Tipps vom Karriere-Coach für 2021

Das neue Jahr ist angebrochen – Zeit für ein paar gute Vorsätze außerhalb der beruflichen Komfortzone. In diesem Spiegel-Artikel werden acht potenzielle Ziele mit den richtig gestellten Fragen herausgegriffen, um neue Ansätze und Perspektiven gegenüber der eigenen Person zu reflektieren.

Sind digitale Bewerbungsgespräche eine gute Alternative?

Bewerbungsgespräche finden immer häufiger in digitaler Form statt. Arbeits- und Organisationspsychologe Klaus Melchers hat hierzu nun untersucht, ob das Format des Gespräches Einfluss auf die Erfolgschancen des*der Bewerber*in hat. Tatsächlich fallen die Bewerbungsgespräche online häufig schlechter aus, ergab seine Studie. Die Süddeutsche Zeitung analysiert im Interview die Ergebnisse.

Und plötzlich war der*die Bewerber*in weg

Ghosting, eine Form des plötzlichen Kontaktabbruchs, bei der eine Partei im Unklaren über die Gründe der plötzlichen Funkstille gelassen wird, manifestierte sich in den letzten Jahren vor allem in sozialen Medien und Dating-Apps als neue Umgangsform. Diese hält nun auch Einzug in die Arbeitswelt, wenn Bewerber*innen oder Arbeitnehmer*innen sich plötzlich nicht mehr beim Arbeitgeber melden. Über die möglichen, weitreichenden Folgen für Bewerber*innen und Arbeitgeber*innen, aber auch individuelle Beweggründe sprechen im Spiegel-Artikel eine Arbeitsvermittlerin, ein Arbeitnehmer und ein Anwalt für Arbeitsrecht.

Was wirklich Lohngerechtigkeit bringt

Wie kommt der Gender Pay Gap zustande? Eine Antwort darauf wird häufig in der Diskriminierung, der falschen Berufswahl und dem Verhandlungsgeschick von Frauen gesucht. Doch das ausschlaggebende Moment liegt woanders, meint Harvard-Professorin Claudia Goldin. Denn die Lohnungleichheit entsteht oft erst Jahre nach dem Berufseinstieg, erklärt sie im prägnanten Video bei der Süddeutschen Zeitung.

Sechs Entscheidungsfragen fürs Delegieren

Wer kennt es nicht: Die To-Do-Liste ist unendlich lang, die Arbeitszeit hingegen nicht. Was dabei helfen kann: Delegieren und Priorisieren. Beraterin Sabina Nawaz schlägt sechs Fragen vor, die dabei helfen sollen, und erklärt sie an einem Beispiel – nachzulesen beim Spiegel.

Neu: Lohnrechner des Statistischen Bundesamtes

Im Laufe des Berufslebens ist es immer wieder erforderlich, das durchschnittliche Gehalt des Berufsfeldes zu kennen – sei es für die Gehaltsvorstellungen bei Bewerbungen oder für den eigenen Marktwert bei Gehaltsverhandlungen. Bislang gab es im Internet verschiedene Plattformen, auf denen man nach Branchen und Regionen die Gehälter sortieren kann. Der Haken an der Sache: Die Daten beruhen in der Regel auf freiwilligen Angaben anderer Internetnutzer*innen. Das Statistische Bundesamt hat nun einen eigenen Lohnrechner veröffentlicht, basierend auf den Daten der Verdienststrukturerhebung, die alle vier Jahre von Bund und Ländern erfasst wird. Wie das genau funktioniert, erklärt die Frankfurter Allgemeine Zeitung. 

Studie zeigt: Mehr Flexibilität, weniger Verantwortung gewünscht

Die aktuelle Studie der “Initiative Chefsache” zeigt, dass sich Mitarbeitende und Vorgesetzte immer besser im neuen Arbeitsalltag mit flexibleren Arbeitsmodellen und -abläufen organisieren. Hierfür wurden im Januar, April und September 2020 je mehr als 1.000 Personen befragt. Die Ergebnisse der Studie legen aber auch offen, dass immer weniger Arbeitnehmer*innen eine Führungsposition anstreben. Mehr zur Studie und zu den Ergebnissen fasst der Spiegel in einem Artikel zusammen.

