewältigung

Es werden die methodischen und inhaltlichen Kenntnisse vermittelt, um Belastungssituationen im beruflichen und privaten Alltag kompetent zu begegnen und dieses Wissen in Beratungskontexten weiterzugeben. Für Fachkräfte, die im psychosozialen Bereich mit verschiedenen Zielgruppen arbeiten. Thema:Resilienz / Stress / Achtsamkeit Termine und Details

Hintergrundwissen

Was macht ein Resilienzcoach?

In Zeiten steigender Anforderungen hilft ein Resilienzcoach Personen, den eigenen Umgang mit Stress und Krisen auf den Prüfstand zu stellen und ihnen Methoden an die Hand zu geben, Krisen widerstandsfähiger und aktiv zu begegnen. Dies kann in Form eines Gruppencoachings oder im Einzelsetting geschehen.

Wie wird man Resilienzcoach?

Mit dem gesteigerten Interesse an der Resilienztheorie in den vergangenen Jahren geht auch eine Vielzahl an Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten einher, die je nach eigenen Vorlieben, wie Format oder Dauer, gestaltet werden können. 

So lernen Teilnehmende in unserer viertägigen Weiterbildung zum Resilienzcoach die Grundlagen der Resilienztheorie und Testverfahren für Resilienzprofile kennen und üben Methoden zur Steigerung der Resilienz in einzelnen Bereich, wie Selbstwirksamkeit, Emotionssteuerung oder Zeitmanagement, ein.

Wer kann Resilienzcoach werden?

Im Grunde kann jede Person Resilienzcoach werden – unabhängig von Vorwissen und Erfahrung. Für den erfolgreichen Einstieg ist jedoch wichtig, welches theoretische Wissen man sich aneignet und wie die erlernten Techniken im Coaching abgestimmt auf den*die Coachee eingesetzt werden. Denn nicht jede Methode ist für alle passend. Hier gilt es ein Gespür für das Gegenüber und dessen individuelle Bedürfnisse zu entwickeln.

Wer darf sich Resilienzcoach nennen?

Da es keinen allgemeingültigen Abschluss gibt, ist der Begriff an sich nicht geschützt. Es kann sich folglich jede Person Resilienzcoach nennen. 

Aus unserer Erfahrung heraus, entscheiden sich Klienten*innen nicht ausschließlich aufgrund eines Titels für einen Resilienzcoach, sondern dass diese*r mit seiner*ihrer Expertise und seiner*ihrer praktischen Anleitung überzeugt.

Wo arbeitet ein Resilienzcoach?

Resilienzcoaches arbeiten als Fachkräfte im Gesundheitswesen, Sozialpädagogen*innen, Pädagogen*innen, Psychologen*innen, Sozialwissenschaftler*innen, Erzieher*innen, Lehrkräfte usw. Sie können u. a. im Rahmen ihrer Tätigkeit und Vorausbildung Präventionskurse nach §20 SGB V anbieten, welche die gesundheitliche Kompetenz erhöhen, zum Beispiel die psychische Resilienz. 

Ebenso können Resilienzcoaches freiberuflich in eigener Praxis tätig sein und Klienten*innen in Einzelsettings coachen.

Wie arbeitet ein Resilienzcoach?

Zu Beginn des Coachings erfasst ein Resilienzcoach mithilfe erprobter Fragebögen das Resilienzprofil des*der Coachee und ermittelt davon ausgehend die Stärken und Potenziale

Gemeinsam mit dem*der Coachee wird entschieden, an welchen Potenzialen gearbeitet werden soll, um zu einer resilienteren Lebensführung zu kommen. Hierbei kommen verschiedene Tools und Methoden, wie Power Poses, Diamant-Meditation, ABCDE-Analyse oder Skalierung, zum Einsatz.

Was verdient ein Resilienzcoach?

Je nach Beschäftigungsstatus und Branche kann der Verdienst eines Resilienzcoaches variieren.

Freiberufler*innen veranschlagen Stundensätze zwischen 60 und 220 Euro, abhängig von Zielgruppe, Region, Branche und eigener Qualifikation. 

Resilienzcoaches in Angestelltenverhältnissen hingegen sind in etwa den Sozialpädagogen*innen im öffentlichen Dienst gleichgestellt und verdienen ca. 2.400 bis 3.100 Euro brutto im Monat. Doch auch hier gibt es Unterschiede in Region, Branche und Größe des Unternehmens.

Anmeldung

Sie können über unser Anmeldeformular den Anmeldebogen für diese Weiterbildung anfordern. Wählen Sie dazu einen der Termine aus und ergänzen Sie Ihre persönlichen Angaben.

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