Achtsamkeit wird digital(er)

Erfolg für die Achtsamkeits-App Balloon: Die Zentrale Prüfstelle für Prävention (ZPP) zertifiziert den Kurs „Stressreduktion durch Achtsamkeit“ mit dem Siegel „Deutscher Standard Prävention“. Das Zertifikat ermöglicht die vollständige Bezuschussung von Kursen: Die DAK-Gesundheit beschreitet 2023 als erste gesetzliche Krankenkasse neue Wege und nimmt Angebote der Balloon-App in ihr Präventionsportfolio mit auf. Damit haben bereits über 5 Millionen Versicherte kostenlosen Zugang zu Achtsamkeitsübungen.

Psychosoziale Nothilfe für belastete Kinder und Jugendliche

Die pandemiebedingten Ausgangsbeschränkungen wirkten sich besonders stark auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen aus. Mit dem Erscheinen der beiden COPSY-Studien der Uni Hamburg wurde umso deutlicher: Es gibt eine klare Assoziation zwischen den Beschränkungen und dem Anstieg psychischer Störungsbilder bei jungen Menschen. Schnelle Therapeutische Betreuung zu finden, ist sehr wichtig, aber leider zunehmend schwerer. Erste Abhilfe können Online-Dienste schaffen wie JugendNotmail und das Familienportal des BMFSFJ.

Achtsamkeit im Konfliktmanagement

Die Auswirkungen von Klimawandel, Covid-19-Pandemie, Ukraine-Krieg und Inflation sorgen für Anspannung in allen Lebensbereichen. Viele Veränderungen gepaart mit kurzer Anpassungszeit erzeugen bei vielen Menschen Stress und Unsicherheit. Gute Bedingungen für Konfliktpotenzial. Dabei kann Achtsamkeit ein hilfreiches Mittel sein, um Unmut zu beseitigen und Entspannung produzieren. Im Coaching-Magazin Artikel werden Techniken und Wirkmechanismen von Achtsamkeit in Konfliktsituationen vorgestellt.

Thema Stress-Resilienz: Introvision-Coaching

Innerer Stress ist zermürbend. Menschen erleben besonders dann Stressbelastung oder Burn-out, wenn durch die hohe Arbeitsbelastung bei ihnen die inneren Alarme ausgelöst werden. Dabei ist es nicht zwingend die Menge an Arbeit, die bei uns Stress verursacht, sondern die Angst davor, es nicht zu schaffen, heißt es in diesem Beitrag des Coaching Magazin. Unsere inneren Alarme wurden zu einem früheren Zeitpunkt im limbischen System manifestiert. Was es damit auf sich hat, wann die Alarme anspringen und wie die Introvision als Methode hier Abhilfe schaffen kann beleuchtet der Beitrag sehr ausführlich.

Freizeit = Langeweile + Stress?

Durchschnittlich steht uns so viel Freizeit zur Verfügung wie noch nie in der Geschichte der Menschheit. Viele scheinen damit aber nicht viel anfangen zu können, sind gestresst oder gelangweilt.
Ein ausführlicher Beitrag des Deutschlandfunk Kultur legt nahe, dass ein direkter Zusammenhang mit der Freizeitbeschäftigung Nr. 1 besteht – der Mediennutzung (Internet, Fernsehen oder Musikhören). Zum Empfinden vieler, dass die Mediennutzung nicht mehr selbstbestimmt erfolgt, kommt die Passivität sowie die Eindimensionalität in der Nutzung unserer Sinne hinzu.

Übung zur Resilienzstärkung: Tragende Säulen

Sich der eigenen Kraftquellen bewusst zu machen kann unterstützen, die eigene Resilienz zu stärken. Die Rubrik „Übungsplatz“ des Magazins PSYCHOLGIE HEUTE stellt vor, wie die Methode „Tragende Säulen“ funktioniert.

Empathie und Burnout in sozialen Berufen

Schütz Empathie vor Burnout oder sind empathische Menschen eher einem Burnoutrisiko ausgesetzt? Mit dieser Fragestellung beschäftigte sich der Psychologe Tobias Altmann in einer Studie, deren Ergebnisse er in diesem Interview mit Psychologie Heute teilt. Vorab sei gesagt – ganz so einfach lässt sich das nicht beantworten. Außerdem dürfen wir erfahren, warum Tobias Altmann die Gewaltfreie Kommunikation für das beste Konzept hält, um in einem sozialen Beruf gut mit emotional herausfordernden Situationen umzugehen. Die nächsten Termine für unsere Weiterbildung: Gewaltfreie Kommunikation finden Sie hier.

