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Teilnehmer*innen stellen sich vor in der Weiterbildung zum*zur Datenschutzbeauftragten

Weiterbildung zum*zur Datenschutzbeauftragten

Als Präsenzseminar

Dauer

3 Tage

Kosten
550 €

Als E-Learning

Dauer

3 Tage

Kosten
490 €

Auch im sozialen Bereich wird viel mit personenbezogenen Daten gearbeitet, teilweise sogar mit besonders sensiblen Daten – und diese müssen vor unrechtmäßigem Gebrauch geschützt werden. Daher sind insbesondere alle Formen von sozialen Organisationen, wie z. B. Verbände, Vereine, gGmbHs, Behörden, verpflichtet, die gesetzlichen Vorgaben des Datenschutzes im Rahmen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) einzuhalten und dies in eigener Verantwortung zu organisieren. Dazu zählt unter anderem die Bestellung eines*r Datenschutzbeauftragten.

Doch wie schützt man vertrauliche Daten in sozialen Unternehmen? Welche Daten dürfen überhaupt gesammelt werden? Und was muss in der Datenverarbeitung dieser sensiblen Informationen beachtet werden, um keine Persönlichkeitsrechte zu verletzen? Seit 25.05.2018 regelt dies die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die für die Datenverarbeitung europaweit neue Standards setzt und die Rechte Betroffener wesentlich stärkt.

Um die darin formulierten Anforderungen in die betriebliche Praxis umzusetzen, sieht die DSGVO unter anderem eine*n Datenschutzbeauftragte*n vor. So müssen öffentliche Stellen, wie Behörden, eine*n Datenschutzbeauftragte*n benennen. Ob daneben eine Organisation eine*n Datenschutzbeauftragte*n vorweisen muss, hängt u. a. von der Kategorie der Daten, Art der Verarbeitung und Anzahl der Mitarbeitenden ab. Darüber hinaus kann die freiwillige Benennung eines*r Datenschutzbeauftragten durchaus sinnvoll sein.

Der*die Datenschutzbeauftragte nimmt eine wichtige Rolle in der Organisation ein: Er*sie berät den*die Verantwortlichen zu Datenschutzthemen und unterstützt bei der Umsetzung der datenschutzrechtlichen Vorschriften. Zudem kontrolliert er*sie die Einhaltung der Regelungen und schult die Beschäftigten im Rahmen des Datenschutzrechtes. Darüber hinaus arbeitet er*sie eng mit der Aufsichtsbehörde zusammen. Für die Erfüllung dieser Aufgaben muss der*die Datenschutzbeauftragte ein entsprechendes Fachwissen zu Datenschutzrecht und Datenschutzpraxis nachweisen können und dieses aktuell halten. Laut DSGVO beinhaltet die nachzuweisende Fachkenntnis allgemeines Grundwissen zum Thema Datenschutzrecht, technische Aspekte der Datenverarbeitung sowie betriebswirtschaftliche Zusammenhänge. Die Weiterbildung zum*zur Datenschutzbeauftragten qualifiziert für die Aufgaben des*der Datenschutzbeauftragten.

Im ersten Teil der Weiterbildung zum*zur Datenschutzbeauftragten werden grundlegende Informationen zur aktuell geltenden DSGVO vermittelt. Dazu gehören die Grundsätze, Begriffsdefinitionen sowie wichtige Regelungen, bspw. wann ein*e Datenschutzbeauftragte*r zu bestellen ist. Zudem wird auf das neu geregelte Bundesdatenschutzgesetz BDSG-neu, das die DSGVO auf nationaler Ebene in Deutschland ergänzt, eingegangen.

Im zweiten Teil der Weiterbildung werden die Besonderheiten des Datenschutzes in sozialen Organisationen erläutert – bspw. die verschiedenen Rechtsformen im sozialen Bereich, unterschiedliche Kategorien von personenbezogenen Daten, Datenverarbeitung durch mehrere verantwortliche Stellen, Vereinbarkeit mit bestehendem Qualitätsmanagement sowie der Einfluss der DSGVO auf das Sozialgesetzbuch.

Der dritte Teil der Weiterbildung befasst sich mit den Aufgaben des*der Datenschutzbeauftragten sowie den Anforderungen, die an diese*n gestellt werden. Außerdem wird vermittelt, welche Pflichten Verantwortliche dem*der Datenschutzbeauftragten gegenüber haben und somit welche Stellung diese*r in der Organisation einnimmt.

