Gibt es jetzt schon die „Generation Corona“?

In Wirtschaftskrisen haben es junge Leute in der Regel am schwersten. Sie werden häufig als Erste gekündigt, da sie zuletzt eingestellt wurden, oder finden keine Lehrstelle. Das zeichnet sich auch aktuell in der Corona-Krise ab. Kann man aber bereits von einer „Generation Corona“, einer vergessenen Generation sprechen? Die Zeit wirft in einem Artikel einen Blick nach Österreich und die Lage dort auf dem Arbeitsmarkt.

Freiwilliges Jahr: mehr zeitliche Flexibilität gewünscht

Wo soll beruflich die Reise hingehen? Für Schüler*innen gibt es mittlerweile während und nach der Schulzeit verschiedene Wege, sich beruflich zu orientieren. Einer davon ist ein freiwilliges Jahr nach dem Schulabschluss, zum Beispiel im sozialen oder im landwirtschaftlichen Bereich. Die Entscheidung hierfür will gut überlegt sein: Je nach gewähltem Bereich gibt es Wartelisten oder Beschränkungen beim zeitlichen Zugang. Einen Überblick über die derzeitige Situation gibt die Süddeutsche Zeitung. Ebenso wird aufgezeigt, wo die Problemfelder liegen, bspw. in der zeitlichen Flexibilität.

Was ich als Erstsemester gerne gewusst hätte

Wer hätte nicht schon gerne in seinem ersten Semester gewusst, was im Laufe seines Studiums so auf ihn zukommt. Nicht wenige hätten sich dann vielleicht noch mal umentschieden. Um zahlreichen Studienwechseln oder gar -abbrüchen entgegenzuwirken, gehen in der Spiegel-Reihe „Studienfächer erklärt“ Absolventen*innen der 30 beliebtesten Studienfächer der Frage nach: „Was ich als Erstsemester gerne gewusst hätte?“

Wie wirkt gendergerechte Sprache auf die Berufswahl?

Beeinflusst Sprache die Gesellschaft oder bildet sie diese nur ab? Im Zusammenhang mit gendergerechter Sprache stellt sich diese Frage immer wieder, zum Beispiel wenn der Duden weiblichen Berufsbezeichnungen einen eigenen Beitrag widmet. Die Linguistin Gabriele Diewald erklärt im Interview mit dem Spiegel, warum der sprachliche Wandel immer als Teil des gesellschaftlichen Prozesses gesehen werden muss.

Auf ins Arbeitsleben! Oder lieber abwarten?

Hochschul- oder Uniabsolventen, die im letzten Jahr ihr Studium abschließen wollten, standen und stehen vor schweren Entscheidungen: Soll man aktuell wirklich auf den Arbeitsmarkt starten oder lieber an der Hochschule/Uni verweilen, bis die Pandemie stärker unter Kontrolle gebracht wurde? Die Seite WirtschaftsWoche hat dieses Thema aufgegriffen und interessante Stellungnahmen von Lehrkräften der weiterführenden Bildungsinstitutionen dargelegt.

Mit Hauptschulabschluss zum Jura-Studium

Wer an Jura, Anwälte und Gerichtsverfahren denkt, geht meist vom klassischen Bildungsweg für Juristen*innen aus – einem guten bis sehr guten Durchschnitt beim Abitur als Voraussetzung für ein anschließendes Studium mit erstem und zweitem Staatsexamen. Dass dieser Weg nicht der Einzige ist, zeigt der Spiegel im Interview mit Kevin, der bereits den Weg bis zum 1. Staatsexamen mit einem Hauptschulabschluss als Grundlage geschafft hat.

#SheTransformsIT will Mädchen begeistern

In der Informatik herrscht ein deutliches Ungleichgewicht in der Geschlechterverteilung. Der Grundstein dafür wird in Deutschland bereits häufig im Kindesalter gelegt – Mädchen werden seltener an die Arbeit mit Computern herangeführt. Mangelnde Akzeptanz in der Gesellschaft und von Verwandten setzt diesen Trend dann meist auch im Studienalter fort, viele Studentinnen brechen ihr Informatikstudium vorzeitig ab. Die Informatik-Professorin Ira Diethelm spricht im Interview mit der Süddeutschen Zeitung über das neu gegründete Bündnis #SheTransformsIT, die vorliegenden Probleme und mögliche Lösungsstrategien.

