Sozialer Status als Familientradition

Sozialer Status und Bildungsstand werden insbesondere von der Familie geprägt – doch nicht nur das Elternhaus ist entscheidend, der Einfluss reicht zurück bis in die Urgroßelterngeneration. Das ist zumindest Ergebnis einer aktuellen Studie zweier Wissenschaftler des IfW Kiel und der Universität Madrid. Zum einen belegt dies eine soziale Stabilität, zum anderen aber auch den erschwerten sozialen Aufstieg in Deutschland. Mehr Infos zu der Studie finden Sie im Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Gefühlte Wahrheit: 32 Fakten gegen „Alles-wird-immer-schlimmer-Denken“

Wer kennt sie nicht, Aussagen wie „früher war alles besser“ oder „alles wird immer schlimmer“. Diesem diffusen Gefühl des Weltuntergangs hat der mittlerweile verstorbene schwedische Wissenschaftler Hans Rosling zeitlebens positive Entwicklungen und Errungenschaften entgegengehalten. In seinem informativen Gastbeitrag bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wirft er einen Blick auf 32 positive Entwicklungen und entzerrtes das Bild einer katastrophalen Welt, ohne jedoch die gegenwärtig wirklich existierenden Probleme außer Acht zu lassen.

Ein Konflikt verschiedene systemische Lösungen

Konflikte entstehen nicht im luftleeren Raum, sondern sind stets Ergebnis komplexer und aufgeladener Strukturen. Zur Konfliktlösung bietet sich daher der systemische Ansatz an, der allerdings unterschiedliche Theorien und Methoden umfasst. Zum „2. Symposium zur Praxis systemischer Konfliktbearbeitung in Organisationen“ der Universität Witten-Herdecke trafen sich führende Vertreter*innen der wichtigsten systemischen Theorien im deutschsprachigen Raum zu einem einzigartigen Versuch: Sie erklärten ihre Arbeitsweise anhand derselben Konfliktsituation und zeigten so verschiedene Lösungen auf. Die Zusammenfassung des spannenden Versuches ist in der Zeitschrift TrigonThemen zu lesen.

Video: Systemische Beratung kompakt

Die Umsetzung des systemischen Ansatzes kann für Einsteiger*innen eine Herausforderung sein. Den Ablauf einer systemischen Beratung sowie einige Fragetechniken, wie zirkuläres Fragen, Skalierungsfrage, Wunderfrage etc., stellt das Video „Fragetechniken in der systemischen Beratung“ kompakt vor und ist besonders für Neulinge auf diesem Gebiet gut geeignet.

Wenn Kinder Schicksal tragen: Eine Einführung in die Systemische Arbeit mit Kindern

Bei dem Text von Ingrid Dykstra handelt es sich um einen Auszug aus dem gleichnamigen Buch, das beim Kösel Verlag erschienen ist. Er bietet eine gute Einführung in die Systemische Sichtweise bei der Arbeit mit Kindern und Familien: „Wenn wir es mit Kindern zu tun haben, müssen wir uns bewusst sein, dass wir es mit Repräsentanten des gesamten Familiensystems zu tun habe, mit allem, was für diese Familie wichtig und systemerhaltend ist, mit allem, was für sie Schuld und Unschuld bedeutet, mit allen Regeln, Verboten, Tabus, Vorstellungen über das Leben, Ängsten, Krankheiten und Geheimnissen.“ Diese Grundannahme führt zu einer systemischen Deutung von Verhalten. In Beispielen wird erklärt, welche Interventionen aus systemischer Sicht hilfreich sein können. Hier geht es zum kostenlosen Text.

Warum Eltern die Führung übernehmen müssten 7 Tipps von Jesper Juul

„Wir sehen heute viele Familien, in denen die Eltern große Angst haben, ihren Kindern zu schaden oder sie zu verletzen, so dass die Kinder zu Leitwölfen werden. Und die Eltern streifen orientierungslos durch den Wald", schreibt Juul in seinem Buch. In modernen Familien gehen Eltern oft zu weit, indem sie Kinder wie kleine Erwachsene behandeln und ihnen die Führung überlassen. Dies überfordert die Kinder, da ihnen für diese Rolle die Kompetenzen fehlen. In diesem Artikel der Brigitte fasst Jesper Juul in 7 Tipps zusammen, wie eine gute Führung und gesunde Autorität aussehen können.

