Medienkompetenz

Medienkompetenz Eine Definition

Medienkompetenz ist ein sehr umfangreicher und schwer einzugrenzender Begriff. Eine einheitliche Definition gibt es daher nicht.

Die „Geburtsstunde der Medienkompetenz“ in den 1970ern wird dem Erziehungswissenschaftler und Medienpädagoge Dieter Baacke zugeschrieben, der Medienkompetenz folgendermaßen definierte:

"Medienkompetenz meint grundlegend nichts anderes als die Fähigkeit, in die Welt aktiv aneignender Weise auch alle Arten von Medien für das Kommunikations- und Handlungsrepertoire von Menschen einzusetzen."

Diese Definition bezieht sich auf alle Formen von Medien und macht deutlich, dass sie als positive Ergänzung für das eigene Handeln und Kommunizieren genutzt werden sollen. Dies legt gleichzeitig einen kritischen Umgang mit Mediennutzung nahe.

Medienkompetenz in der Praxis

Uwe Buermann arbeitet als pädagogisch-therapeutischer Medienberater und definiert Medienkompetenz als die Fähigkeit, verschiedene Medien sinnvoll nutzen zu können. Diese Fähigkeit gliedert sich in folgende Komponenten:

  • Handhabung der entsprechenden Geräte und Programme
  • Gesunde Selbsteinschätzung in Bezug auf Zeit und Inhalte
  • Gesunde Urteilsfähigkeit in Bezug auf Online-Kontakte und den Wahrheitsgehalt von Informationen
  • Kreativität im Umgang mit der Technik und dem Generieren von Inhalten
  • Sozialkompetenz und Empathie in der Online-Kommunikation
  • Übergeordnetes Interesse in der Mediennutzung

Nur die Handhabung des Gerätes und von Programmen kann direkt am Medium erlernt werden. Alle anderen Fähigkeiten für eine eigenständige und verantwortliche Nutzung müssen abseits des Mediums erworben werden und dies setzt wiederum eine entsprechende Reife der*des Nutzer*in voraus.

Eine verantwortliche Nutzung bedeutet, selbst entscheiden zu können, welche Inhalte geeignet und sinnvoll sind. Hierfür bedarf es wiederum einer guten Selbsteinschätzung sowie einer gesunden Urteilsfähigkeit. Besonders bei Kindern und Jugendlichen kann dieses Urteilsvermögen nicht als gegeben vorausgesetzt, sondern muss mit einer entsprechenden Begleitung erlernt werden.

Obwohl digitale Medien auch im Alltag erwachsener Menschen eine große Rolle spielen, wissen viele nicht, was ihre Kinder am Smartphone oder Computer machen und sind unsicher im Umgang mit der Thematik. Aber gerade die Medienkompetenz von Eltern, Lehrkräften und anderen erwachsenen Personen im Umfeld der Jugendlichen stellt einen wichtigen Faktor dar, um die jungen Menschen vor negativem Nutzungsverhalten zu schützen.

 

Literatur:

Weiterbildung zum Coach für Medienkompetenz

Falls Sie sich für das Thema Medienkompetenz interessieren, ist vielleicht unsere Weiterbildung zum Coach für Medienkompetenz interessant für Sie!