Stellschrauben einer erfolgreichen Integration

Der jährlich erscheinende Berufsbildungsbericht stellt nicht nur die aktuellen Zahlen des Ausbildungsmarktes zusammen, sondern beleuchtet auch einzelne Gruppen, z. B. Jugendliche mit Migrationshintergrund. Der diesjährige Bericht konstatiert dabei, dass diese Gruppe es nach wie vor schwer auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt hat. Im Vergleich zu deutschen Jugendlichen haben sie

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Tool: meine-berufserfahrung.de

Viele Menschen arbeiten in Berufen ohne spezifischen Berufsabschluss. Das betrifft vor allem Geringqualifizierte und Geflüchtete. Doch auch ohne Qualifikationsnachweise haben sie Erfahrungen im jeweiligen Bereich gesammelt. Um diese Berufserfahrung sichtbarzumachen, hat die Bertelsmannstiftung ein Instrument für die Berufs- und Laufbahnberatung entwickelt, durch das über Bilder typischer Handlungen die eigenen Erfahrungen selbst eingeschätzt werden können. Bislang stehen 6 Sprachen und 8 Berufe zur Auswahl, 22 Berufe sind noch geplant. Das Tool ist niedrigschwellig, frei zugänglich und kann hier kostenlos ausprobiert werden.

„Du siehst gar nicht schwul aus“ LSBTI-Broschüre zur klischeefreien Sprachmittlung

Geflüchtete lesbische, schwule, bisexuelle sowie trans* und inter* (LSBTI) Personen, die in Deutschland ankommen, stehen vor einer mehrfachen Herausforderung. Sie müssen sich nicht nur in einem fremden gesellschaftlichen System zurechtfinden, sondern ihre besondere Lage in Beratungen oder bei Anhörungen beschreiben. Hierbei sind sie auf Dolmetscher*innen angewiesen, die ihre sexuelle bzw. geschlechtliche Identität klischee- und wertfrei übersetzen. Für die Unterstützung der Dolmetscher*innen hat die Schwulenberatung Berlin die Broschüre

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Flüchtlinge und Arbeitsmarkt

Laut einem Bericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) schafften von Dezember 2015 bis November 2016 nur 34.000 Einwanderer aus den acht wichtigsten nichteuropäischen Asylherkunftsländern, eine Stelle im ersten Arbeitsmarkt zu finden – 22 Prozent als Leiharbeiter, viele arbeiten im Gastgewerbe. Insgesamt sind bei den Arbeitsagenturen derzeit 406.000 Flüchtlinge als arbeitsuchend registriert.

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Reflexionsvideo: die richtige Haltung in der Beratung mit Geflüchteten

In der Beratung ist es wichtig, dass der*die Beratende sich der eigenen Haltung bewusst ist und dem Gegenüber auf Augenhöhe begegnet. Was bedeutet auf Augenhöhe bei der Beratung mit Geflüchteten und Migranten*innen? Dieser Frage widmen sich das IQ Netzwerk Baden-Württemberg und das Netzwerk Rassismuskritische Migrationspädagogik Baden-Württemberg in dem Reflexionsvideo „Unterstützungsarbeit – auf Augenhöhe mit Geflüchteten?!“. Sie zeigen auf, welche Rahmenbedingungen und Annahmen auf beiden Seiten zu Missverständnissen führen und wie diese aufgelöst werden können. Das Video und das Begleitmaterial dazu sind auf der hier kostenlos abrufbar.

Auf spielerische Art: Brettspiel „Leben in Deutschland“

Asylverfahren, Anerkennung von Qualifikationen, Behördengänge, Grundlagen der Demokratie, Spracherwerb – Integration kann ganz schön trocken sein. Um Geflüchteten und Migranten*innen Deutschland (Umgangsformen, Politik, Verkehr, Geografie, Kultur usw.) auf spielerische Art näherzubringen, hat das Integrationshilfe-Projekt „Leben in Deutschland“ ein gleichnamiges Brettspiel entwickelt, bei dem zwei bis sechs Spieler*innen durch Deutschland „reisen“ und Fragen

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Diakonie-Broschüre: Was tun, wenn Unterstützung zur Belastung wird?

In der Integrationsarbeit geht es viel um das Helfen und Unterstützen in verschiedensten Formen: bei der Wohnungs- und Jobsuche, bei der Anerkennung von Qualifikationen, beim Spracherwerb usw. Hinzu kommen Einzelschicksale, die einen lange begleiten. Diese Aufgaben verlangen von den haupt- und ehrenamtlich Tätigen viel ab. Die Diakonie Hessen, die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe und das Diakonische Werk Pfalz haben in diesem Zusammenhang die umfangreiche Broschüre „Wenn helfen nicht mehr gut tut …“ veröffentlicht. Es werden Motivationen und innere Antreiber von Helfenden beschrieben, die Wichtigkeit von Grenzziehung erläutert und Bausteine sowie Checklisten an die Hand gegeben. Die Broschüre kann auf der Internetseite Flüchtlingshelfer kostenfrei heruntergeladen werden.