Mit Brief und Siegel: Natur nimmt bei uns den Stress raus

Erstmalig konnte in einer Studie der kausale Zusammenhang zwischen Naturerleben und Stressreduzierung nachgewiesen werden. Das Gefühl, dass man nach einem längeren Spaziergang in der Natur merklich entspannter und ausgeglichener ist, kennen sicher die meisten Menschen. Nachgewiesen ist nun durch eine Studie des Max-Planck-Institut, dass die Natur einen positiven Einfluss auf Gehirnregionen hat, die an der Stressverarbeitung beteiligt sind. Dieses Wissen, wie stark das physisches Lebensumfeld die Gesundheit des Gehirns und der Psyche beeinflusst, können wir uns u.a. für Handlungsempfehlungen zunutze machen. So zum Beispiel für die Städteplanung der Zukunft – verringert doch bereits ein kurzer Aufenthalt in der Natur die Aktivität der zentralen Gehirnregion, die an der Stressverarbeitung beteiligt ist. Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

„Resiliente Teams“ Wie gut können wir Krise?

Spätestens wenn es brennt – also Probleme auftreten – zeigt sich, wie gut eine Organisation funktioniert und ein Team zusammenarbeitet. Findet man gemeinsame Lösungen oder scheitert man? Wie können Teams gut mit Widrigkeiten umgehen – also resilient auf diese reagieren? Die Resilienzforscher*innen Silja Hartman und Matthias Weiß und Resilienztrainer und Coach Sebastian Mauritz widmen sich in diesem Podcast von Deutschlandfunk Nova dem Thema Resilienz am Arbeitsplatz und schauen dabei auch auf die Rolle des Arbeitgebers. Denn: diese müssen etwas dafür tun, dass sich Resilienz in Unternehmen halten kann. Resilienz darf nicht als Ziel der Arbeitsmaximierung verstanden werden. Die Forscher*innen begreifen Resilienz als Prozess und dieser erfordert Zeit und Engagement der Führungskräfte – und dementsprechend auch Investitionen des Unternehmens.

Blumen wässern mit Kindern

Eine Achtsamkeitsübung für den Einstieg ist das sogenannte Blumen wässern, die man auch gut mit Kindern durchführen kann. Dabei geht es um das Erkennen und Wertschätzen positiver Dinge bei sich und anderen. Auf der Internetseite des Plum Village veranschaulicht Orlaith O’Sullivan, Autorin des Kinderbuches „We are all flowers“, das Vorgehen in einem Video. Ebenso werden Malvorlagen und ein Leitfaden für Lehrkräfte kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Die Überlebensregel

Spannende Einblick in die psychologische Praxis bietet der Psychologie-Podcast des Bayrischen Rundfunks, jüngst mit dem Thema „Aus der Praxis: Die Überlebensregel“: Wir Menschen üben bereits in unserer Kindheit bestimmte Strategien ein, um von unserem eigenen Umfeld angenommen und akzeptiert zu werden. Nur was passiert, wenn diese Strategien uns auf lange Sicht schaden und wir uns als Erwachsene davon lösen möchten? Diese Podcast-Folge zeigt auf, wie es Menschen mit dem Überlebensregel-Tool in therapeutischer Begleitung schaffen, neue Wege zu beschreiten.

Der Druck der anderen

Ein spannender Podcast von detektor.fm nimmt sich dem Thema Druck aus verschiedenen Perspektiven an. So zum Beispiel dem sogenannten emphatischen Stress. Denn der Stress und Druck, unter dem andere stehen, ist ansteckend. Wie dieser Stress entsteht und was dabei mit uns passiert wird unter Leitung von Veronika Engert vom Max-Planck-Institut in Leipzig erforscht. Diese Podcast-Folge des Forschungsquartetts widmet sich in Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft der Bedeutung von Druck in der Psychologie, der Biologie und der Chemie.

