Wie revolutionär sind Lernapps und Co.?

Mit der wachsenden Digitalisierung des Unterrichts etablieren sich zahlreiche Lernapps und -videos. Das Feld der Möglichkeiten, auch bezogen auf die Kosten, ist groß. Konzentrierten sich die Angebote zunächst auf den Nachhilfebereich, wird es zunehmend auch auf den eigentlichen Schulbetrieb ausgeweitet. Inwiefern Lernapps und Co. wirklich die Art des Lernens revolutionieren, beleuchtet die Zeit.

Podcast erklärt: Ist Sitzenbleiben sinnvoll?

Das DIPF hat unter dem Namen „Sitzenbleiben“ kürzlich den ersten eigenen Podcast veröffentlicht. In der ersten Folge ist der Name auch gleich Programm: Es geht um das Sitzenbleiben, das nach dem Corona-Schuljahr präsenter und kontroverser denn je ist, und worin das Für und Wider liegt.

Neues Portal: Cybermobbing und Co. schnell zur Anzeige bringen

Mittlerweile gibt es einige Angebote für das Thematisieren und Sensibilisieren von Cybermobbing. Ein wichtiger Bestandteil im Kampf dagegen ist jedoch auch das schnelle Handeln im konkreten Fall, z. B. eine Anzeige machen. In der schnelllebigen Internetwelt ist es von Vorteil, wenn die Anzeige dann auch schnell vollzogen werden kann, findet Rechtsanwalt Kemal Su und hat dafür die Internetseite www.anzeigegehtraus.de gestartet. Was ihm bei diesem Projekt wichtig ist, erklärt er im Zeit-Interview.

Wie Politiker*innen zu ihren Gebärdennamen kommen

Angela Merkel, Gerhard Schröder oder Barack Obama – für alle drei gibt es in der Gebärdensprache ein entsprechendes Handzeichen. Die neuen Anwärter*innen für die Spitze – Baerbock, Laschet und Scholz – haben aber noch keine eigenen Gebärden. Wie neue Gebärden entstehen und wie inklusiv der Wahlkampf für gehörlose Menschen wirklich ist, wird im Zeit-Artikel diskutiert.

Das Gehirn ist keine Festplatte, sondern ein Orchester

Laut Neurowissenschaftler Henning Beck ist einer der größten Fehler beim Lernen, sein Gehirn als PC oder Festplatte zu verstehen, in das man nur ganz viel Wissen hochladen muss und das dann immer wieder abrufbar ist. Im Jetzt-Interview erklärt er, dass nachhaltiges Wissen nicht durch Auswendiglernen, sondern durch wirkliches Verstehen entsteht.

Braucht die Welt Instagram für Kinder?

Soziale Plattformen, wie Facebook und Instagram, sind in der Regel erst ab 13 Jahre nutzbar. Um auch Jüngeren den Zugang zu ermöglich, soll es zukünftig ein Instagram für Kinder geben. Viele Eltern und Fachverbände kritisieren die Pläne jedoch. Die Hintergründe dazu hat die Zeit zusammengefasst.

Die Mischung macht es beim Lernen

Wie kann in Zeiten von Distanzunterricht und Homeschooling der Lernstand effektiv erfasst werden und wie sieht individuelle Lernförderung dabei aus? Bildungsforscherin Jasmin Decristan erklärt im Interview mit dem deutschen Schulportal, welche Methoden sich im Unterricht bereits bewährt haben, und plädiert dafür, digitale Tools auch zukünftig in der Lehre mehr zu nutzen.

Getestet: Können Sie Meinung und Bericht unterscheiden?

Zur Medienkompetenz gehört nicht nur die Bedienung der Technik und Software, sondern vielmehr noch die Auswertung der Informationen, die über verschiedene Medienkanäle ungefiltert auf einen einprasseln. Eine nun veröffentlichte Studie der Stiftung Neue Verantwortung zeigt jedoch, dass die Informationskompetenz nur in Grundlagen vorhanden ist. Problematisch ist dabei vor allem das Auseinanderhalten von Werbung und Meinung und der Zweifel an der Unabhängigkeit der reinen Berichterstattung. Mehr zur Studie und zu den Ergebnissen gibt es in einem Spiegel-Artikel. Um die eigene Nachrichtenkompetenz zu testen, kann man hier den Test, der Grundlage der Studie war, einmal selbst durchführen.

Digitale Teilhabe in der Coronakrise

Seit gut einem Jahr bestimmen komplexe Begriffe, wie exponentielles Wachstum, Inzidenzwert und R-Wert, die täglichen Nachrichten. Für Menschen mit Lernschwierigkeiten oder geistiger Beeinträchtigung ist dies eine doppelte Herausforderung. Für sie sind die Informationen nicht immer leicht zugänglich, sie sind aber mit am stärksten darauf angewiesen, auf dem aktuellen Stand zu sein. Im Laufe der Corona-Pandemie hat sich der Informationsfluss deutlich verbessert und es gibt einige Informationsangebote in leichter Sprache. Dennoch bleibt die digitale Teilhabe für Betroffene ein essenzielles Thema, wie der Paritätische im Blog darstellt.

Mobbing: Fünf Tipps für den digitalen Unterricht

Der digitale Unterricht ist nicht nur als Lehr- und Lernform eine Herausforderung für Lehrende und Schüler*innen, sondern bringt auch zwischenmenschlich einige Probleme mit sich. Vor allem zeigen sich hier neue Formen des Cybermobbings. Lehrerin Karin Bomke, die selbst schwierige Situationen in ihrem digitalen Unterricht hatte, gibt in der Zeit fünf Tipps, was Lehrkräfte aktiv tun können.