Neue Internetseite für geflüchtete Jugendliche

„Einfach Zukunft – Berufsausbildung in Deutschland“ ist eine neue Seite, die in verschiedenen Sprachen erste Informationen zur dualen Berufsausbildung gibt. Es werden vier junge Männer (leider keine Frauen) vorgestellt: Moeoud aus dem Iran, Abdel aus Syrien, Siar aus Afghanistan und Henok aus Eritrea haben alle eine Einstiegsqualifizierung durchlaufen und danach eine duale Ausbildung begonnen. Sie erzählen von ihrem Weg und welche Schwierigkeiten sie hatten. Die Sprache ist sehr einfach und die Informationen übersichtlich. Ein guter Einstieg für den Unterricht. Weitere Informationen unter einfachzukunft.de

1.000 Integrationsmanager in Baden-Württemberg geplant

Im Frühjahr 2017 hat Baden-Württemberg den Pakt für Integration verabschiedet, der den Kommunen 2017 und 2018 320 Millionen Euro für die Integration geflüchteter Menschen zur Verfügung stellt. Kern des Paktes ist, 1.000 Integrationsmanager/-innen in den Städten und Gemeinden einzustellen, die die Sozialberatung der Flüchtlinge vor Ort übernehmen. Seit Juli 2017 können Kommunen einen entsprechenden Antrag stellen. Derzeit laufen die Einstellungsverfahren für die Integrationsmanager/-innen. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Baden-Württemberg.

„Spaghetti für Zwei“ ein Film über Vorurteile und Toleranz

Der Film „Spaghetti für Zwei“ wurde mit Laiendarstellern an der Beruflichen Oberschule in Wasserburg am Inn gedreht. Die Geschichte erzählt sehr eindrücklich, wir unsere Wirklichkeitskonstruktionen und falsche Annahmen die Realität prägen – mit überraschendem Ausgang. Er kann sehr gut im Unterricht als Einstieg zu den Themen Integration und Inklusion eingesetzt werden. Hier geht es zum kostenlosen Film auf Vimeo.

Projekt Refugee Eleven wie Fußball verbindet

Häufig wird nüchtern und abstrakt über die Themen Flucht, Asyl und Migration gesprochen, dabei aber die dahinter stehenden Menschen und einzelnen Schicksale außer Acht gelassen. Wie kann man diese mit Leben erfüllen und insbesondere für Kinder und Jugendliche erfahrbar machen? Dieser Aufgabe stellt sich Refugee Eleven, eine Webvideo-Serie der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). In elf Folgen treffen ein Amateurspieler des Teams „Refugee11“ und

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Integration als Mittel gegen den Fachkräftemangel?

Dieser Frage widmet sich der aktuelle IAB-Kurzbericht 14/2017 des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und untersucht hierfür die Einstellungs- und Ausbildungsbereitschaft deutscher Betriebe gegenüber Geflüchteten im Jahr 2016.
Resultat: Die gesammelten Erfahrungen und Einstellungen haben zugenommen – insbesondere im Bereich

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Getestet: Logbuch Neuland als Unterrichtsmaterial für Willkommensklassen

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) stellt auf ihrer Internetpräsenz Unterrichtsmaterialien für verschiedene Themen zur Verfügung. Einen Teil davon haben Lehrende in der Praxis auf Herz und Nieren geprüft – beispielsweise das Logbuch Neuland, das in Willkommensklassen eingesetzt werden kann. Die zusammen mit geflüchteten Schüler/-innen erstellten 57 Aufgabenblätter befassen sich mit Interessen und Bedürfnissen der Jugendlichen und geben ihnen Raum, ihre Eindrücke, Gefühle und Erlebnisse zu reflektieren. Die ausführliche Rezension und Bestellmöglichkeiten gibt es bei der bpb online.

#WithRefugees: Die Menschen hinter den Zahlen

Zum Weltflüchtlingstag am 20.06.2017 veröffentlichte UNHCR, das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen, aktuelle Zahlen: Demnach waren bis Ende 2016 65,6 Millionen Menschen von Flucht und Vertreibung betroffen – weltweit eine von 113 Personen, die Hälfte sind Kinder. Doch wer sind die Menschen hinter den Zahlen? Unter #WithRefugees veröffentlicht UNHCR Filmbeiträge von geflüchteten Menschen, die von ihrer eigenen Flucht, aber auch von ihren Träumen erzählen. Die Videos begleiten die Petition #WithRefugees, die die Staaten weltweit auffordert, Verantwortung zu übernehmen. Weitere Infos zur Petition und die Videos gibt es auf der Internetseite des UNHCR.

