Kein Handy unter elf Jahren?

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland forderte kürzlich, dass Kinder unter 11 Jahren kein eigenes Handy besitzen sollten. Der Hintergrund: Das ständige Vor-dem-Handy-hängen beeinträchtige die kindliche Entwicklung. Klicksafe greift diese Forderung nun auf, argumentiert jedoch gegen eine fixe Altersgrenze zur Handynutzung. Welchen Vorschlag die Seite stattdessen macht und welche konkreten Hilfsmittel sie Eltern dafür an die Hand gibt, können Sie nun auf klicksafe.de nachlesen.

„Links anklicken und […] Handy streicheln“

Dies sind laut Birgit Eickelman, ihres Zeichens Schulforscherin, die einzigen Kompetenzen, die ein Drittel der deutschen Schüler*innen im Umgang mit digitalen Geräten aufweist. Ihre Aussage stützt sie auf die Ergebnisse einer 2018 durchgeführten internationalen Vergleichsstudie zum Thema Medienkompetenz. Was genau in der Studie festgestellt wurde, wie die deutschen Schüler*innen im internationalen Vergleich abgeschnitten haben und was getan werden kann, um die Medienkompetenz zu verbessern – all das können Sie in einem Spiegel Online-Artikel nachlesen.

Warum Stefan nicht zur Schule gehen kann

Stefan ist sieben Jahre alt, er ist klug, er kann schon eine Weile rechnen und lesen. Trotzdem geht er nicht zur Schule. Der Grund? Stefan ist Asperger-Autist. Um in die Grundschule vor Ort gehen zu können, bräuchte er einen Schulbegleiter. Doch einen solchen zu bekommen, stellt sich schnell als Mammut-Aufgabe heraus. Spiegel Online hat Stefans Fall nun als Ausgangspunkt genommen, um über den deutschlandweit prekären Mangel an Integrationshelfern*innen zu berichten. In dem sehr aufschlussreichen Artikel geht es nicht nur um die vielfältigen Ursachen dieser Situation, sondern auch um verzweifelte Eltern und Lehrkräfte.

Risikobewusstsein: Kinder vs. Eltern im Netz

Kinder verbringen durchschnittlich ca. drei Stunden täglich online. Und auch ihre Eltern nutzen die Möglichkeiten des Internets immer mehr. Womit Kinder und deren Eltern ihre Zeit im Netz jedoch verbringen und v.a., welches Nutzungsverhalten sie dabei als risikoreich ansehen, unterscheidet sich sehr. Dies konnte nun eine repräsentative Studie des Leibniz-Institut für Medienforschung aufzeigen. Eine Zusammenfassung der Studienergebnisse finden Sie auf der Seite von Bildungsklick.

Werden Sie zum #Inkluencer!?

#Influencer war gestern – heute wird man #Inkluencer! Das zumindest schlägt Aktion Mensch nun vor. Da Menschen mit Behinderung leider noch immer Diskriminierungen ausgesetzt sind, ruft der Verein mit der Kampagne „Von Anfang an“ jetzt zu mehr Zivilcourage auf. Und teilt auf seiner Aktionsseite nicht nur mutige Lebensgeschichte, sondern macht auch gleich zahlreiche Vorschläge, wie man aktiv werden kann.

Interkulturelle Unterrichtsmaterialien

Kulturelle Vielfalt muss gefördert werden. Am besten bereits im Schulalter. Doch auch wenn dies vielen Lehrkräften bereits bewusst ist, so fehlt es ihnen doch häufig an geeigneten Unterrichtsmaterialien. Das Projekt „PILOT 4School“ schickt sich nun an, das zu ändern. Was genau sich dahinter verbirgt, können Sie auf bildungsklick nachlesen.

Elternfragen zur Mediennutzung von Kindern

klicksafe, eine EU-weite Initiative für mehr Sicherheit im Netz, bietet auf Ihrer Seite eine Fülle an Informationen und Materialien – und richtet sich damit nicht nur an Kinder und Jugendliche, sondern z.B. auch an deren Eltern. Schließlich sind es gerade die Eltern, denen sich im Laufe der Erziehung ihrer Kinder immer wieder Fragen zur Mediennutzung stellen. Und es ist vollkommen verständlich, dass sie die dazugehörige Antwort nicht immer sofort kennen. Hier schafft klicksafe mit der Rubrik „Elternfragen konkret" Abhilfe. Dort werden häufig gestellte Elternfragen aufgegriffen und ausführlich, häufig mit Links zu weiteren Materialien, beantwortet.

