Studie: YouTube ist digitales Leitmedium

Audiovisuelle Medien nehmen eine immer wichtigere Stellung in der deutschen Bildungslandschaft ein. Zahlreiche moderne Lernmaterialien, wie z.B. Lehrbücher, beinhalten heute neben Text und Bild auch Videos und Hörmaterialien, mit denen im Unterricht oder zu Hause gearbeitet werden kann. Dies bestätigt nun auch eine kürzlich veröffentlichte Studie des Rats für Kulturelle Bildung, für die Jugendliche bundesweit zu ihrem Nutzungsverhalten befragt wurden. Die Studie zeigt zugleich, dass insbesondere YouTube als audiovisuelle Lernhilfe genutzt wird. Weitere Ergebnisse der Studie sowie daraus abgeleitete Empfehlungen des Expertenrats können auf der Seite von bildungsklick überblicksartig nachgelesen werden.

Inklusion: JA! Aber wie?

Seit Jahren ist der Begriff der Inklusion aus der deutschen Bildungslandschaft nicht mehr wegzudenken – zumindest theoretisch. Doch mit bloßen Lippenbekenntnissen ist es nicht getan. Zahlreiche Lehrkräfte, Erzieher*innen und Sozialpädagog*innen – um nur einige Berufsgruppen zu nennen – stehen täglich vor der Frage, wie genau sich Inklusion in der Praxis umsetzen lässt. Aktion Mensch hat diesen Bedarf erkannt und stellt daher methodische Tipps und inklusive Materialien zum kostenfreien Download bereit. Zudem bietet der sogenannte Inklusions-Index Bildungseinrichtungen eine Orientierung, wie inklusiv sie Lernorte bereits gestalten.

#DeinKindAuchNicht

Wir alle kennen diese Situation: Unsere Eltern, die stolz Kinderfotos von uns herumzeigen, auf denen wir vollgekleckert zu sehen sind und die sie als ‚besonders süß‘ kommentieren, während wir es einfach nur als peinlich empfinden. Solang solche Fotos nur ab und zu über die häusliche Kaffeetafel gereicht werden, kann man darüber hoffentlich schmunzeln. Die Bloggerin Toyah Diebel macht unter dem Hashtag DeinKindAuchNicht jetzt jedoch darauf aufmerksam, dass Eltern im digitalen Zeitalter Fotos ihrer Kinder immer häufiger ins Netz laden, wo sie dann für jedermann zugänglich sind. Welch witzige Idee und v.a. welche Kritik sich hinter #DeinKindAuchNicht verbirgt, verrät Diebel im Interview mit Gutes Aufwachsen mit Medien.

*NEU* Weiterbildung zum Coach für Medienkompetenz

Ab Dezember 2019 bieten wir neu die Weiterbildung zum Coach für Medienkompetenz an, für die Sie sich ab sofort anmelden können.

Die Teilnehmenden der Weiterbildung zum Coach für Medienkompetenz erhalten eine Einführung in die Medientheorie und die Diskussion um den Gebrauch von Medien. Sie lernen die Mediensituation von jungen Menschen und damit verbundene Problemfelder kennen. Die Teilnehmenden sind in der Lage, konkrete Ansätze der familiären und institutionellen Medienberatung im eigenen Beratungskontext anzuwenden sowie entsprechende Angebote für ihr Arbeitsfeld zu konzipieren.

Alle weiteren Informationen zum Seminar finden Sie hier.

Checkliste: Ist mein Kind fit für ein eigenes Smartphone?

Diese Frage beschäftigt wohl früher oder später alle Eltern. Ob das eigene Kind tatsächlich reif für ein Smartphone ist, hängt v.a. davon ab, ob es die zahlreichen Funktionen des Geräts zumindest grundlegend versteht und verantwortungsvoll mit diesen umgehen kann. Klicksafe gibt Eltern hierfür eine Checkliste an die Hand, die gemeinsam mit dem Kind besprochen werden kann. Je mehr Häkchen man auf der Checkliste setzen kann, desto „fitter“ ist das eigene Kind für ein Smartphone.