Hochschule als erfolgreicher Integrationsfaktor

Im vergangenen Jahr investierte der Bund in Programme und Projekte zur Integration studierfähiger Geflüchteter an deutschen Unis. Das übergeordnete Programm heißt INTEGRA: Unter anderem sollte es 2.400 Personen ermöglicht werden, an studienvorbereitenden Sprachkursen teilzunehmen – de facto waren es 2016 gar 6.600 Teilnehmende. Neben den Sprachkursen zählen zur Förderung auch vorbereitende Fachkurse, die Bewertung erworbener Qualifikationen sowie Tests zur Studierfähigkeit. Eine Übersicht der über INTEGRA geförderten Projekte und eine erste Bilanz gibt es hier.

Investitionen in die Bildung Geflüchteter wird sich auszahlen

Eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) konstatiert: Wenn mehr in den Spracherwerb und die Bildung geflüchteter Menschen investiert wird, zahlt sich dies auf lange Sicht für die öffentliche Hand aus. Denn bereits in den vergangenen Jahren zeigte sich, dass gute bis sehr gute Sprachkenntnisse und ein deutscher Berufsabschluss die Beschäftigungswahrscheinlichkeit Geflüchteter erhöhen. „Dies spare Sozialausgaben und erhöhe die Steuereinnahmen.“ – Die Annahmen, Ergebnisse und Empfehlungen gibt es im IAB-Kurzbericht 2/2017.

Internetportal „ich-will-deutsch-lernen“ für Lernende und Lehrende

Auf dem Internetportal „ich-will-deutsch-lernen“ des Deutschen Volkshochschul-Verbandes werden verschiedene Materialien für den Spracherwerb für selbstständig Lernende und Lehrkräfte zur Verfügung gestellt. Zur Auswahl stehen Unterlagen für den Deutschkurs auf den Niveaustufen A1-B1, für die Alphabetisierung in der Zweitsprache Deutsch und für die Arbeits- und Berufssprache Deutsch. Das Portal ist in 16 Sprachen übersetzt und wurde vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) als erstes digitales kurstragendes Lehrwerk für Integrationskurse zugelassen. Mehr Informationen und Registrierung.

Wandzeitung „Rassismus begegnen“: Praktische Hilfestellung für Demokratiearbeit vor Ort

Die Wandzeitung „Rassismus begegnen“ ist eine Hilfestellung für den Alltag, im Privat- oder Berufsleben, im Unternehmen oder Verein. In dieser wird mit Illustrationen erläutert, was Rassismus bedeutet. Anhand von Beispielen werden Handlungsempfehlungen gegeben, mögliche Entgegnungen und Reaktionen auf rassistische Vorurteile aufgezeigt. Die Wandzeitung eignet sich ideal für Ihr Büro, Vereinsheim oder den Besprechungsraum.

Die Wandzeitung kann hier kostenlos bestellt werden.

Kostenloses Willkommensplakat für Flüchtlingskinder

Das Willkommensplakat begrüßt Flüchtlingskinder im Alter von ca. 8 bis 14 Jahre in den Sprachen Deutsch, Englisch, Arabisch, Paschtu, Dari, Tigrinya und Kurdisch. Weitere Sprachen können von den Kindern eingetragen werden. Die Stadt, in der die Kinder leben, und das jeweilige Bundesland können ebenfalls handschriftlich eingefügt werden.

Das Plakat kann hier kostenlos bestellt werden.

Deutsche schätzen Anteil der Muslime viel zu hoch

Die gefühlte Wahrheit, die sich in Diskussionen immer öfter gegen Fakten behauptet, ist ein sehr aktuelles Thema. In privaten und beruflichen Bereichen gehen wir von ungeprüften Annahmen aus und reagieren darauf. Eine aktuelle Studie belegt dieses Phänomen sehr eindrücklich: Deutsche Befragte gaben in einer Studie durchschnittlich an, dass ungefähr jeder fünfte Einwohner in Deutschland muslimischen Glaubens ist. Real sind es aber nur gute fünf Prozent. Dieses Phänomen lässt sich in vielen europäischen Ländern nachweisen: Der Anteil von Bewohnern mit muslimischen Glauben wird regelmäßig unrealistisch hoch eingeschätzt. Mehr