Inklusion: „Leichte Sprache muss es überall geben“

Das zumindest findet Detlef Erasmy. Der 61-Jährige hat Schwierigkeiten, komplexe Texte zu verstehen - so wie ca. 300.000 andere Menschen in Deutschland. Zugleich ist Erasmy als Textprüfer tätig. Wie das zusammengeht? Im Büro für Leichte Sprache der Lebenshilfe Bremen übersetzt sein Kollege schwierige Texte in Leichte Sprache und Erasmy überprüft dann, ob diese für Menschen mit Lern- oder geistigen Behinderungen verständlich sind. Wie hoch die Nachfrage nach solchen Übersetzungen ist und von welchen Seiten das Büro für Leichte Sprache kritisiert wird, ist nun auf Certo nachlesbar. Der Artikel ist auch in Leichter Sprache verfügbar.

Unser Medienkompetenz-Referent Herr Buermann im Interview

Uwe Buermann arbeitet seit mehr als 20 Jahren als pädagogisch-therapeutischer Medienberater mit Schüler*innen, Lehrkräften und Eltern zusammen. Seit diesem Jahr leitet er für das Institut für Bildungscoaching außerdem die Weiterbildung zum Coach für Medienkompetenz. Aufgrund seiner umfangreichen Erfahrung hat Coding Kids – Magazin für digitales Verstehen ihn zum Interview zum Thema Umgang mit Medien eingeladen. Darin spricht er u.a. über die digitale Fürsorgepflicht und Vorbildfunktion der Eltern und gibt hilfreiche Tipps fürs Familienleben.

Doku: „Warum unser Gehirn so gerne online ist“

Beinahe immer und überall haben wir die Möglichkeit innerhalb weniger Klicks online zu sein. Und das nutzen wir: 2018 war jede*r Erwachsene im Durchschnitt täglich ca. 3 Stunden im Netz unterwegs. Bei Kindern und Jugendlichen sind die Zahlen noch alarmierender; sie kommen auf fast 6 Stunden am Tag. Das ständige Online-Sein verändert unser Verhalten – und unser Gehirn – und führt im schlimmsten Fall zu Suchtverhalten. Die WDR-Sendung Quarks & Co. hat sich in einer spannenden Dokumentation dieser Problematik angenommen und klärt im Gespräch mit Experten, wie Online-Medien funktionieren und wie man sie nutzen kann ohne dabei ihr Sklave zu werden.

Studie: YouTube ist digitales Leitmedium

Audiovisuelle Medien nehmen eine immer wichtigere Stellung in der deutschen Bildungslandschaft ein. Zahlreiche moderne Lernmaterialien, wie z.B. Lehrbücher, beinhalten heute neben Text und Bild auch Videos und Hörmaterialien, mit denen im Unterricht oder zu Hause gearbeitet werden kann. Dies bestätigt nun auch eine kürzlich veröffentlichte Studie des Rats für Kulturelle Bildung, für die Jugendliche bundesweit zu ihrem Nutzungsverhalten befragt wurden. Die Studie zeigt zugleich, dass insbesondere YouTube als audiovisuelle Lernhilfe genutzt wird. Weitere Ergebnisse der Studie sowie daraus abgeleitete Empfehlungen des Expertenrats können auf der Seite von bildungsklick überblicksartig nachgelesen werden.

Inklusion: JA! Aber wie?

Seit Jahren ist der Begriff der Inklusion aus der deutschen Bildungslandschaft nicht mehr wegzudenken – zumindest theoretisch. Doch mit bloßen Lippenbekenntnissen ist es nicht getan. Zahlreiche Lehrkräfte, Erzieher*innen und Sozialpädagog*innen – um nur einige Berufsgruppen zu nennen – stehen täglich vor der Frage, wie genau sich Inklusion in der Praxis umsetzen lässt. Aktion Mensch hat diesen Bedarf erkannt und stellt daher methodische Tipps und inklusive Materialien zum kostenfreien Download bereit. Zudem bietet der sogenannte Inklusions-Index Bildungseinrichtungen eine Orientierung, wie inklusiv sie Lernorte bereits gestalten.

#DeinKindAuchNicht

Wir alle kennen diese Situation: Unsere Eltern, die stolz Kinderfotos von uns herumzeigen, auf denen wir vollgekleckert zu sehen sind und die sie als ‚besonders süß‘ kommentieren, während wir es einfach nur als peinlich empfinden. Solang solche Fotos nur ab und zu über die häusliche Kaffeetafel gereicht werden, kann man darüber hoffentlich schmunzeln. Die Bloggerin Toyah Diebel macht unter dem Hashtag DeinKindAuchNicht jetzt jedoch darauf aufmerksam, dass Eltern im digitalen Zeitalter Fotos ihrer Kinder immer häufiger ins Netz laden, wo sie dann für jedermann zugänglich sind. Welch witzige Idee und v.a. welche Kritik sich hinter #DeinKindAuchNicht verbirgt, verrät Diebel im Interview mit Gutes Aufwachsen mit Medien.

