Mit Brief und Siegel: Natur nimmt bei uns den Stress raus

Erstmalig konnte in einer Studie der kausale Zusammenhang zwischen Naturerleben und Stressreduzierung nachgewiesen werden. Das Gefühl, dass man nach einem längeren Spaziergang in der Natur merklich entspannter und ausgeglichener ist, kennen sicher die meisten Menschen. Nachgewiesen ist nun durch eine Studie des Max-Planck-Institut, dass die Natur einen positiven Einfluss auf Gehirnregionen hat, die an der Stressverarbeitung beteiligt sind. Dieses Wissen, wie stark das physisches Lebensumfeld die Gesundheit des Gehirns und der Psyche beeinflusst, können wir uns u.a. für Handlungsempfehlungen zunutze machen. So zum Beispiel für die Städteplanung der Zukunft – verringert doch bereits ein kurzer Aufenthalt in der Natur die Aktivität der zentralen Gehirnregion, die an der Stressverarbeitung beteiligt ist. Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

„Resiliente Teams“ Wie gut können wir Krise?

Spätestens wenn es brennt – also Probleme auftreten – zeigt sich, wie gut eine Organisation funktioniert und ein Team zusammenarbeitet. Findet man gemeinsame Lösungen oder scheitert man? Wie können Teams gut mit Widrigkeiten umgehen – also resilient auf diese reagieren? Die Resilienzforscher*innen Silja Hartman und Matthias Weiß und Resilienztrainer und Coach Sebastian Mauritz widmen sich in diesem Podcast von Deutschlandfunk Nova dem Thema Resilienz am Arbeitsplatz und schauen dabei auch auf die Rolle des Arbeitgebers. Denn: diese müssen etwas dafür tun, dass sich Resilienz in Unternehmen halten kann. Resilienz darf nicht als Ziel der Arbeitsmaximierung verstanden werden. Die Forscher*innen begreifen Resilienz als Prozess und dieser erfordert Zeit und Engagement der Führungskräfte – und dementsprechend auch Investitionen des Unternehmens.

Blumen wässern mit Kindern

Eine Achtsamkeitsübung für den Einstieg ist das sogenannte Blumen wässern, die man auch gut mit Kindern durchführen kann. Dabei geht es um das Erkennen und Wertschätzen positiver Dinge bei sich und anderen. Auf der Internetseite des Plum Village veranschaulicht Orlaith O’Sullivan, Autorin des Kinderbuches „We are all flowers“, das Vorgehen in einem Video. Ebenso werden Malvorlagen und ein Leitfaden für Lehrkräfte kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Die Überlebensregel

Spannende Einblick in die psychologische Praxis bietet der Psychologie-Podcast des Bayrischen Rundfunks, jüngst mit dem Thema „Aus der Praxis: Die Überlebensregel“: Wir Menschen üben bereits in unserer Kindheit bestimmte Strategien ein, um von unserem eigenen Umfeld angenommen und akzeptiert zu werden. Nur was passiert, wenn diese Strategien uns auf lange Sicht schaden und wir uns als Erwachsene davon lösen möchten? Diese Podcast-Folge zeigt auf, wie es Menschen mit dem Überlebensregel-Tool in therapeutischer Begleitung schaffen, neue Wege zu beschreiten.

Der Druck der anderen

Ein spannender Podcast von detektor.fm nimmt sich dem Thema Druck aus verschiedenen Perspektiven an. So zum Beispiel dem sogenannten emphatischen Stress. Denn der Stress und Druck, unter dem andere stehen, ist ansteckend. Wie dieser Stress entsteht und was dabei mit uns passiert wird unter Leitung von Veronika Engert vom Max-Planck-Institut in Leipzig erforscht. Diese Podcast-Folge des Forschungsquartetts widmet sich in Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft der Bedeutung von Druck in der Psychologie, der Biologie und der Chemie.

