Zusammenstellung von Arbeitshilfen zum „Migrationspaket“

Mit dem sogenannten „Migrationspakets“ wurden im Sommer dieses Jahres gleich eine ganze Reihe an Gesetzesänderungen beschlossen. Da fällt es nicht leicht, den Überblick zu behalten. Verschiedene Stellen bieten daher hilfreiche Arbeitsmaterialien an. Doch auch diese muss man erst einmal finden. Hier schafft der Informationsbund Asyl & Migration jetzt Abhilfe: Auf seiner Seite hat der Bund Übersichten zu den Neuerungen, sowie auch Materialien zu einzelnen Bausteinen des Pakets, wie „Asylverfahren“ und „Arbeits- und Ausbildungsförderung“ zusammengestellt.

Arbeitshilfe: Änderungen im Asylbewerberleistungsgesetz

Im Sommer 2019 verabschiedete der Deutsche Bundestag das sogenannte „Migrationspaket“. Das Paket beinhaltet insgesamt acht Gesetze, darunter auch eine (sehr umfangreiche) Änderung des Asylbewerberleitungsgesetzes. Im Zuge dessen arbeitet der Paritätische Gesamtverband zurzeit zur Unterstützung von Berater*innen an einer entsprechenden Arbeitshilfe. Die finale Version wird in Kürze erscheinen. Eine teilweise Vorabveröffentlichung kann jedoch bereits jetzt kostenfrei auf der Seite des Paritätischen Gesamtverbands heruntergeladen werden.

Deutschkenntnisse ebnen Weg in den Arbeitsmarkt

Gute Sprachkenntnisse sind der entscheidende Faktor bei der Integration von Zuwanderern*innen in den deutschen Arbeitsmarkt. Dies konnte nun erneut eine Untersuchung des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigen. Die wichtigsten Ergebnisse sowie Handlungsempfehlungen können Sie nun kompakt in einem Artikel auf Spiegel Online nachlesen.

Rechtspopulistische Phrasen kontern

Man sitzt bei einem Familiengeburtstag an der Kaffeetafel neben dem Onkel, der lautstark kundtut, dass Flüchtlinge seiner Meinung nach viel zu viel Geld vom Staat bekommen. Oder: Die ältere Nachbarin, die immer so freundlich zu Ihren Kindern ist, lässt im Nebensatz plötzlich fallen, dass sie froh ist, dass keine Ausländer im Haus wohnen. Wie reagieren Sie in so einer Situation? Was können Sie sagen, um solchen Äußerungen tatsächlich etwas entgegenzusetzen? Anne Otto, Autorin des Buchs „Woher kommt der Hass?: Die psychologischen Ursachen von Rechtsruck und Rassismus“, gibt nun in einem Spiegel Online Artikel hilfreiche Tipps, wie Sie solche Phrasen zukünftig kontern können.

Interkulturelle Unterrichtsmaterialien

Kulturelle Vielfalt muss gefördert werden. Am besten bereits im Schulalter. Doch auch wenn dies vielen Lehrkräften bereits bewusst ist, so fehlt es ihnen doch häufig an geeigneten Unterrichtsmaterialien. Das Projekt „PILOT 4School“ schickt sich nun an, das zu ändern. Was genau sich dahinter verbirgt, können Sie auf bildungsklick nachlesen.

Steigende Zahl an ausländischen Azubis

Etwa 40 Prozent aller Ausbildungsbetriebe in Deutschland haben schon einmal ausländische Lehrlinge ausgebildet. Tendenz steigend, wie nun eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zeigt. Was die wichtigsten Voraussetzungen sind, um als Ausländer*in einen Ausbildungsvertrag unterschreiben zu können und wie es eigentlich um die Abbrecherquoten bestellt ist, können Sie nun auf Zeit Online nachlesen.

