Mental Health: Unsichtbares Leid sichtbar machen 

Ob eine Person Alzheimer, eine Depression oder eine posttraumatische Störung hat, sieht man ihr in der Regel nicht an. Dies trägt aber zur Tabuisierung psychischer Leiden erheblich bei. Ein Weg, diese sichtbar zu machen und sie so aus der Tabuzone zu holen, sind zum Beispiel Fotografien. In der Kategorie “Mental Health” des Wellcome Photography Prize versammeln sich Künstler*innen, die sich genau diesem Thema widmen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung stellt sie vor und erklärt Mental Health näher.  

Zu wenig Schlaf schadet der Gesundheit und der Wirtschaft 

Wer zu wenig schläft, ist Studien zufolge häufiger krank, leidet eher unter Schlafstörungen und erhöht sein Sterberisiko. Schlafmangel schadet demnach erheblich der eigenen Gesundheit. Doch nicht nur das: Auch auf die Arbeitswelt und die Wirtschaft hat er erheblichen Einfluss. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung verdeutlicht in mehreren Grafiken, welche Auswirkungen Müdigkeit in den einzelnen Bereichen haben kann, wer besonders betroffen ist und wer sogar profitiert. 

Die Macht der Gefühle und dessen Akzeptanz 

Gefühle, wie Trauer, Wut oder Freude können Erstaunliches in einem auslösen – sowohl positiv als auch negativ. Ansätze der Resilienz und Achtsamkeit befassen sich u. a. mit dieser Macht der Gefühle und wie wirksam es sein kann, diese zu akzeptieren und damit Änderungen auszulösen. Die Zeit widmet sich dieser Betrachtungsweise und den damit einhergehenden Veränderungen in einem ausführlichen Artikel

Corona? Das ist doch vorbei 

Noch vor wenigen Monaten galten strikte Kontakt- und Bewegungsbeschränkungen. Häufig war zu lesen, dass der Lockdown und die Coronakrise einiges in der Gesellschaft verändern werden. Nun, in den Sommermonaten, scheint vieles wieder beim Alten zu sein. In einem Spiegel-Artikel erklärt Psychoanalytiker Hans-Jürgen Wirth, warum es so schwierig ist, sein Verhalten nachhaltig zu ändern. 

Das Autoinnere als Spiegel der Seele 

Dass eine Person unter einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) leidet, sieht man ihr nicht gleich an. Der US-Fotograf Matthew Casteel hat jedoch festgestellt, dass das Innere ihrer Autos die verletzten Seelen widerspiegelt. Mehr zum Foto-Projekt und wie Resilienztrainings helfen können, PTBS vorzubeugen, lesen Sie bei der Süddeutschen Zeitung.

Corona und du: Infoportal zur psychischen Gesundheit für Kinder und Jugendliche 

Trotz zahlreicher Lockerungen kann noch nicht von einer Rückkehr in den normalen Alltag gesprochen werden. Insbesondere Kinder und Jugendliche müssen weiterhin mit der Ausnahmesituation, die Schule nur zeitweise besuchen und Freizeitaktivitäten eingeschränkt nutzen zu können, zurechtkommen. Das kann auch bei jungen Menschen Stress auslösen und sich negativ auf ihre Psyche auswirken. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie des LMU Klinikums München und die Beisheim Stiftung haben das Infoportal Corona und du ins Leben gerufen, um jungen Menschen hilfreiche Tipps für die psychische Gesundheit an die Hand zu geben und über Beratungsstellen zu informieren.

Gefühle und Pseudo-Gefühle unterscheiden lernen 

Ein spannender Aspekt der Gewaltfreien Kommunikation ist die Unterscheidung zwischen „Gefühlen“ und „Pseudo-Gefühlen“. Pseudo-Gefühle werden auch als „Täter-Gefühle“ bezeichnet - die Aufmerksamkeit liegt beim Empfinden und Formulieren stark auf dem, was ein anderer uns angetan hat, zum Beispiel: „Er/sie akzeptiert mich nicht“. Pseudo-Gefühle enthalten implizit einen Vorwurf und führen beim anderen oft zu Ohnmacht oder Abwehr, während es bei Gefühlen nur um einen selbst geht. Geäußerte Gefühle lösen in der Regel Mitgefühl aus. 

