Selbstmanagement

Durch den Ausfall von Kitas und Schulen, Homeoffice, Kurzarbeit oder Überstunden muss häufig das gesamte Privat- und Familienleben neu organisiert werden. Das Etablieren einer Tagesstruktur kann dann sehr hilfreich sein. Tipps dazu gibt in diesem Beitrag die Familientherapeutin Birgit Salewski.

Sinn und Wertorientierung 

Wenn wir Sinn in unserem Leben sehen, sind wir im Einklang mit uns und der Welt. Wir führen das Leben, das zu uns passt – zu unseren Werten, unseren Kompetenzen und Stärken und zu unseren Leidenschaften.  

Auch ohne handfeste Krisen sind wir im Laufe des Lebens immer wieder dazu aufgerufen, für uns zu klären, was uns Kraft und Sinn im Leben verleiht, welche Werte wir leben und wie wir alles zusammen im Alltag in unseren unterschiedlichen Rollen und Lebensbereichen (Arbeit, Familie, Freizeit etc.) umsetzen wollen. Dieser gute und kostenlose Werte-Test kann dabei helfen. 

Soziale Unterstützung

Ein wichtiger Resilienz-Faktor ist die soziale Unterstützung, die wir erfahren. Es kann aber auch stärkend wirken, wenn wir im Angesicht einer Krise selbst aktiv werden und dazu beitragen die Situation zu gestalten und zu verbessern. Auch in der Corona-Krise gibt es dabei zahlreiche Möglichkeiten: 

Die Caritas bietet hier eine Übersicht über Möglichkeiten für Nachbarschaftshilfe und Ehrenamt.  

In diesem Beitrag im JETZT-Magazin finden sich Hilfsmöglichkeiten nach Fähigkeiten sortiert.  

Derzeit laufen viele offene wissenschaftliche Online-Studien, um die psychologischen Auswirkungen der Corona-Pandemie zu erforschen. Die DynaCore-Studie erforscht speziell, welche Resilienzfaktoren in der derzeitigen Situation hilfreich sind. Die Teilnahme an den Studien bietet die Möglichkeit, die eigenen Reaktionen zu reflektieren und Entscheidungsträger bei geplanten Hilfeleistungen und Empfehlungen zu unterstützen. 

Wer möchte, kann auch Rechenkapazitäten des eigenen PCs der Stanford University zur Verfügung stellen, um die Verhaltensweise des Corona-Virus zu erforschen. 

Selbstwirksamkeit 

Je mehr wir unseren Fähigkeiten vertrauen Aufgaben zu meistern, desto wirksamer fühlen wir uns und desto besser können wir auch schwierige Situationen bewältigen. Dabei kann es sehr förderlich sein für sich selbst oder mit Kunden*innen die eigenen Stärken, Fähigkeiten, Talente, Eigenschaften und Ressourcen zusammenzutragen. Folgende Fragen helfen dabei: 

  • Was können Sie gut? Was würden mir andere sagen, worin Sie richtig gut sind? 
  • Was fällt Ihnen sehr leicht? Was können Sie über einen längeren Zeitraum machen, ohne schnell müde zu werden? 
  • Über welche Themen können Sie mir mehr erzählen? Wo sind Sie ein Experte? Worin liegen Ihre fachlichen und beruflichen Expertisen?
  • Wofür hören Sie öfter ein Lob? Was gefällt anderen an Ihnen? 
  • Welche schwierigen Situationen haben Sie schon gemeistert? Was haben Sie in diesen Situationen bewiesen bzw. welche Fähigkeit haben Sie dadurch entwickelt? 

Optimismus und Hoffnung 

Es kann hilfreich sein, Nachrichten zur Krise nur zu bestimmten Zeiten aufzunehmen und bewusst mit dem Lesen von positiven Nachrichten einen Gegenpol zu schaffen.

Die ZEIT sammelt in ihrem Live-Blog „Gute Nachrichten“ ebendiese in Zeiten von Corona.  

Emotionssteuerung: Neubewertung von Ereignissen 

Die Umdeutung oder auch Neubewertung von Ereignissen ist eine zentrale Basis-kompetenz, um stressbezogene Reaktionen zu minimieren bzw. langfristig ganz auszuschalten. Da unsere Denkmuster meist unbewusst und automatisch ablaufen, ist ein erster wichtiger Schritt, belastende Gedanken erst einmal bewusst wahrzunehmen. 

Dabei ist es oft hilfreich zu stoppen und sich den eigenen Gefühlen und Gedanken bewusst zuzuwenden. Nachweislich wirksam sind dabei verschiedene Achtsamkeitstechniken.

