Kompetenzerfassungs-tools für die Beratung Geflüchteter und Migranten*innen

Das EU-geförderte Projekt SCOUT hat einen Methodenkoffer für die Kompetenzerfassung in der Beratung von Geflüchteten und Migranten*innen zusammengestellt. Das Toolkit gibt einen Überblick über ausgewählte Tools aus Deutschland und anderen europäischen Ländern und informiert über die Bezugsquellen. Daneben wurde der ProfilPass in einfacher Sprache erarbeitet. Das SCOUT-Toolkit und der ProfilPass in einfacher Sprache können hier kostenlos heruntergeladen werden.

Rückkehr in die Heimat als Neuanfang

Dass die Rückkehr eines Flüchtlings in die Heimat auch ein Neuanfang sein kann, zeigt die Geschichte von Babakar Segnane aus dem Senegal und seinen Betreuerinnen Helke Fussell und Uta Mewes. Die beiden Frauen verschafften dem jungen Senegalesen landwirtschaftliches Know-how und Startkapital, um in seiner Heimat erfolgreich Bauer zu sein und somit auch ihren Anteil zur Bekämpfung von Fluchtursachen vor Ort entgegenzuwirken. Doch die Geschichte zeigt ebenso, dass aller Anfang schwer ist und im Senegal nun mal die Uhren anders ticken. Mehr über die drei und ihr Projekt erfährt man bei der Frankfurter Allgemeinen.

Arbeitshilfe: Geflüchtete für Ausbildung interessieren

Um dem wachsenden Bedarf an Auszubildenden entgegenzuwirken, wird zunehmend auf Geflüchtete gesetzt. Diese müssen jedoch zunächst über das duale Ausbildungssystem in Deutschland informiert werden. Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat dazu die Arbeitshilfe „Junge Geflüchtete für die duale Berufsausbildung gewinnen“ veröffentlicht mit Hinweisen zur Motivation, Information und Unterstützung für die Ausbildung. Die Broschüre kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

Wenn sich Rassismus in der Kundschaft zeigt

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit Detlef Scheele zog in der Süddeutschen kürzlich bei der Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt eine positive Zwischenbilanz – über 300.000 Geflüchtete aus den Hauptherkunftsländern haben eine Anstellung gefunden. Doch beim Unterzeichnen eines Ausbildungs- oder Arbeitsvertrages endet die Integration nicht, wie sich bei einem niedersächsischen Heizungstechnikunternehmen zeigte,

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Projekt SCOUT arbeitet an ProfilPASS in einfacher Sprache

Europaweit sind in der Integration Zugewanderter zwei Themen zentral: die Ermittlung von Kompetenzen und die Überwindung der Sprachbarrieren. Das im Oktober 2017 im Rahmen von Erasmus+ gestartete Projekt SCOUT hat hier zunächst eine Bestandsaufnahme gemacht, welche Methoden europaweit zur Kompetenzfeststellung genutzt werden und daraus einen Methodenkoffer erstellt. Als zweiter Schritt soll nun der erfolgreich eingesetzte ProfilPass in einfacher Sprache übertragen werden, um in der Beratung Geflüchteter besser eingesetzt zu werden. Weitere Infos zum Projekt und zu bereits erreichten Zielen gibt es hier.

Ab 01.08.2018: Neuregelung des Familiennachzuges

Am 01.08.2018 trat das am 15.06.2018 vom Bundestag beschlossene „Familiennachzugsneuregelungsgesetz“ in Kraft. Es sieht vor, dass mit Inkrafttreten 1.000 Familienangehörige subsidiär schutzberechtigter Personen nach Deutschland einreisen können. Zur besseren Orientierung hat der DRK-Suchdienst seine „Fachinformation des DRK-Suchdienstes zum Familiennachzug von und zu Flüchtlingen“ aktualisiert. Diese kann hier kostenfrei heruntergeladen werden.

Stellenausschreibung Integrationscoach

"Ehrenamt für Perspektive", ein Projekt der Berliner Stadtmission zur Vermittlung von Geflüchteten in ehrenamtliches Engagement sucht einen Integrationscoach auf Honorarbasis (durchschnittlich rund 1,5 - 3 Stunden pro Woche) - zur Beratung / Begleitung der Teilnehmenden. Weitere Informationen und Kontaktdaten: https://www.berliner-stadtmission.de/ehrenamt/ehrenamt-fuer-perspektive

Gedankenspiel: Was wäre, wenn alle Grenzen offen wären?