Aktuelle Zahlen zur Flüchtlingssituation in Deutschland

In den vergangenen Jahren, insbesondere zwischen 2015 und 2018, kamen hunderttausende Geflüchtete nach Deutschland. Doch es ist – zumindest medial – still geworden um dieses Thema, auch wenn die Integration natürlich keineswegs abgeschlossen ist. Die ZEIT hat sich daher nun der Frage gewidmet, wie sich die Lage heute darstellt. In einem Artikel listet sie übersichtlich die wichtigsten Fragen auf und hat die Antworten darauf mit aktuellen Zahlen unterfüttert.

Digital Streetwork gegen Rassismus

Cornelia Heyken ist Streetworkerin. Trotzdem ist sie beruflich nicht auf Deutschlands Straßen, sondern vor allem im Netz unterwegs. Digital Streetwork nennt sie ihre Tätigkeit. In einem aufschlussreichen Interview mit ze.tt spricht Heyken darüber, was genau sich hinter diesem Begriff verbirgt und wie Sie gegen die zunehmende Radikalisierung von Jugendlichen ankämpft.

ProfilPass in Einfacher Sprache

Der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte ProfilPASS dient der Erfassung informell erworbener Kompetenzen. Das daraus erstellte Profil soll zu einer besseren Anerkennung dieser Kompetenzen im beruflichen Kontext führen. Zielgruppen sind dabei z.B. Arbeitssuchende oder Menschen, die vor der beruflichen (Neu-)Orientierung stehen. Der ProfilPASS ist daher insbesondere auch für Neuzugewanderte von Relevanz. Umso erfreulicher ist es, dass – dank des EU-Projekts SCOUT – der ProfilPASS ab sofort auch in Einfacher Sprache zur Verfügung steht.

Good Practice: Ausbildung statt Abschiebung

Viele junge Geflüchtete sehen sich, neben zahlreichen anderen Herausforderungen, Fragen der beruflichen Qualifizierung gegenüber. Der Verein Ausbildung statt Abschiebung e.V. (AsA) hat genau diesen Bedarf erkannt und unterstützt insbesondere Flüchtlinge mit unsicherem Aufenthaltsstatus in ihrer beruflichen (Weiter-)Bildung. Das AsA-Team hilft dabei nicht nur bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz, sondern bietet vielfältige und den individuellen Bedürfnissen angepasste Unterstützungsangebote, wie auf der Seite von überaus nachgelesen werden kann.

Arbeitshilfe des BumF zum Umgang mit Abschiebung junger Geflüchteter

Der Bundesfachverband unbegleiteter minderjährige Flüchtlinge (BumF) beobachtet eine immer härte Vollzugspraxis bei der Abschiebung Geflüchteter. Um Menschen, die sich in der Kinder- und Jugendhilfe mit dieser Problematik konfrontiert sehen, Unterstützung anzubieten, hat der Verband nun eine Arbeitshilfe veröffentlicht. Diese enthält neben Informationen über die rechtlichen Rahmenbedingungen der Abschiebung auch konkrete Handlungsoptionen. Das Dokument kann auf der Seite des BumF entweder kostenlos heruntergeladen oder günstig als Print-Version bezogen werden.

Onlineportal für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit

Der Deutsche Volkshochschulverband hat gemeinsam mit der Universität Duisburg-Essen das vhs-Ehrenamtsportal gegründet, um insbesondere Ehrenamtliche, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren, zu unterstützen. Dazu bietet das Portal hier z.B. Informationen zu den Themenwelten „Interkulturelle Kommunikation“ oder „Asylrecht und Behördendschungel“. Zusätzlich stellt die Seite auch lizenzfreie Materialen zur Verfügung. Das Team das Ehrenamtsportals bemüht sich, sein Angebot ständig auszubauen und freut sich auch über Wünsche der Nutzer*innen. Reinschauen lohnt sich!

Mehrsprachig erklärt: Mit Teilqualifikationen zum Berufsabschluss

Ungelernte oder Geringqualifizierte haben es häufig schwer auf dem Arbeitsmarkt oder beim Aufstieg im Unternehmen. Dennoch schlummert hier Fachkräftepotenzial, das mit Teilqualifikationen gestärkt werden kann. Dabei werden aus anerkannten Ausbildungsberufen einzelne Inhaltsbausteine herausgelöst absolviert. Wie genau das funktioniert, für wen es sich lohnt und an wen man sich wenden muss, wird in einem Erklärvideo zusammengefasst – mittlerweile auch mehrsprachig in Deutsch, Englisch, Türkisch, Farsi und Arabisch.

