Berufsorientierung als Chance gegen Radikalisierung

Etwa jede*r fünfte Bürger*in in Deutschland fühlt sich vom Rest der Gesellschaft abgehängt. Dies betrifft auch die junge Generation, insbesondere Jugendliche, die nur schlechte Aussichten auf dem Berufs- und Ausbildungsmarkt haben. Der Bildungsforscher Klaus Hurrelmann befürchtet als Folge eine zunehmende Radikalisierung und erklärt in der FAZ, welche positiven Signale die Politik setzen kann, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Hauptschulabschluss und dann?

Eine kürzlich veröffentlichte Studie des Deutschen Jugendinstituts zeigt, wie besorgt Hauptschüler*innen kurz vor ihrem Abschluss aufgrund ihrer beruflichen Zukunft sind. Die Leiterin der Studie, Birgit Reißig, erklärt im Spiegel-Interview, mit welchen Ängsten und Problemen Hautschulabsolvent*innen dabei zu kämpfen haben.

10 Jahre BOP Rückblick und Ausblick

Das Berufsorientierungsprogramm BOP feierte kürzlich zehnjähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums blickte die verantwortliche Bundesbildungsministerin Anja Karliczek auf die Meilensteine des Programms in den letzten Jahren, umriss aber auch, wie sich BOP im Wandel der Arbeitswelt ebenso ändern muss. Rückblick und Ausblick des BOP sind hier zusammengefasst.

Nachwuchs fehlt: Chemie, Physik & Co. müssen Schüler/-innen wieder begeistern

Vor allem im naturwissenschaftlich-technischen Arbeitsfeld fehlt der Nachwuchs. Um hier dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, müssen nicht nur die Ausbildungen und Studiengänge attraktiver gestaltet werden, sondern insbesondere die Begeisterung für Naturwissenschaften und Techniken in der Schule geweckt werden. Doch hier liegt einiges im Argen, wie ein pensionierter Chemie-Lehrer in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung erläutert.

Soziales Umfeld beeinflusst entscheidend die Berufswahl

Für viele Jugendliche ist bei der Wahl des zukünftigen Berufes nicht entscheidend, ob die Tätigkeiten interessant sind, sondern was das eigene soziale Umfeld vom angestrebten Beruf hält. Das ergab eine Befragung des aktuellen BIBB Reports. Dies ist vor allem für Handwerksberufe problematisch: zum einen ist hier der Azubi-Mangel deutlich spürbar, zum anderen fehlt es an Wissen über Handwerksberufe und deren Tätigkeiten, sodass aufgrund von Vorurteilen oder Nicht-Wissen Handwerksberufe weniger anerkannt sind. Wie das soziale Umfeld die Berufswahl beeinflusst und wie dagegen gesteuert weden kann, hat das BIBB in einem Beitrag zusammengestellt.

Für und Wider: verpflichtendes freiwilliges Jahr nach der Schule

Der Schulabschluss ist geschafft, doch was nun? Ausbildung, freiwilliges soziales / ökologisches / kulturelles Jahr oder doch erst mal reisen? Derzeit können dies Schüler*innen noch selbst entscheiden, es gibt jedoch auch vermehrt Stimmen, die für ein verpflichtendes freiwilliges Jahr im sozialen, ökologischen oder kulturellen Bereich plädieren. Was dafür und was dagegen spricht, darüber diskutieren zwei Redakteure im Fluter-Artikel.

Kompetenzerfassungs-tools für die Beratung Geflüchteter und Migranten*innen

Das EU-geförderte Projekt SCOUT hat einen Methodenkoffer für die Kompetenzerfassung in der Beratung von Geflüchteten und Migranten*innen zusammengestellt. Das Toolkit gibt einen Überblick über ausgewählte Tools aus Deutschland und anderen europäischen Ländern und informiert über die Bezugsquellen. Daneben wurde der ProfilPass in einfacher Sprache erarbeitet. Das SCOUT-Toolkit und der ProfilPass in einfacher Sprache können hier kostenlos heruntergeladen werden.

Online-Plattform: IT-Berufe für Schülerinnen erlebbar machen

Um die Berufsorientierung von Schülerinnen im Bereich der IT-Berufe zu stärken, entwickelt derzeit das Team des Digital-Me-Projektes eine interaktive Plattform, über welche sich Schülerinnen über verschiedene IT-Berufe informieren und spielerisch erkunden können, wo hier ihre Stärken liegen. Derzeit wird die Online-Plattform an Münsteraner Schulen getestet und Anfang 2019 soll sie bundesweit zugänglich sein. Weitere Infos sind hier in einem Video zusammengefasst.

Tipps und Tricks für das BOP-Videotagebuch

Zum Berufsorientierungsprogramm BOP gehören neben der Potenzialanalyse auch die Werkstatttage, um verschiedene Berufsfelder auch praktisch auszuprobieren. Für die eigene Dokumentation der Erlebnisse während der Werkstatttage können Jugendliche ein Videotagebuch führen. Auf der BOP-Internetseite werden Methode und Ablauf Schritt für Schritt erklärt sowie Tipps für eine gelungene Umsetzung gegeben. Weitere Infos zum BOP-Videotagebuch gibt es hier.

Gender-Pay-Gap beginnt bereits bei Ausbildungswahl

Wie geschlechtsspezifisch die Wahl des Ausbildungsberufes nach wie vor ist, zeigt eine Sonderauswertung des KfW-Mittelstandpanels. Demnach entscheiden sich junge Frauen eher für Berufe im Dienstleistungsbereich und für den schulischen Ausbildungsweg, zudem lernen sie häufiger in Kleinstunternehmen. Daraus resultiert, dass weibliche Auszubildende im Schnitt weniger verdienen als männliche Azubis. Die Ergebnisse der Sonderauswertung sind im Artikel der Frankfurter Allgemeinen zusammengefasst.

