Wie geht das mit dem Geld?

Rund ums Thema Finanzen herrschen große Bildungslücken. Eine Umfrage im Auftrag des Bundesverbands Deutscher Banken zeigt großen Nachholbedarf allein bei elementaren Begrifflichkeiten. Österreich steuert gegen und plant den Start eines Finanzbildungsportal, auf dem ein „Finanz-Führerschein" gemacht werden kann. Auch andere Länder in Europa entwerfen Strategien, die Bildungslücken ihrer Bürger im Finanzbereich zu schließen. Deutschland hinkt hinterher – es ist das einzige Land der OECD, das bis heute keine nationale Strategie für Finanzbildung hat. So fehlt das Thema Finanzbildung in deutschen Schulen bislang komplett. Dabei wäre eine ausreichende Vorbildung im Rahmen der Schulbildung ein wichtiges Mittel zur Schuldenprävention bei jungen Menschen. Die Tagesschau gibt einen Rundumblick zum aktuellen Stand.

Finanzbildung mit App Budget+Plus

Der beste Weg, Schulden zu vermeiden, ist Wissen über Geld und Konsum zu erwerben – und das je eher umso besser. Die Verbraucherzentralen Saarland und NRW haben daher gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen die kostenlose App „Budget+Plus“ entwickelt. Neben dem digitalen Haushaltsbuch gibt es umfangreiches Wissen zur Finanzwelt, kindgerecht aufbereitet, sowie Begleitmaterial für den Unterricht.

Ausverkauf der Schufa?

Auch wenn sie den Anschein einer öffentlichen Behörde hat – die Schufa ist ein privatwirtschaftliches Unternehmen bzw. eine Aktiengesellschaft. Kürzlich wurde bekannt, dass ein Finanzinvestor große Anteile dieser AG nun kaufen möchten, was einiges Aufsehen erregt. Schließlich bündelt die Schufa einen großen Satz an sensiblen Daten, die starken Einfluss auf finanzielle Mittel der Deutschen hat. Welche Ziele hinter der Übernahme vermutet werden, erklärt ein Artikel der Süddeutschen Zeitung.

Jung und unbewusst verschuldet

Mehr als 500.000 Personen unter 18 Jahren in Deutschland sind verschuldet – ein Teil davon ohne eigenes Zutun, sondern durch ihre Eltern. Häufig erfahren die Betroffenen erst spät davon und werden zu wenig über ihre Rechte aufgeklärt. Im ze.tt-Artikell wird beschrieben, wie diese Schulden entstehen können und wo junge Menschen Unterstützung finden.

Endspurt Steuererklärung 2020

 

In diesem Jahr hat man noch bis zum 31.10.2021 Zeit, die Steuererklärung für 2020 einzureichen. Hierfür gab es eine Sonderregelung aufgrund der Coronapandemie. Was es aufgrund der zahlreichen Sonderregelungen dennoch zu beachten gilt und wer überhaupt eine Steuererklärung einreichen muss, das hat die Frankfurter Allgemeine  zusammengefasst.

Spielerisch den Umgang mit Geld lernen

Damit finanzielle Grundbildung und Schuldenprävention nicht staubtrocken daherkommen, bietet sich ein spielerischer Zugang an, wie zum Beispiel über das Spiel Monetto des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung. Der Clou: Die Spielkarten sind in einfacher Sprache formuliert, sodass sie in vielen Kontexten und verschiedenen Zielgruppen einsetzbar sind.

Mehr Finanzwissen in der Schule?

In der Schule wird nur wenig praktisches Wissen zu Finanzthemen vermittelt, obwohl bereits seit Jahren Experten dies empfehlen und selbst rund 90 Prozent der jungen Menschen sich dies laut einer aktuellen Umfrage wünschen. Doch ist die Schule der richtige Platz für Versicherungen, Steuererklärung und Co.? In einem Artikel der Zeit werden Pro und Contra beleuchtet.

Steuerbescheid anfechten, aber wie?

Üblicherweise ist der 31.07. Stichtag für die Abgabe der Steuererklärung. In diesem Jahr wurde die Frist jedoch bis zum 31.10.2021 verlängert. Ist die Steuererklärung schon eingereicht und der Steuerbescheid liegt vor, gilt es nun, diesen zu prüfen und ggf. anzufechten. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Die Frankfurter Allgemeine umreißt in diesem Artikel beide und stellt Vor- sowie Nachteile der jeweiligen Lösung vor.

Gender Gap beim Taschengeld

Ein geschlechtsspezifischer Unterschied bezogen auf Geld wird bereits im Kindesalter deutlich. Das legt zumindest eine kürzlich veröffentlichte Studie nahe: Demnach bekommen Mädchen zwischen 4 und 13 Jahren rund 11 Prozent weniger Taschengeld als gleichaltrige Jungen. Die Ergebnisse der Studie hat die Frankfurter Allgemeine zusammengefasst.

Neu: Pfändungsfreigrenzen erhöht

Zum 01.07.2021 wurden die Pfändungsfreigrenzen für Schuldner*innen mit regelmäßigem Einkommen um etwa 6 Prozent erhöht. Die Regelungen treten jedoch nicht automatisch in Kraft, sondern müssen von Arbeitgeberseite, Kreditinstituten und den Schuldner*innen selbst aktiv umgesetzt werden. Alles Wichtige dazu hat die Verbraucherzentrale zusammengefasst.

