Keine Cookies mehr: Google stellt Onlinewerbung auf den Kopf

Die Ankündigung könnte simpler nicht sein: Google will Drittanbieter-Cookies im eigenen Chrome-Browser nicht mehr ermöglichen. Für private Internetnutzer heißt es schlicht, dass weniger Daten über sie beim Surfen gesammelt werden. Die Werbebranche wird jedoch dadurch komplett auf den Kopf gestellt, zumindest der Teil, deren Konzept auf diesen Cookies basiert. Zugleich zeigt es, welche Macht Google tatsächlich hat und auch weiterhin haben wird, denn das Unternehmen wird nicht auf Werbemöglichkeiten verzichten. Mehr zu den Hintergründen und Folgen für Nutzende sowie Marketingunternehmen hat die Süddeutsche Zeitung zusammengefasst.

Datenaustausch zwischen den Behörden vereinfacht

Deutsche Behörden sind wohl eher dafür bekannt, großen Wert auf den Datenschutz zu legen, aber nicht unbedingt auf eine einfache digitale Datenverwaltung. Das Registermodernisierungsgesetz, das sowohl vom Bundestag als auch vom Bundesrat verabschiedet wurde, soll dies nun regeln. Zukünftig wird die Steuer-Identifikationsnummer um Stammdaten erweitert und somit der Datenaustausch zwischen einzelnen Ämtern erleichtert, zum Beispiel für die Beantragung des Elterngeldes, wofür Eltern bislang zahlreiche Unterlagen einreichen müssen. Was genau hinter dem Gesetz steckt und welche Bedenken bestehen, erklärt die Frankfurter Allgemeine in einem Artikel.

Kommt der Uploadfilter oder nicht?

Datenschutz und das Urheberrecht sind zwei wichtige Aspekte im Umgang mit der Internetnutzung. Laut einem neuen Gesetzentwurf sollen bald Plattformen für die individuellen geteilten Inhalte ihrer Nutzer verantwortlich gemacht werden können. Die Zeit gibt einen Einblick in die umstrittene Thematik.

Aufregung um neue WhatsApp-Nutzungsbedingungen

Fast jeder benutzt ihn täglich oder regelmäßig – den WhatsApp Messengerdienst. Ab dem 8. Februar gelten allerdings neue Nutzungsbedingungen und damit verknüpfte Datenschutzrichtlinien. Alles wichtige rund um die Verknüpfung mit Facebook und der Verwendung und Verwaltung der sensiblen Daten fasst ein Spiegel-Artikel zusammen.

BGH entscheidet: Raubkopie vs. Datenschutz

Illegal hochgeladene Filme, u. a. auf der Videoplattform YouTube, sind stark geschäftsschädigend und somit ein großes Ärgernis für Filmverleiher. Dennoch haben sie nicht das Recht, umfassend Benutzerdaten bei den entsprechenden Portalen anzufordern – so entschied es der Bundesgerichtshof. Mehr zum Urteil und den Hintergründen hat die Zeit zusammengefasst.

Müssen Messenger-Dienste besser überwacht werden?

Messenger-Dienste, wie Whatsapp, Signal und Telegram, geraten immer wieder ins Visier von Sicherheitsbehörden, vor allem nach Anschlägen. Denn Informationen, die über die Dienste laufen und für die Gefahrenlage sowie die Ermittlungen relevant sein könnten, dürfen nicht von den Behörden eingesehen werden. Eine Resolution des EU-Ministerrates soll dies nun ändern und Messenger-Dienste veranlassen, dass es für Sicherheitsbehörden einen Zugriff auf die Nachrichten gibt. Experten kritisieren jedoch: Nicht der Mangel an Daten ist das Problem, sondern der Informationsfluss und die Einschätzung bereits vorhandener Daten. Genaueres zur Resolution und der Kritik daran hat die Zeit zusammengefasst.

BGH urteilt: Kein uneingeschränktes Recht auf Vergessenwerden 

In der DSGVO ist u. a. das sogenannte Recht auf Vergessenwerden – sprich das Löschen personenbezogener Daten festgeschrieben. Doch auch dieses Recht hat Grenzen, wie zwei Entscheidungen des Bundesgerichtshofes nun zeigen. In beiden Urteilen wird deutlich, dass immer auch eine Interessenabwägung und die Meinungsfreiheit mitberücksichtigt werden muss. Die Details zu beiden Urteilen sind bei der Süddeutschen Zeitung zu lesen. 

Cookie-Warnung auf Internetseiten was steckt dahinter? 