Glück ist flüchtig, Zufriedenheit erlernbar: Christina Berndt im Interview

Nach Glück zu streben, kann Stress erzeugen; sich jedoch zufrieden zu zeigen und sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren, fördert die innere Stabilität und letztendlich auch die Gesundheit, meint Wissenschaftsjournalistin Christina Berndt. In einem halbstündigen Interview mit dem SWR1 Baden-Württemberg spricht sie über den unterschätzten Stellenwert der Zufriedenheit, die Mid-Life-Crisis, die jeden irgendwie ereilt, und das Lernen von Strategien zur Bewältigung schwieriger Situationen. Das interessante Gespräch kann hier  kostenfrei angehört werden.

Gewaltfrei kommunizieren: Brücken bauen statt Mauern errichten

In den 1970er-Jahren legte Marshall Rosenberg den Grundstein für sein Konzept der nonviolent communication bzw. gewaltfreien Kommunikation, wonach die Kommunikationspartner*innen auf ihre Bedürfnisse achten statt auf ihre Erwartungen, Urteile und Vorstellungen. Die Kerngedanken des Konzeptes, dessen Etablierung in Deutschland und die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten werden in einem Beitrag vom Deutschlandfunk zusammengefasst. Spannend dabei: Marshall Rosenberg wird selbst als unterhaltender Dozent vorgestellt, der für seine Ideen brannte. Nachzulesen ist das Ganze hier.

„Mama, da lernst du was fürs Leben“ GFK in der Schule

Wertschätzung und Respekt im Umgang mit anderen kann man nicht früh genug lernen. Als Weg dahin wird im Schulkontext mehr und mehr auf die gewaltfreie Kommunikation gesetzt. Beispielsweise startete vergangenes Jahr an der Waldorfschule in Salzburg das Projekt „Wir sind Klasse!“. Nach einer Einführung in die Grundlagen der GFK setzen die 30 Schüler*innen einer Oberstufenklassen nun dies im Schulalltag ein. Welche positiven Effekte, aber auch Hürden sich bereits zeigen, berichten die Lehrerin Theresia Wartbichler und die GFK-Trainerin Maria Hechenberger in einem Radiointerview.

Systemisch-lösungsorientierte Theorien: Antreiber und ihre Erlauber

Das Modell innerer Antreiber kommt aus der Transaktionsanalyse, die darunter elterliche Forderungen versteht, mit denen konventionelle, kulturelle und soziale Vorstellungen verbunden sind. Als Eltern-Gebote haben diese Botschaften für Kinder einen Absolutheitscharakter, der nicht angezweifelt wird, denn ihre Nichteinhaltung könnte zur Folge haben, nicht mehr geliebt zu werden. Erst im Erwachsenenalter haben wir die Möglichkeit zu erkennen, dass es Alternativen zu den elterlichen Botschaften gibt. Zu diesem Zeitpunkt haben sich diese Botschaften jedoch

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Umfrage: Arbeitszufriedenheit und Coaching

An der Kölner Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft widmen sich zwei Studentinnen der Frage, wie sich Coaching auf die Zufriedenheit im Beruflichen sowie Privaten auswirkt und haben im Rahmen ihrer Forschungsarbeit eine Umfrage entworfen, an der man bis zum 30.01.2018 noch teilnehmen kann.

Leitfaden zur Mitarbeiterberatung

Immer mehr Unternehmen nutzen die Mitarbeiterberatung über externe Anbieter als Instrument im betrieblichen Gesundheitsmanagement, um ihren Mitarbeitenden in beruflichen oder privaten Krisen professionelle Unterstützung zu vermitteln. Doch zu welchen Unternehmen passt dieses Präventionsmittel und wie lässt es sich effektiv umsetzen? Hierfür stellt das Projekt „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“ (kurz psyGA) den Leitfaden „Kein Stress mit dem Stress“ zur Verfügung – mit hilfreichen Checklisten und zahlreichen Beispielen aus der Praxis. Der Leitfaden kann hier  kostenfrei heruntergeladen bzw. bestellt werden.

Video: Einführung in die Tetralemma-Arbeit

Das Video bietet eine kurze Einführung in die Tetralemma-Arbeit. Das Tetralemma stammt aus der traditionellen indischen Logik und zeigt die grundsätzlichen Optionen auf, die man bei einer Entscheidung hat: Das Eine, das Andere, Beides, Keins von Beiden oder etwas komplett anderes. Diese Optionen lassen sich mit dem Tetralemma-Schema konkret benennen und aufstellen. Das Schema kann sehr gut bei Entscheidungsprozessen und Veränderungen eingesetzt werden.

Coaching 4.0: Lässt sich Coaching digitalisieren?

Ein Büro von heute ohne Telefon, PC und Internetzugang ist kaum noch vorstellbar. Doch ist der digitale Wandel auch im Coaching angekommen bzw. überhaupt umsetzbar? Eine Studie von 2017 kommt zu dem Ergebnis, dass beinahe alle befragten Coaches immer noch die Interaktion von Angesicht zu Angesicht bevorzugen. Dennoch werden im videogestützten E-Coaching Entwicklungsmöglichkeiten gesehen. Die Vorstellung der Studie und die Interpretation der Ergebnisse finden Sie hier.

