Ratgeber der Verbrauchzentrale bei finanzieller Not durch die Corona-Pandemie 

Die Corona-Pandemie führt dazu, dass viele Menschen in Deutschland mit weniger Geld auskommen müssen, da Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit zunehmen. Die Bundesregierung bietet Verbraucher*innen in vielen Bereichen Hilfe an – allerdings werden Ausgaben, wie zum Beispiel Miete, dabei oft nur auf einen späteren Zeitpunkt verschoben und können langfristig zu Verschuldung führen. Die Verbraucherzentrale hat einen umfangreichen und übersichtlichen Ratgeber zusammengestellt, auf welche Punkte Verbraucher*innen unbedingt achten sollten. An erster Stelle steht die umgehende Beantragung von staatlichen Hilfen, die nicht zurückgezahlt werden müssen: Kurzarbeitergeld, Arbeitslosengeld, Wohngeld und Aufstockungsleistungen für Erwerbslose im Hartz IV-Bezug. 

Unterrichtsmaterialien zum Thema Grundgesetz 

Am 23. Mai wurde der Tag des Grundgesetzes gefeiert. Im Rahmen der Diskussionen um den richtigen Umgang mit dem Corona-Virus spielt das Grundgesetz derzeit eine wichtige Rolle, insbesondere die persönlichen Freiheitsrechte laut Artikel 2 und die Meinungsfreiheit laut Artikel 5. Oft wird das Grundgesetz in diesen Diskussionen einseitig oder verkürzt interpretiert oder als absolute Forderung formuliert. Meinungsfreiheit wird immer wieder verwechselt mit dem Recht, andere Menschen zu diffamieren oder zu bedrohen. Dabei stehen alle Einzelrechte in Spannung zu den Rechten anderer und zum Gemeinwohl. 

Eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Grundgesetz und die in ihm angelegten gesellschaftlichen Verhandlungsprozesse ist ein wichtiger Bestandteil der politischen Bildungsarbeit. In diesem Dossier des Deutschen Bildungsservers „Das Grundgesetz als Thema im Unterricht“ finden sich Materialien und Anregungen.  

Neu: Finanzbildungsangebot „fiuse“ 

Die Stiftung Rechnen hat kürzlich das Finanzbildungsangebot „fiuse“ an den Start gebracht. Das Besondere dabei? Es handelt sich um ein Angebot von Jugendlichen für Jugendliche, das Vlogs und Social-Media-Plattformen nutzt. Was genau sich hinter „fiuse“ verbirgt und welches Ziel das Projekt verfolgt, das erfahren Sie auf bildungsklick

Unterrichtsmaterial für finanzielle Grundbildung

„Für die Teilhabe an der Gesellschaft gehört der kompetente Umgang mit Geld zum notwendigen Alltagshandeln“, schreibt das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE). Das Institut hat es sich daher zum Ziel gemacht, die finanzielle Grundbildung stärker in den Fokus zu nehmen. Dafür hat es in Zusammenarbeit mit Experten*innen und durch Förderung des Bundesministeriums für Forschung und Bildung das „Curriculum finanzielle Grundbildung“ entworfen. Dieses beinhaltet zahlreiche Materialsets, mit Hilfe derer die notwendigen Kompetenzen für den alltäglichen Umgang mit Geld gefördert werden können. Das Curriculum, sowie alle zugehörigen Materialien stehen kostenfrei auf der Seite des DIE zum Download bereit.

Finanzwissen in der Schule: Es tut sich was!

Im Sommer des letzten Jahres berichteten wir an dieser Stelle darüber, dass die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) für die bundesweite Einführung des Schulfachs „Ökonomische Bildung“ plädiert. Grund dafür: Einem erheblichen Teil der jungen Menschen in Deutschland fehlt es schlicht an Finanzwissen. In der Folge sei es daher kein Wunder, dass Jugendliche keine Ahnung von Geldanlagen haben und auch nicht wissen, woran sie erkennen können, ob ein Vertrag zwielichtige Klauseln enthält. Wie die Welt berichtet, hat deshalb jetzt Nordrhein-Westfalen ein Schulfach zur finanziellen Kompetenzsteigerung von Schüler*innen eingeführt. Der Artikel beschäftigt sich darüber hinaus mit der Frage, welche konkreten Inhalte im Unterricht behandelt werden sollten.

„Mein Kohle-Einstieg“

In Zeiten des Klimawandels sollte man junge Menschen eher zum Kohle-Ausstieg als zum -Einstieg ermuntern. Oder? Nicht, wenn es nach der Börsenredaktion der ARD geht. Diese hat nämlich die Seite MeinKohleEinstieg ins Leben gerufen. Und es sich dort zum Ziel gemacht, junge Menschen über wichtige Finanzbegriffe aufzuklären und ihnen zu zeigen, warum es wichtig ist, sich mit dem eigenen Geld zu beschäftigen. Dabei werden auf der Seite nicht nur Artikel, sondern auch Audios und Videos bereitgestellt.

