Neue Internetseite für geflüchtete Jugendliche

„Einfach Zukunft – Berufsausbildung in Deutschland“ ist eine neue Seite, die in verschiedenen Sprachen erste Informationen zur dualen Berufsausbildung gibt. Es werden vier junge Männer (leider keine Frauen) vorgestellt: Moeoud aus dem Iran, Abdel aus Syrien, Siar aus Afghanistan und Henok aus Eritrea haben alle eine Einstiegsqualifizierung durchlaufen und danach eine duale Ausbildung begonnen. Sie erzählen von ihrem Weg und welche Schwierigkeiten sie hatten. Die Sprache ist sehr einfach und die Informationen übersichtlich. Ein guter Einstieg für den Unterricht. Weitere Informationen unter einfachzukunft.de

1.000 Integrationsmanager in Baden-Württemberg geplant

Im Frühjahr 2017 hat Baden-Württemberg den Pakt für Integration verabschiedet, der den Kommunen 2017 und 2018 320 Millionen Euro für die Integration geflüchteter Menschen zur Verfügung stellt. Kern des Paktes ist, 1.000 Integrationsmanager/-innen in den Städten und Gemeinden einzustellen, die die Sozialberatung der Flüchtlinge vor Ort übernehmen. Seit Juli 2017 können Kommunen einen entsprechenden Antrag stellen. Derzeit laufen die Einstellungsverfahren für die Integrationsmanager/-innen. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Baden-Württemberg.

„Spaghetti für Zwei“ ein Film über Vorurteile und Toleranz

Der Film „Spaghetti für Zwei“ wurde mit Laiendarstellern an der Beruflichen Oberschule in Wasserburg am Inn gedreht. Die Geschichte erzählt sehr eindrücklich, wir unsere Wirklichkeitskonstruktionen und falsche Annahmen die Realität prägen – mit überraschendem Ausgang. Er kann sehr gut im Unterricht als Einstieg zu den Themen Integration und Inklusion eingesetzt werden. Hier geht es zum kostenlosen Film auf Vimeo.

Projekt Refugee Eleven wie Fußball verbindet

Häufig wird nüchtern und abstrakt über die Themen Flucht, Asyl und Migration gesprochen, dabei aber die dahinter stehenden Menschen und einzelnen Schicksale außer Acht gelassen. Wie kann man diese mit Leben erfüllen und insbesondere für Kinder und Jugendliche erfahrbar machen? Dieser Aufgabe stellt sich Refugee Eleven, eine Webvideo-Serie der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). In elf Folgen treffen ein Amateurspieler des Teams „Refugee11“ und

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Integration als Mittel gegen den Fachkräftemangel?

Dieser Frage widmet sich der aktuelle IAB-Kurzbericht 14/2017 des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und untersucht hierfür die Einstellungs- und Ausbildungsbereitschaft deutscher Betriebe gegenüber Geflüchteten im Jahr 2016.
Resultat: Die gesammelten Erfahrungen und Einstellungen haben zugenommen – insbesondere im Bereich

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Getestet: Logbuch Neuland als Unterrichtsmaterial für Willkommensklassen

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) stellt auf ihrer Internetpräsenz Unterrichtsmaterialien für verschiedene Themen zur Verfügung. Einen Teil davon haben Lehrende in der Praxis auf Herz und Nieren geprüft – beispielsweise das Logbuch Neuland, das in Willkommensklassen eingesetzt werden kann. Die zusammen mit geflüchteten Schüler/-innen erstellten 57 Aufgabenblätter befassen sich mit Interessen und Bedürfnissen der Jugendlichen und geben ihnen Raum, ihre Eindrücke, Gefühle und Erlebnisse zu reflektieren. Die ausführliche Rezension und Bestellmöglichkeiten gibt es bei der bpb online.

#WithRefugees: Die Menschen hinter den Zahlen

Zum Weltflüchtlingstag am 20.06.2017 veröffentlichte UNHCR, das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen, aktuelle Zahlen: Demnach waren bis Ende 2016 65,6 Millionen Menschen von Flucht und Vertreibung betroffen – weltweit eine von 113 Personen, die Hälfte sind Kinder. Doch wer sind die Menschen hinter den Zahlen? Unter #WithRefugees veröffentlicht UNHCR Filmbeiträge von geflüchteten Menschen, die von ihrer eigenen Flucht, aber auch von ihren Träumen erzählen. Die Videos begleiten die Petition #WithRefugees, die die Staaten weltweit auffordert, Verantwortung zu übernehmen. Weitere Infos zur Petition und die Videos gibt es auf der Internetseite des UNHCR.

