Alles rund um das Thema Bewerbung

Eine aussagekräftige Bewerbung ist die Fahrkarte zum Vorstellungsgespräch. Bei all den Anschreiben, die tagtäglich auf den Schreibtischen von Personalverantwortlichen landen, muss sich der Bewerber heute schon einiges einfallen lassen, um aufzufallen - Individualität ist gefragt. Sich bewerben bedeutet nichts anderes, als Werbung für sich und seine Fähigkeiten zu machen, um dem/der Leser/in von Beginn an zu vermitteln: „Ich bin es wert, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.“ Dabei kommt es nicht nur auf das eigentliche Anschreiben und die Zeugnisse in der Bewerbung an - es geht vor allem um den Gesamteindruck, den die Bewerbung hinterlässt. Der Bewerber sollte sich von daher im Vorfeld immer die Frage stellen: „Wie will ich wirken?“.

Bewerbungsmappe

Die Bewerbungsmappe enthält das Deckblatt, das Bewerbungsanschreiben, den Lebenslauf und die Anlagen. Für den Erfolg der Bewerbung ist auch die Auswahl und Gestaltung der Bewerbungsmappe wichtig.

Bewerbungsmappe : Art der Mappe

Im Handel sind verschiedene Arten von Bewerbungsmappen erhältlich. Die am häufigsten verwendeten bzw. bevorzugten Bewerbungsmappen sind:

  • Durchsichtige Klippmappe mit Deckblatt (mit / ohne Foto)
  • Geschlossene Karton-Klappmappe
  • Farbige Klippmappe (Anschreiben ganz vorne)
  • Die dreifach aufklappbare Bewerbungsmappe
  • Eine selbstgestaltete Mappe bei kreativen Branchen wie Grafik / Design oder z.B. bei einer Bewerbung für einen Kindergarten

Bewerbungsmappe: Farbe der Mappe

Niemand bekommt eine Absage wegen der Farbauswahl für seine Mappe bei der Bewerbung. Pluspunkte könnte ein Bewerber/in dennoch gewinnen, denn der Gesamteindruck zählt.

  • Verschiedene Farben sind bei der Bewerbungsmappe möglich (schwarz, blau, weiß, rot, gelb, lila, grün)
  • Orientierungshilfe: Welche Farben sind in dem Logo der Firma enthalten, bei der sich der Bewerber vorstellen möchte? Welche Farben verwendet die Konkurrenz?
  • Auch hier gilt die Grundfrage für die Bewerbung: „Wie will ich wirken?“

Bewerbungsmappe: Material

Auch auf das Material der Bewerbungsmappe sollte bei der Auswahl geachtet werden:

  • Auf Stabilität der Mappe achten (dafür lieber einen Euro mehr ausgeben)
  • Auf saubere Verarbeitung achten
  • Darauf achten, dass das Preisschild nicht mehr auf der Mappe klebt

Achtung Fettnäpfchen: keine Klarsichthüllen verwenden

Bewerbung: Lebenslauf

Das Wichtigste beim Lebenslauf ist, dass er lesefreundlich formuliert ist: chronologisch, fließend und übersichtlich. Zudem soll der Lebenslauf in positiver Weise die Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen des Bewerbers vermitteln. Heute wird bei Bewerbungen ein maschinengeschriebener tabellarischer Lebenslauf verlangt - ein handgeschriebener Lebenslauf wird nur eingereicht, wenn das Unternehmen dies ausdrücklich wünscht.

Lebenslauf: Aufbau des Lebenslaufs

Wenn man einen Lebenslauf für eine Bewerbung erstellt sollte man zunächst die Form des Aufbaus wählen. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Lebenslauf aufzubauen:

Lebenslauf: Amerikanische Form

Ein Lebenslauf in amerikanischer Form beginnt in der Gegenwart und endet mit der Schulbildung. Der/die Empfänger/in hat sofort einen Überblick über die letzten Lebensstationen. Jugendsünden oder Lücken lassen sich auf diese Art im Lebenslauf besser verschleiern bzw. tauchen erst unten oder auf der zweiten Seite auf.

Lebenslauf: Deutsche Form

Die deutsche Form des Lebenslaufes beginnt oben mit der Schulzeit und endet in der Gegenwart. Jugendsünden oder frühe Lücken im Lebenslauf fallen sofort auf.

Lebenslauf: Thematische Gliederung

Bei einem Werdegang mit vielen Lücken kann es sinnvoll sein, einen Lebenslauf nach Themenschwerpunkten zu gliedern. Auf diese Art werden Lücken im Lebenslauf nicht sofort sichtbar.

