Integration: Hintergrundwissen

Integrationsmanager/-in

Integration von Geflüchteten und Migranten/-innen

Um die Integration von Geflüchteten und Migranten/-innen sowie die damit verbundenen vielschichtigen Aufgaben besser zu bündeln und regional stärker zu vernetzen, arbeiten die Bundesländer gegenwärtig an Programmen zur Umsetzung dieser Punkte.

Das Sozialministerium in Baden-Württemberg hat unter diesen Gesichtspunkten einen Integrationspakt verabschiedet, der mit 116 Millionen Euro rund 1.000 Stellen für Integrationsmanager/-innen in Städten, Gemeinden und Landkreisen schafft. Diese Maßnahme soll dazu führen, dass der individuelle Integrationsprozess von Flüchtlingen direkt vor Ort besser gefördert und die aufnehmenden Gemeinden sowie die vielen ehrenamtlichen Helfer/-innen entlastet werden.

Aufgaben der Integrationsmanager/-innen

Das Integrationsmanagement vereinbart dabei diverse Aufgabenbereiche.

Sozialberatung

Grundlage der Tätigkeit des/der Integrationsmanagers/-in ist das Beratungsgespräch zu allen Belangen und Fragen des täglichen Lebens. In persönlichen Gesprächen wird anhand von freiwillig zur Verfügung gestellten, personenbezogenen Daten (z. B. Sprachkenntnisse, Beruf, Schulabschluss) ein Profil erstellt, welches als Ausgangspunkt für den zu erstellenden Integrationsplan dient. Die Sozialberatung versteht sich dabei als bedarfsorientiert, niedrigschwellig und kultursensibel.

Erstellen eines Integrationsplans

Der Integrationsplan hilft dem/der Integrationsberater/-in Geflüchtete gezielt und individuell zu beraten sowie die einzelnen Schritte des Integrationsprozesses und daraufhin gemachte Vereinbarungen festzuhalten.

Netzwerkarbeit

Um die Selbstständigkeit von Geflüchteten im Integrationsprozess zu fördern, ist es im Integrationsmanagement besonders wichtig, sich ein Netzwerk mit verschiedenen Ansprechpartnern, wie zum Beispiel kommunalen Integrationsbeauftragten, lokalen Anbietern von Integrationskursen, Jobcentern, Sportvereinen oder Netzwerken des bürgerlichen Engagements, aufzubauen und zu pflegen.

Wer eignet sich zum/zur Integrationsmanager/-in?

Die Arbeit als Integrationsmanager/-in eignet sich besonders gut für pädagogische Fachkräfte, Sozialarbeiter/-innen, Lehrer/-innen, aber auch für Personen, deren Studienschwerpunkt öffentliche Verwaltung, Islamwissenschaften, interkulturelle Kommunikation oder Sprachwissenschaft ist, sowie Fachkräfte aus Kommunen und anderen Institutionen, die im Rahmen ihrer Aufgaben im weitesten Sinne für den Bereich Integration zuständig sind.

Arbeitsort und Kooperation von Integrationsmanagern/-innen

Die Ausschreibung der Stellen für Integrationsmanager/-innen erfolgt über die Träger. Antragsteller sind Städte, Gemeinden und Landkreise, als auch Träger der freien Wohlfahrtspflege.

Weiterbildungen und Fortbildungen für Integrationsmanager/-innen

Das Institut für Bildungscoaching bietet Ihnen als Fortbildungsmöglichkeit die Weiterbildung zum Integrationscoach an. Diese Weiterbildung ist speziell für Personen konzipiert, die mit Migranten/-innen und Geflüchteten arbeiten und diese bei der Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt unterstützen sowie interkulturelle Kompetenzen für ihre Arbeit im Integrationsbereich erwerben oder trainieren möchten.

Aufbauend kann dann die Qualifizierung zum/zur Integrationsberater/-in absolviert werden. Folgende Module gehören zu der Qualifizierung:

Weiterbildung zum Integrationscoach

Weiterbildung zum/zur interkulturellen Deutschtrainer/-in

Weiterbildung zum/zur Trainer/-in für Berufsorientierung für Flüchtlinge

Weiterbildung zum Systemischen Coach für Flüchtlinge