Aus der Krise chatten

Die Geschichte vom Krisenchat startet im Frühjahr 2020, als sich während des ersten Lockdowns die Berichte über häusliche Gewalt und junge Menschen in Not häuften. Niedrigschwellig, mittels einem gewohnten Kommunikationstool können Kinder und Jugendliche seitdem per Chat eine digitale professionelle psychosoziale Beratung in Echtzeit erhalten – rund um die Uhr, ohne Registrierung, kostenlos und vertraulich.
Seit dem Launch im Mai 2020 hat der Krisenchat über 40.000 Beratungen durchgeführt, über 350 ehrenamtliche Berater*innen bringen sich ein. Die Website des Krisenchats bietet sehr viele Informationen rund um dieses einzigartige Angebot.

Reale Ängste in der virtuellen Realität

Ängste begleiten viele Menschen durch ihren Alltag. Ein gewisses Maß an Angst ist sinnvoll und dient zu unserem eigenen Schutz. Übermäßige Angst dagegen schränkt uns im Alltag ein. Ein Videobeitrag der Max-Planck-Gesellschaft erklärt: Wie entsteht Angst und was passiert da im Körper? Ab wann ist es eine Phobie? Erstmalig lässt sich Angst mithilfe von Virtual Reality objektiv messen, das MPI München führt dazu aktuell eine Studie durch. Durch die Daten aus dem Verhalten der Probanden können neue Rückschlüsse für die möglichen Therapien geleitet werden. Die VR-Technik macht man sich auch in der Therapie zunutze: Mit VR-Brillen entstehend auch neue Möglichkeiten in der Konfrontationstherapie.

Ich reg mich mal ab!

Hoher Puls nach einem ärgerlichen Telefonat? Das trotzige Kleinkind oder der provozierende Teenager zu Hause? Zu viel Arbeit und man weiß nicht, wo man anfangen soll? In stressigen Situationen geraten wir alle schnell und wir wissen, manchmal hilft es schon, tief durchzuatmen. Wie bestimmte Atemtechniken tatsächlich helfen können, uns selbst zu beruhigen, erklärt Psychosomatiker Thomas Loew in einem Interview.

Hilfe zur Selbsthilfe

Wenn Verantwortung und Stress überhandnehmen, kommt die Selbstfürsorge ins Spiel. Aber wie kann ich mir selbst Entlastung schaffen oder bestenfalls noch Zeit für mich, wenn es doch davon schon zu wenig gibt? Es gibt einfache Methoden, die täglich nur wenig Zeit kosten, aber am Ende bestenfalls viel Zeit und Nerven sparen und für mentale Entlastung sorgen können.

Wie Kinder Selbstbehauptung lernen

Nach wie vor sind Kinder und Jugendliche Opfer von Mobbing und sexualisierter Gewalt. Ein zentrales Element, diese vulnerable Gruppe zu schützen, ist, sie Selbstbehauptung zu lehren. Ein Audio-Betrag des SWR2 erläutert, wie dies in der Praxis aussehen kann – in Kita, Schule und Elternhaus.

Achtsamkeitspraxis auf dem Prüfstand

Achtsamkeitsübungen können helfen, psychische Symptome zu lindern und Stressoren zu reduzieren. Welche Erkenntnisse die Achtsamkeitsforschung zu den diversen Umsetzungsmöglichkeiten liefert, wird im Spektrum-Artikel diskutiert.

Zielsetzung im Ungewissen?

Planung scheint in Zeiten globaler Krisen, beruflichen oder privaten Stresses herausfordernd zu sein. Mit welchen Methoden Unsicherheit zu Planungssicherheit wird und mentale Stärke wachsen kann, wird im Spiegel-Artikel beschrieben.

Sich aktiv an das Gute erinnern

Ja, wir sind immer noch in der Pandemie. Ja, wir stecken mitten in der vierten Welle. Ja, wir erleben wieder Weihnachten und den Jahreswechsel mit Einschränkungen. Laut Wissenschaftsjournalistin und Autorin Christina Berndt ist die Akzeptanz der erste Schritt, um mit Herausforderungen, wie den aktuellen Corona-Maßnahmen zu den Festtagen, gut umzugehen. In ihrer Videokolumne bei der Süddeutschen Zeitung erklärt sie, wie man seinen eigenen Instrumentenkasten für einen resilienten Winter zusammenstellt.