Beispiel für eine thematische Gliederung:

  • Name
  • Geburtsdatum
  • Familienstand
  • Schulbildung
  • Berufsausbildung
  • Arbeitspraxis

Lebenslauf-Muster: Bewerbung um einen Ausbildungsplatz

Bei einer Bewerbung um einen Ausbildungsplatz sollte ein Muster-Lebenslauf auf jeden Fall folgende Inhalte haben:

Lebenslauf-Muster: Persönliche Daten im Lebenslauf

Der Lebenslauf enthält alle wichtigen persönlichen Daten:

  • Vor- und Nachname
  • Geburtsdatum / Geburtsort
  • Familienstand (falls vorhanden Anzahl und Alter der Kinder)
  • Religionszugehörigkeit (nur wenn nützlich im Kontext der Ausbildung)
  • Staatsangehörigkeit (nur bei Ausländern)

Alternativ können persönliche Daten auch auf dem Deckblatt oder der ersten Seite mit nebenstehendem Foto untergebracht werden.

Lebenslauf-Muster: Schulbildung im Lebenslauf

Die gesamte Schullaufbahn wird im Lebenslauf dargestellt, also Grundschule und alle weiterführenden Schulen. Auch der Abschluss wird vermerkt.

Lebenslauf-Muster: Praxiserfahrung im Lebenslauf

Im Lebenslauf sollten außerdem alle vorhandenen Praxiserfahrungen aufgelistet werden, wie zum Beispiel:

  • Praktika
  • Schüleraustausch
  • Berufsvorbereitende Maßnahmen
  • Ferienjobs

Lebenslauf-Muster: Kenntnisse und Fähigkeiten im Lebenslauf

Alle wichtigen Kenntnisse und Fähigkeiten sollten im Lebenslauf dargestellt werden.

Falls bestimmte Kenntnisse vom Arbeitgeber verlangt werden, kann darauf zusätzlich im Bewerbungsanschreiben eingegangen werden. Kenntnisse und Fähigkeiten sind zum Beispiel:

  • Berufsrelevante Kenntnisse
  • Ehrenämter und Vereinsmitgliedschaften
  • Führerscheine
  • Besondere Fähigkeiten
  • EDV- und Softwarekenntnisse
  • Fremdsprachen (ggf. jeweils mit Angabe des Sprachlevels)

Lebenslauf-Muster: Hobbys / Interessen im Lebenslauf

Außerdem gehören die Hobbys und Interessen in den Lebenslauf. Hier sollte man möglichst diejenigen Hobbys und Interessen auswählen, die für den Beruf relevant sind. Ungünstig sind zum Beispiel Sportarten mit hohem Verletzungsrisiko.

Lebenslauf-Muster: Bewerbung um einen Arbeitsplatz

Bei der Bewerbung um einen Arbeitsplatz kommen im Lebenslauf noch folgende Aspekte hinzu. Ein Muster-Lebenslauf sollte folgende Punkte enthalten:

Lebenslauf-Muster: Berufsausbildung

Alle Berufsausbildungen sollten im Lebenslauf dargestellt werden:

  • Art der Berufsausbildung
  • Ausbildungsbetrieb und Ausbildungsort
  • Abschluss und Berufsbezeichnung
  • Zeiten von Wehr- oder Zivildienst

Lebenslauf-Muster: Hochschulstudium

Alle Zeiten des Hochschulstudiums sollten im Lebenslauf dargestellt werden:

  • Fach / Fächer
  • Universität / Abschlüsse
  • Studienschwerpunkte
  • Thema der Examensarbeit / Promotion

Lebenslauf-Muster: Selbstständigkeit

Falls der Bewerber bereits als Selbständiger tätig war, sollte dies im Lebenslauf erwähnt werden:

  • Tätigkeit
  • Ort und Zeit
  • Art der Selbständigkeit (z.B. Unternehmensgröße, Branche)

Lebenslauf-Muster: Angestelltenverhältnisse

Alle bisherigen Angestelltenverhältnisse sollten im Lebenslauf erwähnt und kurz dargestellt werden:

  • Positionen mit Kurzbeschreibungen der Tätigkeit
  • Arbeitgeber (Orte und Zeitangaben)

Lebenslauf-Muster: Weiterbildungen

Absolvierte Weiterbildungen sind ebenfalls Teil des Lebenslaufs:

  • Berufliche Weiterbildungen
  • Außerberufliche Weiterbildungen

Lebenslauf-Muster: Tipps

Wenn man einen Muster-Lebenslauf erstellen möchte sollte man außerdem folgendes beachten:

