Neuauflage: Broschüre zu „Krankheit als Abschiebungshindernis“

Inwieweit Krankheiten gesetzlich gegen eine Ausreise oder Abschiebung sprechen können, hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder geändert. Wie die aktuelle Gesetzgebung und Rechtsprechung aussieht und was sich im Detail geändert hat, fasst die Broschüre „Krankheit als Abschiebungshindernis“ des Deutschen Roten Kreuzes zusammen. Dies kann hier kostenfrei heruntergeladen werden.

Good Practice: Projekt VIC 4 integration 

Das Projekt VIC – kurz für video casebook to support integration of young migrants / refugees – lässt Migranten*innen und Geflüchtete in Videos selbst zu Wort kommen, über Heimat, Flucht und Ankommen bzw. wie sie damit umgegangen sind. Durch das Storytelling sollen anderen Personen in ähnlichen Situationen Lösungswege aufgezeigt werden. Die Videos und weitere Infos sind auf der Projektinternetseite zu finden. 

Status quo: Integration in der Schule?

Das Ankommen zahlreicher Geflüchteter seit 2015 hat vor allem das Schulsystem in Deutschland vor eine große Herausforderung gestellt, die regional sehr unterschiedlich angegangen wurde. Willkommensklassen, Projekte und Förderungen wurden geschaffen und Fachpersonal geschult. Doch wie erfolgreich waren die Maßnahmen und wie sieht die Lage im Jahr 2020 in den Schulen aus? Diesen Fragen hat sich Journalist Anant Agarwala in seinem Buch “Das Integrationsexperiment. Flüchtlinge an der Schule – Bilanz nach fünf Jahren” gewidmet, das nun erschien. Die Süddeutsche Zeitung gibt einen Einblick.

Ist Satire der richtige Umgang mit Rassismus? 

Rassismus ist ein stark aufgeladenes Thema, auch im Kontext Schule. Hier ist es jedoch besonders wichtig, dass Schüler*innen und Lehrer*innen sich damit auseinandersetzen. Doch was ist der richtige Weg? Der YouTube-Kanal „Die Datteltäter“ hat dafür die Satire gewählt. So wollen die Macher*innen einen leichteren Zugang zum Thema schaffen und gleichzeitig zur Diskussion einladen: Kann man das so sagen? Mehr zu den Datteltätern und den Hintergründen findet man beim deutschen Schulportal.

Samirs Geschichte: „Nichts ist schlimmer als die Ungewissheit“ 

Schulabschluss, Lehre, Führerschein – und dennoch eine ungewisse Zukunft. Das ist die Geschichte von Samir, einem jungen Geflüchteten aus Afghanistan, der 2014 in Deutschland ankam und seitdem von der „37 Grad“-Autorin Ulrike Schenk begleitet wird. Die 30-minütige Reportage beschreibt seinen Weg seit seiner Ankunft und zeigt exemplarisch den Zwiespalt junger Geflüchteter zwischen ankommen, sich integrieren und Pläne für die Zukunft schmieden ohne zu wissen, in welchem Land sich diese Zukunft abspielen wird. 

Good Practice: Materialien für die pädagogische Arbeit gegen Islamfeindlichkeit 

Nach wie vor werden der Islam bzw. Muslim*innen in Deutschland häufig als Bedrohung wahrgenommen. Auch unter Jugendlichen sind antimuslimische Denkweisen verbreitet. Um diesem entgegenzuwirken, hat das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen (IDA-NRW) die Broschüre „Module für die pädagogische Arbeit gegen Islamfeindlichkeit und antimuslimischen Rassismus“ veröffentlicht. In den fünf Modulen des Präventionszirkels wird über Islamfeindlichkeit sowie die Vielfalt muslimischen Lebens in Deutschland informiert und zahlreiche Tipps zu Materialien für den Unterricht sowie weiterführende Literatur gegeben.

