Welche Apps sind konsumsicher?

Ursache der frühen Verschuldung junger Menschen ist häufig der unbedachte Konsum. Gefördert wird dies durch die permanente Konfrontation mit Werbung – sei es im Fernsehen, auf Internetseiten oder in Apps. Vor allem Letztere sind mit ihren In-App-Käufen und eingebundenen Werbevideos bedenklich für Kinder. Welche Apps sicher sind und welche eher gemieden werden sollten, kann man auf www.app-geprueft.net nachlesen. Neben den Kategorien Werbung und In-App-Käufe werden auch Kinder- und Datenschutz sowie Verbraucherinfos bewertet.

Handel, Geld, Schuldenschnitt leicht erklärt für Kinder

Ein wichtiger Schritt, Schulden bei jungen Menschen vorzubeugen, ist die frühzeitige Heranführung an das Basiswissen: Wann gab es die ersten Münzen? Was hat Tauschhandel mit der Geschichte von Geld zu tun? Was ist ein Schuldenschnitt? In leicht verständlichen kurzen Texten gibt das Infonetz des SWR-Kindernetz auf diese und viele weitere Fragen die Antworten. Die kostenlose Zusammenstellung der Texte, Videos und Quiz gibt es hier.

Schuldenfalle Studium?

Im Herbst starten viele junge Menschen ins Studium, verbunden mit mehr Freiheiten, aber auch mit dem Thema, das Leben zu finanzieren. Nicht alle können hierfür das BAföG nutzen. Viele gehen neben dem Studium jobben, rund 44.000 Studierende nehmen gar einen Studienkredit auf. Mehr zum Thema sowie eine Online-Umfrage gibt es bei der Verbraucherzentrale.

Nachholbedarf bei Finanzkompetenz junger Menschen

Der kürzlich veröffentlichte W² Jugend-Finanzmonitor von SCHUFA und forsa zeigt, dass es noch erheblichen Nachholbedarf bei der Finanzkompetenz junger Menschen gibt. Lediglich 8 Prozent schätzen ihre eigene Finanzkompetenz als gut bis sehr gut ein. Überraschend: Bei der Kontrollgruppe Erwachsener zwischen 40 und 55 Jahre liegt der Wert bei 13 Prozent. Daher sind vor allem Schulen und Bildungsträger für die Vermittlung von alltäglichen Finanzthemen gefragt, was sich 89 Prozent der befragten Jugendlichen auch wünschen. Die Zusammenfassung der Ergebnisse gibt es hier.

Überschuldungsstatistik veröffentlicht

Aktuelle Zahlen zur Überschuldung in Deutschland hat kürzlich das Statistische Bundesamt in der Überschuldungsstatistik für das Jahr 2017 veröffentlicht. Zu finden sind hier bspw. statistische Aussagen zu den Hauptauslösern der Überschuldung, besonders betroffenen Personengruppen und der Überschuldungsintensität. Eine Zusammenfassung der Statistik sowie weiterführende Links gibt es hier.

Videos und Online-Tools für Jugendliche mit Finanzproblemen

Wie erstelle ich einen Haushaltsplan? Was ist ein P-Konto? Wie verhalte ich mich bei einer Mahnung? Diese und viele weitere Fragen beantworten Laura und Basti zusammen mit Experten*innen in kleinen Videobeiträgen – zu finden auf der Internetseite der Caritas. Ebenso gibt es hier hilfreiche kostenlose Online-Tools, wie Haushaltsplaner und Selbsttests.

Online-Tool: Inkasso-Check der Verbraucherzentralen

Trifft ein Schreiben mit einer Inkassoforderung ein, löst dies bei vielen erstmal Unbehagen, wenn nicht gar Panik aus. Ob die Inkassoforderung jedoch rechtens ist, kann nun unkompliziert über das Online-Tool „Inkasso-Check“ der Verbraucherzentralen vorab geprüft werden – inklusive Musterbrief für den Widerspruch, weiterführende Informationen und Kontakt zu den Beratungsstellen. Mehr Infos und den kostenfreien Inkasso-Check gibt es hier.