DAK Studie: Hirndoping für den Job

Die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) veröffentlichte kürzlich die Ergebnisse ihrer Studie „Doping im Job“. Untersucht wurde dabei, wie viele der Arbeitnehmer*innen in Deutschland zu verschreibungspflichtigen Medikamenten greifen, ohne dass es dafür eine medizinische Notwendigkeit gibt, sondern einzig, um Ihre Leistung im Job zu steigern. Welche Gruppe von Beschäftigten von dieser Problematik ganz besonders betroffen ist und welche Motive dahinter stecken, all dies fasst nun ein Spiegel-Artikel zusammen.

Volkskrankheit Präsentismus: Trotz Krankheit zur Arbeit…?

Nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) gehen 76 Prozent der Angestellten in Deutschland auch dann zur Arbeit, wenn sie krank sind - eine erschreckende Zahl. Experten bezeichnen dieses Phänomen als Präsentismus. Und über genau dieses hat Zeit Online jetzt mit einem Professor für Arbeitspsychologie und Arbeitsmedizin gesprochen. In dem sehr interessanten Gespräch erklärt er u. a., welche Berufsgruppen besonders betroffen sind und was er eigentlich davon hält, dass manche Unternehmen ihren Angestellten Boni für möglichst wenig Krankheitstage zahlen.

Was tun bei zu viel Druck?

Im Job muss schnellstmöglich noch ein wichtiges Projekt abgeschlossen werden. Und dann gibt es da auch noch dieses wahnsinnig spannende Auslandspraktikum, für das Sie sich bis Ende des Monats bewerben müssen. Jetzt nur noch schnell die Weiterbildung abschließen, die Sie nebenberuflich am Wochenende absolvieren…Es gibt Phasen im Leben, in denen sich viele Dinge zeitgleich auf einen einprasseln. Aber was kann man tun, um insbesondere in solchen Zeiten die Ruhe zu bewahren? Karl-Heinz Renner, Professor für Persönlichkeitspsychologie, steht zu diesen Fragen im Interview mit jetzt.de Rede und Antwort.

Erweiterte Erreichbarkeit: „Mal noch kurz die Mails checken…“

Flexibilität wird heutzutage in so gut wie allen Berufen von Arbeitnehmern*innen erwartet. Dazu zählt häufig auch die erweiterte Erreichbarkeit, also die Erwartungshaltung, dass man auch nach Feierabend noch per Mail oder telefonisch erreichbar ist. Doch: Wo kann und sollte man hier Grenzen setzen? Certo plädiert für klare Regeln und lädt Sie zugleich dazu ein, einen kurzen Selbsttest zu absolvieren.

Tipps: Wie Sie sich um Ihr psychisches Wohlbefinden kümmern

Mit der eigenen Psyche beschäftigt man sich vor allem dann, wenn es einem mal schlecht geht. Dabei sollten wir uns nicht nur in Krisenzeiten mit unserem psychischen Wohlbefinden auseinandersetzen: Vieles deutet darauf hin, dass unsere psychische Gesundheit direkten Einfluss auf unsere körperliche Gesundheit hat. Und sich um das eigene Wohlbefinden zu kümmern, ist schließlich gar nicht so schwierig. Dies zeigt die Sammlung an praktischen Tipps der Deutschen Welle, die sie einfach in Ihren Alltag integrieren können.

ZEIT Themenseite: Stress

Stress – dieser Begriff hat unendlich viele Facetten, auch wenn er häufig schnell als unerwünscht abgetan wird. Dabei lohnt es sich durchaus – nicht zuletzt für das eigene Wohlbefinden – sich mit dem Thema Stress einmal genauer auseinanderzusetzen: Wo taucht er auf? Wann macht er mich krank? Wie gehen andere Menschen mit Stress um und was kann ich für mich daraus lernen? Auf der ZEIT Themenseite Stress können Sie den Begriff nun in seiner ganzen Bandbreite erforschen und Antworten auf diese und andere Fragen finden. Dort zusammengetragen finden Sie nicht nur spannende Interviews und Erfahrungsberichte, sondern auch umfangreich recherchierte Artikel und Podcast-Episoden zur Thematik.

Interview: Psychische Erkrankungen im Beruf

Im Laufe der letzten 20 Jahre hat sich die Zahl der Arbeitnehmer*innen, die an einer psychischen Erkrankung leiden, verdreifacht. Sabine Winterstein, Expertin für Gesundheitsmanagement bei der DAK, spricht im Interview auf Spiegel Online jetzt über die Ursachen dieser alarmierenden Zahlen und klärt auf, was Vorgesetzte, Kollegen*innen und nicht zuletzt die Betroffenen in einer solchen Situation tun können.