Helmholtz-Broschüre: Schülerexperimente für die Schule und zu Hause

Um die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen zu entdecken, müssen Schüler*innen sich auf spielerische Weise ausprobieren können – vor allem um Begeisterung für MINT-Berufe zu wecken. Die Helmholtz-Gemeinschaft hat hierfür in einer Broschüre einfache Schülerexperimente mit schrittweiser Anleitung zum Nachmachen zusammengestellt,

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Schülerfirma erfolgreich in der realen Welt

Wie das Projekt „Schülerfirma“ nicht nur erfolgreich in der Schule umgesetzt werden, sondern auch auf dem freien Wirtschaftsmarkt bestehen kann, zeigt die Schülerfirma Pacato von Hamburger Abiturienten*innen, die Füllfederhalter aus Gewehrpatronenhülsen selbst herstellen, vermarkten und den Gewinn für einen guten Zweck spenden. Die Geschichte der Schülerfirma erzählt der Spiegel Online.

Azubimangel vs. Mangel an Ausbildungsplätzen

Der Azubi- und Fachkräftemangel ist zurzeit in aller Munde. Gleichzeitig zeigen jedoch auch die Zahlen, dass es mehr Bewerber*innen als Ausbildungsplätze gibt – Tendenz steigend. Wo die Ursachen der sogenannten Passungsprobleme liegen und wie diesen entgegengewirkt werden kann, fasst ein Spiegel-Artikel zusammen.

Traumberuf in bewegten Bildern finden

Den passenden Beruf für sich finden, ist nicht leicht – vor allem wenn man sich unter den zahlreichen Berufsbezeichnungen überhaupt nichts vorstellen kann. Azubi TV – ein Projekt der Handwerkskammer Region Stuttgart – hat für verschiedene Handwerksberufe kleine Videos erstellt, die Einblicke in den jeweiligen Berufsalltag geben, Darsteller*innen sind Azubis aus der Region.

Test: Welcher MINT-Typ bist du?

Der fehlende Fachkräftenachwuchs zeigt sich derzeit am deutlichsten in den MINT-Berufen. Um hier nachzusteuern, gibt es bereits verschiedene Angebote für Schüler*innen, insbesondere Mädchen und junge Frauen stehen dabei im Fokus. So stellt der Nationale Pakt für Frauen in MINT-Berufen „Komm, mach MINT“ auf seiner Internetseite Infos zu Ausbildung und Studium, Good Practice, Unterrichtsmaterialien, Apps und Podcasts zur Verfügung. Ob und auf welchem Gebiet man überhaupt Interesse am MINT-Bereich hat, kann man kostenlos beim MINT-Test herausfinden.

Neu: Checklisten fürs Schülerbetriebspraktikum

Ein Schülerbetriebspraktikum kann entscheidende Weichen für die spätere Berufswahl stellen. Damit dieses auch erfolgreich verläuft, haben die Bundesagentur für Arbeit und das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Checklisten für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung für alle am Praktikum Beteiligten – Schüler*innen, Lehrer*innen, Betreuer*innen im Betrieb sowie Eltern – erstellt. Die Broschüre mit den Checklisten und hilfreichen Tipps kann hier gratis heruntergeladen werden.

Die Abenteuer der Versicherungskaufleute

Versicherung und aufregender Job? Das sind Begriffe, die für viele nicht zusammenpassen. Da heutzutage aber alles Mögliche versichert werden kann, ist die Versicherungsbranche sehr facettenreich geworden. Die Süddeutsche porträtiert in einem Artikel  drei Versicherungsangestellte, die von ihren Erlebnissen rund um die Welt berichten.

Sozialer Status als Familientradition

Sozialer Status und Bildungsstand werden insbesondere von der Familie geprägt – doch nicht nur das Elternhaus ist entscheidend, der Einfluss reicht zurück bis in die Urgroßelterngeneration. Das ist zumindest Ergebnis einer aktuellen Studie zweier Wissenschaftler des IfW Kiel und der Universität Madrid. Zum einen belegt dies eine soziale Stabilität, zum anderen aber auch den erschwerten sozialen Aufstieg in Deutschland. Mehr Infos zu der Studie finden Sie im Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Blick hinter die Kulissen: Spiegel-Rubrik „Berufe in echt“

Requisitenmacher*in, Kammerjäger*in, Polizei-Reporter*in, Astrologe*in – Berufsbezeichnungen, die zunächst einfach nur interessant klingen, doch was macht man da eigentlich so den ganzen Tag? Die Rubrik „Berufe in echt“ von Spiegel online gewährt interessante Einblicke in verschiedene Berufsalltage, die den meisten sonst verborgen bleiben.

Wi(e)der die Rollenklischees Girls‘ und Boys‘ Day am 26.04.2018

Die Entscheidung für einen Beruf ist nach wie vor stark von stereotypen Rollenklischees beeinflusst. Erst kürzlich zeigte das Magazin Izzy in Zusammenarbeit mit der Helvetic Airways in einem kleinen Experiment mit 25 Grundschüler*innen, wie oft Berufe z. B. bei der Polizei oder der Feuerwehr mit Männern in Verbindung gebracht werden – das kurze Video gibt es hier.

Um in typische Männer- und Frauenberufe einmal hineinschnuppern zu können, findet auch dieses Jahr

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