Hochschule als erfolgreicher Integrationsfaktor

Im vergangenen Jahr investierte der Bund in Programme und Projekte zur Integration studierfähiger Geflüchteter an deutschen Unis. Das übergeordnete Programm heißt INTEGRA: Unter anderem sollte es 2.400 Personen ermöglicht werden, an studienvorbereitenden Sprachkursen teilzunehmen – de facto waren es 2016 gar 6.600 Teilnehmende. Neben den Sprachkursen zählen zur Förderung auch vorbereitende Fachkurse, die Bewertung erworbener Qualifikationen sowie Tests zur Studierfähigkeit. Eine Übersicht der über INTEGRA geförderten Projekte und eine erste Bilanz gibt es hier.

Investitionen in die Bildung Geflüchteter wird sich auszahlen

Eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) konstatiert: Wenn mehr in den Spracherwerb und die Bildung geflüchteter Menschen investiert wird, zahlt sich dies auf lange Sicht für die öffentliche Hand aus. Denn bereits in den vergangenen Jahren zeigte sich, dass gute bis sehr gute Sprachkenntnisse und ein deutscher Berufsabschluss die Beschäftigungswahrscheinlichkeit Geflüchteter erhöhen. „Dies spare Sozialausgaben und erhöhe die Steuereinnahmen.“ – Die Annahmen, Ergebnisse und Empfehlungen gibt es im IAB-Kurzbericht 2/2017.

Internetportal „ich-will-deutsch-lernen“ für Lernende und Lehrende

Auf dem Internetportal „ich-will-deutsch-lernen“ des Deutschen Volkshochschul-Verbandes werden verschiedene Materialien für den Spracherwerb für selbstständig Lernende und Lehrkräfte zur Verfügung gestellt. Zur Auswahl stehen Unterlagen für den Deutschkurs auf den Niveaustufen A1-B1, für die Alphabetisierung in der Zweitsprache Deutsch und für die Arbeits- und Berufssprache Deutsch. Das Portal ist in 16 Sprachen übersetzt und wurde vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) als erstes digitales kurstragendes Lehrwerk für Integrationskurse zugelassen. Mehr Informationen und Registrierung.

Wandzeitung „Rassismus begegnen“: Praktische Hilfestellung für Demokratiearbeit vor Ort

Die Wandzeitung „Rassismus begegnen“ ist eine Hilfestellung für den Alltag, im Privat- oder Berufsleben, im Unternehmen oder Verein. In dieser wird mit Illustrationen erläutert, was Rassismus bedeutet. Anhand von Beispielen werden Handlungsempfehlungen gegeben, mögliche Entgegnungen und Reaktionen auf rassistische Vorurteile aufgezeigt. Die Wandzeitung eignet sich ideal für Ihr Büro, Vereinsheim oder den Besprechungsraum.

Die Wandzeitung kann hier kostenlos bestellt werden.

Kostenloses Willkommensplakat für Flüchtlingskinder

Das Willkommensplakat begrüßt Flüchtlingskinder im Alter von ca. 8 bis 14 Jahre in den Sprachen Deutsch, Englisch, Arabisch, Paschtu, Dari, Tigrinya und Kurdisch. Weitere Sprachen können von den Kindern eingetragen werden. Die Stadt, in der die Kinder leben, und das jeweilige Bundesland können ebenfalls handschriftlich eingefügt werden.

Das Plakat kann hier kostenlos bestellt werden.

Deutsche schätzen Anteil der Muslime viel zu hoch

Die gefühlte Wahrheit, die sich in Diskussionen immer öfter gegen Fakten behauptet, ist ein sehr aktuelles Thema. In privaten und beruflichen Bereichen gehen wir von ungeprüften Annahmen aus und reagieren darauf. Eine aktuelle Studie belegt dieses Phänomen sehr eindrücklich: Deutsche Befragte gaben in einer Studie durchschnittlich an, dass ungefähr jeder fünfte Einwohner in Deutschland muslimischen Glaubens ist. Real sind es aber nur gute fünf Prozent. Dieses Phänomen lässt sich in vielen europäischen Ländern nachweisen: Der Anteil von Bewohnern mit muslimischen Glauben wird regelmäßig unrealistisch hoch eingeschätzt. Mehr

Umfrage: Bildung, Werte, Frauenrechte was denken Flüchtlinge?

