Psychisch gesund bleiben in Zeiten von Corona

Nach einem Jahr der Corona-Pandemie wird immer deutlicher, dass Corona nicht nur eine Belastung für unsere körperliche Gesundheit, sondern auch eine immense Herausforderung für unsere mentale Verfassung ist. ZDF Heute zeigt sehr anschaulich, wie Isolation, fehlende Strukturen und die vielen negativen Eindrücke verschiedene Bereiche in unserem Gehirn beeinflussen. Um dieser Herausforderung zu begegnen und Langzeitfolgen vorzubeugen bietet das Max-Planck-Institut für Psychiatrie eine Handreichung „Psychisch gesund bleiben während Social Distancing, Quarantäne und Ausgangsbeschränkungen auf Grund des Corona-Virus“ mit einigen Hintergrundinfos und hilfreichen Übungen für zu Hause.

Übung: Gedanken wie Boote ziehen lassen

Wer kennt nicht dieses Gefühl der stetigen Unruhe, weil zahlreiche Gedanken, Termine, Sorgen, Ängste, Befürchtungen etc. durch den Kopf schwirren. Doch wie kann man sich davon lösen, zumindest zeitweise? Das Magazin Psychologie heute schlägt dafür die Achtsamkeitsübung Papierboote vor, in welcher einzelne Gedanken auf Boote gesetzt und einfach ziehen gelassen werden.

Wie Unternehmen mehr für die psychische Gesundheit tun können

Zum betrieblichen Gesundheitsmanagement gehört unter anderem die Förderung der psychischen Gesundheit der Mitarbeitenden. Viele Unternehmen investierten im vergangenen Jahr jedoch mehr Geld und Zeit, um digital aufzurüsten und Homeoffice für die Mitarbeitenden zu ermöglichen. Dabei ist es vor allem hier wichtig, klare Regeln für die Trennung von Arbeit und Freizeit zu schaffen oder Entspannungsmöglichkeiten zu bieten. Wie dies aussehen kann und wie die aktuelle Lage bei den Unternehmen ist, zeigt ein Artikel der Zeit.

Digitale Lösung für Behandlung psychischer Erkrankung

Immer mehr Menschen weisen psychische Erkrankungen auf, doch professionelle Hilfsangebote vor Ort sind zunehmend ausgelastet. Für betroffene Personen können digitale Lösungen Alternativen oder zumindest Überbrückung bis zum Erhalt eines Therapieplatzes sein. Zum Beispiel Selfapy, eine digitale Plattform für die Behandlung von Depression und anderen psychischen Belastungen. Sie bietet verschiedene psychologische Online-Kurse, die sich individuell auf die Bedürfnisse und Themen der Klienten anpassen. Der Vorteil: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für den zwölfwöchigen Online-Kurs. Dabei genügt ein Rezept vom Arzt.

Erfahrungsbericht: Hilfreiche Sätze in einer depressiven Phase

Depressionen und ihre Begleiterscheinungen werden leider heutzutage immer noch zu wenig thematisiert. Eine mögliche Ursache ist die Hemmschwelle bei der offenen Kommunikation mit Betroffenen: Was kann ich sagen, ohne den Anderen anzugreifen? Bei Krautreporter erzählt ein Betroffener, welche Worte ihm in depressiven Phasen wirklich guttun.

*NEU* Weiterbildung zum Coach für psychische Gesundheit

Ab April 2021 bieten wir neu die Weiterbildung zum Coach für psychische Gesundheit an, für die Sie sich ab sofort anmelden können.

Die Teilnehmenden der Weiterbildung zum Coach für psychische Gesundheit erhalten eine theoretische Einführung in das Konzept psychischer Gesundheit und lernen unterschiedliche psychische Störungsbilder kennen. Sie üben konkrete Methoden ein, um betroffenen Personen in psychischen Krisen zu begegnen, ihnen beizustehen, sie zu unterstützen und zu begleiten, bis professionelle Hilfe zur Verfügung steht. Die Teilnehmenden erwerben Wissen über diverse professionelle Angebote und Strukturen und sind in der Lage, Betroffene kompetent weiterzuvermitteln.

