Positiver Corona-Effekt: Freiwilligendienste werden mehr nachgefragt 

Die Pläne vieler Schulabgänger*innen wurden dank Corona durcheinandergewirbelt – denn Ausbildung, Studium oder der Auslandsaufenthalt können nicht wie geplant starten. Um die Zeit effektiv zu nutzen und auch etwas für die berufliche Zukunft zu tun, entscheiden sich dieses Jahr viele junge Menschen für einen Bundesfreiwilligendienst oder ein freiwilliges soziales Jahr. Zwei von ihnen stellt der NDR in einem Videobeitrag vor.

Materialien für Berufswahl und die erste Bewerbung 

Was will ich mal werden und wie kann ich mich dafür bewerben? Das sind die entscheidenden Fragen bei der Berufswahl junger Menschen. Die Berliner Ausbildungsinitiative #seiDUAL bietet hierfür sowohl für Jugendliche als auch für Lehrkräfte übersichtliche Materialien zu verschiedenen Themenblöcken, wie z. B. Berufrecherche, Gestaltung einer Bewerbung, Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch. Die Materialien in einfacher Sprache finden Sie hier

Trotz Corona-Krise: Azubis in der Chemie- und Pharmabranche gesucht 

In wenigen Monaten beginnt das nächste Ausbildungsjahr und trotz der angespannten Arbeitsmarktsituation melden insbesondere die Chemie- und Pharmabranche noch zahlreiche freie Ausbildungs- und duale Studienplätze. Problem dabei ist vor allem, dass die üblichen Wege der Azubi-Gewinnung, wie Ausbildungsmessen, Tag der offenen Tür oder Praktika, nicht genutzt werden können. Berufsorientierungs-Chats können hier eine Alternative sein. Mehr dazu ist einem Artikel der Frankfurter Allgemeinen zusammengefasst. 

Notfonds: Studierende in finanzieller Not 

Die Corona-Krise bringt viele Studierende derzeit in eine prekäre Lage. Eine Studie von Zenjob legt offen, dass 40 Prozent der Studierenden ihren Nebenjob nicht mehr ausüben können, 22 Prozent haben dadurch ernsthafte finanzielle Probleme. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung gewährt zwar einen Zinsnachlass beim Studienkredit und hat einen Notfonds aufgelegt. Das ist jedoch zu wenig, kritisieren die Studierendenvertretungen. Die Details dazu hat die Süddeutsche Zeitung zusammengefasst. 

Interview zur Situation der dualen Ausbildung mit dem ­BiBB -Präsident 

Der duale Ausbildungsmarkt ist eng mit der wirtschaftlichen Situation der Ausbildungsbetriebe gekoppelt und somit direkt von der Corona Pandemie betroffen. Im Rahmen der re:publica gibt der Präsident des Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) Prof. Dr. Esser in diesem Interview Einschätzungen und Prognosen zur Situation der beruflichen Ausbildung. Auch in der Ausbildung spielt das digitale Lernen derzeit eine große Rolle. Alle Abschlussprüfungen sollen bis Herbst 2020 absolviert werden, einige Absolventen*innen mit Übernahmezusage werden von Insolvenzen ihrer Ausbildungsbetriebe betroffen sein. Für die langfristigen Auswirkungen der Corona-Krise scheint es entscheidend zu sein, wie die Unternehmen die wirtschaftliche Erholung in 2021 und den mittelfristigen Fachkräfte-Bedarf einschätzen: Sollten sie von einer raschen Erholung ausgehen sind die Auswirkung auf den Ausbildungsmarkt wahrscheinlich nicht sehr gravierend.  

Arbeitsmarkt: Warum die Corona-Krise junge Menschen besonders hart trifft 

Auch wenn junge Menschen eher selten zur Corona-Risikogruppe gehören, sind sie aus wirtschaftlicher Perspektive deutlich stärker von Corona betroffen als ihre älteren Kollegen*innen. Besonders Berufseinsteiger und Werkstudierende trifft die Krise aktuell besonders hart. bento hat dazu nun mit zwei Betroffenen gesprochen, die krisenbedingt ihren Job verloren haben.  