Für eine repräsentative Studie hat das IAB in Kooperation mit dem BAMF 4.500 Geflüchtete zu verschiedenen Themen interviewt. Bei der Entscheidung für Flüchtlinge nach Deutschland zu kommen, ist die Achtung der Menschenrechte in Deutschland der wichtigste Grund. Ein weiterer Befund: Flüchtlinge und Deutsche denken sehr ähnlich, was die Einstellung zu Regierungsformen und zur Demokratie angeht, und auch die Einstellungen zu den Geschlechterrollen sind ähnlich. Die Studie gibt außerdem

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Ratgeber für den Umgang mit Geflüchteten mit LSBTTI*-Hintergrund

Für Flüchtlinge mit LSBTTI*-Hintergrund kann das Leben in Unterkünften schwierig oder sogar gefährlich sein. In sieben Staaten droht bei homosexuellen Handlungen derzeit die Todesstrafe (Iran, Jemen, Mauretanien, Saudi-Arabien, Sudan, Teile von Nigeria und Somalia), die muslimischen Staaten des Nahen und Mittleren Ostens sowie Nordafrikas haben ein homophobes Strafrecht. Entsprechende Einstellungen können auch in den Unterkünften auftreten. Es bedarf

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Befragung an Schulen zu Flüchtlingsthema: die Zuversicht steigt

Hunderttausende Kinder und Jugendliche sind in den letzten Jahren nach Deutschland gekommen und wurden eingeschult. Das Forsa-Institut hat in einer repräsentativen Studie mehr als 1.000 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 21 Jahren befragt, wie gut das Schulsystem darauf vorbereitet ist. Obwohl die Mehrheit skeptisch bleibt, glauben inzwischen 37 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, dass das deutsche Bildungssystem gut oder sehr gut vorbereitet ist. In der Studie

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Psychosoziale Online-Beratung durch andere Flüchtlinge

Viele traumatisierte Geflüchtete bräuchten psychologische Hilfe und Therapie, aber es gibt nicht ausreichend Ressourcen. Das Projekt Ipsocontext will nun Flüchtlinge und Menschen mit Migrationshintergrund dazu ausbilden, andere Flüchtlinge bei der Heilung zu unterstützen. Aktuell haben Flüchtlinge schon die Möglichkeit, sich online Hilfe zu suchen: Mit dem Projekt Ipso-e-care bietet das Team in mehreren Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Persisch, Arabisch, Russisch und Türkisch) in geschützten Online-Räumen Beratung an. Hier geht es zur Online-Beratung.

BIBB bündelt Angebote auf einer gemeinsamen Plattform

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) führt die bisherigen BIBB-Angebote von Good Practice Center, qualiboXX und LänderAktiv zusammen. Das Portal www.überaus.de verfügt damit über eine Vielzahl an Fachinformationen für den Übergang Schule-Beruf. Es wendet sich an Fachkräfte und Akteure aus Politik, Wissenschaft und Praxis. „Vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen am Ausbildungsmarkt – wie Passungsproblemen, Inklusion und

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Test gibt Aufschluss: Bin ich ein Rassist?

Implicit Bias ist der wissenschaftliche Begriff für unbewusste Vorbehalte gegenüber bestimmten Gruppen. Unser Gehirn stellt schnell Assoziationen zwischen verschiedenen Inhalten her und ermöglicht so eine schnelle Entscheidung. Rationale und bewusste Abwägungen, Einstellungen und Werte spielen dabei keine Rolle, die Entscheidungen erfolgen aufgrund unbewusster Bewertungen. Der "Implizite Assoziationstest" (IAT) macht diese unbewussten Einstellungen sichtbar, indem er Reaktionszeiten auf bestimmte Antworten auswertet. Es gibt verschiedene Tests zum Thema Rasse, Sexualität, OssiWessi usw. Eine spannende Selbsterfahrung.  Hier geht es zum Test.

Sechs Jahre vom Deutschkurs bis zum Job

Die Qualifizierung und Ausbildung junger Flüchtlinge mit guter Bleibeperspektive wird länger dauern als erwartet. Vom ersten Deutschkurs bis zum Abschluss der Ausbildung dauere es voraussichtlich sechs Jahre, "ohne dass irgendjemand etwas falsch gemacht hat", schätzt Markus Schmitz von der Bundesagentur für Arbeit in Bayern. Flüchtlinge, die 2015 oder 2016 nach Deutschland kommen, sind also nicht die Fachkräfte von morgen, sondern eher von übermorgen.  Mehr zum Thema