Der vierte Teil der Weiterbildung zum*zur Datenschutzbeauftragten widmet sich der praktischen Umsetzung des Datenschutzes in der Organisation. Hierzu zählen unter anderem ein für die jeweilige Organisation passendes Datenschutzkonzept, technische und organisatorische Maßnahmen sowie die Wissensvermittlung an Mitarbeiter*innen bzw. Kollegen*innen. Der Schwerpunkt liegt dabei zwar im sozialen Bereich, die Inhalte sind aber auch auf andere Bereiche übertragbar.

Die Weiterbildung kann als Präsenzseminar oder als E-Learning Seminar absolviert werden (siehe Termine).

Termine dieser Weiterbildung

Termine vor Ort

Neue Termine in Planung → Jetzt vormerken

Termine E-Learning

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Inhalte

Einführung und Überblick in das Datenschutzrecht
Europäische Datenschutz-Grundverordnung DSGVO: Grundsätze (z. B. Transparenz, Zweckbindung, Datenminimierung), Begriffsdefinitionen (z. B. personenbezogene Daten, Verarbeitung, Einwilligung) sowie wichtige Regelungen (z. B. Pflichten der Verantwortlichen, Bestellung eines Datenschutzbeauftragten, Betroffenenrechte, Haftung, Sanktionen); nationale Ergänzungen: Bundesdatenschutzgesetz BDSG-neu

Datenschutz in sozialen Betrieben
Rechtsformen im sozialen Bereich, Kategorien von personenbezogenen Daten, Datenverarbeitung durch mehrere verantwortliche Stellen, Vereinbarkeit mit bestehendem Qualitätsmanagement, Einfluss der DSGVO auf das Sozialgesetzbuch

Position und Aufgaben des*der Datenschutzbeauftragten
Anforderung an den*die Datenschutzbeauftragte*n (berufliche Qualifikation, Fachwissen im Datenschutzrecht, Datenschutzpraxis); Aufgaben (Beratung zu Datenschutzmaßnahmen, Erarbeiten eines Datenschutzkonzeptes, Überwachung der getroffenen Regelungen, Schulen und Beraten der Beschäftigten zu datenschutzrechtlichen Themen, Zusammenarbeiten mit der Aufsichtsbehörde); Pflichten des*der Verantwortlichen

Praktische Umsetzung des Datenschutzes
Technische und organisatorische Datenschutzmaßnahmen: Erarbeiten eines Datenschutzkonzeptes, Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten, Risikomanagement, Datenschutz-Folgeabschätzung; Angebote zur Wissensvermittlung an Mitarbeiter*innen/Kollegen*innen erstellen; verpflichtender und freiwilliger Austausch mit Aufsichtsbehörde
 

Ziele

Die Teilnehmenden der Weiterbildung zum*zur Datenschutzbeauftragten erhalten eine fundierte Einführung in die DSGVO und das BDSG-neu und lernen in diesem Zusammenhang die Besonderheiten der Datenverarbeitung im sozialen Bereich kennen. Sie sind mit den Anforderungen sowie Aufgaben einer*s Datenschutzbeauftragten vertraut und erwerben die Kompetenz, ein für ihre Organisation stimmiges Datenschutzkonzept zu entwickeln und dies durch technische und organisatorische Maßnahmen in die Praxis umzusetzen.

Methoden

Die Weiterbildung zum*zur Datenschutzbeauftragten hat einen hohen Praxisbezug: Die rechtlichen Inhalte und Materialien werden von den Trainer*innen anhand von Praxisdemonstrationen präsentiert bzw. in Impulsreferaten mit Flipchart oder PowerPoint-Präsentation vorgestellt. In Kleingruppen und Übungen erhalten die Teilnehmenden Gelegenheit, sich das Wissen anzueignen und auf das eigene Arbeitsfeld zu übertragen. Es wird viel Wert auf praxisnahe Wissensvermittlung und das Bearbeiten von Fallbeispielen gelegt, um möglichst viel Verfahrenswissen zu sammeln. Das Besprechen von Rückfragen sowie Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmenden wird in moderierten Diskussionen ermöglicht.

Auch in unseren E-Learning Weiterbildungen sind die Trainer*innen durchgehend live und interagieren mit den Teilnehmenden. Inhalte werden wie gewohnt durch Impulsreferate, unterstützt von PowerPoint-Präsentationen und verschiedene Online-Tools, vermittelt. Ebenso möglich sind Live-Demonstrationen, z. B. von Beratungssituationen, Rollenspiele unter den Teilnehmenden und Kleingruppenarbeit in Breakout-Rooms.
 