Berufseinsteiger müssen besser angelernt werden

Wird ein*e Berufseinsteiger*in gut eingelernt, ist er*sie auf lange Sicht eine bessere Arbeitskraft. Das belegen Studien immer wieder, die Realität zeichnet jedoch häufig ein anderes Bild. Wo genau die Probleme liegen und wie eine gute Einarbeitung aussehen könnte, stellt jetzt.de vor.

Geschlechtliche Identität im Job häufig nicht bekannt 

Diskriminierung am Arbeitsplatz ist nach wie vor aktuell – vor allem auch für Homosexuelle und Transmenschen, wie eine Studie des Deutschen Instituts der Wirtschaftsforschung (DIW) und der Universität Bielefeld kürzlich offenlegte. So halten viele Betroffene nicht nur ihre geschlechtliche Identität geheim – die verdeckte Diskriminierung zeigt sich auch in der Beschäftigung Hochqualifizierter in niedrigqualifizierten Bereichen und der Wahl der Berufsbranche. Die Ergebnisse der Studie hat tagesschau.de zusammengefasst. 

Die Gefahr der Hochstapelei im Lebenslauf 

Der Lebenslauf dient Personalern*innen als gute Übersicht, welche Stationen die einzelnen Bewerber*innen bereits absolviert und welche Kompetenzen sie hierbei erworben haben. Es lohnt sich also, Zeit und Energie zu investieren. So mancher versucht hierbei jedoch auch, Lücken zu kaschieren oder Praktika als Festanstellung umzuwidmen. Für den einen mag das ein Kavaliersdelikt sein, doch tatsächlich kann sich dies negativ auf den Bewerbungsprozess auswirken, sogar strafrechtliche Verfahren können drohen. Zeit Campus hat sich diesem Phänomen ausführlich gewidmet. 

Studie zeigt: Teilqualifizierung erhöht Chancen für Quereinsteiger 

Eine kürzlich von der Bertelsmann-Stiftung durchgeführte Studie hat offengelegt, dass Unternehmen mehr nach Fachkräften mit Spezialwissen suchen und damit die Chancen von Quereinsteigern und Personen ohne Berufsabschluss erhöht sind. Problem dabei ist: Diese können ihre vertieften Kenntnisse nur schwerlich nachweisen und fallen so häufig durchs Raster. Die Studie schlägt nun vor, für Bewerber*innen über 25 Jahre ein zweites Ausbildungssystem zu schaffen, in welchem nicht komplette Ausbildungen, sondern nur individuell erforderliche Teilqualifizierungen absolviert werden. Mehr zur Studie und zu den Forderungen fasst ein Artikel des Spiegels zusammen. 

Bin ich als Führungskraft geeignet? 

Egal ob die Führungsposition angestrebt wird oder man „ungewollt“ dort landet – viele Fachkräfte stellen sich irgendwann die Frage, ob sie als Führungskraft geeignet sind. In einem Spiegel-Artikel erklärt Organisationsberaterin Carmen Michaelis, wie man in sieben Schritten für sich herausfinden kann, ob eine Führungsposition infrage kommt. 

Online-Tool Europass hilft beim erfolgreichen Bewerben 

Kompetenzen erfassen, moderne Vorlagen für Lebenslauf und Anschreiben, Job-Angebote – das Online-Tool Europass der Europäischen Union bietet kostenlos verschiedene Hilfen rund um die Themen Lernen, Bewerben und Arbeiten in Europa an. Zur Online-Plattform, die in 29 Sprachen zur Verfügung steht, gelangen Sie hier

Studie belegt: Neue Arbeitskonzepte als Chance und Risiko für Frauen

Vielerorts ist man sich einig: Der Lockdown hat der Digitalisierung und neuen Arbeitskonzepten einen enormen Schub gegeben. Eine Studie der Initiative Chefsache zeigt nun, dass vor allem Frauen ihre digitalen Kompetenzen erheblich ausgebaut haben. Sie mussten im Homeoffice jedoch häufig auch die Kinderbetreuung übernehmen – eine Doppelbelastung. Damit die positiven Entwicklungen nicht im Sande verlaufen und die Gleichstellung zurückgeworfen wird, müssen die neu gewonnenen Strukturen weiter ausgebaut werden, fordert die Initiative. Ausführlicheres zur Studie und der Initiative erläutert ein Spiegel-Artikel.

