Eskalation: Wenn Kollegen*innen aufeinander losgehen

Stephanie Huber wird immer dann angerufen, wenn es irgendwo brennt. Sie ist allerdings keine Feuerwehrfrau, sondern Mediatorin mit dem Schwerpunkt Konfliktmanagement. In einem interessanten Interview mit der Süddeutschen Zeitung spricht sie über ihre skurrilsten Erfahrungen im Beruf und darüber, warum es durchaus sinnvoll sein kann, zur Deeskalation im Unternehmen externe Mediatoren einzusetzen.

„Außen vor und doch mitten drin“

Kaum jemand kennt uns so gut wie unsere Geschwister. Gerade, wenn wir Krisen durchleben, können Bruder und Schwester eine große Stütze für uns sein. Dennoch werden die Geschwister psychisch erkrankter Menschen - im Gegensatz zu den Eltern - häufig übersehen, wie die Studie „Außen vor und doch mitten drin“ der Uniklinik Regensburg zeigt. Warum man zukünftig versuchen sollte, die Geschwister bei Unterstützungsangeboten stärker einzubeziehen, kann in diesem Spiegel Online-Artikel nachgelesen werden.

Neuer Termin für die Weiterbildung zum Systemischen Coach für Kinder und Jugendliche

Vom 18.11.-21.11.2019 bieten wir die Weiterbildung zum Systemischen Coach für Kinder und Jugendliche in Berlin an.

Alle weiteren Informationen zum Seminar finden Sie hier.

Häppchenweise: Grundbegriffe systemischen Denkens

Einen kurzweiligen Einblick in den Konstruktivismus und die systemische Denkweise gibt Fritz B. Simon – einer der führenden Systemiker im deutschsprachigen Raum – bei YouTube. In seinen „20 Rezepten für Systemisches Denken“ erklärt er anschaulich grundlegende Begriffe, wie Aufmerksamkeit, Fokussierung, Zusammensetzung von Systemen, und erklärt, wie man damit zumindest eine Talkshow gut übersteht. Die kurzen Videobeiträge stehen hier kostenfrei zur Verfügung.

Das Bild vom durchsetzungsfähigen Mann und der zickigen Frau

Wut wird bei Männern und Frauen unterschiedlich bewertet. Gilt ein wütender Mann als durchsetzungsfähig, erscheint die wütende Frau als zu emotional und damit in einem negativen Licht. Die Konsequenz daraus: Frauen fressen Wut und Ärger eher in sich hinein. Das sind Ergebnisse einer Studie der Humboldt-Universität Berlin. Forschungsleiterin Ursula Hess und Psychotherapeutin Anita Timpe erklären bei Deutschlandfunk Kultur, wie unterschiedlich wütende Männer und Frauen in der Gesellschaft wahrgenommen werden.

Gewaltfreie Kommunikation für Groß und Klein

Das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation spielt nicht nur im Umgang mit Erwachsenen eine wichtige Rolle, sondern kann auch helfen, eine förderliche Kommunikation mit Kindern zu etablieren. Doch was genau bedeutet es, im Alltag mit kleinen Kindern gewaltfrei zu kommunizieren? Irmgard Macke, GFK-Trainerin und Erzieherin, berichtet im Interview von zahlreichen lebensnahen Beispielen, die Antworten auf diese Frage bereithalten.

Spahn plant Reform der Psychotherapie-Ausbildung

Seit Längerem schon plant Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eine Änderung des Psychotherapeutengesetzes. Ziel ist es, die Ausbildung bundesweit einheitlich zu regeln und den Beruf zugleich attraktiver zu machen. Spahns Lösungsvorschlag, der noch im Laufe dieses Jahres im Bundestag verhandelt werden soll, kann hier eingesehen werden.

Dramatischer Mangel an Therapieplätzen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) fordert in einem Gesetzesentwurf eine Neuregelung für den Zugang zur Psychotheraphie, um akut Erkrankten zügiger als bisher eine Behandlung ermöglichen zu können. Spahns Vorschlag ist ein Versuch der psychotherapeutischen Unterversorgung in Deutschland entgegenzuwirken. Wie alarmierend die Lage tatsächlich ist, kann in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung nachgelesen werden.

Gedankenübertragung oder doch nur alles Zufall?

Freunde rufen sich im selben Moment an, die ungeliebte Aufgabe löst sich unverhofft in Luft auf oder ein Mensch übersteht mehrfach Unfälle. Sind das alles nur Zufälle oder doch Resultate etwas Übernatürlichem? Das fragt sich JETZT-Redakteurin Theresa Hein und bringt mithilfe des Statistikers David Hand Klarheit. Ihren Artikel dazu finden Sie hier.