Good Practice: Hospiz­verein DaSein bildet Ehrenamtliche mit Migrationshintergrund aus 

Je älter Menschen werden, umso mehr schwelgen sie in Erinnerungen und in ihrer Vergangenheit. Wenn diese Erinnerungen jedoch in einer anderen Kultur und Sprache stattfinden, kann es die Sterbebegleitung nachteilig beeinflussen. Der Hospizverein DaSein hat daher Ende 2019 eine Ausbildung für Ehrenamtliche mit Migrationshintergrund begonnen, um auf die kulturelle Identität Schwerstkranker besser eingehen zu können, und wurde dafür mit dem bayrischen Integrationspreis ausgezeichnet. Mehr vom Verein berichtet die Süddeutsche Zeitung

Neuauflage der Arbeitshilfe „Soziale Rechte für Flüchtlinge“

Im Sommer des vergangenen Jahres berichteten wir in unserem Newsletter über das vom Bundestag frisch verabschiedete Migrationspaket. In Folge dessen trat gleich ein ganzes Bündel von Gesetzesänderungen in Kraft, die die sozialen Rechte Geflüchteter betreffen. Der Paritätische Gesamtverband hat daher jetzt seine Arbeitshilfe „Soziale Rechte für Flüchtlinge“ neu aufgelegt. Das Dokument umfasst u. a. die Themen Zugang zum Arbeitsmarkt und das Asylbewerberleistungsgesetz und kann bei den Paritätischen kostenfrei heruntergeladen werden kann.

Aktuelle Jobsituation von Geflüchteten in Deutschland

Das Institut für Arbeits- und Berufsforschung (IAB) untersuchte kürzlich, wie gut die Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt funktioniert, konkret: Welcher Anteil der Geflüchteten fünf Jahre nach Ankunft in Deutschland erwerbstätig ist. Zu welchem Ergebnis die Studie des IAB kommt, hat nun der Spiegel zusammengefasst.

Geflüchtete in Ausbildung: „Schmeiß doch schon mal die Kaffeemaschine an …“

Beginnen Geflüchtete in Deutschland eine Ausbildung, so gilt es mitunter Sprachbarrieren zu überwinden. Im oben genannten Beispiel hat der Auszubildende sicherheitshalber noch einmal nachgefragt, ob er jetzt wirklich die Kaffeemaschine an die Wand werfen soll. Im Berufsalltag lassen sich solche Hürden also vergleichsweise leicht überwinden. Umso schwieriger gestaltet sich dies jedoch in den Abschlussprüfungen am Ende einer jeden Ausbildung. Daher fordert nun u. a. der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) einen Nachteilsaugleich für Geflüchtete in Ausbildung. Welche Zahlen und Erfahrungswerte dieser Forderung zugrunde liegen, erfahren Sie in einem Artikel des Tagesspiegels.

Ehrenamtliche für die Arbeit mit Geflüchteten gewinnen

In den vergangenen Jahren haben sich sehr viele Menschen in Deutschland in der Flüchtlingshilfe engagiert. Doch die Zahl der Ehrenamtlichen sinkt. Heute fällt es Organisationen in diesem Bereich zunehmend schwer, Freiwillige für ihre Arbeit zu gewinnen. Doch was kann man tun? In einem Blog-Beitrag gibt der Paritätische Gesamtverband dazu konkrete Tipps.

Videoclips: Konfliktsituationen im Azubi-Alltag

Zwischen Geflüchteten, die in Deutschland eine Ausbildung beginnen, und deren Ausbilder*innen können Konflikte entstehen, die sich auf sprachliche Missverständnisse oder unterschiedliche kulturelle Wertvorstellungen zurückführen lassen. Doch wie kann man dem entgegenwirken? Überaus bietet dazu nun eine Reihe interaktiver Videoclips an – z. B. zu Themen wie „Verbindlichkeit und Zeitempfinden“ oder „Wenn Azubis nicht nachfragen“. In den Videos werden unterschiedliche Situationen im Berufsalltag – sowohl aus Sicht der Azubis, als auch aus Perspektive der Ausbilder*innen – dargestellt, die zur Reflexion eigener Denkweisen anregen sollen.

Zusammenstellung von Arbeitshilfen zum „Migrationspaket“

Mit dem sogenannten „Migrationspakets“ wurden im Sommer dieses Jahres gleich eine ganze Reihe an Gesetzesänderungen beschlossen. Da fällt es nicht leicht, den Überblick zu behalten. Verschiedene Stellen bieten daher hilfreiche Arbeitsmaterialien an. Doch auch diese muss man erst einmal finden. Hier schafft der Informationsbund Asyl & Migration jetzt Abhilfe: Auf seiner Seite hat der Bund Übersichten zu den Neuerungen, sowie auch Materialien zu einzelnen Bausteinen des Pakets, wie „Asylverfahren“ und „Arbeits- und Ausbildungsförderung“ zusammengestellt.