Indizierungsverfahren gegen Spiele-App „Coin Master“

Diesen Slogan kennen Sie sicher: „Glücksspiel kann süchtig machen“. Weshalb es erst ab 18 Jahren erlaubt ist. Anders verhält sich das jedoch offenbar mit „simuliertem Glücksspiel“, wie z. B. der App „Coin Master“, in der man an virtuellen Spieleautomaten zocken kann. Und das nicht erst mit Erreichen der Volljährigkeit, sondern bereits ab 0 Jahren. Das Neo Magazin Royale machte kürzlich darauf aufmerksam, wie gefährlich das Spiel insbesondere für Kinder ist. Nun läuft ein Indizierungsverfahren der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien gegen die App, wie klicksafe berichtet.

Setzen, 6!

Vor einigen Wochen berichteten wir in unserem Newsletter bereits über die Einführung des Schulfaches „Ökonomische Bildung“, die von verschiedenen Stellen gefordert wurde. Nun wurden Jugendliche in einer comdirect-Jugendstudie um ihre Selbsteinschätzung zum Thema Finanzen gebeten. Die erschreckenden Ergebnisse finden Sie ebenfalls auf der Seite von Bildungsklick . Dort können Sie auch nachlesen, warum Experten bei dieser Problematik nicht nur die Schulen in der Pflicht sehen.

Job-Protokoll: Schuldnerberater*in

Wir haben bereits über die Serie „Das anonyme Jobprotokoll“ auf Spiegel Online berichtet, in dem Menschen ganz offen aus ihrem Berufsalltag berichten. Da nun das interessante Jobprotokoll eines Schuldnerberaters veröffentlicht wurde, möchten wir Sie gern erneut darauf hinweisen.

Brauchen wir ein neues Schulfach?

25 Prozent der Deutschen sind nicht in der Lage ihr Wechselgeld an der Supermarktkasse richtig im Kopf zu berechnen. Vielen fehlt es schlicht an ökonomischer Bildung; sie haben den Umgang mit Geld nie erlernt. Die ständig steigende Zahl von Verschuldeten ist aus dieser Perspektive nur wenig verwunderlich. Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) plädiert in seinem gerade veröffentlichten Bildungsmonitor daher nun für die Einführung eines Schulfachs „ökonomische Bildung“, das es aktuell nur in wenigen Bundesländern gibt. Auf welchen Befunden diese Empfehlung basiert und was ein solches Schulfach eigentlich leisten muss, können Sie bei Interesse zudem ausführlich in der dazugehörigen Studie nachlesen.

TED Talk: Monopoly-Experiment

Adam Carroll hat drei Kinder, mit denen er gern Monopoly spielt. Ein Spiel, bei dem man mit buntem Papiergeld Straßen kaufen und anschließend Häuser und Hotels darauf bauen kann, um die Mieten in die Höhe zu treiben. Gewonnen hat am Ende, wer nicht bankrottgegangen ist. Während einem der üblichen Spielnachmittage stellte Carroll plötzlich fest, dass seine Kinder recht sorglos mit ihrem Spielgeld umgingen und er fragte sich, ob sie anders spielen würden, hätten sie echtes Geld in der Hand. Nichts leichter als das: Carroll ging zur Bank und hob 10.000$ ab. Die Ergebnisse seines Monopoly-Experiments und seine Schlussfolgerungen darüber hinaus fasst Carroll sehr unterhaltsam in einem 15-minütigen TED Talk zusammen.

Der Vortrag ist leider nicht auf Deutsch abrufbar, es ist jedoch möglich, englische Untertitel anzeigen zu lassen oder unter dem Video das englische Skript zu lesen.

Kostenfreies eBook: Jung, dynamisch und verschuldet

Wenn Jugendliche sich verschulden, hat dies häufig andere Ursachen als bei Erwachsenen. Diesem Umstand sollte daher auch in der Schuldnerberatung von jungen Menschen Rechnung getragen werden. Die Seite schuldnerberatung.de bietet daher seinen Nutzern*innen ein kostenfreies Ebook an, das die wichtigsten Ursachen der Verschuldung von Jugendlichen in kompakter Form bereitstellt. Zudem enthält es Tipps zur Schuldenvermeidung, aber auch Hinweise, was man tun kann, wenn sich bereits Schulden angehäuft haben.

