Fotostrecke „Meeting Sofie“: Inklusion heißt auch Sichtbarmachen

Inklusion bedeutet unter anderem, dass Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen an der Gesellschaft teilhaben. Doch nach wie vor treten Menschen mit Behinderung weniger in Erscheinung. Die Fotografin Snezhana von Büdingen begleitete über ein Jahr lang Sofie aus einem kleinen Ort in Sachsen-Anhalt – 19 Jahre alt mit Downsyndrom. Der Spiegel stellt die Fotografin, Sofie und die Fotostrecke in einem Artikel vor.

Dual & inklusiv: Jugendliche ermutigen, ihren Weg zu gehen

Das ESF-geförderte Projekt „dual & inklusiv“ in Hamburg hat seit 2014 bereits 300 Jugendliche beim Übergang Schule-Beruf unterstützt. Die Berufsorientierung, die Ausbildungsvorbereitung und die duale Ausbildung werden dabei inklusiv für Schüler*innen mit und ohne Beeinträchtigung gestaltet, sodass die Jugendlichen ermutigt werden, ihren eigenen Weg zu gehen, ohne irgendwelche Einschränkungen vorweg. Ein Video auf der Überaus-Plattform gibt einen Überblick über das Projekt und dessen Erfolge.

Legasthenie aus der Perspektive einer Legasthenikerin

Was bedeutet es, Legasthenikerin zu sein, Buchstaben als Feinde zu sehen und dennoch Spaß am Geschichtenerzählen zu haben? Für Zeit Wissen-Redakteurin Katrin Zeug ist dies Alltag, daher beschreibt sie in ihrem spannenden Artikel, wie sie gelernt hat, mit ihrer Legasthenie umzugehen, und wie wichtig dabei die richtige Unterstützung ist.

Themenseite: Wie sehen Lernorte der Zukunft aus?

Die Institution Schule steht derzeit vor vielen Herausforderungen: Inklusion, Integration, Digitalisierung. Diese wirken sich auch auf die räumliche Gestaltung von Schulgebäuden aus. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat eine Themenseite für „Lernorte für die Zukunft“ erstellt, auf denen auf die erforderlichen Veränderungen eingegangen wird und Good-Practice-Beispiele vorgestellt werden. Hier geht es zur bpb-Themenseite.

Infos und Unterstützung helfen beim beeinträchtigt Studieren

Die Studie „beeinträchtigt studieren – best2“ des Deutschen Studentenwerks (DSW) verdeutlicht, dass Studierende mit gesundheitlichen Einschränkungen nach wie vor viele Hürden im Uni-Alltag zu bewältigen haben. Was sich hierauf besonders positiv auswirkt, sind Informationsangebote und Unterstützung bereits in der Studieneingangsphase. Die Ergebnisse der Studie werden hier ausführlich dargestellt.

Berufsbildung und Inklusion was muss sich noch tun?

In den vergangenen Jahren wurde und wird die Inklusion in Kindergärten und Schulen viel diskutiert. Doch wie sieht es bei der inklusiven beruflichen Bildung aus? Leander Palleit vom Deutschen Institut für Menschenrecht berichtet im Interview, welche Instrumente bereits existieren und wo er noch Nachholbedarf sieht. Das Interview kann man hier unentgeltlich ansehen.

Befragung: Lernplattform jetzt mitgestalten

Das DIPF und die LMU München entwickeln zurzeit eine kostenlose Lernplattform, um bei der Lernbegleitung von Schüler*innen mit Lernschwierigkeiten zu unterstützen. Damit das Unterstützungsangebot auch möglichst passgenau ist, gibt es nun eine Online-Befragung besonders für Eltern und Erziehungsberechtigte von Schüler*innen mit Lernschwierigkeiten. Hier geht es zur Befragung.

SWR-Diskussion: Woran ist G8 gescheitert?

In den vergangenen Jahren trieb die Frage, ob das Gymnasium acht oder neun Jahre umfassen soll, viele im Schulbetrieb um. Bundesländer, die G8 neu eingeführt hatten, kehren allmählich zum alten System des G9 zurück, wie Nordrhein-Westfalen, Bayern und Niedersachsen. In Sachsen und Sachsen-Anhalt hat G8 jedoch von jeher Bestand. Woran ist die Einführung des G8 in den einen Bundesländern gescheitert, obwohl es in den anderen funktioniert? Dieser Frage geht der Südwestrundfunk zusammen mit drei Experten aus der Praxis und der Wissenschaft in einem 45-minütigen Audiobeitrag nach.

