Arbeitshilfe des BumF zum Umgang mit Abschiebung junger Geflüchteter

Der Bundesfachverband unbegleiteter minderjährige Flüchtlinge (BumF) beobachtet eine immer härte Vollzugspraxis bei der Abschiebung Geflüchteter. Um Menschen, die sich in der Kinder- und Jugendhilfe mit dieser Problematik konfrontiert sehen, Unterstützung anzubieten, hat der Verband nun eine Arbeitshilfe veröffentlicht. Diese enthält neben Informationen über die rechtlichen Rahmenbedingungen der Abschiebung auch konkrete Handlungsoptionen. Das Dokument kann auf der Seite des BumF entweder kostenlos heruntergeladen oder günstig als Print-Version bezogen werden.

Onlineportal für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit

Der Deutsche Volkshochschulverband hat gemeinsam mit der Universität Duisburg-Essen das vhs-Ehrenamtsportal gegründet, um insbesondere Ehrenamtliche, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren, zu unterstützen. Dazu bietet das Portal hier z.B. Informationen zu den Themenwelten „Interkulturelle Kommunikation“ oder „Asylrecht und Behördendschungel“. Zusätzlich stellt die Seite auch lizenzfreie Materialen zur Verfügung. Das Team das Ehrenamtsportals bemüht sich, sein Angebot ständig auszubauen und freut sich auch über Wünsche der Nutzer*innen. Reinschauen lohnt sich!

Mehrsprachig erklärt: Mit Teilqualifikationen zum Berufsabschluss

Ungelernte oder Geringqualifizierte haben es häufig schwer auf dem Arbeitsmarkt oder beim Aufstieg im Unternehmen. Dennoch schlummert hier Fachkräftepotenzial, das mit Teilqualifikationen gestärkt werden kann. Dabei werden aus anerkannten Ausbildungsberufen einzelne Inhaltsbausteine herausgelöst absolviert. Wie genau das funktioniert, für wen es sich lohnt und an wen man sich wenden muss, wird in einem Erklärvideo zusammengefasst – mittlerweile auch mehrsprachig in Deutsch, Englisch, Türkisch, Farsi und Arabisch.

Good Practice: Verein beramí unterstützt Migranten*innen

Der Frankfurter Verein beramí e.V. hilft bereits seit 1990 Migranten*innen bei der Integration in den Arbeitsmarkt – und dies auf vielfältige Weise. So bietet beramí Unterstützung bei der Anerkennung von im Ausland erworbener Qualifikationen, beim Erlernen der Sprache und bei der individuellen Planung des Berufswegs. Im Interview mit Christine Schumann vom Deutschen Bildungsserver teilt Projektleiterin Yasemin Yüksel-Sezginer ihre umfangreichen Erkenntnisse aus 26 Jahren Berufserfahrung.

Interkulturelle Kompetenzen bereits in der Schule wichtig

Dass sich Schüler*innen mit unterschiedlichen Kulturen und Einstellungen auseinandersetzen, ist nicht nur an Schulen mit einem hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund wichtig, sondern für alle Schüler*innen, um Vorurteilen und Diskriminierungen entgegenzuwirken. Doch häufig wird hierfür zu wenig Zeit eingeräumt, erklärt Ezel Babur, die an Schulen interkulturelle Kompetenztrainings durchführt. In einem Spiegel-Artikel gibt sie einen Einblick in ihre Arbeit.

Berufs-ABC: Wichtige Sätze für den Berufseinstieg

Für Menschen mit geringen Deutschkenntnissen stellt der berufsspezifische Wortschatz häufig eine große Hürde beim Einstieg ins Berufsleben dar. Die Seite „Meine Berufserfahrung“ schafft nun Abhilfe, indem sie ein Berufe-ABC für ca. 30 Ausbildungsberufe in insgesamt fünf Sprachen bereitstellt. Für jeden Beruf wurden dafür zentrale Begriffe übersichtlich erfasst, welche hier kostenfrei als PDF-Datei heruntergeladen werden können.