*NEU* Weiterbildung zum Coach für Medienkompetenz

Ab Dezember 2019 bieten wir neu die Weiterbildung zum Coach für Medienkompetenz an, für die Sie sich ab sofort anmelden können.

Die Teilnehmenden der Weiterbildung zum Coach für Medienkompetenz erhalten eine Einführung in die Medientheorie und die Diskussion um den Gebrauch von Medien. Sie lernen die Mediensituation von jungen Menschen und damit verbundene Problemfelder kennen. Die Teilnehmenden sind in der Lage, konkrete Ansätze der familiären und institutionellen Medienberatung im eigenen Beratungskontext anzuwenden sowie entsprechende Angebote für ihr Arbeitsfeld zu konzipieren.

Alle weiteren Informationen zum Seminar finden Sie hier.

Checkliste: Ist mein Kind fit für ein eigenes Smartphone?

Diese Frage beschäftigt wohl früher oder später alle Eltern. Ob das eigene Kind tatsächlich reif für ein Smartphone ist, hängt v.a. davon ab, ob es die zahlreichen Funktionen des Geräts zumindest grundlegend versteht und verantwortungsvoll mit diesen umgehen kann. Klicksafe gibt Eltern hierfür eine Checkliste an die Hand, die gemeinsam mit dem Kind besprochen werden kann. Je mehr Häkchen man auf der Checkliste setzen kann, desto „fitter“ ist das eigene Kind für ein Smartphone.

10 Jahre UN-Behinderten-rechtskonvention

2006 verabschiedeten die Vereinten Nationen in ihrer Generalversammlung die Behindertenrechtskonvention (CRPD), 2009 trat das Übereinkommen schließlich in Deutschland in Kraft. Doch haben sich die Exklusion und Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen in den vergangenen 10 Jahren auch tatsächlich vermindert oder ist es vielmehr bei einem bloßen Bekenntnis auf dem Papier geblieben? Die Süddeutsche Zeitung zieht nun in einem Artikel Bilanz.

Aktion Mensch: Wie sieht dein Traumspielplatz aus?

Yuna (9) und Suri (9) sind ziemlich unzertrennlich. Zusammen zu spielen, ist für die beiden das Allergrößte. Häufig tun sie dies aber nicht auf dem Spielplatz, denn Suri sitzt im Rollstuhl und weniger als 10% der Spielplätze in Deutschland sind barrierefrei. Aktion Mensch will dies zukünftig ändern. Aber wie genau sollen die neuen Spielplätze denn nun aussehen? Diese Frage hat Aktion Mensch direkt an Kinder gerichtet und in einem Video festgehalten.

App mathildr hilft beim Rechnen und Zählen

Rote Kirschen statt Rechenschieber – das ist die Grundidee der App mathildr von Torben Rieckmann, die Lernbeeinträchtigte beim Zählen und Rechnen mithilfe von Mengenbildern unterstützen soll. Ihr Vorteil: Die App ist barrierefrei und wurde gemeinsam mit Menschen mit Trisomie 21 entwickelt. Wie die App entstanden ist und wie sie genutzt werden kann, berichtet der wissenschaftliche Mitarbeiter der Uni Hamburg im ZEIT-Interview.

Wie Sehbehinderte zur Bird Box Challenge stehen

Im Dezember 2018 veröffentlichte Netflix den Film „Bird Box – Schließe deine Augen“ auf seiner Streaming-Plattform, in dem eine unbekannte Macht jeden in den Tod treibt, der sie erblickt. Eine Mutter (gespielt von Sandra Bullock) verbindet daher sich und ihren beiden Kindern die Augen, sodass sie sich fortan blind durch die Welt schlagen müssen. Daraus entstanden die sogenannten „Bird Box Challenges“, in denen Menschen sich – plötzlich blind – teils recht gefährlichen Aufgaben stellen. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) greift diesen Trend nun ironisch auf und zeigt hier, welchen Herausforderungen sich Blinde und Sehbehinderte tatsächlich im Alltag stellen müssen.

Wie künstliche Intelligenz vorurteilsfrei Lernstörungen einteilt

In einem britischen Forschungsprojekt wurden Daten von Schüler*innen mit Lernschwierigkeiten computergestützt analysiert und mit der diagnostizierten Lernstörung verglichen. Die verblüffenden Erkenntnisse und was sie für die Förderung im Unterricht bedeuten, werden im Podcast und dem dazugehörigen Artikel von Deutschlandfunk Kultur dargestellt.