Urteil bestätigt: Hartz IV trotz privatem Darlehen möglich

Menschen können in den verschiedensten Lebenslagen zur eigenen Finanzierung von privaten Darlehen oder von Hartz-IV-Leistungen abhängig sein. Während eines Studiums können das Bafög und andere Ausbildungsbeihilfen dafür sorgen, dass kein Hartz-IV gezahlt wird. Dass ein privater Studienkredit dafür kein Grund sein kann, wurde nun vom Bundessozialgericht in Kassel beschlossen. Der Spiegel berichtet in diesem Artikel über den Rechtsstreit, der zugunsten der Studentin ausging.

Wertet die Schufa bald auch Kontoauszüge aus?

Laut NDR, WDR und SZ soll die Wirtschaftsauskunftei Schufa zusammen mit dem Mobilfunkkonzern Telefónica/O2 an der Zulassung eines neuen Modells arbeiten, das auch die Überprüfung von Kontoauszügen von Verbraucher*innen zur Bonitätsprüfung ermöglicht. So könnten Verbraucher*innen freiwillig einen Blick auf ihre Einnahmen und Ausgaben zulassen, um von der Bonität abhängige Leistungen in Anspruch nehmen zu können. Aktuell wird das Modell vom Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht geprüft. Mehr dazu können Sie hier im Artikel der Zeit lesen.

2021 bringt mehr Geld im Geldbeutel

So mancher sehnt sich danach, dass 2020 zu Ende geht und 2021 Besseres bringt. Bezogen auf die Steuerzahlungen ist der Ausblick auch positiv: Denn es gibt etliche Steuerrechtsänderungen, die Erleichterungen bringen. Der Soli fällt für viele weg, Grundfreibetrag und Steuertarif werden an die Inflation angepasst und Kindergeld sowie -freibetrag steigen. Was das genau für den*die Einzelne*n bedeutet, erklärt der Spiegel.

Geizig und verlogen?

Die einen nennen es Sparsamkeit, die anderen Geiz – ob es eine schlechte Eigenschaft ist, liegt im Auge des Betrachters und in der Situation. Unangenehm kann es jedoch werden, wenn der Unwille zum Geldausgeben Personen zu Ausflüchten treibt. Eine Forschergruppe der israelischen Ariel University haben untersucht, ob Geizigsein und Lügen eine Verbindung haben. Die Süddeutsche Zeitung blickt auf die Ergebnisse der Studie.

Homeoffice steuerlich geltend machen

Eine Vielzahl von Arbeitnehmer*innen arbeiten in diesem Jahr im Homeoffice, doch nicht alle von ihnen haben dafür ein eigenes Arbeitszimmer, das sie bei der Steuererklärung geltend machen könnten. Im Bund soll nun geklärt werden, ob ein Pauschalbetrag von fünf Euro pro Tag im Homeoffice als Werbungskosten angerechnet werden könnten. Mehr zum Vorschlag lesen Sie im Spiegel.

Privatinsolvenz soll neu geregelt werden

Die wirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie bringen mittelfristig etliche Personen finanziell ins Straucheln, auch Personen aus der Mittelschicht, die bislang gut aufgestellt waren. Experten prognostizieren eine Zunahme von Privatinsolvenzen – aktuell ist davon dennoch nichts zu merken. Ein Grund dafür: Im Herbst soll die Privatinsolvenz rechtlich neu geregelt werden. Mehr zu Hintergründen und der gesetzlichen Lage hat der Spiegel zusammengetragen.

BGH entscheidet: Corona-Soforthilfe nicht pfändbar 

Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler hat die Corona-Pandemie teilweise schwer gebeutelt. Um die Wirtschaft zu unterstützen, haben Bund und Länder Corona-Hilfspakete auf den Weg gebracht. Hier gab es für einige aber eine unangenehme Überraschung: Haben Unternehmen oder Selbstständige bereits Schulden, wurden die Corona-Hilfen teilweise vom Finanzamt wieder einbehalten. Das ist jedoch unzulässig, hat der Bundesgerichtshof kürzlich geurteilt. Details zur Urteilssprechung, gibt es hier

Welchen Stellenwert hat das Bargeld noch? 

Einkauf, Verkauf, Geldtransfer – es war noch nie so einfach, Geld zu bewegen bzw. gegen Ware zu tauschen. Vor allem der kontaktlose Geldtransfer wird immer beliebter. Um mit Geld dennoch bewusst umzugehen und den Überblick nicht zu verlieren, ist es hilfreich, die Prozesse hinter dem Zahlungsverkehr zu verstehen. In der Reihe FAZ schneller schlau werden die verschiedenen Zahlungsmittel, deren Nutzung und Vorteile in Grafiken betrachtet.