Kurz und knapp: Videos klären über gesetzliche Regelungen auf

Das Netzwerk „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ (kurz NuiF) ist eine vom Bund geförderte Initiative, die Firmen aller Branchen bei der Integration von Flüchtlingen unterstützt. Gerade die Fülle an gesetzlichen Regelungen stellt dabei eine häufige Hürde dar. In der Rubrik #NuiF erklärt veröffentlicht das Netzwerk nun regelmäßig knappe Videos mit Tipps und Tricks rund um die Themen Integration und Ausbildung.

Arbeitgeberpräsident hält fest: Wir schaffen das tatsächlich

Wie der Arbeitgeberpräsdient Ingo Kramer im Gespräch mit dem Spiegel berichtet, verlaufe die Integration von Flüchtlingen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt durchaus positiv. Die Prognosen der Bundesagentur für Arbeit seien 2018 sogar übertroffen worden.

NEU: Weiterbildung zum Interkulturellen Coach

Immer häufiger kommen Menschen unterschiedlicher Kulturkreise zusammen und agieren miteinander. Um Irritationen vorzubeugen ist hier interkulturelle Kompetenz gefragt. 2019 bieten wir neu die Weiterbildung zum Interkulturellen Coach an. Die Teilnehmenden werden in die Thematik der Interkulturalität eingeführt und erwerben interkulturelle Kompetenz. Darüber hinaus erlernen sie, Trainingskonzepte zur Vermittlung interkultureller Kompetenz zu entwickeln. Weitere Infos erhalten Sie auf unserer Internetseite.

Ein interkultureller Blick auf die deutsche Arbeitsmentalität

Beim Thema Personen mit ausländischen Wurzeln und Arbeitsmarkt geht es häufig darum, wie sie bestmöglich integriert werden können. Doch wie sieht eigentlich der Blick von der anderen Seite auf die deutsche Arbeitsmentalität aus? Dazu hat die ZEIT sechs Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen befragt – die Interviews finden Sie hier.

Deutschlernen durch gemeinsames Musizieren

Das Projekt „Musik, Sprache, Teilhabe“ der Bertelsmann Stiftung rückt die Bedeutung der Musik bei der Integration in den Mittelpunkt, besonders bei der sozialen Teilhabe und dem Spracherwerb. In der Mediathek des Projektes werden verschiedene Beispiele gezeigt, wie Musik die Menschen verbinden kann. Die Mediathek ist hier kostenlos zugänglich.

Programm „Lehrkräfte Plus“ fördert Lehrende mit Fluchthintergrund

Zum Wintersemester 2018/2019 startete das Programm „Lehrkräfte Plus“ der Universität Bielefeld und der Universität Bochum in die zweite Runde. Dabei erfahren Lehrkräfte mit Fluchthintergrund in einem Jahr mehr zum deutschen Schulsystem, erweitern ihre Kenntnisse in der deutschen Sprache sowie der Unterrichtsgestaltung und erhalten über ein Praktikum den Einstieg ins Schul- und damit ins Berufsleben. Mehr über das Programm erfährt man auf der Internetseite der Uni Bielefeld sowie im Video.

Sind Flüchtlingskinder von heute die Bildungsverlierer von morgen?

Schulen leisteten in den vergangenen Jahren Enormes bei der Integration von Flüchtlingskindern, vor allem im Grundschulalter gelang dies ganz gut. Doch nun warnen viele davor, dass insbesondere ältere Flüchtlingskinder im selektiven Bildungssystem „nach unten“ gereicht werden und drohen, zu Bildungsverlierern zu werden. Die Problemlage und zwei Beispiele aus der Praxis beleuchtet ein Süddeutsche-Artikel.

Kompetenzerfassungs-tools für die Beratung Geflüchteter und Migranten*innen

Das EU-geförderte Projekt SCOUT hat einen Methodenkoffer für die Kompetenzerfassung in der Beratung von Geflüchteten und Migranten*innen zusammengestellt. Das Toolkit gibt einen Überblick über ausgewählte Tools aus Deutschland und anderen europäischen Ländern und informiert über die Bezugsquellen. Daneben wurde der ProfilPass in einfacher Sprache erarbeitet. Das SCOUT-Toolkit und der ProfilPass in einfacher Sprache können hier kostenlos heruntergeladen werden.