Aus der Praxis: Acht Tipps für diskriminierungsfreies Verhalten

Empathie gehört zu den Eigenschaften, die bei vielen vor allem gegenüber augenscheinlich benachteiligten Personen zum Vorschein kommt – sie wird jedoch oft leider zu viel oder nicht optimal entgegengebracht. Die Autorin des jetzt-Magazin kann selbst aus erster Hand berichten und gibt in ihrem Artikel Tipps für diskriminierungsfreies Verhalten.

ZEBRA: Neue Plattform zur Stärkung der Medienkompetenz

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Medien und eine kritische Hinterfragung der dort präsentierten Fakten ist für alle Altersgruppen unabdingbar und ist in Zeiten florierender Verschwörungsmythen relevanter denn je. Hierbei spielt auch die Seriosität der Quellen eine wichtige Rolle. Die neue von der Landesanstalt für Medien NRW entwickelte Plattform ZEBRA bietet eine Alternative.

Lebenslanges Lernen auch für Lehrkräfte

In den letzten Jahren sind die staatlichen Ausgaben für Schule zwar deutlich gestiegen, die Ausgaben für die Fort- und Weiterbildung des Lehrpersonals jedoch gesunken. Hier zeigt sich eine Schwäche des deutschen Bildungssystems – wer einmal ausgebildet ist, wird nur noch spärlich weitergebildet. Gerade in Zeiten der schnellen Digitalisierung birgt dies große Risiken. Die Zeit beleuchtet die Problematik und bietet Lösungsvorschläge wie z. B. eine stärkere Einbindung der Universitäten.

Beratungsstellen scheitern an gesetzlichen Hürden

Im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes wurden Beratungsstellen vor Ort geschaffen, die Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen zu allen Belangen der Teilhabe beraten. Vielen Beratungsstellen droht jedoch mittlerweile bereits das Aus, weil es an der Finanzierung und der Verwaltung krankt. Wo genau die Hürden liegen, fasst der Paritätische Gesamtverband in einem Blog-Eintrag zusammen.

Fake News erkennen will gelernt sein

Überall im Internet lauern sie, die Fake News und alternativen Wahrheiten. Vor allem Kinder und Jugendliche müssen lernen, diese zu erkennen und einzuordnen. Hierfür will Bundesjustizministerin Lambrecht ein Demokratiefördergesetz umsetzen. Es gibt jedoch bereits Initiativen, wie Lie Detectors, die das Thema in die Schulen bringen. Die Zeit hat die Gründerin von Lie Detectors interviewt und zum Demokratiefördergesetz befragt.

Neu: Profilpass in leichter Sprache

Der Profilpass ist ein gern gewähltes Mittel zur Kompetenzerfassung. Für die Beratung von Menschen mit Beeinträchtigungen gibt es diesen nun auch in leichter Sprache im Rahmen des COOCOU-Toolkits. Der barrierefreie Profilpass kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

Handicap als Vorteil in der Arbeitswelt 

Körperliche und geistige Beeinträchtigungen erschweren den Zugang zum Arbeitsmarkt, daher werden diese häufig von den Bewerber*innen verschleiert. Dass es auf lange Sicht erfolgreicher ist, damit offen umzugehen, zeigen Saliya Kahawatte und Boris Grundl, die in einem Artikel der Frankfurter Allgemeinen vorgestellt werden. 

Corona School: Online-Nachhilfe für benachteiligte Schüler*innen 

Wie kann man sich während des Lockdowns für die Gesellschaft einbringen? Das fragten sich einige Studierende in Bonn und entwickelten die „Corona School“ – eine Online-Plattform, auf der Studierende kostenfrei Schüler*innen Nachhilfe geben. Vor allem benachteiligte Schüler*innen sollen hier unterstützt werden, denn Experten*innen zufolge haben vor allem diese Probleme, den Anschluss zu halten, da häufig die Ressourcen für das Homeschooling fehlen. Wie die Studierenden diese Zielgruppe erreichen wollen und wie es nach den Sommerferien weitergehen soll, erzählt Mitgründer Christopher Reiners im Jetzt-Interview

Good Practice: Digitalisierung in der Marburger Gesamtschule 

Der Lernort Schule muss sich modernisieren – darauf wurde in den vergangenen Jahren immer wieder hingewiesen und bekam 2020 durch Corona eine neue Brisanz. Im Zeit-Podcast „Frisch an die Arbeit“ berichtet der Lehrer Markus Plietzsch von der Marburger Gesamtschule: Denn Lehrende und Schüler*innen konnten hier vergleichsweise gut auf die Schulschließung im Frühjahr reagieren, da sie bereits seit Jahren die Digitalisierung der Schule vorantreiben – mit eigenem WLAN, Tablets und digitalisierter Materialien. Dennoch gab es auch hier Hürden beim persönlichen Austausch. 

Politische Initiative will Bundestag diverser machen 

Schaut man in den Bundestag, stellt man nur wenig Diversität fest. Dies will die Initiative Brand New Bundestag (BNB) nun ändern. Einer ihrer Kandidaten ist Edwin Greve – jung, Rollstuhlfahrer, mit Migrationshintergrund. Zeit Campus stellt ihn und BNB vor.