5 simple Tricks, wie Sie Stress im Alltag reduzieren können

Stress ist ungesund. Vor allem auf Dauer. Damit erzählen wir Ihnen natürlich nichts Neues. Die eigentliche Frage ist jedoch, wie man mit Stress umgeht, wenn er entsteht – sei es im privaten oder im beruflichen Bereich. Vielleicht haben Sie selbst ja bereits gute Bewältigungsstrategien gefunden. Falls nicht, könnten Sie diese 5 praktikablen Tipps auf Focus Online interessieren, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen.

Burn-Out erstmals im internationalen Katalog anerkannter Krankheiten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat im Mai 2019 ihre „Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“ – kurz: ICD – überarbeitet. Der Katalog führt dabei nicht nur Krankheiten, sondern auch Verletzungsursachen und Symptome auf. In welcher Kategorie Burn-Out im neuen Katalog berücksichtigt wurde und welche weiteren Neuerungen der ab 2022 geltende ICD-11 beinhaltet, kann auf Spiegel Online nachgelesen werden.

Institut für achtsame Kommunikation

An dieser Stelle möchten wir Sie gern auf das Institut für achtsame Kommunikation aufmerksam machen. Sie finden dort zahlreiche Informationen rund um das Thema Achtsamkeit wie zum Beispiel theoretische Hintergründe, praktische Achtsamkeitsübungen sowie Weiterbildungsmöglichkeiten oder weiterführende Links und Literaturhinweise.

Poster der AOK zur betrieblichen Gesundheitsförderung

Während der Arbeitszeit auf eine gesunde Haltung oder auf ausgewogene Ernährung zu achten, ist nicht immer leicht. Besonders in Stressphasen gönnt man sich womöglich weniger Pausen oder greift vermehrt zu Süßigkeiten. Darauf hat die AOK nun mit einer Reihe von Postern, wie z.B. ‚Zuckerfallen am Arbeitsplatz‘ und ‚Tipps zum gesunden Schlaf‘ reagiert. Einen Überblick über alle Poster finden Sie auf der Seite der AOK. Die Poster stehen dort kostenfrei zum Downloaden, Ausdrucken und Aufhängen zur Verfügung.

Wache Schule: Leitfaden für eine achtsame Haltung im Klassenzimmer

Achtsamkeit kann zu mehr Gelassenheit, Klarheit und Präsenz im Alltag beitragen. In kaum einem Kontext können diese Attribute dabei sinnvoller zum Tragen kommen als in der Schule. Doch wie lässt sich eine achtsame Schulkultur etablieren? Susanne Krämer hat sich in ihrem frisch erschienenen Buch „Wache Schule: Mit Achtsamkeit zu Ruhe und Präsenz“ nun genau dieser Frage gewidmet. Dabei geht sie nicht nur auf die vielfältigen schulischen Kontexte ein, in denen ein achtsamer Umgang geschaffen werden kann, sondern bietet ihren Leser*innen zugleich auch einen praxisnahen Leitfaden zur Umsetzung einer ‚wachen Schule‘.

Entspannung per App

Deutschland ist gestresst – dies stellte die TK-Stressstudie 2016 erneut fest und riet zugleich zu mehr Entspannung. Dabei besteht die Crux für gestresste Menschen ja häufig genau darin, dass sie erst lernen müssen, wie sie sich bewusst entspannen können. Ein Forscherteam der Technischen Universität Kaiserslautern hat nun genau an diesem Punkt angesetzt und die App „Stress-Mentor“ entwickelt. Was genau die App ihren Nutzer*innen bietet und wo sie kostenfrei heruntergeladen werden kann, ist hier nachzulesen.

Im Kino: Dokumentation über Achtsamkeit in Schule und Verein

Meditations- und Achtsamkeitspraktiken finden immer mehr Anklang in der Mitte der Gesellschaft – das veranschaulicht auch die Dokumentation „Das stille Leuchten“ der Regisseurin Anja Krug-Metzinger, die am 27.09.2018 in deutschen Kinos startet. Sie zeigt Projekte und Initiativen, wie Achtsamkeit im Schulalltag oder in der Vereinsarbeit integriert werden kann, und wirft einen Blick auf wissenschaftliche Ergebnisse. Den Trailer zum Film und eine Übersicht, in welchen Kinos die Dokumentation gezeigt wird, gibt es hier.