    • Der Muster-Lebenslauf muss immer von Hand unterschrieben werden: Unterschrift (in blauer Tinte, einigermaßen leserlich)
    • Beim Thema „Kenntnisse und Fähigkeiten“ sollte der Bewerber genau angeben, welcher Art bzw. wie hoch seine Kompetenzen sind - zum Beispiel durch Formulierungen wie „Englisch: Sehr gut in Wort und Schrift“ oder „MS Office 2007: Grundkenntnisse in Word und Excel“.
    • Hobbys und Freizeitbeschäftigungen sind oft ein sehr dankbares Thema im Vorstellungsgespräch bzw. in der schriftlichen Bewerbung. Trotz der privaten Komponente, die hier mitschwingt, ist es tabu, Hobbys zu erfinden.
    • Bei Hobbys möglichst keine Sportarten mit hohem Verletzungsrisiko angeben.
    • Die Freizeitbeschäftigungen sollten genau definiert werden. Statt „Hobbys: Musik“ könnte die Formulierung lauten: „Ich höre gerne Musik und spiele Schlagzeug.“ Statt „Sport“ eignet sich besser: „Ich fahre Mountainbike, gehe gerne schwimmen und spiele Fußball.“

Bewerbung: Bewerbungsfoto

Nach dem Allgemeinen Gleichstellungsgesetz (AGG) ist ein Bewerbungsfoto für die Bewerbung kein Muss.

Wenn sich ein/e Bewerber/in für ein Bild in der Bewerbungsmappe entscheidet, sollte er/sie folgende Kriterien beachten:

Tipps für ein gutes Bewerbungsfoto

      • Ein gutes Bewerbungsfoto stellt den Bewerber in den Mittelpunkt
      • Ein gutes Bewerbungsfoto lässt den/die Bewerber/in offen und sympathisch wirken
      • Ein gutes Bewerbungsfoto ist aktuell (nicht älter als 6 Monate / größere Veränderungen wie Haarfarbe etc. beachten).
      • Nicht gerne gesehen sind Fotos aus dem Automaten.
      • Das Bewerbungsfoto kann ein farbiges und lebendiges Bild sein, das der offenen und aktiven Persönlichkeit des Bewerbers entspricht.
      • Die Bewerber/innen sollten immer direkt in die Kamera schauen.
      • Lächeln ist auf dem Bewerbungsfoto ebenfalls erwünscht.
      • Die Farbe der Kleidung sollte zum Gesicht passen.
      • Als Kleidungsstücke sind möglich: Hemd, Sakko, Blusen, Blazer, Rollkragenpullover.
      • Eine Krawatte ist nur bei bestimmten Branchen notwendig (Banken, Versicherungen).
      • Ein gutes Fotostudio auswählen: Die Bilder dort sind etwas teurer als am Automaten, dafür können jederzeit Abzüge erstellt werden.
      • Schwarz-Weiß-Fotos sind erlaubt. Hier sollte aber unbedingt auf ausgewogene Kontraste geachtet werden - sonst wirkt das Foto wie ein „Nachruf-Bild“.

Das Einscannen bzw. Drucken von Fotos ist nur bei 1A – Qualität des Druckers / Scanners sinnvoll.

      • Das Bewerbungsfoto ist sauber aufzukleben und nicht mit der Büroklammer an der Bewerbung zu befestigen.

Bewerbung: Deckblatt

Das Deckblatt der Bewerbung ist mit dem Umschlag eines Buches vergleichbar - die Bewerberin kann es individuell gestalten. Das Cover soll neugierig auf die Person machen, die sich präsentieren möchte, sollte aber keine Erwartungen wecken, die durch die Inhalte der Bewerbungsmappe nicht erfüllt werden können.

Mögliche Elemente des Deckblatts bei der Bewerbung:

      • Name
      • Kontaktdaten: Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse
      • Überschrift: „Es bewirbt sich bei Ihnen“, „Bewerbung“ etc.

Anvisierte Stelle / Ausbildung: z.B. „Bewerbung um die Stelle als Auszubildende zum / zur…“

      • Foto des Bewerbers
      • Persönliches Motto: z.B. „Veränderung ist das einzig Beständige im Leben“

Bewerbung: Bewerbungsschreiben

      • Das persönliche Bewerbungsschreiben ist das Herzstück jeder Bewerbung - die Wahrscheinlichkeit, dass es vom Empfänger als Erstes gelesen wird, ist sehr groß.
      • Beim Bewerbungsschreiben sollte auf den ersten Blick erkennbar sein, dass sich hier jemand Mühe gemacht hat und Wert auf Details legt bzw. dass individuell für den Betrieb formuliert wurde.