Sowohl in Deutschland als auch in Europa ist die beherrschende Frage in der Flüchtlingsdebatte: „Wie viele Zuwanderer*innen kann eine Gesellschaft aufnehmen?“ Das Magazin Brand eins hat für ein Gedankenspiel die Frage nun einmal umgekehrt: „Was wäre, wenn alle Grenzen offen wären?“ und kam zu erstaunlichen Schlussfolgerungen, die mit Zahlen belegt werden können. Der Brand-eins-Artikel, der die festgefahrene Debatte einmal aus einer ganz anderen Perspektive betrachtet, kann hier  kostenfrei gelesen werden.

Sommer, Sonne, Deutsch lernen

Zum 12. Mal setzt die Stiftung Polytechnische Gesellschaft das Projekt „DeutschSommer“ mit zahlreichen Drittklässlern*innen in Hessen um. In drei Wochen lernen die Schüler*innen, die erst seit Kurzem in Deutschland sind, intensiv Deutsch und üben gleichzeitig ein Theaterstück ein, das sie am Ende auch gemeinsam aufführen. Mehr zum Projekt erfahren Sie hier.

Gelungene Integration: Geflüchtete helfen Geflüchteten beim Lernen

Wie Integration auf zweifache Weise funktionieren kann, zeigt der Verein Back on Track e. V. aus Berlin: Hier helfen arabische Muttersprachler*innen, die selbst Fluchterfahrungen gemacht haben, geflüchteten Kinder beim Lernen – gleichzeitig werden die Pädagogen*innen darin unterstützt, sich über die Lehrer*innen- und Mentoren*innenausbildung auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren. Weitere Infos zum Verein gibt es auf der Internetseite www.backontracksyria.org.

Portal: Anerkennung beruflicher Qualifikationen

Eine der wichtigsten Themen in der Integration Geflüchteter in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sind die Ermittlung der vorhandenen Kompetenzen und die Anrechnung ausländischer Berufsqualifikationen. Für Letzteres stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit dem Portal „Anerkennung in Deutschland“ umfangreiche Informationen und Good Practice kostenfrei für Migranten*innen und Berater*innen in mehreren Sprachen, in Leichter Sprache und in Gebärdensprache zur Verfügung.

Stellschrauben einer erfolgreichen Integration

Der jährlich erscheinende Berufsbildungsbericht stellt nicht nur die aktuellen Zahlen des Ausbildungsmarktes zusammen, sondern beleuchtet auch einzelne Gruppen, z. B. Jugendliche mit Migrationshintergrund. Der diesjährige Bericht konstatiert dabei, dass diese Gruppe es nach wie vor schwer auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt hat. Im Vergleich zu deutschen Jugendlichen haben sie

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Tool: meine-berufserfahrung.de

Viele Menschen arbeiten in Berufen ohne spezifischen Berufsabschluss. Das betrifft vor allem Geringqualifizierte und Geflüchtete. Doch auch ohne Qualifikationsnachweise haben sie Erfahrungen im jeweiligen Bereich gesammelt. Um diese Berufserfahrung sichtbarzumachen, hat die Bertelsmannstiftung ein Instrument für die Berufs- und Laufbahnberatung entwickelt, durch das über Bilder typischer Handlungen die eigenen Erfahrungen selbst eingeschätzt werden können. Bislang stehen 6 Sprachen und 8 Berufe zur Auswahl, 22 Berufe sind noch geplant. Das Tool ist niedrigschwellig, frei zugänglich und kann hier kostenlos ausprobiert werden.

„Du siehst gar nicht schwul aus“ LSBTI-Broschüre zur klischeefreien Sprachmittlung

Geflüchtete lesbische, schwule, bisexuelle sowie trans* und inter* (LSBTI) Personen, die in Deutschland ankommen, stehen vor einer mehrfachen Herausforderung. Sie müssen sich nicht nur in einem fremden gesellschaftlichen System zurechtfinden, sondern ihre besondere Lage in Beratungen oder bei Anhörungen beschreiben. Hierbei sind sie auf Dolmetscher*innen angewiesen, die ihre sexuelle bzw. geschlechtliche Identität klischee- und wertfrei übersetzen. Für die Unterstützung der Dolmetscher*innen hat die Schwulenberatung Berlin die Broschüre

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Flüchtlinge und Arbeitsmarkt

Laut einem Bericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) schafften von Dezember 2015 bis November 2016 nur 34.000 Einwanderer aus den acht wichtigsten nichteuropäischen Asylherkunftsländern, eine Stelle im ersten Arbeitsmarkt zu finden – 22 Prozent als Leiharbeiter, viele arbeiten im Gastgewerbe. Insgesamt sind bei den Arbeitsagenturen derzeit 406.000 Flüchtlinge als arbeitsuchend registriert.