Beratungsmethode: Lösungsorientiertes Zuhören

Häufig haben Klienten*innen das Bedürfnis, ausführlich über ihre Probleme zu sprechen, und sind noch nicht bereit, Lösungen oder Ziele anzugehen. Das ist besonders dann so, wenn eine Situation als sehr schwer oder belastend erlebt wird.

In diesem Fall hört der*die Berater*in geduldig und lösungsorientiert zu. Das bedeutet,

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Trauer im Arbeitskontext: Was kann man tun, wenn ein*e Kollege*in verstirbt?

Einen Todesfall im persönlichen Umfeld verarbeitet jeder Mensch auf seine eigene Weise. Wenn jedoch ein*e Kollege*in verstirbt, führen bestimmte Herangehensweisen an Trauer im professionellen Arbeitskontext zu Überforderung bei allen Beteiligten. In einem SZ-Artikel wird diese Thematik von zwei Seiten beleuchtet: Zu Wort kommen eine trauernde Kollegin sowie ein Unternehmen, das in solchen Fällen Psycho- und Sozialberatungen in Firmen anbietet.

Diakonie-Broschüre: Was tun, wenn Unterstützung zur Belastung wird?

In der Integrationsarbeit geht es viel um das Helfen und Unterstützen in verschiedensten Formen: bei der Wohnungs- und Jobsuche, bei der Anerkennung von Qualifikationen, beim Spracherwerb usw. Hinzu kommen Einzelschicksale, die einen lange begleiten. Diese Aufgaben verlangen von den haupt- und ehrenamtlich Tätigen viel ab. Die Diakonie Hessen, die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe und das Diakonische Werk Pfalz haben in diesem Zusammenhang die umfangreiche Broschüre „Wenn helfen nicht mehr gut tut …“ veröffentlicht. Es werden Motivationen und innere Antreiber von Helfenden beschrieben, die Wichtigkeit von Grenzziehung erläutert und Bausteine sowie Checklisten an die Hand gegeben. Die Broschüre kann auf der Internetseite kostenfrei heruntergeladen werden.

Gewalt am Arbeitsplatz: Zahlen, Prävention und Good Practice im DGUV Forum

Gewalt im Arbeitskontext – sei es verbal oder körperlich – ist keine Seltenheit. Laut der European Working Conditions Survey (EWCS, 2010) erlebten 12,4 Prozent der deutschen Arbeitnehmenden Beleidigungen, 4,3 Prozent Bedrohungen, 4,6 Prozent Mobbing und 1,6 Prozent physische Gewalt. Auch in den Zahlen der meldepflichtigen Arbeitsunfälle schlägt sich dies nieder: 2015 gingen 27 Prozent der Arbeitsunfälle durch Gewalt, Angriff und Bedrohung auf das Einwirken von betriebsfremden Personen zurück. Im Vergleich resultierten

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Was wird als Gewalt wahrgenommen? Gruppenübung „Gewaltthermometer“

Personen schätzen das Aggressionspotenzial von Situationen unterschiedlich ein. Mit der Gruppenübung „Gewaltthermometer“ kann man gut gemeinsam über das verschiedene Verständnis von Gewalt diskutieren. Hierfür werden zunächst mehrere beispielhafte Gewaltsituationen, wie „ein Demonstrant beschimpft einen Polizisten“, „ein Fußballer foult den Gegner“, „ein Ausbilder droht einem Auszubildenden, ihn durchfallen zu lassen“, auf einer Skala von eins bis 10 eingeordnet. Im Anschluss werden dann die Zuordnung und ggf. die Diskrepanzen besprochen. Das Übungsblatt kann hier heruntergeladen werden.

Handlungsempfehlung: Arbeitsplatz gewaltfrei gestalten

Um Aggressionen im Arbeitsalltag, vor allem im Kundenkontakt, erst gar nicht aufkommen zu lassen bzw. sie zu minimieren, hat die Initiative neue Qualität der Arbeit – kurz INQA – die Handlungsempfehlung „Gewaltfreier Arbeitsplatz“ veröffentlicht. Hier geht es insbesondere darum, was Arbeitgeber tun können, um ihre Mitarbeitenden zu schützen. Dazu gehören eine klare Haltung zum Thema Gewalt am Arbeitsplatz, eine Analyse der aktuellen Gefährdungen und die Einleitung von Maßnahmen zur Prävention. Es werden mögliche Risikofaktoren

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