Good Practice: Verein beramí unterstützt Migranten*innen

Der Frankfurter Verein beramí e.V. hilft bereits seit 1990 Migranten*innen bei der Integration in den Arbeitsmarkt – und dies auf vielfältige Weise. So bietet beramí Unterstützung bei der Anerkennung von im Ausland erworbener Qualifikationen, beim Erlernen der Sprache und bei der individuellen Planung des Berufswegs. Im Interview mit Christine Schumann vom Deutschen Bildungsserver teilt Projektleiterin Yasemin Yüksel-Sezginer ihre umfangreichen Erkenntnisse aus 26 Jahren Berufserfahrung.

Interkulturelle Kompetenzen bereits in der Schule wichtig

Dass sich Schüler*innen mit unterschiedlichen Kulturen und Einstellungen auseinandersetzen, ist nicht nur an Schulen mit einem hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund wichtig, sondern für alle Schüler*innen, um Vorurteilen und Diskriminierungen entgegenzuwirken. Doch häufig wird hierfür zu wenig Zeit eingeräumt, erklärt Ezel Babur, die an Schulen interkulturelle Kompetenztrainings durchführt. In einem Spiegel-Artikel gibt sie einen Einblick in ihre Arbeit.

Berufs-ABC: Wichtige Sätze für den Berufseinstieg

Für Menschen mit geringen Deutschkenntnissen stellt der berufsspezifische Wortschatz häufig eine große Hürde beim Einstieg ins Berufsleben dar. Die Seite „Meine Berufserfahrung“ schafft nun Abhilfe, indem sie ein Berufe-ABC für ca. 30 Ausbildungsberufe in insgesamt fünf Sprachen bereitstellt. Für jeden Beruf wurden dafür zentrale Begriffe übersichtlich erfasst, welche hier kostenfrei als PDF-Datei heruntergeladen werden können.

Kurz und knapp: Videos klären über gesetzliche Regelungen auf

Das Netzwerk „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ (kurz NuiF) ist eine vom Bund geförderte Initiative, die Firmen aller Branchen bei der Integration von Flüchtlingen unterstützt. Gerade die Fülle an gesetzlichen Regelungen stellt dabei eine häufige Hürde dar. In der Rubrik #NuiF erklärt veröffentlicht das Netzwerk nun regelmäßig knappe Videos mit Tipps und Tricks rund um die Themen Integration und Ausbildung.

Arbeitgeberpräsident hält fest: Wir schaffen das tatsächlich

Wie der Arbeitgeberpräsdient Ingo Kramer im Gespräch mit dem Spiegel berichtet, verlaufe die Integration von Flüchtlingen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt durchaus positiv. Die Prognosen der Bundesagentur für Arbeit seien 2018 sogar übertroffen worden.

NEU: Weiterbildung zum Interkulturellen Coach

Immer häufiger kommen Menschen unterschiedlicher Kulturkreise zusammen und agieren miteinander. Um Irritationen vorzubeugen ist hier interkulturelle Kompetenz gefragt. 2019 bieten wir neu die Weiterbildung zum Interkulturellen Coach an. Die Teilnehmenden werden in die Thematik der Interkulturalität eingeführt und erwerben interkulturelle Kompetenz. Darüber hinaus erlernen sie, Trainingskonzepte zur Vermittlung interkultureller Kompetenz zu entwickeln. Weitere Infos erhalten Sie auf unserer Internetseite.

Ein interkultureller Blick auf die deutsche Arbeitsmentalität

Beim Thema Personen mit ausländischen Wurzeln und Arbeitsmarkt geht es häufig darum, wie sie bestmöglich integriert werden können. Doch wie sieht eigentlich der Blick von der anderen Seite auf die deutsche Arbeitsmentalität aus? Dazu hat die ZEIT sechs Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen befragt – die Interviews finden Sie hier.