In Ergänzung dazu hat jetzt.de mit der Jugend-Chefin von ver.di gesprochen. In einem aufschlussreichen Interview erfahren Sie nicht nur, auf welche Rechte (junge) Arbeitnehmer*innen sich stützen können, sondern auch, welchen politischen Handlungsbedarf sie aus der Corona-Krise ableitet. 

Money, Money, Money

Wer viel Geld verdienen will, der studiert. So zumindest die landläufige Meinung. Aber zahlt sich ein Studium wirklich mehr aus als eine Ausbildung oder handelt es sich dabei um eine Binsenweisheit? Dieser Frage hat sich nun der Spiegel angenommen. Und kommt in seinem Artikel zu dem interessanten Ergebnis, dass diese Frage gar nicht so pauschal zu beantworten ist, wie es zunächst scheint.

Interview: Psychische Gesundheit im Studium

„Ach ja, Student*in müsste man sein“ – Vielleicht haben Sie diese Floskel auch schon einmal gehört oder sogar selbst benutzt? Während für viele Studierende das Studium in der Tat eine spannende und insgesamt schöne Lebensphase ist, gibt es neben ihnen auch Kommilitonen*innen, die mit psychischen Problemen zu kämpfen haben. Wie aktuelle Zahlen nun belegen, handelt es sich dabei keineswegs um Einzelfälle. Doch: Sind diese Zahlen als Phänomen unserer Zeit zu interpretieren? Und warum scheinen ausgerechnet Studierende besonders anfällig zu sein? Falls Sie Antworten auf diese Fragen suchen, dann lesen Sie das sehr aufschlussreiche Interview der ZEIT mit Manuela Richter-Werling, ihres Zeichens Geschäftsführer*in des Vereins „Irrsinnig menschlich e. V.“.

Digitalisierung Übernehmen Maschinen zukünftig unsere Jobs?

Ob Online-Banking oder Selbstbedienungskassen im Supermarkt: Maschinen und Roboter sind bereits heute in der Lage viele Tätigkeiten zu übernehmen, die früher nur von Menschen ausgeübt werden konnten. Die sogenannte „künstliche Intelligenz“ macht’s möglich. Wie eine kürzlich veröffentlichte Studie der Uni Würzburg nun jedoch zeigt, stehen immer mehr Menschen in Deutschland der zunehmenden Digitalisierung skeptisch gegenüber. Zu Recht? Dieser Frage widmet sich nun die Süddeutsche Zeitung. Dabei werden unterschiedliche Berufe im Hinblick darauf betrachtet, ob diese zukünftig vollständig durch Computer ersetzt werden können.

Sind schlechtere Schüler*innen die besseren Mitarbeiter*innen?

Wie viel die Note auf dem Abiturzeugnis tatsächlich über die Talente und Fähigkeiten des*der betreffenden Schülers*in aussagt, wird immer wieder kritisch hinterfragt. Zu Recht? „Ja“, sagt nun Ragnhild Struss. Sie ist Karriereberaterin und hat die Abschlussnoten von 1000 Abiturienten*innen im Hinblick darauf analysiert, wie stark deren Talente mit ihrer Zeugnisnote korrelieren. Zu welchem Ergebnis Sie dabei gekommen ist und was gute Abiturnoten eigentlich aussagen, können Sie nun in einem aufschlussreichen Interview auf Spiegel Online nachlesen.

Geht die Gleichung „Akademiker = hohes Gehalt“ auf?