Psychische Auswirkungen­ von ­Covid-19

Zu den am häufigsten auftretenden Symptomen von Covid-19 zählen Fieber, Husten und Schnupfen. Doch im Zuge des Lockdowns und von social distancing kann das Virus auch unsere psychische Gesundheit beeinträchtigen. Die Folgen von Quarantänemaßnahmen wurden bereits in der Vergangenheit wissenschaftlich untersucht. Zudem laufen momentan mehrere Studien an, die speziell die psychischen Auswirkungen der Corona-Pandemie in den Fokus nehmen. Eine gute Zusammenfassung der bisherigen Erkenntnisse finden Sie jetzt auf der Seite des Spiegel. Dort erfahren Sie auch, welche persönlichen Ressourcen Ihnen im Umgang mit Corona helfen können. 

Zukunfts- und Lösungsorientierung 

Hilfreich kann auch eine Methode aus der Zukunfts- und Trendforschung sein, die sogenannte „Re-Gnose“. Bei dieser Methode versetzen wir uns in die Zukunft und blicken auf die aktuelle Zeit zurück. In diesem Artikel entwirft Matthias Horx ein mögliches Szenario für die Rückschau auf die Corona-Pandemie und erklärt die Methode. 

Selbstmanagement

Durch den Ausfall von Kitas und Schulen, Homeoffice, Kurzarbeit oder Überstunden muss häufig das gesamte Privat- und Familienleben neu organisiert werden. Das Etablieren einer Tagesstruktur kann dann sehr hilfreich sein. Tipps dazu gibt in diesem Beitrag die Familientherapeutin Birgit Salewski.

Sinn und Wertorientierung 

Wenn wir Sinn in unserem Leben sehen, sind wir im Einklang mit uns und der Welt. Wir führen das Leben, das zu uns passt – zu unseren Werten, unseren Kompetenzen und Stärken und zu unseren Leidenschaften.  

Auch ohne handfeste Krisen sind wir im Laufe des Lebens immer wieder dazu aufgerufen, für uns zu klären, was uns Kraft und Sinn im Leben verleiht, welche Werte wir leben und wie wir alles zusammen im Alltag in unseren unterschiedlichen Rollen und Lebensbereichen (Arbeit, Familie, Freizeit etc.) umsetzen wollen. Dieser gute und kostenlose Werte-Test kann dabei helfen. 

Soziale Unterstützung

Ein wichtiger Resilienz-Faktor ist die soziale Unterstützung, die wir erfahren. Es kann aber auch stärkend wirken, wenn wir im Angesicht einer Krise selbst aktiv werden und dazu beitragen die Situation zu gestalten und zu verbessern. Auch in der Corona-Krise gibt es dabei zahlreiche Möglichkeiten: 

Die Caritas bietet hier eine Übersicht über Möglichkeiten für Nachbarschaftshilfe und Ehrenamt.  

In diesem Beitrag im JETZT-Magazin finden sich Hilfsmöglichkeiten nach Fähigkeiten sortiert.  

Derzeit laufen viele offene wissenschaftliche Online-Studien, um die psychologischen Auswirkungen der Corona-Pandemie zu erforschen. Die DynaCore-Studie erforscht speziell, welche Resilienzfaktoren in der derzeitigen Situation hilfreich sind. Die Teilnahme an den Studien bietet die Möglichkeit, die eigenen Reaktionen zu reflektieren und Entscheidungsträger bei geplanten Hilfeleistungen und Empfehlungen zu unterstützen. 

Wer möchte, kann auch Rechenkapazitäten des eigenen PCs der Stanford University zur Verfügung stellen, um die Verhaltensweise des Corona-Virus zu erforschen. 

Selbstwirksamkeit 

Je mehr wir unseren Fähigkeiten vertrauen Aufgaben zu meistern, desto wirksamer fühlen wir uns und desto besser können wir auch schwierige Situationen bewältigen. Dabei kann es sehr förderlich sein für sich selbst oder mit Kunden*innen die eigenen Stärken, Fähigkeiten, Talente, Eigenschaften und Ressourcen zusammenzutragen. Folgende Fragen helfen dabei: 

  • Was können Sie gut? Was würden mir andere sagen, worin Sie richtig gut sind? 
  • Was fällt Ihnen sehr leicht? Was können Sie über einen längeren Zeitraum machen, ohne schnell müde zu werden? 
  • Über welche Themen können Sie mir mehr erzählen? Wo sind Sie ein Experte? Worin liegen Ihre fachlichen und beruflichen Expertisen?
  • Wofür hören Sie öfter ein Lob? Was gefällt anderen an Ihnen? 
  • Welche schwierigen Situationen haben Sie schon gemeistert? Was haben Sie in diesen Situationen bewiesen bzw. welche Fähigkeit haben Sie dadurch entwickelt? 