10 Jahre UN-Behinderten-rechtskonvention

2006 verabschiedeten die Vereinten Nationen in ihrer Generalversammlung die Behindertenrechtskonvention (CRPD), 2009 trat das Übereinkommen schließlich in Deutschland in Kraft. Doch haben sich die Exklusion und Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen in den vergangenen 10 Jahren auch tatsächlich vermindert oder ist es vielmehr bei einem bloßen Bekenntnis auf dem Papier geblieben? Die Süddeutsche Zeitung zieht nun in einem Artikel Bilanz.

Aktion Mensch: Wie sieht dein Traumspielplatz aus?

Yuna (9) und Suri (9) sind ziemlich unzertrennlich. Zusammen zu spielen, ist für die beiden das Allergrößte. Häufig tun sie dies aber nicht auf dem Spielplatz, denn Suri sitzt im Rollstuhl und weniger als 10% der Spielplätze in Deutschland sind barrierefrei. Aktion Mensch will dies zukünftig ändern. Aber wie genau sollen die neuen Spielplätze denn nun aussehen? Diese Frage hat Aktion Mensch direkt an Kinder gerichtet und in einem Video festgehalten.

App mathildr hilft beim Rechnen und Zählen

Rote Kirschen statt Rechenschieber – das ist die Grundidee der App mathildr von Torben Rieckmann, die Lernbeeinträchtigte beim Zählen und Rechnen mithilfe von Mengenbildern unterstützen soll. Ihr Vorteil: Die App ist barrierefrei und wurde gemeinsam mit Menschen mit Trisomie 21 entwickelt. Wie die App entstanden ist und wie sie genutzt werden kann, berichtet der wissenschaftliche Mitarbeiter der Uni Hamburg im ZEIT-Interview.

Wie Sehbehinderte zur Bird Box Challenge stehen

Im Dezember 2018 veröffentlichte Netflix den Film „Bird Box – Schließe deine Augen“ auf seiner Streaming-Plattform, in dem eine unbekannte Macht jeden in den Tod treibt, der sie erblickt. Eine Mutter (gespielt von Sandra Bullock) verbindet daher sich und ihren beiden Kindern die Augen, sodass sie sich fortan blind durch die Welt schlagen müssen. Daraus entstanden die sogenannten „Bird Box Challenges“, in denen Menschen sich – plötzlich blind – teils recht gefährlichen Aufgaben stellen. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) greift diesen Trend nun ironisch auf und zeigt hier, welchen Herausforderungen sich Blinde und Sehbehinderte tatsächlich im Alltag stellen müssen.

Wie künstliche Intelligenz vorurteilsfrei Lernstörungen einteilt

In einem britischen Forschungsprojekt wurden Daten von Schüler*innen mit Lernschwierigkeiten computergestützt analysiert und mit der diagnostizierten Lernstörung verglichen. Die verblüffenden Erkenntnisse und was sie für die Förderung im Unterricht bedeuten, werden im Podcast und dem dazugehörigen Artikel von Deutschlandfunk Kultur dargestellt.

„Erstaunliche Dinge geschehen“

Im Zuge der UN-Behindertenrechtskonvention spielt Inklusion eine immer wichtigere Rolle in deutschen Klassenräumen. Auch wenn Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf zunehmend gemeinsam mit anderen Kindern lernen können, wissen Lehrer*innen, Eltern und Schüler*innen mitunter noch recht wenig über Störungen, wie z.B. Autismus. Die Seite amazingthingshappen.tv möchte das nun ändern und klärt in einem sehr anschaulichen Video auf, was Autismus eigentlich bedeutet.

Unterrichtsmaterial von Lehrkräften für Lehrkräfte

Wer selbst als Lehrperson tätig ist, weiß, wie aufwändig Unterrichtsplanung sein kann und ist häufig dankbar für bereits erstellte, hochwertige Materialien. Die Seite ZUM-Unterrichten stellt Lehrkräften nun genau solche bereit – und zwar von anderen Lehrer*innen – und lädt zum Mitmachen ein.

