Gender Gap beim Taschengeld

Ein geschlechtsspezifischer Unterschied bezogen auf Geld wird bereits im Kindesalter deutlich. Das legt zumindest eine kürzlich veröffentlichte Studie nahe: Demnach bekommen Mädchen zwischen 4 und 13 Jahren rund 11 Prozent weniger Taschengeld als gleichaltrige Jungen. Die Ergebnisse der Studie hat die Frankfurter Allgemeine zusammengefasst.

Neu: Pfändungsfreigrenzen erhöht

Zum 01.07.2021 wurden die Pfändungsfreigrenzen für Schuldner*innen mit regelmäßigem Einkommen um etwa 6 Prozent erhöht. Die Regelungen treten jedoch nicht automatisch in Kraft, sondern müssen von Arbeitgeberseite, Kreditinstituten und den Schuldner*innen selbst aktiv umgesetzt werden. Alles Wichtige dazu hat die Verbraucherzentrale zusammengefasst.

Zahl der Privatinsolvenzen steigt deutlich

Experten im Schuldenbereich vermuteten bereits im vergangenen Jahr, dass die Zahl der Privatinsolvenzen 2021 zunehmen wird. Im ersten Quartal ist sie nun um 56 Prozent gestiegen. Ursache dafür ist jedoch nicht nur die Corona-Pandemie, sondern eine Gesetzesänderung, die die Zeiträume des Insolvenzverfahrens verkürzt. Näheres dazu erklärt ein Spiegel-Artikel.

Streitgespräch: Börse nur für Profis oder auch für Kleinanleger*innen

Häufig ist zu lesen, dass vor allem in Deutschland die Möglichkeiten des aktiven und passiven Anlegens nur wenig genutzt werden. Doch langsam mehrt sich das Interesse für das Thema und die Kleinanleger*innen werden mutiger an der Börse. Doch sollen die großen Geschäfte an der Börse den Profis überlassen werden oder sollen Kleinanleger*innen mehr Freiheiten bekommen? Im Fluter werden beide Positionen in einem Streitgespräch gegenübergestellt.

Jeder Schuldenberg hat seine eigene Geschichte

Schulden und Insolvenz sind nach wie vor stigmatisierte Themen. Dabei sind bundesweit ca. sechs Millionen Menschen überschuldet. Experten*innen gehen davon aus, dass diese Zahl durch die Corona-Krise noch deutlich zunehmen wird – über alle Alters- und Einkommensgruppen hinweg. Die Zeit hat diesem Umstand einen eigenen Themenschwerpunkt „Plötzlich pleite“ gewidmet. Hier kommen eine Schuldenberaterin und ein Insolvenzverwalter zu Wort, die aus ihrer täglichen Arbeit berichten. Ebenso geben Betroffene Einblicke, wie die Schulden zustande gekommen sind und wie sie damit zurecht kommen. Egal ob Berater*in oder Betroffene, eines wird immer deutlich: die typisch verschuldete Person gibt es nicht.

Portal will Schüler*innen für Verbraucherthemen sensibilisieren

Verkaufstricks im Supermarkt, Deepfakes, Tierwohl, das erste eigene Geld – auch für Kinder und Jugendliche sind viele Verbraucherthemen bereits in jungen Jahren relevant. Der Bundesverband der Verbraucherzentrale bietet daher auf seinem Bildungsportal www.verbraucherbildung.de zahlreiche Hinweise und Unterrichtsmaterialien, wie Verbraucherthemen im Lernraum Schule eingebunden werden können.

Vergleichsplattform für Girokonten wieder offline

Vergleichsplattformen gibt es mittlerweile für fast alle Dinge: Gebrauchsgegenstände, Reisen und auch für Bankgeschäfte, wie Girokonten. Eine der bekanntesten Plattformen ist Check24 – warum gerade bei ihnen die Vergleichsmöglichkeiten für Konten nach nur drei Monaten wieder offline waren und was EU und Bund damit zu tun haben, lesen Sie hier.

Bevor die Verschuldung droht

Ein zentrales Thema während der Pandemie sind die Finanzen. Viele verdienen nur noch einen Teil oder nichts mehr und sind auf Zuschüsse angewiesen. Da sind potenzielle Verschuldungen leider nicht weit. Die Seite Schuldnerberatung.de fasst wichtige Aspekte rund um diese Thematik zusammen.

