Warum wir 2019 bares Geld sparen

Ob Kindergeld, Rente oder Erhöhung des Mindestlohns: 2019 spült der Staat vielen Menschen mehr Geld in ihre Geldbeutel. In seiner Spiegel-Kolumne fasst Hermann-Josef Tenhagen alle wichtigen Reformen zusammen und gibt darüber hinaus Tipps, was jeder Einzelne zusätzlich tun kann, um 2019 Geld zu sparen.

Interview: Wie irrational unser Umgang mit Geld ist

Dass Geldausgeben nicht immer eine Sache der Vernunft ist, kann kaum überraschen. Dennoch ist es erstaunlich, wie vielfältig die psychodynamischen Prozesse sind, die unsere Kaufentscheidungen beeinflussen. Die Süddeutsche Zeitung hat zu diesem Thema ein spannendes Interview  mit Finanzcoach Monika Müller geführt.

Was bringt 2019 für Veränderungen mit sich?

Mit dem Jahreswechsel treten häufig auch Gesetzesänderungen inkraft. Welche Änderungen 2019 bezogen auf Steuern, Versicherungen & Co. für Verbraucher*innen bringt, hat die Verbraucherzentrale hier übersichtlich zusammengefasst.

Studie untersucht: Wie treffen Grundschüler*innen Kaufentscheidungen?

Schuldenprävention beginnt bereits in der frühen Kindheit beim ersten Umgang mit Geld. Eigene Kaufentscheidungen treffen Kinder bereits ab 6 Jahren. Das weiß auch die Werbung und spricht gezielt diese sehr junge Zielgruppe an. Wissenschaftler*innen der Uni Siegen und das DIPF untersuchen daher nun, wie es um die Kaufkompetenz von Grundschülern*innen derzeit bestellt ist. Mehr Infos zu der Studie gibt es hier.

Schuldneratlas 2018 veröffentlicht

Der kürzlich veröffentlichte Schuldneratlas 2018 gibt ein aktuelles Bild der Überschuldung in Deutschland: Die Überschuldung von Privatpersonen nahm erneut zu, insbesondere die Fälle mit geringer Überschuldungsintensität. Betrachtet man einzelne Altersgruppen und Regionen, gibt es jedoch einige Unterschiede. Die Zahlen der verschuldeten Personen über 70 Jahre liegen zwar unter denen anderer Altersgruppen, aber hier gab es im letzten Jahr den höchsten Anstieg. Gleichzeitig ist jeder Siebte der unter 30-Jährigen verschuldet. Zwei von ihnen gibt das Magazin jetzt ein Gesicht und hat sie interviewt.

Schüler-Videos bei Hessischer Jugendfinanzkonferenz ausgezeichnet

Auf der vierten Hessischen Jugendfinanzkonferenz wurden kürzlich Schüler-Teams verschiedener Altersklassen ausgezeichnet, die im Rahmen der Schuloffensive „Du hast dein Geld im Griff“ in selbst erstellten Legetrickfilmen Finanzthemen kreativ und altersgerecht erklärten. Weitere Informationen und Hintergründe zur Offensive gibt es auf der Internetseite der Jugendfinanzkonferenz. Die Gewinner-Clips können hier kostenfrei angesehen werden.

Wie tickt die Jugend bei den Themen Wirtschaft, Finanzen und Geld?

Der Bankenverband veröffentlicht alle drei Jahre eine Studie, in der Jugendliche und junge Erwachsene zu den Themen Wirtschaft, Finanzen und Geld befragt werden. Die aktuelle Studie ergab: Jugendliche schauen pessimistischer in die Zukunft, wünschen sich mehr Wirtschaftswissen in der Schule und gehen online sorgloser mit persönlichen Daten um. Die ausführlichen Ergebnisse der Studie gibt es hier.