Alle weiteren Informationen zum Seminar finden Sie hier.

Mit Kinderbüchern durch die Pandemie

Kinder und der Corona-Lockdown. Eine viel diskutierte Thematik, die einen besonderen Umgang und Herangehensweise erfordert. Wie der Spiegel berichtet, wird in Mülheim an der Ruhr ein spannender Ansatz verfolgt, bei dem alle Kindergartenkinder, sowie die ersten zwei Jahrgänge der Grundschule ein Exemplar eines neu aufgelegten Kinderbuches erhalten: „Alle helfen mit – Maja und die Pandemie“.

Im Podcast geklärt: Was steckt hinter Resilienz?

Das Jahr 2020 hat viele Menschen an die eigenen sozialen und psychischen Grenzen gebracht. Besonders in Zeiten wie diesen ist die Resilienz, also die eigene Widerstandskraft gegenüber Krisen und Herausforderungen, ein wichtiges Gut. Im Spiegel-Podcast von Lenne Kaffka erklärt der Psychologe René Träder, wieso manche Menschen besser mit Krisen umgehen können als andere und was jede*r Einzelne tun kann, um mehr über die eigene Resilienz herauszufinden.

Remo Largo im Interview: Patentrezept zum Glücklichsein?

Kürzlich ist der Kinderarzt und Entwicklungsforscher Remo Largo verstorben. Vielen ist er bekannt als Autor des Buches „Babyjahre“, das die ersten Entwicklungsschritte von Säuglingen und Kleinkindern beschreibt. In jüngerer Vergangenheit hat er sich vor allem mit den Themen Leistungsdruck, Selbstoptimierung und Wachstumswahn befasst. Der Spiegel hat dazu mit ihm ein Interview geführt und die Frage geklärt, was es braucht, um glücklich zu sein.

Psychisch gesund bleiben im zweiten Lockdown

Nun ist er da, der befürchtete zweite Lockdown – zwar in abgeschwächter Form als im Frühjahr, aber wieder mit deutlichen Einschränkungen bei den sozialen Kontakten. Im Interview mit der Zeit erklärt Chefarzt und Psychotherapeut Leonhard Schilbach, warum der zweite Lockdown den Menschen mehr zu schaffen machen könnte und wie man seine psychische Gesundheit pflegt. 

Wie Apps bei der Achtsamkeit helfen

Handy und achtsam sein – geht das zusammen? Einige Apps erheben zumindest den Anspruch, die Nutzer*innen bei der Achtsamkeit zu unterstützen. Ob sie diesem gerecht werden, hat onmeda.de beleuchtet und stellt fünf Achtsamkeit-Apps näher vor.

Mental Health: Unsichtbares Leid sichtbar machen 

Ob eine Person Alzheimer, eine Depression oder eine posttraumatische Störung hat, sieht man ihr in der Regel nicht an. Dies trägt aber zur Tabuisierung psychischer Leiden erheblich bei. Ein Weg, diese sichtbar zu machen und sie so aus der Tabuzone zu holen, sind zum Beispiel Fotografien. In der Kategorie “Mental Health” des Wellcome Photography Prize versammeln sich Künstler*innen, die sich genau diesem Thema widmen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung stellt sie vor und erklärt Mental Health näher.  

Zu wenig Schlaf schadet der Gesundheit und der Wirtschaft 

Wer zu wenig schläft, ist Studien zufolge häufiger krank, leidet eher unter Schlafstörungen und erhöht sein Sterberisiko. Schlafmangel schadet demnach erheblich der eigenen Gesundheit. Doch nicht nur das: Auch auf die Arbeitswelt und die Wirtschaft hat er erheblichen Einfluss. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung verdeutlicht in mehreren Grafiken, welche Auswirkungen Müdigkeit in den einzelnen Bereichen haben kann, wer besonders betroffen ist und wer sogar profitiert. 