Wie gehen wir mit unserer Ängsten um

Jede Person kennt das Gefühl der Angst – in unterschiedlichen Situationen, vor verschiedenen Dingen. Spannend ist, welche Strategie jeder für sich entwickelt, mit den eigenen Ängsten umzugehen. Um sich mit den eigenen Ängsten und Strategien vertraut zu machen, hat der Verhaltenstherapeut Thorsten Padberg Checklisten und Fragebögen entwickelt, die beim Spiegel-Wissen-Check ausprobiert werden können.

Klimaängste ernst nehmen

Wie oft wurden Klimaaktivisten*innen von ihren Kritiker*innen wegen ihrer großen Sorgen, ja sogar Angst vor dem Klimawandel belächelt. Dass der Klimawandel jedoch einen erheblichen Einfluss auf die Psyche hat, zeigt nicht zuletzt die Entwicklung eines wachsenden Forschungsgebietes in den vergangenen Jahren. Im Interview mit Spektrum erläutert Psychotherapeut Malte Klar, was hinter dem Begriff Klimaangst steckt.

So viel Stress wie nie

Laut DKV-Report 2021 hat die Pandemie den Lebensstil der Menschen verändert. Dabei gibt es mehrere besorgniserregende Negativrekorde im Hinblick auf Ernährung, körperliche Aktivität, Rauchen und Alkoholkonsum zu verzeichnen. Einer der schlechtesten Werte findet sich im Stresserleben: etwa 60 Prozent der Befragten finden keine Wege, um Stress zu reduzieren oder auszugleichen. Einen Überblick über die Studie gibt ein Artikel  der Süddeutschen Zeitung.

Wie viel kann ich (noch) leisten?

Eine chronische Erkrankung bedeutet nicht, dass man direkt arbeitsunfähig ist. Damit einher gehen jedoch die Fragen, wie stark die Erkrankung sich auf den Berufsalltag auswirkt (und umgekehrt) und inwiefern es sinnvoll ist, offen mit der Erkrankung umzugehen. Die Zeit hat in einem Artikel erläutert, wie wichtig dabei der Umgang mit den eigenen Ressourcen ist. Auf der Internetseite sag-ichs.de kann man zudem mithilfe eines Selbsttests das Für und Wider eines offenen Umgangs ermitteln.

Offen über psychische Erkrankungen reden

Wie fühlt sich eine Panikattacke an? Welche Anzeichen gibt es für eine Borderline-Störung? Wie geht man als Angehörige damit um? Im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen stellen sich Betroffene sowie Angehörige viele Fragen und fühlen sich nicht selten allein damit. Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit stellt daher auf dem Portal „Dein Kopf voller Fragen“ verschiedene Erklärvideos, Infos und Hilfestellungen zur Verfügung. In Interviews geben bekannte Personen Einblicke in ihre Erfahrungen.

Sie möchten mehr über psychische Erkrankungen erfahren? Passend hierzu bieten wir die Weiterbildung zum Coach für Psychische Gesundheit an.

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Studie zeigt: Depression kulturell geprägt

Eine Depression kann sich durch verschiedene Symptome, wie Schlafstörungen, Niedergeschlagenheit oder Suizidgedanken, zeigen. In welcher Kombination diese auftreten und wie sie von Betroffenen beschrieben werden, ist laut einer Studie auch kulturell geprägt. Die Ergebnisse der Studie stellt ein Artikel auf Spektrum vor.

Sich wieder an Menschen gewöhnen

Ein Aufatmen scheint durch die Gesellschaft zu gehen: sich endlich wieder mit mehreren Menschen treffen, ins Café gehen, Konzerte besuchen. Doch nicht alle gehen den Öffnungen unbeschwert entgegen, sondern empfinden eher Angst, Sorge oder Stress. Die Achtsamkeitstrainerin Tina Klein und der Psychiater Mazda Adli verraten in einem Interview, wie man seinen eigenen Umgang mit den neuen Freiheiten findet.