Ab Herbst höherer Bedarf an Schuldnerberatung erwartet 

Deutschlandweit ist vonseiten verschiedener Schuldnerberatungsstellen zu vernehmen, dass 2020 coronabedingt die Anfragen von Privatpersonen zur Schuldnerberatung deutlich zugenommen haben. Für Herbst wird sogar mit einem weiteren Anstieg gerechnet, denn dann enden einige Corona-Hilfen. Zudem ändert sich der Personenkreis: Mittlerweile suchen auch Personen aus der Mittelschicht, die bislang finanziell gut aufgestellt waren, die Beratungsstellen auf, da sich aufgrund der Corona-Krise ihre finanzielle Lage unerwartet verschlechtert hat. Alles Wichtige dazu hat die Frankfurter Allgemeine Zeitung zusammengefasst. 

Neuerungen beim Inkassorecht geplant 

Nicht beglichene Rechnungen können schnell in einem Inkassoverfahren münden. Dabei kommen zur offenen Zahlung Mahngebühren in zum Teil beträchtlicher Höhe hinzu. Um diesen Gebühren eine Grenze zu setzen, hat die Bundesregierung Neuerungen im Inkassorecht auf den Weg gebracht. Zudem sollen Verbraucher*innen bereits bei Vertragsabschluss transparenter über etwaige Mahnungsgebühren informiert werden. Wie die Neuerungen konkret aussehen, erklärt Zeit online

Ratgeber der Verbrauchzentrale bei finanzieller Not durch die Corona-Pandemie 

Die Corona-Pandemie führt dazu, dass viele Menschen in Deutschland mit weniger Geld auskommen müssen, da Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit zunehmen. Die Bundesregierung bietet Verbraucher*innen in vielen Bereichen Hilfe an – allerdings werden Ausgaben, wie zum Beispiel Miete, dabei oft nur auf einen späteren Zeitpunkt verschoben und können langfristig zu Verschuldung führen. Die Verbraucherzentrale hat einen umfangreichen und übersichtlichen Ratgeber zusammengestellt, auf welche Punkte Verbraucher*innen unbedingt achten sollten. An erster Stelle steht die umgehende Beantragung von staatlichen Hilfen, die nicht zurückgezahlt werden müssen: Kurzarbeitergeld, Arbeitslosengeld, Wohngeld und Aufstockungsleistungen für Erwerbslose im Hartz IV-Bezug. 

Unterrichtsmaterialien zum Thema Grundgesetz 

Am 23. Mai wurde der Tag des Grundgesetzes gefeiert. Im Rahmen der Diskussionen um den richtigen Umgang mit dem Corona-Virus spielt das Grundgesetz derzeit eine wichtige Rolle, insbesondere die persönlichen Freiheitsrechte laut Artikel 2 und die Meinungsfreiheit laut Artikel 5. Oft wird das Grundgesetz in diesen Diskussionen einseitig oder verkürzt interpretiert oder als absolute Forderung formuliert. Meinungsfreiheit wird immer wieder verwechselt mit dem Recht, andere Menschen zu diffamieren oder zu bedrohen. Dabei stehen alle Einzelrechte in Spannung zu den Rechten anderer und zum Gemeinwohl. 

Eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Grundgesetz und die in ihm angelegten gesellschaftlichen Verhandlungsprozesse ist ein wichtiger Bestandteil der politischen Bildungsarbeit. In diesem Dossier des Deutschen Bildungsservers „Das Grundgesetz als Thema im Unterricht“ finden sich Materialien und Anregungen.  

Neu: Finanzbildungsangebot „fiuse“

Die Stiftung Rechnen hat kürzlich das Finanzbildungsangebot „fiuse“ an den Start gebracht. Das Besondere dabei? Es handelt sich um ein Angebot von Jugendlichen für Jugendliche, das Vlogs und Social-Media-Plattformen nutzt. Was genau sich hinter „fiuse“ verbirgt und welches Ziel das Projekt verfolgt, das erfahren Sie auf bildungsklick

Unterrichtsmaterial für finanzielle Grundbildung

„Für die Teilhabe an der Gesellschaft gehört der kompetente Umgang mit Geld zum notwendigen Alltagshandeln“, schreibt das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE). Das Institut hat es sich daher zum Ziel gemacht, die finanzielle Grundbildung stärker in den Fokus zu nehmen. Dafür hat es in Zusammenarbeit mit Experten*innen und durch Förderung des Bundesministeriums für Forschung und Bildung das „Curriculum finanzielle Grundbildung“ entworfen. Dieses beinhaltet zahlreiche Materialsets, mit Hilfe derer die notwendigen Kompetenzen für den alltäglichen Umgang mit Geld gefördert werden können. Das Curriculum, sowie alle zugehörigen Materialien stehen kostenfrei auf der Seite des DIE zum Download bereit.