Beeinträchtigt Legasthenie die Karriere?

Ganz im Gegenteil: Personen, die trotz diagnostizierter Legasthenie Erfolg haben, gibt es viele. Bill Gates, Ferdinand Piech, Bodo Ramelow, Isabel Varell – die Liste könnte man beliebig weiterführen. Wichtig ist Durchhaltewillen, sich vom Stigma, dumm zu sein, nicht aus der Bahn werfen zu lassen und vor allem Lehrer*innen und Arbeitgeber*innen, die sich mit Legasthenie auskennen. Wie man mit Legasthenie erfolgreich ins Berufsleben starten kann, zeigt ein Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Testlauf erfolgreich: Schüler*innen bewerten Lehrer*innen

Kann Schüler-Feedback konstruktiv sein? Durchaus – das ergab zumindest das vom bayrischen Kultusministerium initiierte Projekt „Schüler-Feedback in der 2. Phase der Lehrerausbildung“. Dabei bewerteten Schüler*innen in Bayern den Unterricht von Referendaren*innen und Lehramtsanwärtern*innen anhand von Wissenschaftlern*innen vorgegebenen Fragen. Die Auswertung erfolgte später zwischen Referendar*in und betreuender Lehrkraft sowie der jeweiligen Klasse. Mehr über den Testlauf lesen Sie im Tagesspiegel-Artikel.

Sommer, Sonne, Deutsch lernen

Zum 12. Mal setzt die Stiftung Polytechnische Gesellschaft das Projekt „DeutschSommer“ mit zahlreichen Drittklässlern*innen in Hessen um. In drei Wochen lernen die Schüler*innen, die erst seit Kurzem in Deutschland sind, intensiv Deutsch und üben gleichzeitig ein Theaterstück ein, das sie am Ende auch gemeinsam aufführen. Mehr zum Projekt erfahren Sie hier.

Welchen Effekt haben digitale Medien auf das individuelle Lernen?

Die kürzlich veröffentlichte Studie „Personalisiertes Lernen mit digitalen Medien“ eines internationalen Forscher*innenteams beleuchtet 30 digitale Lernwerkzeuge weltweit und die Frage, ob digitale Medien beim passgenauen Lernen wirklich unterstützen. Ein Ergebnis war, dass es durchaus erfolgreiche Werkzeuge in den einzelnen Ländern gibt, eine Übertragung auf Deutschland jedoch mit Vorsicht zu genießen ist. Die größten Hürden hierbei sind die wenig ausgebaute technische Infrastruktur an deutschen Schulen und keine einheitliche bildungspolitische Strategie für den Technikeinsatz. Die Ergebnisse der Studie werden hier zusammengefasst.

Broschüre: WhatsApp in Leichter Sprache

Chatten, twittern, posten – die Kommunikation ist digital und schnelllebig geworden. Was dabei jedoch wenig bedacht wird, ist die Barrierefreiheit. Das Projekt NetzStecker der Lebenshilfe Münster setzt hier auf Beratungen zu modernen Medien und Infomaterialien in Leichter Sprache. Die neu erschienene Broschüre „WhatsApp in Leichter Sprache“ kann hier kostenfrei heruntergeladen oder bestellt werden.

Pilotprojekt: Gebärdensprache als Zweitsprache

An der Gemeinschaftsschule am Roten Berg in Erfurt startete im vergangenen September ein Pilotprojekt: eine bilinguale Grundschulklasse, in der hörende, gehörlose, schwerhörige und fremdsprachige Kinder mit Migrationshintergrund gemeinsam lernen. Zweitsprache ist hier die Gebärdensprache. Welche Erfolge bereits zu sehen sind, aber auch welche Hürden noch zu überwinden sind, kann hier nachgelesen werden.