Wer kennt es nicht: Eine Internetseite wird geöffnet und als Erstes erscheint der Cookie-Warner, den viele einfach wegklicken. Doch es lohnt sich, einmal genauer hinzuschauen, was sich dahinter verbirgt. Die Süddeutsche Zeitung bringt Aufschluss. 

Videodienste: Chance für die Lehre oder Datenschutzproblem? 

Videodienste, wie Skype, Microsoft Teams und Zoom, haben während des Lockdowns für viele Home Office und Home Schooling erst möglich gemacht. Seit Beginn an stehen sie datenschutzrechtlich aber auch in der Kritik. Vor allem die Berliner Datenschutzbeauftragte Maja Smoltczyk hat sich hier besonders hervorgetan und ihre Kritik Anfang Juli untermauert. Ihre Kritikpunkte hat die Süddeutsche Zeitung zusammengefasst.

Wird Gesetz gegen Hasskri­minalität zur Datenkrake? 

Die Bundesregierung bringt das Gesetz zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität auf den Weg. Das klingt erst einmal gut, soll es doch vor allem Hetze im Internet bekämpfen. Die Zahl der Kritiker ist jedoch groß, denn das Gesetz ermächtigt das BKA, hochsensible Daten zu sammeln. Zudem müssen soziale Netzwerke rechtswidrige Inhalte umgehend dem BKA melden, samt IP-Adresse. Kritiker sehen hier nicht nur die Gefahr, dass der Datenschutz ausgehöhlt wird, sondern auch, dass die Netzwerke aus Angst vor hohen Strafen überkritisch Beiträge übermitteln. Um gegen Hassrede vorzugehen, hätte es andere, sinnvollere Stellschrauben gegeben – bspw. mehr Geld für qualifiziertes Personal. Die Kritikpunkte und Gegenvorschläge zum Gesetz trägt die Zeit in einem Artikel zusammen. 

Online-Unterricht zu Corona-Zeiten Jetzt kommt die Frage nach dem Datenschutz 

Als die Schulen bundesweit geschlossen wurden, musste überall schnell eine digitale Lösung für den Unterricht her – häufig in Eigenregie der Lehrkräfte. Dabei wurde der Datenschutz nicht immer gleich mitgedacht. Dies könnte sich in Thüringen nun für die Schulen rächen. Dort kündigte der Landesdatenschutzbeauftragte eine genauere Prüfung aufgrund von Beschwerden an. Mehr dazu lesen Sie im Artikel der Süddeutschen Zeitung

Sichere Passwörter Entschuldigung, wir meinten natürlich: 5/chere P4ssw0erter

Wie sicher wir uns im Netz bewegen, das hängt u. a. davon ab, wie gut die Passwörter sind, die wir beim Online-Versandhandel, beim Streaming-Dienst oder bei den Social-Media-Plattformen unserer Wahl benutzen. Um nur einige Beispiele zu nennen. Um Ihre Konten zu schützen, sollten Sie sich also möglichst sichere Passwörter zulegen. Aber was genau macht ein Passwort eigentlich sicher? Und gilt eigentlich noch immer die Regel, dass man seine Passwörter in regelmäßigen Abständen ändern sollte? Die ZEIT klärt auf und gibt Ihnen die fünf wichtigsten Tipps für sichere Passwörter.

Neue Facebook-Funktion sorgt für mehr Durchblick

„Aktivitäten außerhalb Facebook“ – so nennt Facebook ein neues Tool, welches nun auch deutschen Nutzern*innen zur Verfügung gestellt wird. Was sich dahinter verbirgt? Mit der neuen Funktion ermöglicht es Facebook seinen Usern erstmals, zu überprüfen, welche Apps und Websites Daten mit Facebook teilen. Und sorgt damit für mehr Transparenz. In einem interessanten Spiegel-Artikel wird nun sehr schön illustriert, wie diese Datenweitergabe abläuft. Zudem finden Sie dort eine Anleitung, wie Sie bereits über Sie gesammelte Daten von Ihrem Facebook-Profil lösen können.

Broschüre „Fotografieren und Datenschutz“ für den besseren Durchblick

Es war noch nie so einfach wie im Zeitalter der Tablets & Smartphones, schöne Momente und Ereignisse als Foto festzuhalten; und diese dann mit anderen zu teilen. Betrachtet man das Fotografieren jedoch aus der Perspektive des Datenschutzes, ploppen schnell eine ganze Reihe Fragen auf: Gilt die DSGVO eigentlich für alle Fotos? Und darüber hinaus: Welche rechtlichen Grundlagen muss ich eigentlich berücksichtigen, wenn ich Fotos anfertige? Wenn Sie diese Fragen nicht sicher beantworten können, dann finden Sie auf der Seite des Datenschutzbeauftragten Baden-Württemberg entsprechende Antworten.