Die Macht der Gefühle und dessen Akzeptanz 

Gefühle, wie Trauer, Wut oder Freude können Erstaunliches in einem auslösen – sowohl positiv als auch negativ. Ansätze der Resilienz und Achtsamkeit befassen sich u. a. mit dieser Macht der Gefühle und wie wirksam es sein kann, diese zu akzeptieren und damit Änderungen auszulösen. Die Zeit widmet sich dieser Betrachtungsweise und den damit einhergehenden Veränderungen in einem ausführlichen Artikel

Corona? Das ist doch vorbei 

Noch vor wenigen Monaten galten strikte Kontakt- und Bewegungsbeschränkungen. Häufig war zu lesen, dass der Lockdown und die Coronakrise einiges in der Gesellschaft verändern werden. Nun, in den Sommermonaten, scheint vieles wieder beim Alten zu sein. In einem Spiegel-Artikel erklärt Psychoanalytiker Hans-Jürgen Wirth, warum es so schwierig ist, sein Verhalten nachhaltig zu ändern. 

Das Autoinnere als Spiegel der Seele 

Dass eine Person unter einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) leidet, sieht man ihr nicht gleich an. Der US-Fotograf Matthew Casteel hat jedoch festgestellt, dass das Innere ihrer Autos die verletzten Seelen widerspiegelt. Mehr zum Foto-Projekt und wie Resilienztrainings helfen können, PTBS vorzubeugen, lesen Sie bei der Süddeutschen Zeitung.

Corona und du: Infoportal zur psychischen Gesundheit für Kinder und Jugendliche 

Trotz zahlreicher Lockerungen kann noch nicht von einer Rückkehr in den normalen Alltag gesprochen werden. Insbesondere Kinder und Jugendliche müssen weiterhin mit der Ausnahmesituation, die Schule nur zeitweise besuchen und Freizeitaktivitäten eingeschränkt nutzen zu können, zurechtkommen. Das kann auch bei jungen Menschen Stress auslösen und sich negativ auf ihre Psyche auswirken. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie des LMU Klinikums München und die Beisheim Stiftung haben das Infoportal Corona und du ins Leben gerufen, um jungen Menschen hilfreiche Tipps für die psychische Gesundheit an die Hand zu geben und über Beratungsstellen zu informieren.

Gefühle und Pseudo-Gefühle unterscheiden lernen 

Ein spannender Aspekt der Gewaltfreien Kommunikation ist die Unterscheidung zwischen „Gefühlen“ und „Pseudo-Gefühlen“. Pseudo-Gefühle werden auch als „Täter-Gefühle“ bezeichnet - die Aufmerksamkeit liegt beim Empfinden und Formulieren stark auf dem, was ein anderer uns angetan hat, zum Beispiel: „Er/sie akzeptiert mich nicht“. Pseudo-Gefühle enthalten implizit einen Vorwurf und führen beim anderen oft zu Ohnmacht oder Abwehr, während es bei Gefühlen nur um einen selbst geht. Geäußerte Gefühle lösen in der Regel Mitgefühl aus. 

Psychische Auswirkungen­ von ­Covid-19

Zu den am häufigsten auftretenden Symptomen von Covid-19 zählen Fieber, Husten und Schnupfen. Doch im Zuge des Lockdowns und von social distancing kann das Virus auch unsere psychische Gesundheit beeinträchtigen. Die Folgen von Quarantänemaßnahmen wurden bereits in der Vergangenheit wissenschaftlich untersucht. Zudem laufen momentan mehrere Studien an, die speziell die psychischen Auswirkungen der Corona-Pandemie in den Fokus nehmen. Eine gute Zusammenfassung der bisherigen Erkenntnisse finden Sie jetzt auf der Seite des Spiegel. Dort erfahren Sie auch, welche persönlichen Ressourcen Ihnen im Umgang mit Corona helfen können. 

Zukunfts- und Lösungsorientierung 

Hilfreich kann auch eine Methode aus der Zukunfts- und Trendforschung sein, die sogenannte „Re-Gnose“. Bei dieser Methode versetzen wir uns in die Zukunft und blicken auf die aktuelle Zeit zurück. In diesem Artikel entwirft Matthias Horx ein mögliches Szenario für die Rückschau auf die Corona-Pandemie und erklärt die Methode.