Rückkehr in die Heimat als Neuanfang

Dass die Rückkehr eines Flüchtlings in die Heimat auch ein Neuanfang sein kann, zeigt die Geschichte von Babakar Segnane aus dem Senegal und seinen Betreuerinnen Helke Fussell und Uta Mewes. Die beiden Frauen verschafften dem jungen Senegalesen landwirtschaftliches Know-how und Startkapital, um in seiner Heimat erfolgreich Bauer zu sein und somit auch ihren Anteil zur Bekämpfung von Fluchtursachen vor Ort entgegenzuwirken. Doch die Geschichte zeigt ebenso, dass aller Anfang schwer ist und im Senegal nun mal die Uhren anders ticken. Mehr über die drei und ihr Projekt erfährt man bei der Frankfurter Allgemeinen.

Arbeitshilfe: Geflüchtete für Ausbildung interessieren

Um dem wachsenden Bedarf an Auszubildenden entgegenzuwirken, wird zunehmend auf Geflüchtete gesetzt. Diese müssen jedoch zunächst über das duale Ausbildungssystem in Deutschland informiert werden. Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat dazu die Arbeitshilfe „Junge Geflüchtete für die duale Berufsausbildung gewinnen“ veröffentlicht mit Hinweisen zur Motivation, Information und Unterstützung für die Ausbildung. Die Broschüre kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

Wenn sich Rassismus in der Kundschaft zeigt

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit Detlef Scheele zog in der Süddeutschen kürzlich bei der Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt eine positive Zwischenbilanz – über 300.000 Geflüchtete aus den Hauptherkunftsländern haben eine Anstellung gefunden. Doch beim Unterzeichnen eines Ausbildungs- oder Arbeitsvertrages endet die Integration nicht, wie sich bei einem niedersächsischen Heizungstechnikunternehmen zeigte,

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Projekt SCOUT arbeitet an ProfilPASS in einfacher Sprache

Europaweit sind in der Integration Zugewanderter zwei Themen zentral: die Ermittlung von Kompetenzen und die Überwindung der Sprachbarrieren. Das im Oktober 2017 im Rahmen von Erasmus+ gestartete Projekt SCOUT hat hier zunächst eine Bestandsaufnahme gemacht, welche Methoden europaweit zur Kompetenzfeststellung genutzt werden und daraus einen Methodenkoffer erstellt. Als zweiter Schritt soll nun der erfolgreich eingesetzte ProfilPass in einfacher Sprache übertragen werden, um in der Beratung Geflüchteter besser eingesetzt zu werden. Weitere Infos zum Projekt und zu bereits erreichten Zielen gibt es hier.

Ab 01.08.2018: Neuregelung des Familiennachzuges

Am 01.08.2018 trat das am 15.06.2018 vom Bundestag beschlossene „Familiennachzugsneuregelungsgesetz“ in Kraft. Es sieht vor, dass mit Inkrafttreten 1.000 Familienangehörige subsidiär schutzberechtigter Personen nach Deutschland einreisen können. Zur besseren Orientierung hat der DRK-Suchdienst seine „Fachinformation des DRK-Suchdienstes zum Familiennachzug von und zu Flüchtlingen“ aktualisiert. Diese kann hier kostenfrei heruntergeladen werden.

Stellenausschreibung Integrationscoach

"Ehrenamt für Perspektive", ein Projekt der Berliner Stadtmission zur Vermittlung von Geflüchteten in ehrenamtliches Engagement sucht einen Integrationscoach auf Honorarbasis (durchschnittlich rund 1,5 - 3 Stunden pro Woche) - zur Beratung / Begleitung der Teilnehmenden. Weitere Informationen und Kontaktdaten: https://www.berliner-stadtmission.de/ehrenamt/ehrenamt-fuer-perspektive