Qual der Berufswahl: Traumjob oder Sicherheit?

Bei der Wahl des Berufes geht es auch um die Frage: Möchte ich einen Job, der Spaß macht oder der mir Sicherheit gibt? Eine Zeit lang wollten junge Menschen sich vor allem selbstverwirklichen. Berufsberatende begegnen nun aber immer mehr Schüler*innen, die nach Sicherheit suchen – nicht selten vom eigenen Umfeld beeinflusst. Doch schließen Sicherheit und Sinnhaftigkeit sich immer aus? Und worauf kommt es bei der Berufswahl wirklich an? Das verrät ein Spiegel-Artikel.

Nachhaltigkeitsmanagement als neues Berufsfeld

Nicht nur Privatmenschen stellen sich die Frage, wie nachhaltiges und ökologisches Handeln aussehen kann, auch in Unternehmen wird dies immer wichtiger – zum einen um Verantwortung zu übernehmen, zum anderen um das unternehmerische Leitbild zu schärfen. So entstehen neue Berufsbilder, wie bspw. das des*r Nachhaltigkeitsmanagers*in. Was alles dazu gehört und wie die Berufschancen aussehen, hat die Süddeutsche Zeitung zusammengefasst.

Wie Corona die Berufsorientierung erschwert

In den letzten Wochen und Monaten wurde häufig darauf hingewiesen, dass vor allem junge Menschen unter der Corona-Pandemie leiden: Kontaktbeschränkungen, angespannte Situation in Schule, Uni oder Ausbildung, ungewisse Zukunft. Der Soziologe Michael Corsten hat dazu das Forschungsprojekt „Generation Corona“ gestartet, um die Situation näher zu beleuchten. Im ze.tt-Interview macht er deutlich, wie vor allem Jugendliche im Übergang vom Schulleben in die Berufswelt vor schwierige Fragen gestellt werden. 

Triales Studium: Führungskräfte im Handwerk gesucht

Das duale Studium – die Verbindung aus Ausbildung und Studium – ist allgemein bekannt, das triale Studium wohl eher weniger. Hier können junge Menschen in vier Jahren drei Abschlüsse im Handwerk machen: Geselle, Meister und Bachelor, wodurch vor allem Führungskräfte von morgen herangezogen werden sollen. Doch ist das überhaupt schaffbar und wie gut können sich die jungen Chefs gegenüber den erfahrenen Mitarbeitenden durchsetzen? Im Magazin brand eins erzählen drei Absolvent*innen ihre Geschichte.

Motivation als wichtige Stellschraube bei der Berufswahl

Bezogen auf die Berufswahl heißt es immer, dass der Grundstein hierfür zeitig in der Schulzeit gelegt werden soll. Doch für viele Schüler*innen ist es schwer, den Traumjob zu definieren, wenn sie kaum Einblick in die Berufswelt haben und nur die Erfahrungen ihrer Umgebung kennen. Der Spiegel hat Kriterien und wichtige Fragen zusammengestellt, die junge Menschen sich bei der Berufswahl stellen sollten.

Die Underdogs der Ausbildungsberufe 

Das Bundesinstitut für Berufsbildung veröffentlicht jährlich die Rangliste der nachgefragtesten Ausbildungsberufe. Bewerber*innen, die sich für diese interessieren, haben hier häufig einen starken Konkurrenzkampf. Doch unter den über 300 anerkannten Ausbildungsberufen gibt es auch die Underdogs, bei denen es sich lohnt, einmal genauer hinzuschauen. Das Change Magazin stellt sieben in einem Porträt vor. 