Offene Lernmaterialien im Handwerk

Offene Lernmaterialien finden im Bildungsbereich immer mehr Verwendung, doch in der beruflichen Bildung stecken diese noch in den Kinderschuhen. Dabei wären sie vor allem im Handwerk sinnvoll, um sie auf die individuellen Gegebenheiten der Betriebe und den Lehr-Lern-Prozess zu modifizieren. Susanne Grimm vom Bundesinstitut für Berufsbildung gibt Tipps, wie offene Bildungsmaterialien effektiv in der Ausbildung eingesetzt werden können. Den Artikel stellt das Handwerk-Magazin hier kostenfrei zur Verfügung.

 

Wer beim Quiz daneben liegt, lernt mehr dazu

Sich bei einer Quizfrage zu irren, kann auch Gutes bewirken: Einer Studie des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) und der University of California Berkeley zufolge lässt sich Wissen besser einprägen, wenn es nicht vorher den Vermutungen entspricht. Wer zum Beispiel fälschlicherweise vermutet, dass Frankreich flächenmäßig kleiner ist als Deutschland, merkt sich die korrekte Antwort leichter. Ausführliche Infos zur Studie gibt das DIPF in einer Pressemitteilung.

Good Practice: digitale Medien im Berufsschulunterricht des Handels

Die fortwährende Digitalisierung hat auch Einfluss auf die Gestaltung von Lernprozessen. Ein gutes Beispiel für die Verknüpfung von interaktivem Lernen und digitalen Medien ist die Medienreihe „Ökonomische Bildung im Handel“. Sie erzählt über die Methode des Storytelling die Geschichte der Azubi-WG von Sophia, Johannes, Ben und Ayse und vermittelt gleichzeitig in 17 Lerneinheiten Inhalte der Ausbildungen zum*zur Verkäufer*in, zum*zur Kaufmann*frau im Einzelhandel sowie zum*zur Handelsfachwirt*in. Die Medienreihe besteht aus Videos, digitalen und analogen Aufgaben, einem Glossar, einem Quiz, einem Begleitheft sowie einem Kompetenzerfassungstool. Ein ausführlichen Überblick sowie den kostenlosen Zugang zu der Medienreihe gibt es hier.

 

Endlich dazugehören: deutscher Inklusionsschüler auf kanadischer Schule glücklich

Seit 2009 können junge Menschen mit Behinderungen auf allgemeine Schulen gehen – für den elfjährigen Finnan aus München brachte dies jedoch nicht das Gefühl, dazuzugehören, sondern eine Belastung zu sein. Was nach wie vor fehlt, sind die entsprechenden Rahmenbedingungen an den Schulen, wie Barrierefreiheit und sonderpädagogische Unterstützung. Nun ist er mit seiner Mutter nach Kanada ausgewandert – das Land, das Deutschland im Bereich inklusive Schulen 30 Jahre voraus ist. Finnans interessante Geschichte und was wir von Kanada lernen können, ist im Spiegel-Artikel zu lesen.

„Spaghetti für Zwei“ ein Film über Vorurteile und Toleranz

Der Film „Spaghetti für Zwei“ wurde mit Laiendarstellern an der Beruflichen Oberschule in Wasserburg am Inn gedreht. Die Geschichte erzählt sehr eindrücklich, wir unsere Wirklichkeitskonstruktionen und falsche Annahmen die Realität prägen – mit überraschendem Ausgang. Er kann sehr gut im Unterricht als Einstieg zu den Themen Integration und Inklusion eingesetzt werden. Hier geht es zum kostenlosen Film auf Vimeo.

Zum ersten Mal geht der deutsche Schulpreis an eine berufsbildende Schule

Die Elisabeth-Selbert-Schule (ESS) in Hameln ist mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet worden, der mit 100.000 Euro dotiert ist. An der Schule in Niedersachsen werden 2000 Schüler/-innen aus über 34 Nationen unterrichtet. Die Schule bietet ein enges und passgenaues Betreuungskonzept an, die Schüler/-innen können sich jederzeit an Bezugspersonen wenden. Vielleicht liegt ein Geheimnis des Erfolges auch in der Grundeinstellung des Leitungs- und Lehrerteams, welches die Schulleiterin Gisela Grimme so beschreibt: "Unsere größte Herausforderung sind die uns anvertrauten Jugendlichen. So wie sie sind, und nicht so, wie wir sie uns wünschen." Hier geht es zum spannenden Artikel über diese besondere Schule.