Das schnelle Geld die Idee des Network Marketing

Geld verdienen kann so einfach sein. Man muss nur wissen wie - dann verdient es sich quasi im Schlaf. Das zumindest behaupten sogenannte Network Marketing Unternehmen. Da diese zunehmend über soziale Medien für sich werben, fühlen sich inbesondere junge Menschen von ihnen angesprochen. Der öffentlich-rechtliche YouTube-Kanal STRG_F beleuchtet nun in einer spannenden und aufschlussreichen Dokumentation kritisch die Funktionsweise dieses Geschäftsmodells sowie mögliche Gefahren.

Woran man unseriöse Schuldnerberatungen erkennt

Da anerkannte Insolvenz- und Schuldnerberatungen oft lange Wartelisten führen, erfreuen sich Anbieter, die scheinbar unkomplizierte Soforthilfe offerieren, immer größerer Beliebtheit. Leider gibt es unter ihnen aber auch schwarze Schafe. Doch woran kann man diese im Zweifelsfall erkennen? Dazu hat die Verbraucherzentrale eine 12-Punkte-Checkliste herausgegeben, die kostenfrei heruntergeladen werden kann.

Doku „Milliardengeschäft Inkasso“

Beinahe 7 Millionen Deutsche sind verschuldet, also circa jede*r Zehnte im Erwachsenenalter. Viele Schuldner*innen sind mit Inkassounternehmen konfrontiert, die den Auftrag haben, diese Verbindlichkeiten einzutreiben. Das Erste hat jetzt in einer spannenden Dokumentation das Verhältnis von Schuldner*innen und der „Inkasso-Industrie“ beleuchtet sowie Experten – beispielsweise von der Verbraucherzentrale – zum Vorgehen einiger Unternehmen befragt.

Endlich 18 - Wo muss ich unterschreiben?

Volljährigkeit zu erreichen heißt: endlich selbst Verträge abschließen können. Es bedeutet aber auch zum ersten Mal im Leben für seine Ausgaben verantwortlich zu sein. Insbesondere in der Ausbildungsphase kann es da schon einmal zu finanziellen Engpässen kommen – so wie bei David (29) und Michelle (25), die beide aus ganz unterschiedlichen Gründen Schulden angehäuft haben. Im Spiegel-Online-Artikel berichten sie, mit welchen Strategien sie jetzt ihre Schulden abbauen

Als FinanzTuber die Finanzwelt entdecken

Damit Kinder und Jugendliche fit in der Finanzwelt werden, ist es häufig am besten, wenn sie sich mit dieser auf ihre Art auseinandersetzen. Das ist auch der Ansatz von FinanzTuber – eine Initiative der Deutschen Bank, ITMP, Social Impact und YAEZ. Dabei stehen den Schüler*innen und Lehrer*innen Unterrichtsmaterialien für verschiedene Themenfelder, wie Entstehung des Geldes oder Armut vs. Reichtum, zur Verfügung, mit denen sie sich zunächst das Grundlagenwissen erarbeiten und dann ihre Erkenntnisse in kleine Videoprojekte einfließen lassen. Eingebettet ist das Ganze in einen Wettbewerb – Videos können noch bis zum 18.04.2019 eingereicht werden. Doch auch wer nicht am Wettbewerb teilnehmen möchte, kann die Materialien nutzen. Mehr Infos zu den FinanzTubern gibt es hier.

Wenn Kinder zu Bankdirektoren werden

Ein engagiertes Projekt hat in Neu-Delhi, Indien, die erste Kinderbank ins Leben gerufen, die nicht nur von Kindern genutzt, sondern auch von ihnen selbst geleitet wird. In einer interessanten Reportage der Tagesschau, die hier nachgelesen oder nachgehört werden kann, berichtet die 14-jährige Priya, warum die Kinderbank gerade in den Slums von Neu-Delhi eine wirklich gute Sache ist.

Studie zeigt: Finanzwissen bei Frauen mangelhaft

Dr. Tabea Bucher-Koenen vom Max-Planck-Institut München hat in einer international angelegten Studie ermittelt, dass Frauen nicht nur weniger über Finanzen wissen als Männer, sondern sich auch weniger in diesem Bereich zutrauen – und das unabhängig vom Alter. Im Brigitte-Interview erklärt die Forscherin die Ergebnisse und wie mit gezielten Bildungsangeboten gegengesteuert werden kann.

„Warum muss ich mein Geld abgeben, Papa?“

Seinem Nachwuchs Finanzwissen zu vermitteln und diesen dabei nicht gleichzeitig zu überfordern, stellt Eltern in der Erziehung mitunter vor eine Herausforderung. Dass es aber bereits ein guter Anfang sein kann, die Fragen seiner Kinder zum Thema Sparen & Geld ernstzunehmen, darüber schreibt Janosch Niebuhr in einem sehr kurzweiligen Artikel in der FAZ.