Das Bewerbungsschreiben ist der Teil der Bewerbungsmappe, in dem der/die Bewerber/in letztendlich am besten ihre Individualität zum Ausdruck bringen kann.

Bewerbungsanschreiben: Was gehört in ein gutes Anschreiben?

Der/die Bewerber/in will dem Empfänger im Bewerbungsschreiben folgendes mitteilen:

      • Seine Motivation: Wie ist der/die Bewerber/in auf die Stelle aufmerksam geworden? Was reizt ihn konkret an der Position / Ausbildung?
      • Sein fachliches Know How und seine Erfahrung: Hier sollte der/die Bewerber/in dem Empfänger zeigen, inwiefern er die Voraussetzungen für die ausgeschriebene Stelle / Ausbildung erfüllt.
      • Seine persönlichen Kompetenzen: Am besten und glaubwürdigsten ist es, wenn der/die Bewerber/in seine persönlichen Stärken mit einbaut – hier gilt es, den Mittelweg zwischen Offensive und Bescheidenheit zu wählen!

Bewerbungsanschreiben: Optisches Erscheinungsbild

Nicht nur die fachlichen Qualifikationen des/der Bewerbers/in werden beurteilt, sondern auch das gesamte Erscheinungsbild der Bewerbung. Folgende Punkte sind beim Bewerbungsschreiben hilfreich, um optische Vorteile gegenüber anderen Mitstreiter/innen zu erlangen:

      • Wenn der/die Bewerber/in ein qualitativ hochwertiges Bewerbungsschreiben erstellen möchte, sollte er/sie seine/ihre Unterlagen auf Papier mit der Stärke 90 – 120 g /qm ausdrucken.
      • Mögliche Farben beim Druckpapier sind: Weiß, Creme oder auch ein schönes Grau.
      • Der Text des Bewerbungsschreibens muss einwandfrei ausgedruckt werden. Bei mangelnder Qualität des eigenen Druckers sollte der Ausdruck in einem Copyshop erfolgen.

Der Text des Bewerbungsschreiben ist linksbündig zu setzen - ACHTUNG: Das Datum sitzt rechtsbündig!

      • Beim Bewerbungsschreiben sollte eine gut lesbare Schriftart gewählt werden (Arial oder Times New Roman). Bei allen Unterlagen (Bewerbungsanschreiben, Lebenslauf und Deckblatt) bei einer Schriftart bleiben.
      • Als Schriftgröße beim Bewerbungsanschreiben 11 oder 12 wählen.

Bewerbungsanschreiben: Regeln nach DIN 5008

Die DIN 5008 Norm legt die Gestaltungsregeln für Geschäftsbriefe fest. Beim Bewerbungsschreiben kann die DIN Norm 5008 angewendet werden. Sie bietet gute Anhaltspunkte, ist aber kein absolutes Muss. Die folgenden Hinweise für das Bewerbungsanschreiben beinhalten weitestgehend die Vorgaben der DIN Norm 5008.

Allgemeines zu DIN 5008

Zunächst einige allgemeine Vorgaben der DIN 5008 zum Bewerbungsschreiben:

      • Es sollte eine übliche, klare, übersichtliche Schrift gewählt werden (z.B. Arial oder Times New Roman).
      • Schriftgröße ist 11 oder 12, je nach Länge des Bewerbungsschreibens.
      • Das Bewerbungsschreiben sollte möglichst auf einer Seite Platz finden.
      • Das Bewerbungsschreiben ist linksbündig.
      • Der Zeilenabstand ist einzeilig.

Absender und Anschrift nach DIN 5008

Absender und Anschrift sollten nach DIN 5008 im Bewerbungsschreiben folgendermaßen gestaltet werden:

Das Bewerbungsschreiben beginnt mit dem Absender in der ersten Zeile.

      • Alternativ kann der Absender auch einzeilig über der Anschrift angegeben werden (Schriftgröße 6-8).
      • Nach dem Absender folgt ein neunzeiliger Anschriftenblock: Der Absenderblock beginnt in Bildschirmzeile 9.
      • 3 Zeilen dienen für Vermerke (ggf. leer lassen)
      • 6 Zeilen dienen für die Anschrift („Zu Händen“ wird nicht mehr verwendet.)