Aus der Krise chatten

Die Geschichte vom Krisenchat startet im Frühjahr 2020, als sich während des ersten Lockdowns die Berichte über häusliche Gewalt und junge Menschen in Not häuften. Niedrigschwellig, mittels einem gewohnten Kommunikationstool können Kinder und Jugendliche seitdem per Chat eine digitale professionelle psychosoziale Beratung in Echtzeit erhalten – rund um die Uhr, ohne Registrierung, kostenlos und vertraulich.
Seit dem Launch im Mai 2020 hat der Krisenchat über 40.000 Beratungen durchgeführt, über 350 ehrenamtliche Berater*innen bringen sich ein. Die Website des Krisenchats bietet sehr viele Informationen rund um dieses einzigartige Angebot.

Reale Ängste in der virtuellen Realität

Ängste begleiten viele Menschen durch ihren Alltag. Ein gewisses Maß an Angst ist sinnvoll und dient zu unserem eigenen Schutz. Übermäßige Angst dagegen schränkt uns im Alltag ein. Ein Videobeitrag der Max-Planck-Gesellschaft erklärt: Wie entsteht Angst und was passiert da im Körper? Ab wann ist es eine Phobie? Erstmalig lässt sich Angst mithilfe von Virtual Reality objektiv messen, das MPI München führt dazu aktuell eine Studie durch. Durch die Daten aus dem Verhalten der Probanden können neue Rückschlüsse für die möglichen Therapien geleitet werden. Die VR-Technik macht man sich auch in der Therapie zunutze: Mit VR-Brillen entstehend auch neue Möglichkeiten in der Konfrontationstherapie.

Ich reg mich mal ab!

Hoher Puls nach einem ärgerlichen Telefonat? Das trotzige Kleinkind oder der provozierende Teenager zu Hause? Zu viel Arbeit und man weiß nicht, wo man anfangen soll? In stressigen Situationen geraten wir alle schnell und wir wissen, manchmal hilft es schon, tief durchzuatmen. Wie bestimmte Atemtechniken tatsächlich helfen können, uns selbst zu beruhigen, erklärt Psychosomatiker Thomas Loew in einem Interview.

Hilfe zur Selbsthilfe

Wenn Verantwortung und Stress überhandnehmen, kommt die Selbstfürsorge ins Spiel. Aber wie kann ich mir selbst Entlastung schaffen oder bestenfalls noch Zeit für mich, wenn es doch davon schon zu wenig gibt? Es gibt einfache Methoden, die täglich nur wenig Zeit kosten, aber am Ende bestenfalls viel Zeit und Nerven sparen und für mentale Entlastung sorgen können.

Wie Kinder Selbstbehauptung lernen

Nach wie vor sind Kinder und Jugendliche Opfer von Mobbing und sexualisierter Gewalt. Ein zentrales Element, diese vulnerable Gruppe zu schützen, ist, sie Selbstbehauptung zu lehren. Ein Audio-Betrag des SWR2 erläutert, wie dies in der Praxis aussehen kann – in Kita, Schule und Elternhaus.

Achtsamkeitspraxis auf dem Prüfstand

Achtsamkeitsübungen können helfen, psychische Symptome zu lindern und Stressoren zu reduzieren. Welche Erkenntnisse die Achtsamkeitsforschung zu den diversen Umsetzungsmöglichkeiten liefert, wird im Spektrum-Artikel diskutiert.

Zielsetzung im Ungewissen?

Planung scheint in Zeiten globaler Krisen, beruflichen oder privaten Stresses herausfordernd zu sein. Mit welchen Methoden Unsicherheit zu Planungssicherheit wird und mentale Stärke wachsen kann, wird im Spiegel-Artikel beschrieben.

Sich aktiv an das Gute erinnern

Ja, wir sind immer noch in der Pandemie. Ja, wir stecken mitten in der vierten Welle. Ja, wir erleben wieder Weihnachten und den Jahreswechsel mit Einschränkungen. Laut Wissenschaftsjournalistin und Autorin Christina Berndt ist die Akzeptanz der erste Schritt, um mit Herausforderungen, wie den aktuellen Corona-Maßnahmen zu den Festtagen, gut umzugehen. In ihrer Videokolumne bei der Süddeutschen Zeitung erklärt sie, wie man seinen eigenen Instrumentenkasten für einen resilienten Winter zusammenstellt.