Keine Regulierung schufa-freier Kredite in Sicht

Für Personen mit Geldsorgen sind schufa-freie Kredite, bei denen die Bonität nicht geprüft wird, häufig der letzte Strohhalm, um die eigenen Schulden zu kompensieren. Oft geschieht jedoch das Gegenteil, weil hohe Bearbeitungsgebühren und unverhältnismäßige Zinsen die Kosten in die Höhe treiben. Die Verbraucherzentrale sieht daher Handlungsbedarf bei der Gesetzgebung, im Gegensatz zum Bundesministerium für Verbraucherschutz, wie das Handelblatt in seinem Artikel zusammenfasst.

Eine Inkassounternehmerin berichtet

Beim Thema Verschuldung spielen Inkassounternehmen häufig eine Rolle. Doch schwarze Schafe unter ihnen stellen die Branche schon seit Langem ins schlechte Licht. Inkassounternehmerin Yvonne Wagner erzählt nun in einem Zeit-Interview, wie wichtig es für sie sei, dass ihre Mitarbeitenden feinfühlig vorgehen und wie Verbraucher die schwarzen Schafen enttarnen können.

Welche Apps sind konsumsicher?

Ursache der frühen Verschuldung junger Menschen ist häufig der unbedachte Konsum. Gefördert wird dies durch die permanente Konfrontation mit Werbung – sei es im Fernsehen, auf Internetseiten oder in Apps. Vor allem Letztere sind mit ihren In-App-Käufen und eingebundenen Werbevideos bedenklich für Kinder. Welche Apps sicher sind und welche eher gemieden werden sollten, kann man auf www.app-geprueft.net nachlesen. Neben den Kategorien Werbung und In-App-Käufe werden auch Kinder- und Datenschutz sowie Verbraucherinfos bewertet.

Handel, Geld, Schuldenschnitt leicht erklärt für Kinder

Ein wichtiger Schritt, Schulden bei jungen Menschen vorzubeugen, ist die frühzeitige Heranführung an das Basiswissen: Wann gab es die ersten Münzen? Was hat Tauschhandel mit der Geschichte von Geld zu tun? Was ist ein Schuldenschnitt? In leicht verständlichen kurzen Texten gibt das Infonetz des SWR-Kindernetz auf diese und viele weitere Fragen die Antworten. Die kostenlose Zusammenstellung der Texte, Videos und Quiz gibt es hier.

Schuldenfalle Studium?

Im Herbst starten viele junge Menschen ins Studium, verbunden mit mehr Freiheiten, aber auch mit dem Thema, das Leben zu finanzieren. Nicht alle können hierfür das BAföG nutzen. Viele gehen neben dem Studium jobben, rund 44.000 Studierende nehmen gar einen Studienkredit auf. Mehr zum Thema sowie eine Online-Umfrage gibt es bei der Verbraucherzentrale.

Nachholbedarf bei Finanzkompetenz junger Menschen

Der kürzlich veröffentlichte W² Jugend-Finanzmonitor von SCHUFA und forsa zeigt, dass es noch erheblichen Nachholbedarf bei der Finanzkompetenz junger Menschen gibt. Lediglich 8 Prozent schätzen ihre eigene Finanzkompetenz als gut bis sehr gut ein. Überraschend: Bei der Kontrollgruppe Erwachsener zwischen 40 und 55 Jahre liegt der Wert bei 13 Prozent. Daher sind vor allem Schulen und Bildungsträger für die Vermittlung von alltäglichen Finanzthemen gefragt, was sich 89 Prozent der befragten Jugendlichen auch wünschen. Die Zusammenfassung der Ergebnisse gibt es hier.

Überschuldungsstatistik veröffentlicht

Aktuelle Zahlen zur Überschuldung in Deutschland hat kürzlich das Statistische Bundesamt in der Überschuldungsstatistik für das Jahr 2017 veröffentlicht. Zu finden sind hier bspw. statistische Aussagen zu den Hauptauslösern der Überschuldung, besonders betroffenen Personengruppen und der Überschuldungsintensität. Eine Zusammenfassung der Statistik sowie weiterführende Links gibt es hier.