Datum und Ort nach DIN 5008

Datum und Ort werden nach DIN Norm im Bewerbungsanschreiben folgendermaßen gestaltet:

      • Nach der Anschrift folgen im Bewerbungsschreiben vier Leerzeichen.
      • Das Datum wird rechtsbündig unterhalb der Anschrift angegeben.
      • Der Ort wird dabei nur aufgeführt, wenn er von der Absenderadresse abweicht.
      • Datumsangabe entweder:
      • mit Punkt: 01.03.2012 oder
      • mit Bindestrich: 2012-03-01
      • Kein „den“ zwischen Ort und Datum
      • Nach dem Datum folgen zwei Leerzeichen vor der Betreffzeile

Betreff nach DIN 5008

Das Bewerbungsanschreiben enthält eine Betreffzeile, die nach Din-Norm 5008 ein- oder mehrzeilig sein kann:

      • 20. Bildschirmzeile: Der Betreff wird angegeben, ohne das Wort „Betreff“ davor zu setzen. Die Zeile kann stattdessen fett markiert werden (optional).
      • Beispiel für einen einzeiligen Betreff: Bewerbung um eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann ab 05/2012
      • 2 Zeilen zur Anrede freilassen
      • Beispiel für einen mehrzeiligen Betreff: Bewerbung um eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann ab 05/2012 - Ihre Stellenausschreibung in der Süddeutschen Zeitung vom 04/2012
      • 1 Zeile zur Anrede freilassen

Textgestaltung nach DIN 5008

Bei der Textgestaltung im Bewerbungsanschreiben gilt nach Din-Norm 5008:

Die einzelnen Absätze innerhalb des Anschreibens werden mit Leerzeilen optisch voneinander getrennt.

Grußformel und Abschluss DIN 5008

Grußformel und Abschluss im Bewerbungsnaschreiben werden nach DIN Norm 5008 mit folgenden Leerzeichen getrennt:

      • 1 Leerzeile zwischen Text und Grußformel
      • 3 Leerzeilen zwischen Grußformel und Unterschrift
      • Namen maschinell ausschreiben
      • 3 Leerzeilen vor „Anlagen“
      • Anlagen werden nicht mehr einzeln aufgelistet (ggf. auf dem Deckblatt auflisten)

Bewerbungsanschreiben: Fehler

Beim Bewerbungsschreiben gibt es bestimmte Fehler, die unbedingt vermieden werden sollten:

      • Uniformität: Nicht auf Musterbeispiele zurückgreifen bzw. eine Übernahme von Formulierungen immer durch individuelle Elemente abrunden!
      • Unpersönlicher, abgehobener und gekünstelter Stil im Bewerbungsanschreiben
      • Langweilige und wenig informative Aneinanderreihung der einzelnen beruflichen Stationen, Fähigkeiten etc. - fließende Sätze formulieren!
      • Unglaubwürdiges / übertriebenes Profil: sich selbst in den höchsten Tönen zu loben und als „Überflieger“ darzustellen, kommt niemals gut an.
      • Zu sehr Ich-bezogen: Jeder Satz beginnt mit dem Wort „ICH“.
      • Zu vage und unsichere Selbsteinschätzungen im Bewerbungsanschreiben: „Wenn Sie glauben, dass ich…“, „Ich könnte mir wahrscheinlich schon zutrauen…“
      • Einen (vermeintlichen) Makel in den Vordergrund stellen: „Ich hoffe, Sie geben mir in meiner Situation eine Chance…“

Bewerbung: Anlagen

Durch die Anlagen der Bewerbung erfährt die Personalverantwortliche, wie bisherige Arbeitgeber und Institutionen den Bewerber beurteilt haben.

Was sind Anlagen bei der Bewerbung und was gibt es zu beachten?

      • Aktuelle Schul-, / Arbeits-, Praktikumszeugnisse
      • Nicht zu viele bzw. nur die relevantesten Nachweise beilegen
      • Immer mit der aktuellsten Anlage beginnen und dann in die Vergangenheit gehen
      • Ein fehlendes Zeugnis wirft die Fragen auf: Hat die Bewerberin etwas zu verbergen? Ist das Zeugnis schlecht?
      • Kopien müssen qualitativ hochwertig sein und immer im einseitigen Druck vorliegen

Reihenfolge der Anlagen bei der Bewerbung

      • Arbeitszeugnisse: Praktikum, Nebenjob
      • Ausbildungszeugnisse: Ausbildung, Schule
      • Zertifikate, Qualifikationsnachweise
      • Referenzen und Arbeitsproben

Weiterbildung zum Bewerbungscoach

Das Institut für Bildungscoaching bietet eine Weiterbildung zum Bewerbungscoach an. Die Teilnehmenden lernen hier Jugendliche und junge Erwachsene bei allen Schritten des Bewerbungsprozesses zu begleiten und Bewerbungstrainings durchzuführen.

Die Weiterbildung zum Bewerbungscoach ist ein Modul der Qualifizierung zum/zur Berufsberater/in U25.