Young-Money-Blog

Bei Spiegel-Online gibt es seit einiger Zeit den Young-Money-Blog, der sich speziell an Berufseinsteiger*innen und Studierende richtet. Neben konkreten Tipps, wie man Geld sparen kann, bietet der Blog Hinweise zur Versicherung, Steuer und Geldanlage. Die Beiträge sind sehr übersichtlich gestaltet und enthalten oft eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Ein gutes Format für junge Menschen mit Finanzfragen! Hier geht es zum Young-Money-Blog

Kohlopoly: Ein Spiel zur Schuldenprävention

Das Gesellschaftsspiel Kohlopoly (http://www.drei-w-verlag.de/108-kohlopoly.html) wurde vom Drei-W-Verlag in Kooperation mit der Schuldnerhilfe Essen e.V. entwickelt. Das Spiel soll finanzielle Bildung und wirtschaftliche Kompetenzen bei Jugendlichen fördern und ist für Spieler ab 13 Jahren geeignet. Es können bis zu zehn Spieler*innen gleichzeitig spielen und das Spiel eignet sich sehr gut für den Einsatz in Schulen und Jugendeinrichtungen, aber auch in Familien. Ziel des Spiels ist es nicht, wie bei Monopoly am Ende möglichst

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Beratungslücke in der Schuldner- und Insolvenzberatung: Fehlende Beratungsangebote für Kleinst- und Kleinselbstständige

Auch wenn es oft lange Wartezeiten gibt: Privaten Verbrauchern steht ein öffentlich finanziertes schuldner- und insolvenzrechtliches Beratungsangebot zur Verfügung. Für Kleinst- und Kleinselbstständige, die ihr Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit generieren, gibt es solche Angebote hingegen nicht. Gemeint sind damit kleine Handwerker, Kioskbesitzer, freiberufliche Dozenten, genauso wie Hebammen. Für sie fehlen Angebote, die im schlimmsten Fall helfen, einen geordneten Ausstieg aus der Selbstständigkeit zu vollziehen. Die Folgen können fatal sein.

Hier geht es zum Hintergrundbericht.

Junge Menschen, Geld, Schulden: ein spannender Hintergrundartikel der Bundeszentrale für politische Bildung

In dem Fachaufsatz „Junge Menschen, Geld, Schulden“ werden viele allgemein verbreitete Annahmen kritisch hinterfragt. Selbstverständlich sind Bildungs- und Präventionsangebote für junge Menschen zum Umgang mit Geld wichtig. Aber vielleicht greift man zu kurz, wenn man das Verschuldungsproblem bei jungen Menschen als rein erzieherisch-kognitives Defizit darstellt, als wären die jungen Menschen einfach inkompetent im Umgang mit Geld oder als hätten sie eben den falschen Blick

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Kommentar: Die Moralisierung von Schulden in Deutschland

Im Gegensatz zum Englischen oder Französischen kann die deutsche Sprache nicht zwischen moralischer und finanzieller Schuld unterscheiden (guilt/dept oder faute/dette). Vielleicht liegt darin auch ein Grund, warum ökonomische Schulden in Deutschland oft moralisiert werden.

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Kreditpoly: Ein Spiel zum Thema Schulden und Kredite

Das Spiel Kreditpoly wird vom Bundesverband der Verbraucherzentrale e.V. herausgegeben und kann kostenlos heruntergeladen werden. Das Spiel umfasst mehrere Spielrunden und dauert zwei bis vier Unterrichtsstunden. Jede/-e Spieler/-in erhält zu Beginn eine Schicksalskarte, die monatliche Ein- und Ausgaben festlegt. Im Spielverlauf ändert sich die Situation dann durch „Ereigniskarten“ (Ausgaben) oder „Chancenkarten“ (Einnahmen). Oft kommt es zu Ratenzahlungsverpflichtungen und diese müssen in einer Tabelle erfasst werden. Ein spielerischer Einstieg zum Thema finanzielle Entscheidungen und ihre Auswirkungen.

Überschuldungsreport 2016

Für den Report des Instituts für Finanzdienstleistungen wurden 61.723 überschuldete Haushalte in 21 Schuldnerberatungsstellen ausgewertet. Damit zeichnet der Report sicherlich ein spannendes Bild von Verschuldungssituationen und Entwicklungen. Repräsentativ ist er aber nicht, da Personen, die keine Schuldnerberatung in Anspruch nehmen, nicht befragt wurden. Hier ein Überblick über die wichtigsten Ergebnisse:

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Schuldentest zum Ausdrucken für den Unterricht

Der Schuldentest der Schuldnerhilfe Essen kann kostenlos runtergeladen und ausgedruckt werden. Die 14 Fragen mit Auswertung bieten einen guten Einstieg in das Thema Schuldenprävention und lädt zur Reflexion des eigenen Konsumverhaltens ein. Hier kann man den Schuldentest runterladen

Endlich Gesetz: Jeder hat das Recht auf ein Konto

Seit dem 19. Juni kann jede Person über 18 Jahren in Deutschland ein Basiskonto eröffnen, also auch Asylsuchende und Menschen mit Duldung oder Menschen ohne festen Wohnsitz.

Banken dürfen künftig niemandem mehr verwehren, ein Konto zu eröffnen.

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