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Reflexionsvideo: die richtige Haltung in der Beratung mit Geflüchteten

In der Beratung ist es wichtig, dass der*die Beratende sich der eigenen Haltung bewusst ist und dem Gegenüber auf Augenhöhe begegnet. Was bedeutet auf Augenhöhe bei der Beratung mit Geflüchteten und Migranten*innen? Dieser Frage widmen sich das IQ Netzwerk Baden-Württemberg und das Netzwerk Rassismuskritische Migrationspädagogik Baden-Württemberg in dem Reflexionsvideo „Unterstützungsarbeit – auf Augenhöhe mit Geflüchteten?!“. Sie zeigen auf, welche Rahmenbedingungen und Annahmen auf beiden Seiten zu Missverständnissen führen und wie diese aufgelöst werden können. Das Video und das Begleitmaterial dazu sind auf der hier kostenlos abrufbar.

Auf spielerische Art: Brettspiel „Leben in Deutschland“

Asylverfahren, Anerkennung von Qualifikationen, Behördengänge, Grundlagen der Demokratie, Spracherwerb – Integration kann ganz schön trocken sein. Um Geflüchteten und Migranten*innen Deutschland (Umgangsformen, Politik, Verkehr, Geografie, Kultur usw.) auf spielerische Art näherzubringen, hat das Integrationshilfe-Projekt „Leben in Deutschland“ ein gleichnamiges Brettspiel entwickelt, bei dem zwei bis sechs Spieler*innen durch Deutschland „reisen“ und Fragen

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Diakonie-Broschüre: Was tun, wenn Unterstützung zur Belastung wird?

In der Integrationsarbeit geht es viel um das Helfen und Unterstützen in verschiedensten Formen: bei der Wohnungs- und Jobsuche, bei der Anerkennung von Qualifikationen, beim Spracherwerb usw. Hinzu kommen Einzelschicksale, die einen lange begleiten. Diese Aufgaben verlangen von den haupt- und ehrenamtlich Tätigen viel ab. Die Diakonie Hessen, die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe und das Diakonische Werk Pfalz haben in diesem Zusammenhang die umfangreiche Broschüre „Wenn helfen nicht mehr gut tut …“ veröffentlicht. Es werden Motivationen und innere Antreiber von Helfenden beschrieben, die Wichtigkeit von Grenzziehung erläutert und Bausteine sowie Checklisten an die Hand gegeben. Die Broschüre kann auf der Internetseite Flüchtlingshelfer kostenfrei heruntergeladen werden.

Neue Internetseite für geflüchtete Jugendliche

„Einfach Zukunft – Berufsausbildung in Deutschland“ ist eine neue Seite, die in verschiedenen Sprachen erste Informationen zur dualen Berufsausbildung gibt. Es werden vier junge Männer (leider keine Frauen) vorgestellt: Moeoud aus dem Iran, Abdel aus Syrien, Siar aus Afghanistan und Henok aus Eritrea haben alle eine Einstiegsqualifizierung durchlaufen und danach eine duale Ausbildung begonnen. Sie erzählen von ihrem Weg und welche Schwierigkeiten sie hatten. Die Sprache ist sehr einfach und die Informationen übersichtlich. Ein guter Einstieg für den Unterricht. Weitere Informationen unter einfachzukunft.de

1.000 Integrationsmanager in Baden-Württemberg geplant

Im Frühjahr 2017 hat Baden-Württemberg den Pakt für Integration verabschiedet, der den Kommunen 2017 und 2018 320 Millionen Euro für die Integration geflüchteter Menschen zur Verfügung stellt. Kern des Paktes ist, 1.000 Integrationsmanager/-innen in den Städten und Gemeinden einzustellen, die die Sozialberatung der Flüchtlinge vor Ort übernehmen. Seit Juli 2017 können Kommunen einen entsprechenden Antrag stellen. Derzeit laufen die Einstellungsverfahren für die Integrationsmanager/-innen. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Baden-Württemberg.