Wer in seinem Berufsleben ein hohes Einkommen generieren will, der muss studieren. So zumindest die landläufige Annahme. Aber stimmt das wirklich? Genau diese Frage hat nun der Gehaltsreport 2019 unter die Lupe genommen. In der Studie befragte man 11.000 Berufsanfänger*innen zu ihrem Einstiegsgehalt. Dabei zeigte sich: Wie hoch das Einkommen tatsächlich ist, das hängt z. B. stark vom absolvierten Studiengang und der Berufsgruppe ab. Welche Branchen hier vorn liegen und wie es im Vergleich dazu eigentlich in den Ausbildungsberufen aussieht, hat nun die FAZ in einem Artikel zusammengefasst.

Ausbildung: Warum Pflegekinder oft weniger Geld als andere Azubis bekommen

Cassandra ist 17 Jahre alt und will Maschinenanlagenführerin werden. In ihrem Ausbildungsbetrieb ist sie eine von vielen Azubis. Und wie auch alle anderen, bekommt sie jeden Monat 840 Euro Ausbildungsvergütung. Zumindest theoretisch. Praktisch gibt sie davon 630 Euro an das Jugendamt ab. Warum das so ist und was Cassandras Fall exemplarisch zeigt, das können Sie nun in einem aufschlussreichen Artikel auf Zeit Online nachlesen.

YouBot: Die clevere Hilfe für Bewerbungsschreiben

Mit dem richtigen Anschreiben können sich Bewerber*innen von Ihrer Konkurrenz absetzen und so die ersehnte Einladung zum Bewerbungsgespräch ergattern. Ein solches Anschreiben zu verfassen, ist allerdings gar nicht so einfach. Zwar können sich Jugendliche hilfesuchend an Eltern, Betreuer*innen oder Lehrkräfte wenden: Doch insbesondere letztere stehen häufig vor der Herausforderung, dass sie 20 Schüler*innen gleichzeitig dabei unterstützen müssen. Genau hier kommt nun der „YouBot“ zu Hilfe: Ein Online-Tool, das Bewerber*innen Schritt für Schritt im Schreibprozess begleitet und auch im Unterricht eingesetzt werden kann. Wie genau der „YouBot“ funktioniert, können Sie auf bildungsklick nachlesen.

Berufswahl: Talente vs. Interessen

„Mach doch was, was dich interessiert!“ – Ein Satz den sicher viele junge Menschen schon gehört haben, als sie vor der Entscheidung standen, sich für einen Berufsweg zu entscheiden. Dabei ist dieser Ratschlag gar nicht so gut, sei er auch noch so gut gemeint. Behauptet zumindest der Psychologe Aljoscha Neubauer. Er rät stattdessen, sich bei der Berufswahl auf die eigenen Talente zu fokussieren. Denn so komisch es klingen mag: Unsere Interessen und Talente liegen oft erstaunlich weit auseinander. In einem aufschlussreichen Interview mit der Süddeutschen Zeitung spricht er über die Ursachen dieses Phänomens und wie wir herausfinden, was wir eigentlich gut können.

Job-Protokoll: Eine Berufsberaterin erzählt

In der Serie „Das anonyme Job-Protokoll“ auf Spiegel Online berichtet dieses Mal eine Berufsberaterin von ihren Erfahrungen aus 20 Jahren Berufstätigkeit. Dabei spricht sie u.a. über Vorurteile gegenüber ihrer Berufsgruppe und darüber, wie divers ihre Klientel ist. Außerdem erfährt man, warum sie es problematisch findet, dass es jungen Menschen heute zunehmend an ‚kreativer Langeweile‘ mangelt (und was darunter überhaupt zu verstehen ist).

Sollten Sie dieses Format spannend finden, können Sie hier außerdem alle anderen bisher erschienenen Protokolle einsehen.

Gendergerechtigkeit: Beeinflussen Berufsbezeichnungen die Berufswahl?