Die Broschüre kann zudem kostenfrei heruntergeladen werden.

Droht mir ein Bußgeld, wenn ich eine Datenpanne melde?

Eine Frage, die sich in der Praxis häufig stellt. Angenommen, ich sende eine E-Mail an eine Gruppe von Empfängern*innen, jedoch aus Versehen über einen offenen Verteiler. Und nun kann plötzlich jeder der Adressaten auf alle E-Mail-Kontakte zugreifen. Klarer Fall von Datenpanne. Aber muss ich jetzt mit einem Bußgeld rechnen, wenn ich mich selbst bei der zuständigen Aufsichtsbehörde melde? Auf diese Frage gibt der Datenschutzticker nun eine (erfreuliche) Antwort.

Datenschutz-Update Ab wann braucht mein Betrieb eine*n Datenschutzbeauftragten?

Bisher galt: Hat ein Betrieb 10 Angestellte oder mehr, ist er verpflichtet eine*n Datenschutzbeauftragten zu ernennen. Dieser Schwellenwert steht jedoch seit Einführung der DSGVO immer wieder in der Kritik. Nun hat sich der Bundestag damit beschäftigt und beschlossen, diese Zahl zukünftig anzuheben. So brauchen ab sofort nur noch Betriebe mit mindestens 20 Personen eine*n Beauftragten für Datenschutz. Warum diese Entscheidung jedoch nicht nur positiv zu bewerten ist, kann man auf datenschutzkanzlei.de nachlesen.

Datenschutz-Radar: Orientierung im DSGVO-Dschungel

Abmahnungen, Bußgelder, Datenschutzverstöße – die DSGVO ist und bleibt ein wichtiges Thema. Doch wie genau werden Verstöße gegen den Datenschutz in der Praxis von Gerichten und Aufsichtsbehörden denn eigentlich geahndet? Die Datenschutzkanzlei Herting Oberbeck bietet dazu auf ihrer Seite ab sofort einen Datenschutz-Radar an, auf dem aktuelle Rechtsprechungen veröffentlicht und übersichtlich zusammengefasst werden. Zudem enthält jeder Beitrag ein Fazit der Datenschutzkanzlei mit hilfreichen Tipps für Unternehmen und Datenschutzbeauftragte.

Digitaler Frühjahrsputz: Das Data Detox Kit zeigt, wie’s geht

Egal ob durch Nutzung von Facebook, Instagram oder alternativen Apps – im Laufe unseres User-Lebens sammeln sich unzählige Informationen über uns an, ob nun gewollt oder ungewollt. Angesichts dieses Datendschungels empfiehlt sich daher ein regelmäßiger digitaler Frühjahrsputz: Doch wo anfangen? Und wie kann ich sicherstellen, dass ich am Ende nicht doch etwas Wichtiges vergessen habe? Hier schafft das Data Detox Kit Abhilfe. Es zeigt in kurzen Anleitungen, wie man im Laufe von 8 Tagen sein Nutzungsverhalten überprüfen und sich zukünftig möglichst datensparsam durchs Internet bewegen kann.

Mit den Kollegen*innen per WhatsApp kommunizieren?

Sich per WhatsApp im Unternehmen abzusprechen, erscheint naheliegend, da Viele den Messenger-Dienst ohnehin bereits im privaten Rahmen nutzen. Andererseits fällt WhatsApp auch immer wieder durch Datenschutzverstöße auf, was die Frage aufwirft, ob es klug ist, möglicherweise sensible Daten per WhatsApp zu übermitteln. Was also tun? Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht fasst nun in seinem Tätigkeitsbericht zusammen, worauf Verantwortliche achten sollten, wenn sie WhatsApp zur internen Kommunikation nutzen wollen.

Ein weites Feld: FAQ zum Datenschutz schafft Abhilfe

Mit dem Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sahen sich die zuständigen Stellen plötzlich einer Flut von Anfragen gegenüber. Da bestimmte Fragen immer wieder auftauchten, hat der Hessische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit nun Antworten – übersichtlich nach Themen sortiert – auf einer FAQ-Seite zusammengestellt. Auch wenn diese sich speziell an hessische Unternehmen richtet, dürfte sie für Datenschutzbeauftragte deutschlandweit eine gute Orientierung sein.