Zielgruppe

Die Weiterbildung zum*zur Datenschutzbeauftragten richtet sich an Personen, die zum*zur Datenschutzbeauftragten ernannt wurden, deren Ernennung bevorsteht, Personen, die anderweitig mit dem Thema Datenschutz in ihrem Aufgabenfeld betraut sind oder Personen, die sich interessehalber mit dem Thema Datenschutz praxisnah auseinandersetzen möchten. Zwar liegt der Fokus der Weiterbildung auf sozialen Betrieben, die besprochenen Inhalte können jedoch auch auf andere Bereiche übertragen werden. Unser E-Learning Angebot ist zudem besonders interessant für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder mit Betreuungspflichten, die eine längere Abwesenheit unmöglich machen. Zudem entfallen Reise- und Übernachtungskosten

Zielgruppe der Weiterbildung zum*zur Datenschutzbeauftragten sind zum Beispiel:

  • Fachkräfte mit Führungsaufgaben
  • Fachkräfte im Sozialwesen
  • Fachkräfte im Gesundheitswesen
  • Fachkräfte in Behörden und Verwaltungen
  • Fachkräfte in Jobcentern
  • u. v. m.


Es gibt keine formalen Zugangsvoraussetzungen. Das Seminar steht allen Interessierten offen.
 

Seminarzeiten

Die Weiterbildung zum*zur Datenschutzbeauftragten findet an drei Tagen statt und umfasst 22,5 Stunden (inkl. Pause) bzw. 25 UE (exkl. Pause).

Die Seminarzeiten sind bei den Präsenz- und E-Learning Seminaren gleich:
1. Tag: 09:00-17:00 Uhr bzw. 10:00-18:00 Uhr
2. Tag: 09:00-17:30 Uhr
3. Tag: 09:00-15:00 Uhr

Pausenzeiten 
Es wird eine längere Mittagspause (etwa 1,5h) sowie mehrere kleinere Pausen über den Tag verteilt geben. Die Pausenzeiten werden im Seminar individuell zwischen dem*der Dozent*in und den Teilnehmenden abgestimmt.
 

Kosten

Die Weiterbildung zum*zur Datenschutzbeauftragten kostet als Präsenzveranstaltung: 550 €.
In den Kosten der Weiterbildung enthalten sind die Seminarunterlagen, das Zertifikat sowie Getränke und Snacks an den Seminartagen.

Die Weiterbildung zum*zur Datenschutzbeauftragten kostet als E-Learning Seminar: 490 €.
In den Kosten enthalten sind die Seminarunterlagen und das Zertifikat als PDF.

Teilnehmendenzahl

Die Anzahl der Teilnehmenden in der Weiterbildung zum*zur Datenschutzbeauftragten liegt durchschnittlich zwischen 13 und 16. Dabei befinden sich mindestens 6 und maximal 22 Personen in einem Seminar.

Referenten*innen

Der Referent der Weiterbildung zum*zur Datenschutzbeauftragten ist Rechtsanwalt und kann die rechtlichen Regelungen mit einer Vielzahl von Beispielen aus der eigenen Praxis veranschaulichen:
 

Zertifikat

Bei Abschluss der Weiterbildung erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat. Im Zertifikat werden alle wichtigen Inhalte der Weiterbildung zum*zur Datenschutzbeauftragten genannt. Das Zertifikat wird vom Institut für Bildungscoaching ausgestellt. Bei E-Learning Seminaren wird Ihnen das Zertifikat als PDF-Dokument zur Verfügung gestellt.
 

Bewertung

Weiterbildung zum*zur Datenschutzbeauftragten 15.10.-17.10.2018: Gesamtnote 1,3 (Präsenz)
Weiterbildung zum*zur Datenschutzbeauftragten 23.03.-25.03.2020: Gesamtnote 1,3 (E-Learning)
Weiterbildung zum*zur Datenschutzbeauftragten 23.05.-25.05.2022: Gesamtnote 1,3 (E-Learning)
 

Stimmen

Ein tolles Seminar - die Inhalte wurden sehr gut verständlich vermittelt und alle Fragen kompetent beantwortet.

Besonders gefallen hat mir die verständliche und individuelle Erklärung von Seiten des Referenten, genügend Zeit für individuelle Fragen und das unkomplizierte und ungezwungene Miteinander.

Das Seminar hat ALLE Erwartungen erfüllt, auch wenn die Teilnehmer*innen und der Referent nur über Audio/Video verbunden waren.

Ein sehr durchdachtes Seminar mit klarem Aufbau, viel Zeit/Möglichkeit für Rückfragen und einer lebendige Atmosphäre.

Hintergrundwissen

Anmeldung

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