Zahl der Privatinsolvenzen steigt deutlich

Experten im Schuldenbereich vermuteten bereits im vergangenen Jahr, dass die Zahl der Privatinsolvenzen 2021 zunehmen wird. Im ersten Quartal ist sie nun um 56 Prozent gestiegen. Ursache dafür ist jedoch nicht nur die Corona-Pandemie, sondern eine Gesetzesänderung, die die Zeiträume des Insolvenzverfahrens verkürzt. Näheres dazu erklärt ein Spiegel-Artikel.

Streitgespräch: Börse nur für Profis oder auch für Kleinanleger*innen

Häufig ist zu lesen, dass vor allem in Deutschland die Möglichkeiten des aktiven und passiven Anlegens nur wenig genutzt werden. Doch langsam mehrt sich das Interesse für das Thema und die Kleinanleger*innen werden mutiger an der Börse. Doch sollen die großen Geschäfte an der Börse den Profis überlassen werden oder sollen Kleinanleger*innen mehr Freiheiten bekommen? Im Fluter werden beide Positionen in einem Streitgespräch gegenübergestellt.

Jeder Schuldenberg hat seine eigene Geschichte

Schulden und Insolvenz sind nach wie vor stigmatisierte Themen. Dabei sind bundesweit ca. sechs Millionen Menschen überschuldet. Experten*innen gehen davon aus, dass diese Zahl durch die Corona-Krise noch deutlich zunehmen wird – über alle Alters- und Einkommensgruppen hinweg. Die Zeit hat diesem Umstand einen eigenen Themenschwerpunkt „Plötzlich pleite“ gewidmet. Hier kommen eine Schuldenberaterin und ein Insolvenzverwalter zu Wort, die aus ihrer täglichen Arbeit berichten. Ebenso geben Betroffene Einblicke, wie die Schulden zustande gekommen sind und wie sie damit zurecht kommen. Egal ob Berater*in oder Betroffene, eines wird immer deutlich: die typisch verschuldete Person gibt es nicht.

Portal will Schüler*innen für Verbraucherthemen sensibilisieren

Verkaufstricks im Supermarkt, Deepfakes, Tierwohl, das erste eigene Geld – auch für Kinder und Jugendliche sind viele Verbraucherthemen bereits in jungen Jahren relevant. Der Bundesverband der Verbraucherzentrale bietet daher auf seinem Bildungsportal www.verbraucherbildung.de zahlreiche Hinweise und Unterrichtsmaterialien, wie Verbraucherthemen im Lernraum Schule eingebunden werden können.

Vergleichsplattform für Girokonten wieder offline

Vergleichsplattformen gibt es mittlerweile für fast alle Dinge: Gebrauchsgegenstände, Reisen und auch für Bankgeschäfte, wie Girokonten. Eine der bekanntesten Plattformen ist Check24 – warum gerade bei ihnen die Vergleichsmöglichkeiten für Konten nach nur drei Monaten wieder offline waren und was EU und Bund damit zu tun haben, lesen Sie hier.

Bevor die Verschuldung droht

Ein zentrales Thema während der Pandemie sind die Finanzen. Viele verdienen nur noch einen Teil oder nichts mehr und sind auf Zuschüsse angewiesen. Da sind potenzielle Verschuldungen leider nicht weit. Die Seite Schuldnerberatung.de fasst wichtige Aspekte rund um diese Thematik zusammen.

Urteil bestätigt: Hartz IV trotz privatem Darlehen möglich

Menschen können in den verschiedensten Lebenslagen zur eigenen Finanzierung von privaten Darlehen oder von Hartz-IV-Leistungen abhängig sein. Während eines Studiums können das Bafög und andere Ausbildungsbeihilfen dafür sorgen, dass kein Hartz-IV gezahlt wird. Dass ein privater Studienkredit dafür kein Grund sein kann, wurde nun vom Bundessozialgericht in Kassel beschlossen. Der Spiegel berichtet in diesem Artikel über den Rechtsstreit, der zugunsten der Studentin ausging.

Wertet die Schufa bald auch Kontoauszüge aus?

Laut NDR, WDR und SZ soll die Wirtschaftsauskunftei Schufa zusammen mit dem Mobilfunkkonzern Telefónica/O2 an der Zulassung eines neuen Modells arbeiten, das auch die Überprüfung von Kontoauszügen von Verbraucher*innen zur Bonitätsprüfung ermöglicht. So könnten Verbraucher*innen freiwillig einen Blick auf ihre Einnahmen und Ausgaben zulassen, um von der Bonität abhängige Leistungen in Anspruch nehmen zu können. Aktuell wird das Modell vom Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht geprüft. Mehr dazu können Sie hier im Artikel der Zeit lesen.

2021 bringt mehr Geld im Geldbeutel

So mancher sehnt sich danach, dass 2020 zu Ende geht und 2021 Besseres bringt. Bezogen auf die Steuerzahlungen ist der Ausblick auch positiv: Denn es gibt etliche Steuerrechtsänderungen, die Erleichterungen bringen. Der Soli fällt für viele weg, Grundfreibetrag und Steuertarif werden an die Inflation angepasst und Kindergeld sowie -freibetrag steigen. Was das genau für den*die Einzelne*n bedeutet, erklärt der Spiegel.

Geizig und verlogen?

Die einen nennen es Sparsamkeit, die anderen Geiz – ob es eine schlechte Eigenschaft ist, liegt im Auge des Betrachters und in der Situation. Unangenehm kann es jedoch werden, wenn der Unwille zum Geldausgeben Personen zu Ausflüchten treibt. Eine Forschergruppe der israelischen Ariel University haben untersucht, ob Geizigsein und Lügen eine Verbindung haben. Die Süddeutsche Zeitung blickt auf die Ergebnisse der Studie.