Tischler & Tischlerin…oder doch besser Tischler*in…oder doch einfach das generische Maskulinum (also Tischler) für alle? Und spielt es denn bei der Wahl des Berufs überhaupt eine Rolle, ob Berufsbezeichnungen gegendert werden? Ja, sagt Bettina Hannover, Psychologieprofessorin an der Freien Universität Berlin, die dieses Phänomen untersucht hat. Was genau sie herausgefunden hat und was z.B. bei Stellenanzeigen bedacht werden muss, erzählt sie im Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

Anerkennungsbeziehungen von Jugendlichen im Übergang Schule-Beruf

Pädagogen*innen, die mit Jugendlichen im sogenannten Übergangsraum, d.h. in der Zeit nach dem Schulabschluss aber vor dem Eintritt in den Beruf, zusammenarbeiten, erleben häufig den folgenden Widerspruch: Zum Einen erkennen sie den Wunsch vieler Jugendlicher einen Beruf zu ergreifen und dafür notwendige Abschlüsse zu erreichen; zum Anderen scheinen sie dafür jedoch keine große Anstrengung aufbringen zu wollen. Lässt sich dies einfach damit erklären, dass Jugendliche ‚keinen Bock‘ haben? Wohl kaum! – Das sagt auch Diplom-Pädagoge Dr. Ulrich Weiß. Denn das Verhalten junger Menschen ist eben nicht nur vom Wunsch geprägt sich in die Berufswelt zu integrieren, sondern auch von den zahlreichen Anerkennunsgbeziehungen, in denen sich gerade Jugendliche erst erproben müssen. Was genau sich hinter diesem Begriff verbirgt und welche Rückschlüsse sich für die Arbeit im Übergangsraum daraus ziehen lassen, das erklärt ein sehr aufschlussreicher Artikel auf überaus.de.

Systemisches Coaching auch für alte Menschen

Egal ob sie mit Einsamkeit im Alter oder dem Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden, zu kämpfen haben, oder mit traumatischen Ereignissen aus der Vergangenheit: Es gibt viele Gründe, warum alte Menschen psychosoziale Unterstützung benötigen. Aber „lohnt“ es sich überhaupt, Menschen in fortgeschrittenem Alter noch eine Therapie oder ein Coaching zukommen zu lassen? Professor Rolf Hirsch, Psychoanalytiker und Facharzt für Nervenheilkunde, beantwortet in einem Artikel des Deutschlandfunks nun genau diese interessante Frage.

Verunsichert am Übergang

Endlich keine Schule mehr und zugleich ein Ausbildungsmarkt, der dringend nach Azubis sucht: Man könnte denken, dass sich Schulabsolventen*innen auf ihre berufliche Zukunft freuen können. Dass der Übergang von Schule zu Beruf allerdings nicht nur rosige Aussichten, sondern zugleich zahlreiche Herausforderungen bereithält, zeigen neue Befunde des Deutschen Jugendinstituts (DJI). Um welche Herausforderungen es sich dabei handelt, wie sich die Anforderungen an junge Auszubildende verändert haben und wie man Jugendliche in dieser Übergangsphase unterstützen kann - all dies fasst ein Artikel auf ueberaus.de jetzt zusammen.

Gap Year: Azubi oder Studi auf Probe?

Annegret Kramp-Karrenbauer schlug im vergangenen Jahr die „allgemeine Dienstpflicht“ vor, Martin Schulz brachte zuvor bereits eine „Jugendrente“ ins Gespräch. Beide Ideen wollten die Jugend in der beruflichen Orientierung unterstützen, beide verschwanden aber schnell wieder aus dem öffentlichen Diskurs. Zu Unrecht, wie Jugendforscher Klaus Hurrelmann jetzt behauptet. Er plädiert für die Einführung eines sogenannten Probejahres. Und zwar für jeden jungen Erwachsenen nach Ende der Schulzeit. Doch was genau hat man sich darunter vorzustellen? Welche Vorteile hätte ein solches Probejahr? Und wie sieht es eigentlich mit der Finanzierung aus? Antworten darauf liefert Hurrelmann auf Spiegel Online.