Projekt forscht zu inklusivem Sicherheitskonzept

Muss ein Gebäude evakuiert werden, gibt es in der Regel einen ausführlichen Notfallplan. Doch häufig werden in diesem Plan Menschen mit Beeinträchtigungen – seien sie körperlich, geistig oder altersbedingt – nicht genügend berücksichtigt. Im Projekt SiME „Sicherheit für Menschen, mit körperlichen, geistigen oder altersbedingten Einschränkungen“ erarbeiten Wissenschaftler*innen, Experten*innen und Menschen mit Beeinträchtigungen gemeinsam, wie ein inklusives Sicherheitskonzept aussehen muss. Weitere Infos zum Projekt erfahren Sie hier.

Fotostrecke „Meeting Sofie“: Inklusion heißt auch Sichtbarmachen

Inklusion bedeutet unter anderem, dass Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen an der Gesellschaft teilhaben. Doch nach wie vor treten Menschen mit Behinderung weniger in Erscheinung. Die Fotografin Snezhana von Büdingen begleitete über ein Jahr lang Sofie aus einem kleinen Ort in Sachsen-Anhalt – 19 Jahre alt mit Downsyndrom. Der Spiegel stellt die Fotografin, Sofie und die Fotostrecke in einem Artikel vor.

Dual & inklusiv: Jugendliche ermutigen, ihren Weg zu gehen

Das ESF-geförderte Projekt „dual & inklusiv“ in Hamburg hat seit 2014 bereits 300 Jugendliche beim Übergang Schule-Beruf unterstützt. Die Berufsorientierung, die Ausbildungsvorbereitung und die duale Ausbildung werden dabei inklusiv für Schüler*innen mit und ohne Beeinträchtigung gestaltet, sodass die Jugendlichen ermutigt werden, ihren eigenen Weg zu gehen, ohne irgendwelche Einschränkungen vorweg. Ein Video auf der Überaus-Plattform gibt einen Überblick über das Projekt und dessen Erfolge.

Legasthenie aus der Perspektive einer Legasthenikerin

Was bedeutet es, Legasthenikerin zu sein, Buchstaben als Feinde zu sehen und dennoch Spaß am Geschichtenerzählen zu haben? Für Zeit Wissen-Redakteurin Katrin Zeug ist dies Alltag, daher beschreibt sie in ihrem spannenden Artikel, wie sie gelernt hat, mit ihrer Legasthenie umzugehen, und wie wichtig dabei die richtige Unterstützung ist.

Themenseite: Wie sehen Lernorte der Zukunft aus?

Die Institution Schule steht derzeit vor vielen Herausforderungen: Inklusion, Integration, Digitalisierung. Diese wirken sich auch auf die räumliche Gestaltung von Schulgebäuden aus. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat eine Themenseite für „Lernorte für die Zukunft“ erstellt, auf denen auf die erforderlichen Veränderungen eingegangen wird und Good-Practice-Beispiele vorgestellt werden. Hier geht es zur bpb-Themenseite.

Infos und Unterstützung helfen beim beeinträchtigt Studieren

Die Studie „beeinträchtigt studieren – best2“ des Deutschen Studentenwerks (DSW) verdeutlicht, dass Studierende mit gesundheitlichen Einschränkungen nach wie vor viele Hürden im Uni-Alltag zu bewältigen haben. Was sich hierauf besonders positiv auswirkt, sind Informationsangebote und Unterstützung bereits in der Studieneingangsphase. Die Ergebnisse der Studie werden hier ausführlich dargestellt.

Berufsbildung und Inklusion was muss sich noch tun?

In den vergangenen Jahren wurde und wird die Inklusion in Kindergärten und Schulen viel diskutiert. Doch wie sieht es bei der inklusiven beruflichen Bildung aus? Leander Palleit vom Deutschen Institut für Menschenrecht berichtet im Interview, welche Instrumente bereits existieren und wo er noch Nachholbedarf sieht. Das Interview kann man hier unentgeltlich ansehen.

Befragung: Lernplattform jetzt mitgestalten

Das DIPF und die LMU München entwickeln zurzeit eine kostenlose Lernplattform, um bei der Lernbegleitung von Schüler*innen mit Lernschwierigkeiten zu unterstützen. Damit das Unterstützungsangebot auch möglichst passgenau ist, gibt es nun eine Online-Befragung besonders für Eltern und Erziehungsberechtigte von Schüler*innen mit Lernschwierigkeiten. Hier geht es zur Befragung.