Arbeitshilfe: Änderungen im Asylbewerberleistungsgesetz

Im Sommer 2019 verabschiedete der Deutsche Bundestag das sogenannte „Migrationspaket“. Das Paket beinhaltet insgesamt acht Gesetze, darunter auch eine (sehr umfangreiche) Änderung des Asylbewerberleitungsgesetzes. Im Zuge dessen arbeitet der Paritätische Gesamtverband zurzeit zur Unterstützung von Berater*innen an einer entsprechenden Arbeitshilfe. Die finale Version wird in Kürze erscheinen. Eine teilweise Vorabveröffentlichung kann jedoch bereits jetzt kostenfrei auf der Seite des Paritätischen Gesamtverbands heruntergeladen werden.

Deutschkenntnisse ebnen Weg in den Arbeitsmarkt

Gute Sprachkenntnisse sind der entscheidende Faktor bei der Integration von Zuwanderern*innen in den deutschen Arbeitsmarkt. Dies konnte nun erneut eine Untersuchung des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigen. Die wichtigsten Ergebnisse sowie Handlungsempfehlungen können Sie nun kompakt in einem Artikel auf Spiegel Online nachlesen.

Rechtspopulistische Phrasen kontern

Man sitzt bei einem Familiengeburtstag an der Kaffeetafel neben dem Onkel, der lautstark kundtut, dass Flüchtlinge seiner Meinung nach viel zu viel Geld vom Staat bekommen. Oder: Die ältere Nachbarin, die immer so freundlich zu Ihren Kindern ist, lässt im Nebensatz plötzlich fallen, dass sie froh ist, dass keine Ausländer im Haus wohnen. Wie reagieren Sie in so einer Situation? Was können Sie sagen, um solchen Äußerungen tatsächlich etwas entgegenzusetzen? Anne Otto, Autorin des Buchs „Woher kommt der Hass?: Die psychologischen Ursachen von Rechtsruck und Rassismus“, gibt nun in einem Spiegel Online Artikel hilfreiche Tipps, wie Sie solche Phrasen zukünftig kontern können.

Interkulturelle Unterrichtsmaterialien

Kulturelle Vielfalt muss gefördert werden. Am besten bereits im Schulalter. Doch auch wenn dies vielen Lehrkräften bereits bewusst ist, so fehlt es ihnen doch häufig an geeigneten Unterrichtsmaterialien. Das Projekt „PILOT 4School“ schickt sich nun an, das zu ändern. Was genau sich dahinter verbirgt, können Sie auf bildungsklick nachlesen.

Steigende Zahl an ausländischen Azubis

Etwa 40 Prozent aller Ausbildungsbetriebe in Deutschland haben schon einmal ausländische Lehrlinge ausgebildet. Tendenz steigend, wie nun eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zeigt. Was die wichtigsten Voraussetzungen sind, um als Ausländer*in einen Ausbildungsvertrag unterschreiben zu können und wie es eigentlich um die Abbrecherquoten bestellt ist, können Sie nun auf Zeit Online nachlesen.

Aktuelle Zahlen zur Flüchtlingssituation in Deutschland

In den vergangenen Jahren, insbesondere zwischen 2015 und 2018, kamen hunderttausende Geflüchtete nach Deutschland. Doch es ist – zumindest medial – still geworden um dieses Thema, auch wenn die Integration natürlich keineswegs abgeschlossen ist. Die ZEIT hat sich daher nun der Frage gewidmet, wie sich die Lage heute darstellt. In einem Artikel listet sie übersichtlich die wichtigsten Fragen auf und hat die Antworten darauf mit aktuellen Zahlen unterfüttert.

Digital Streetwork gegen Rassismus

Cornelia Heyken ist Streetworkerin. Trotzdem ist sie beruflich nicht auf Deutschlands Straßen, sondern vor allem im Netz unterwegs. Digital Streetwork nennt sie ihre Tätigkeit. In einem aufschlussreichen Interview mit ze.tt spricht Heyken darüber, was genau sich hinter diesem Begriff verbirgt und wie Sie gegen die zunehmende Radikalisierung von Jugendlichen ankämpft.