Urteil bestätigt: Hartz IV trotz privatem Darlehen möglich

Menschen können in den verschiedensten Lebenslagen zur eigenen Finanzierung von privaten Darlehen oder von Hartz-IV-Leistungen abhängig sein. Während eines Studiums können das Bafög und andere Ausbildungsbeihilfen dafür sorgen, dass kein Hartz-IV gezahlt wird. Dass ein privater Studienkredit dafür kein Grund sein kann, wurde nun vom Bundessozialgericht in Kassel beschlossen. Der Spiegel berichtet in diesem Artikel über den Rechtsstreit, der zugunsten der Studentin ausging.

Wertet die Schufa bald auch Kontoauszüge aus?

Laut NDR, WDR und SZ soll die Wirtschaftsauskunftei Schufa zusammen mit dem Mobilfunkkonzern Telefónica/O2 an der Zulassung eines neuen Modells arbeiten, das auch die Überprüfung von Kontoauszügen von Verbraucher*innen zur Bonitätsprüfung ermöglicht. So könnten Verbraucher*innen freiwillig einen Blick auf ihre Einnahmen und Ausgaben zulassen, um von der Bonität abhängige Leistungen in Anspruch nehmen zu können. Aktuell wird das Modell vom Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht geprüft. Mehr dazu können Sie hier im Artikel der Zeit lesen.

2021 bringt mehr Geld im Geldbeutel

So mancher sehnt sich danach, dass 2020 zu Ende geht und 2021 Besseres bringt. Bezogen auf die Steuerzahlungen ist der Ausblick auch positiv: Denn es gibt etliche Steuerrechtsänderungen, die Erleichterungen bringen. Der Soli fällt für viele weg, Grundfreibetrag und Steuertarif werden an die Inflation angepasst und Kindergeld sowie -freibetrag steigen. Was das genau für den*die Einzelne*n bedeutet, erklärt der Spiegel.

Geizig und verlogen?

Die einen nennen es Sparsamkeit, die anderen Geiz – ob es eine schlechte Eigenschaft ist, liegt im Auge des Betrachters und in der Situation. Unangenehm kann es jedoch werden, wenn der Unwille zum Geldausgeben Personen zu Ausflüchten treibt. Eine Forschergruppe der israelischen Ariel University haben untersucht, ob Geizigsein und Lügen eine Verbindung haben. Die Süddeutsche Zeitung blickt auf die Ergebnisse der Studie.

Homeoffice steuerlich geltend machen

Eine Vielzahl von Arbeitnehmer*innen arbeiten in diesem Jahr im Homeoffice, doch nicht alle von ihnen haben dafür ein eigenes Arbeitszimmer, das sie bei der Steuererklärung geltend machen könnten. Im Bund soll nun geklärt werden, ob ein Pauschalbetrag von fünf Euro pro Tag im Homeoffice als Werbungskosten angerechnet werden könnten. Mehr zum Vorschlag lesen Sie im Spiegel.

Privatinsolvenz soll neu geregelt werden

Die wirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie bringen mittelfristig etliche Personen finanziell ins Straucheln, auch Personen aus der Mittelschicht, die bislang gut aufgestellt waren. Experten prognostizieren eine Zunahme von Privatinsolvenzen – aktuell ist davon dennoch nichts zu merken. Ein Grund dafür: Im Herbst soll die Privatinsolvenz rechtlich neu geregelt werden. Mehr zu Hintergründen und der gesetzlichen Lage hat der Spiegel zusammengetragen.

BGH entscheidet: Corona-Soforthilfe nicht pfändbar 

Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler hat die Corona-Pandemie teilweise schwer gebeutelt. Um die Wirtschaft zu unterstützen, haben Bund und Länder Corona-Hilfspakete auf den Weg gebracht. Hier gab es für einige aber eine unangenehme Überraschung: Haben Unternehmen oder Selbstständige bereits Schulden, wurden die Corona-Hilfen teilweise vom Finanzamt wieder einbehalten. Das ist jedoch unzulässig, hat der Bundesgerichtshof kürzlich geurteilt. Details zur Urteilssprechung, gibt es hier

Welchen Stellenwert hat das Bargeld noch? 