Optimismus und Hoffnung 

Es kann hilfreich sein, Nachrichten zur Krise nur zu bestimmten Zeiten aufzunehmen und bewusst mit dem Lesen von positiven Nachrichten einen Gegenpol zu schaffen.

Die ZEIT sammelt in ihrem Live-Blog „Gute Nachrichten“ ebendiese in Zeiten von Corona.  

Emotionssteuerung: Neubewertung von Ereignissen 

Die Umdeutung oder auch Neubewertung von Ereignissen ist eine zentrale Basis-kompetenz, um stressbezogene Reaktionen zu minimieren bzw. langfristig ganz auszuschalten. Da unsere Denkmuster meist unbewusst und automatisch ablaufen, ist ein erster wichtiger Schritt, belastende Gedanken erst einmal bewusst wahrzunehmen. 

Dabei ist es oft hilfreich zu stoppen und sich den eigenen Gefühlen und Gedanken bewusst zuzuwenden. Nachweislich wirksam sind dabei verschiedene Achtsamkeitstechniken.

DAK Studie: Hirndoping für den Job

Die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) veröffentlichte kürzlich die Ergebnisse ihrer Studie „Doping im Job“. Untersucht wurde dabei, wie viele der Arbeitnehmer*innen in Deutschland zu verschreibungspflichtigen Medikamenten greifen, ohne dass es dafür eine medizinische Notwendigkeit gibt, sondern einzig, um Ihre Leistung im Job zu steigern. Welche Gruppe von Beschäftigten von dieser Problematik ganz besonders betroffen ist und welche Motive dahinter stecken, all dies fasst nun ein Spiegel-Artikel zusammen.

Volkskrankheit Präsentismus: Trotz Krankheit zur Arbeit…?

Nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) gehen 76 Prozent der Angestellten in Deutschland auch dann zur Arbeit, wenn sie krank sind - eine erschreckende Zahl. Experten bezeichnen dieses Phänomen als Präsentismus. Und über genau dieses hat Zeit Online jetzt mit einem Professor für Arbeitspsychologie und Arbeitsmedizin gesprochen. In dem sehr interessanten Gespräch erklärt er u. a., welche Berufsgruppen besonders betroffen sind und was er eigentlich davon hält, dass manche Unternehmen ihren Angestellten Boni für möglichst wenig Krankheitstage zahlen.

Was tun bei zu viel Druck?

Im Job muss schnellstmöglich noch ein wichtiges Projekt abgeschlossen werden. Und dann gibt es da auch noch dieses wahnsinnig spannende Auslandspraktikum, für das Sie sich bis Ende des Monats bewerben müssen. Jetzt nur noch schnell die Weiterbildung abschließen, die Sie nebenberuflich am Wochenende absolvieren…Es gibt Phasen im Leben, in denen sich viele Dinge zeitgleich auf einen einprasseln. Aber was kann man tun, um insbesondere in solchen Zeiten die Ruhe zu bewahren? Karl-Heinz Renner, Professor für Persönlichkeitspsychologie, steht zu diesen Fragen im Interview mit jetzt.de Rede und Antwort.

Erweiterte Erreichbarkeit: „Mal noch kurz die Mails checken…“

Flexibilität wird heutzutage in so gut wie allen Berufen von Arbeitnehmern*innen erwartet. Dazu zählt häufig auch die erweiterte Erreichbarkeit, also die Erwartungshaltung, dass man auch nach Feierabend noch per Mail oder telefonisch erreichbar ist. Doch: Wo kann und sollte man hier Grenzen setzen? Certo plädiert für klare Regeln und lädt Sie zugleich dazu ein, einen kurzen Selbsttest zu absolvieren.

Tipps: Wie Sie sich um Ihr psychisches Wohlbefinden kümmern

Mit der eigenen Psyche beschäftigt man sich vor allem dann, wenn es einem mal schlecht geht. Dabei sollten wir uns nicht nur in Krisenzeiten mit unserem psychischen Wohlbefinden auseinandersetzen: Vieles deutet darauf hin, dass unsere psychische Gesundheit direkten Einfluss auf unsere körperliche Gesundheit hat. Und sich um das eigene Wohlbefinden zu kümmern, ist schließlich gar nicht so schwierig. Dies zeigt die Sammlung an praktischen Tipps der Deutschen Welle, die sie einfach in Ihren Alltag integrieren können.