Videos und Online-Tools für Jugendliche mit Finanzproblemen

Wie erstelle ich einen Haushaltsplan? Was ist ein P-Konto? Wie verhalte ich mich bei einer Mahnung? Diese und viele weitere Fragen beantworten Laura und Basti zusammen mit Experten*innen in kleinen Videobeiträgen – zu finden auf der Internetseite der Caritas. Ebenso gibt es hier hilfreiche kostenlose Online-Tools, wie Haushaltsplaner und Selbsttests.

Online-Tool: Inkasso-Check der Verbraucherzentralen

Trifft ein Schreiben mit einer Inkassoforderung ein, löst dies bei vielen erstmal Unbehagen, wenn nicht gar Panik aus. Ob die Inkassoforderung jedoch rechtens ist, kann nun unkompliziert über das Online-Tool „Inkasso-Check“ der Verbraucherzentralen vorab geprüft werden – inklusive Musterbrief für den Widerspruch, weiterführende Informationen und Kontakt zu den Beratungsstellen. Mehr Infos und den kostenfreien Inkasso-Check gibt es hier.

Young-Money-Blog

Bei Spiegel-Online gibt es seit einiger Zeit den Young-Money-Blog, der sich speziell an Berufseinsteiger*innen und Studierende richtet. Neben konkreten Tipps, wie man Geld sparen kann, bietet der Blog Hinweise zur Versicherung, Steuer und Geldanlage. Die Beiträge sind sehr übersichtlich gestaltet und enthalten oft eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Ein gutes Format für junge Menschen mit Finanzfragen! Hier geht es zum Young-Money-Blog

Kohlopoly: Ein Spiel zur Schuldenprävention

Das Gesellschaftsspiel Kohlopoly (http://www.drei-w-verlag.de/108-kohlopoly.html) wurde vom Drei-W-Verlag in Kooperation mit der Schuldnerhilfe Essen e.V. entwickelt. Das Spiel soll finanzielle Bildung und wirtschaftliche Kompetenzen bei Jugendlichen fördern und ist für Spieler ab 13 Jahren geeignet. Es können bis zu zehn Spieler*innen gleichzeitig spielen und das Spiel eignet sich sehr gut für den Einsatz in Schulen und Jugendeinrichtungen, aber auch in Familien. Ziel des Spiels ist es nicht, wie bei Monopoly am Ende möglichst

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Beratungslücke in der Schuldner- und Insolvenzberatung: Fehlende Beratungsangebote für Kleinst- und Kleinselbstständige

Auch wenn es oft lange Wartezeiten gibt: Privaten Verbrauchern steht ein öffentlich finanziertes schuldner- und insolvenzrechtliches Beratungsangebot zur Verfügung. Für Kleinst- und Kleinselbstständige, die ihr Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit generieren, gibt es solche Angebote hingegen nicht. Gemeint sind damit kleine Handwerker, Kioskbesitzer, freiberufliche Dozenten, genauso wie Hebammen. Für sie fehlen Angebote, die im schlimmsten Fall helfen, einen geordneten Ausstieg aus der Selbstständigkeit zu vollziehen. Die Folgen können fatal sein.

Hier geht es zum Hintergrundbericht.

Junge Menschen, Geld, Schulden: ein spannender Hintergrundartikel der Bundeszentrale für politische Bildung

In dem Fachaufsatz „Junge Menschen, Geld, Schulden“ werden viele allgemein verbreitete Annahmen kritisch hinterfragt. Selbstverständlich sind Bildungs- und Präventionsangebote für junge Menschen zum Umgang mit Geld wichtig. Aber vielleicht greift man zu kurz, wenn man das Verschuldungsproblem bei jungen Menschen als rein erzieherisch-kognitives Defizit darstellt, als wären die jungen Menschen einfach inkompetent im Umgang mit Geld oder als hätten sie eben den falschen Blick

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