Einkauf, Verkauf, Geldtransfer – es war noch nie so einfach, Geld zu bewegen bzw. gegen Ware zu tauschen. Vor allem der kontaktlose Geldtransfer wird immer beliebter. Um mit Geld dennoch bewusst umzugehen und den Überblick nicht zu verlieren, ist es hilfreich, die Prozesse hinter dem Zahlungsverkehr zu verstehen. In der Reihe FAZ schneller schlau werden die verschiedenen Zahlungsmittel, deren Nutzung und Vorteile in Grafiken betrachtet.

Ab Herbst höherer Bedarf an Schuldnerberatung erwartet 

Deutschlandweit ist vonseiten verschiedener Schuldnerberatungsstellen zu vernehmen, dass 2020 coronabedingt die Anfragen von Privatpersonen zur Schuldnerberatung deutlich zugenommen haben. Für Herbst wird sogar mit einem weiteren Anstieg gerechnet, denn dann enden einige Corona-Hilfen. Zudem ändert sich der Personenkreis: Mittlerweile suchen auch Personen aus der Mittelschicht, die bislang finanziell gut aufgestellt waren, die Beratungsstellen auf, da sich aufgrund der Corona-Krise ihre finanzielle Lage unerwartet verschlechtert hat. Alles Wichtige dazu hat die Frankfurter Allgemeine Zeitung zusammengefasst. 

Neuerungen beim Inkassorecht geplant 

Nicht beglichene Rechnungen können schnell in einem Inkassoverfahren münden. Dabei kommen zur offenen Zahlung Mahngebühren in zum Teil beträchtlicher Höhe hinzu. Um diesen Gebühren eine Grenze zu setzen, hat die Bundesregierung Neuerungen im Inkassorecht auf den Weg gebracht. Zudem sollen Verbraucher*innen bereits bei Vertragsabschluss transparenter über etwaige Mahnungsgebühren informiert werden. Wie die Neuerungen konkret aussehen, erklärt Zeit online

Ratgeber der Verbrauchzentrale bei finanzieller Not durch die Corona-Pandemie 

Die Corona-Pandemie führt dazu, dass viele Menschen in Deutschland mit weniger Geld auskommen müssen, da Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit zunehmen. Die Bundesregierung bietet Verbraucher*innen in vielen Bereichen Hilfe an – allerdings werden Ausgaben, wie zum Beispiel Miete, dabei oft nur auf einen späteren Zeitpunkt verschoben und können langfristig zu Verschuldung führen. Die Verbraucherzentrale hat einen umfangreichen und übersichtlichen Ratgeber zusammengestellt, auf welche Punkte Verbraucher*innen unbedingt achten sollten. An erster Stelle steht die umgehende Beantragung von staatlichen Hilfen, die nicht zurückgezahlt werden müssen: Kurzarbeitergeld, Arbeitslosengeld, Wohngeld und Aufstockungsleistungen für Erwerbslose im Hartz IV-Bezug. 

Unterrichtsmaterialien zum Thema Grundgesetz 

Am 23. Mai wurde der Tag des Grundgesetzes gefeiert. Im Rahmen der Diskussionen um den richtigen Umgang mit dem Corona-Virus spielt das Grundgesetz derzeit eine wichtige Rolle, insbesondere die persönlichen Freiheitsrechte laut Artikel 2 und die Meinungsfreiheit laut Artikel 5. Oft wird das Grundgesetz in diesen Diskussionen einseitig oder verkürzt interpretiert oder als absolute Forderung formuliert. Meinungsfreiheit wird immer wieder verwechselt mit dem Recht, andere Menschen zu diffamieren oder zu bedrohen. Dabei stehen alle Einzelrechte in Spannung zu den Rechten anderer und zum Gemeinwohl. 

Eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Grundgesetz und die in ihm angelegten gesellschaftlichen Verhandlungsprozesse ist ein wichtiger Bestandteil der politischen Bildungsarbeit. In diesem Dossier des Deutschen Bildungsservers „Das Grundgesetz als Thema im Unterricht“ finden sich Materialien und Anregungen.