Finanzwissen in der Schule: Es tut sich was!

Im Sommer des letzten Jahres berichteten wir an dieser Stelle darüber, dass die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) für die bundesweite Einführung des Schulfachs „Ökonomische Bildung“ plädiert. Grund dafür: Einem erheblichen Teil der jungen Menschen in Deutschland fehlt es schlicht an Finanzwissen. In der Folge sei es daher kein Wunder, dass Jugendliche keine Ahnung von Geldanlagen haben und auch nicht wissen, woran sie erkennen können, ob ein Vertrag zwielichtige Klauseln enthält. Wie die Welt berichtet, hat deshalb jetzt Nordrhein-Westfalen ein Schulfach zur finanziellen Kompetenzsteigerung von Schüler*innen eingeführt. Der Artikel beschäftigt sich darüber hinaus mit der Frage, welche konkreten Inhalte im Unterricht behandelt werden sollten.

„Mein Kohle-Einstieg“

In Zeiten des Klimawandels sollte man junge Menschen eher zum Kohle-Ausstieg als zum -Einstieg ermuntern. Oder? Nicht, wenn es nach der Börsenredaktion der ARD geht. Diese hat nämlich die Seite MeinKohleEinstieg ins Leben gerufen. Und es sich dort zum Ziel gemacht, junge Menschen über wichtige Finanzbegriffe aufzuklären und ihnen zu zeigen, warum es wichtig ist, sich mit dem eigenen Geld zu beschäftigen. Dabei werden auf der Seite nicht nur Artikel, sondern auch Audios und Videos bereitgestellt.

Indizierungsverfahren gegen Spiele-App „Coin Master“

Diesen Slogan kennen Sie sicher: „Glücksspiel kann süchtig machen“. Weshalb es erst ab 18 Jahren erlaubt ist. Anders verhält sich das jedoch offenbar mit „simuliertem Glücksspiel“, wie z. B. der App „Coin Master“, in der man an virtuellen Spieleautomaten zocken kann. Und das nicht erst mit Erreichen der Volljährigkeit, sondern bereits ab 0 Jahren. Das Neo Magazin Royale machte kürzlich darauf aufmerksam, wie gefährlich das Spiel insbesondere für Kinder ist. Nun läuft ein Indizierungsverfahren der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien gegen die App, wie klicksafe berichtet.

Setzen, 6!

Vor einigen Wochen berichteten wir in unserem Newsletter bereits über die Einführung des Schulfaches „Ökonomische Bildung“, die von verschiedenen Stellen gefordert wurde. Nun wurden Jugendliche in einer comdirect-Jugendstudie um ihre Selbsteinschätzung zum Thema Finanzen gebeten. Die erschreckenden Ergebnisse finden Sie ebenfalls auf der Seite von Bildungsklick . Dort können Sie auch nachlesen, warum Experten bei dieser Problematik nicht nur die Schulen in der Pflicht sehen.

Job-Protokoll: Schuldnerberater*in

Wir haben bereits über die Serie „Das anonyme Jobprotokoll“ auf Spiegel Online berichtet, in dem Menschen ganz offen aus ihrem Berufsalltag berichten. Da nun das interessante Jobprotokoll eines Schuldnerberaters veröffentlicht wurde, möchten wir Sie gern erneut darauf hinweisen.

Brauchen wir ein neues Schulfach?

25 Prozent der Deutschen sind nicht in der Lage ihr Wechselgeld an der Supermarktkasse richtig im Kopf zu berechnen. Vielen fehlt es schlicht an ökonomischer Bildung; sie haben den Umgang mit Geld nie erlernt. Die ständig steigende Zahl von Verschuldeten ist aus dieser Perspektive nur wenig verwunderlich. Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) plädiert in seinem gerade veröffentlichten Bildungsmonitor daher nun für die Einführung eines Schulfachs „ökonomische Bildung“, das es aktuell nur in wenigen Bundesländern gibt. Auf welchen Befunden diese Empfehlung basiert und was ein solches Schulfach eigentlich leisten muss, können Sie bei Interesse zudem ausführlich in der dazugehörigen Studie nachlesen.