Status Quo Homeoffice: Langzeitstudie bringt erste Erkenntnisse 

Homeoffice und das Anrecht darauf wurde in den vergangenen Jahren viel diskutiert, bekam jedoch in Zeiten des Lockdowns einen ganz neuen Stellenwert. Rahmenbedingungen, die vorher nicht möglich waren, wurden aus der Not heraus geschaffen. Nun stellt sich die Frage: Ist Homeoffice doch eine Alternative zum Büro? Und wie ist es mit der Produktivität? An der TU Darmstadt läuft hierzu seit Ende März eine Langzeitstudie, in der wöchentlich Arbeitnehmende zum Homeoffice befragt werden. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat die ersten Zwischenergebnisse beleuchtet. 

Bundestag stärkt berufliche Weiterbildung 

Ende April beschloss der Deutsche Bundestag eine Gesetzesänderung, die zum Ausbau der beruflichen Weiterbildung beitragen soll. So werden künftig z. B. mehr finanzielle Ressourcen für die Weiterbildung bereitgestellt und auch die Anzahl der Qualifizierungsmaßnahmen wird erhöht. Was genau die Gesetzesnovelle sonst noch beinhaltet, können Sie auf Zeit Online nachlesen. 

Gute Führung will gelernt sein

Arbeitet man in einer Führungsposition, so muss man nicht nur sein eigenes Arbeitspensum bewältigen, sondern auch immer einen Blick auf seine Mitarbeiter*innen haben: Wer fühlt sich unter-, wer überfordert? Wer legt zu hohe Maßstäbe an die eigene Leistung an? Wer lässt sich einfach nicht motivieren? Keine leichte Aufgabe. Da kann es sich schon mal lohnen über den eigenen Tellerrand zu schauen und nach innovativen Lösungen zu suchen. Genau dies versucht nun ein interessanter Spiegel-Artikel und hat dazu eine Hundetrainerin, einen Bergführer, einen Regisseur, sowie eine Animateurin befragt.

Stellenausschreibungen: Wofür steht das D?

Schaut man sich in den einschlägigen Jobportalen um, findet man z. B. Stellenanzeigen wie „Flugzeug- und Gepäckabfertiger (m/w/d)“ oder „Justizbeschäftigter (m/w/d) gesucht“. Aber wofür steht dabei eigentlich das D in „m/w/d“? Sollten Sie momentan noch keine Antwort auf diese Frage haben, dann finden Sie diese in einem aufschlussreichen Connectoor-Artikel. Ergänzend dazu berichtete die WELT über die rechtlichen Hintergründe und was genau dies für Firmen und deren Umgang mit Bewerber*innen bedeutet.

Erhöhung des Mindestlohns für Pflegekräfte

In einem Pflegeberuf zu arbeiten, das bedeutet unter anderem: Hohe Verantwortung zu tragen, dabei häufig wechselnde Arbeitszeiten in Kauf zu nehmen … und dafür verhältnismäßig schlecht entlohnt zu werden. Der seit Jahren bestehende Pflegenotstand in Deutschland ist aus dieser Perspektive heraus also kein Wunder. Nun gibt es eine Reaktion aus der Politik. So verkündete Bundesarbeitsminister Hubertus Heil kürzlich eine schrittweise Erhöhung des Mindestlohns für Pflegekräfte, wie die ZEIT berichtet. Wie hoch dieser – abhängig von der Qualifizierung – ausfällt, ab wann er gezahlt wird und warum dennoch weiterer Handlungsbedarf besteht, können Sie dort ebenfalls nachlesen.

"Die Erwerbsneigung Älterer hat in den letzten Jahren […] überproportional stark zugenommen"

Zu dieser Feststellung kommt die Bundesagentur für Arbeit (BA) in einem kürzlich veröffentlichten Bericht. Was die BA damit recht umständlich umschreibt, ist die Tatsache, dass immer mehr Menschen über 60 berufstätig sind. Ein Artikel auf Spiegel Online befasst sich jetzt mit den Ursachen und mit der Frage, was Betriebe tun können (oder sogar müssen?), um diese Entwicklung abzufangen.