Online-Format EdTales zeigt Wege in der Hochschulwelt 

Die Menschen und Wege in der Hochschullandschaft sind vielfältig. Dies macht es für viele auf den ersten Blick jedoch schwer, den passenden Weg für sich zu finden. Das Online-Format EdTales des Bundesministeriums für Bildung und Forschung stellt vier Personen – Florence, Bashir, Lena und Nils – vor. Es wird erklärt, wie sie mithilfe von Tools und Vernetzung in der EU das Richtige für sich entdeckt haben, sei es zu der Frage, ob überhaupt ein Studium, ein Studium im Ausland oder ein Studium als Berufstätige*r. 

Deutlich weniger Bafög-Empfänger*innen 2019 

Das statistische Bundesamt veröffentlichte kürzlich, dass sich der Trend der vergangenen Jahre fortsetzte und 2019 erneut deutlich weniger Personen Bafög bezogen. Gleichzeitig wurde jedoch darauf hingewiesen, dass sich dies 2020 voraussichtlich umkehren wird. Aufgrund der Corona-Krise seien wieder mehr Schüler*innen und Studierende auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat die Zahlen und die aktuellen Regelungen zum Bafög während der Corona-Krise in einem Artikel zusammengefasst. 

Was möchte ich werden? – Dossier für Selbstreflexion in der Berufsorientierung 

Neben dem Aufzeigen verschiedener beruflicher Wege gehört ebenso zur Berufsorientierung, die Jugendlichen zu befähigen, sich selbst zu reflektieren: Wo liegen meine Stärken? Was sind meine Interessen? Was möchte ich machen? Um diese Reflexion in Einzel- sowie Gruppengesprächen zielführend gestalten zu können, gibt es beim Berufsorientierungsprogramm BOP ein Dossier mit hilfreichen Tipps zur Gesprächsführung und der Rolle der pädagogischen Fachkraft. 

Positiver Corona-Effekt: Freiwilligendienste werden mehr nachgefragt 

Die Pläne vieler Schulabgänger*innen wurden dank Corona durcheinandergewirbelt – denn Ausbildung, Studium oder der Auslandsaufenthalt können nicht wie geplant starten. Um die Zeit effektiv zu nutzen und auch etwas für die berufliche Zukunft zu tun, entscheiden sich dieses Jahr viele junge Menschen für einen Bundesfreiwilligendienst oder ein freiwilliges soziales Jahr. Zwei von ihnen stellt der NDR in einem Videobeitrag vor.

Materialien für Berufswahl und die erste Bewerbung 

Was will ich mal werden und wie kann ich mich dafür bewerben? Das sind die entscheidenden Fragen bei der Berufswahl junger Menschen. Die Berliner Ausbildungsinitiative #seiDUAL bietet hierfür sowohl für Jugendliche als auch für Lehrkräfte übersichtliche Materialien zu verschiedenen Themenblöcken, wie z. B. Berufrecherche, Gestaltung einer Bewerbung, Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch. Die Materialien in einfacher Sprache finden Sie hier

Trotz Corona-Krise: Azubis in der Chemie- und Pharmabranche gesucht 

In wenigen Monaten beginnt das nächste Ausbildungsjahr und trotz der angespannten Arbeitsmarktsituation melden insbesondere die Chemie- und Pharmabranche noch zahlreiche freie Ausbildungs- und duale Studienplätze. Problem dabei ist vor allem, dass die üblichen Wege der Azubi-Gewinnung, wie Ausbildungsmessen, Tag der offenen Tür oder Praktika, nicht genutzt werden können. Berufsorientierungs-Chats können hier eine Alternative sein. Mehr dazu ist einem Artikel der Frankfurter Allgemeinen zusammengefasst. 

Notfonds: Studierende in finanzieller Not 

Die Corona-Krise bringt viele Studierende derzeit in eine prekäre Lage. Eine Studie von Zenjob legt offen, dass 40 Prozent der Studierenden ihren Nebenjob nicht mehr ausüben können, 22 Prozent haben dadurch ernsthafte finanzielle Probleme. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung gewährt zwar einen Zinsnachlass beim Studienkredit und hat einen Notfonds aufgelegt. Das ist jedoch zu wenig, kritisieren die Studierendenvertretungen. Die Details dazu hat die Süddeutsche Zeitung zusammengefasst.