Zu Weihnachten gewaltfrei kommunizieren

Weihnachten verbinden viele Menschen mit dem gemütlichen Zusammensein in der Familie. Doch gerade zu den Festtagen werden häufig schwelende Konflikte offensichtlich. Mithilfe der Gewaltfreien Kommunikation könnte den bestehenden Spannungen begegnet werden, zeigt ein Artikel der taz. Die taz-Redakteurin gibt Einblicke in ein GFK-Seminar und setzt sich am Ende mit ihrer eigenen Familie zu Weihnachten auseinander.

Trauern wie geht das?

Jeder Mensch trauert auf seine Weise. Doch was sagt die Art zu trauern über eine Person aus und wie kann verhindert werden, dass sie sich nicht in der Trauer verliert? Psychotherapeutin Verena Kast und Philosoph Wilhelm Schmid sprechen in der SRF-Sendung Sternstunde-Philosophie über den Prozess des Trauerns und welche Aspekte dazu gehören.

Forscher haken nach: Beruht Vertrauen in der Therapie auf Ähnlichkeit?

Ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Klient*in und Berater*in bzw. Therapeut*in trägt entscheidend zu einer gelingenden Beratung oder Therapie bei. Doch müssen sich hierfür beide Personen unbedingt ähnlich sein oder den gleichen sozialen Hintergrund haben? Ein chilenisches Forscherteam ging dieser Frage nach. Die Ergebnisse können im Spektrum-Artikel nachgelesen werden.

Radiobeitrag: Anständig streiten in aufgewühlten Zeiten

Streitgespräche nehmen in der direkten und der digitalen Kommunikation derzeit viel Raum ein – nicht immer geht es hier sachlich zu, sondern steigert sich in eine verbale Gewaltspirale. Wie begegnet man Beschimpfungen? Wo unterscheiden sich direkte und digitale Diskussionen? Und wie wichtig sind Diskussionen für eine lebendige Demokratie? Der Bayrische Rundfunk hat dies mit der Autorin Jagoda Marinic und dem Trainer für Gewaltfreie Kommunikation Andi Schmidbauer diskutiert. Der Radiobeitrag kann hier kostenfrei nachgehört werden.

Doku: Wenn Traumata Generationen überdauern

Erlittene Traumata sind nicht nur für direkt Betroffene schwierig zu bewältigen, sie können sich auch auf die nachfolgenden Generationen weiter auswirken. Denn an die Kinder werden nicht nur das eigene Lebenskonzept, sondern auch Probleme und Blockaden zum Teil unbewusst weitergegeben. Die Arte-Dokumentation „Vererbte Narben – Generationsübergreifende Traumata“ erläutert das Phänomen der transgenerationalen Traumatisierung und gibt einen Einblick in die Forschung. Die Doku kann bis zum 21.10.2018 hier kostenlos angesehen werden.

Vorgemerkt: Tag der Gewaltfreien Kommunikation am 06.10.2018

Am 6. Oktober findet anlässlich des Geburtstags von Marshall B. Rosenberg der Tag der Gewaltfreien Kommunikation mit zahlreichen Aktionen in ganz Deutschland statt. Mehr zu den Hintergründen und einen Überblick über die einzelnen Veranstaltungen gibt es auf der Internetseite des Aktionstages.

Wie Humor beim Perspektivwechsel hilft

Dass Lachen gesund ist, ist allgemeinhin bekannt. Humor kann aber auch helfen, bestehende Ängste zu überwinden und die Angstauslöser aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Wie das geht, erklärt Psychiaterin Barbara Wild bei Deutschlandfunk Kultur in einem Beitrag.

Neue Wege in der Kinder- und Jugendbetreuung: Können Algorithmen helfen?

Kann ein Algorithmus Kindesmisshandlungen vorbeugen? Zwei Forscherinnen haben hierfür viele Daten ausgewertet und ein Tool entwickelt, das bereits erfolgreich in Pennsylvania eingesetzt wird. Mehr über das Programm und eine mögliche Umsetzung in Deutschland hat das SZ-Magazin zusammengefasst.

Einfach mal was anders machen

Wasser aus einem Umschlag trinken, Popcorn mit Stäbchen essen, ein Video durch die eigenen Finger schauen – das klingt im ersten Moment skurril, Forscher haben jedoch herausgefunden, dass man sich so an alltäglichen Dingen wieder mehr erfreuen kann. Denn führt man gewohnte Handlungen auf ungewohnte Weise aus, konzentriert man sich verstärkt auf die Erfahrung, die man dabei macht und erhält so einen Glücksmoment. Die erstaunlichen Ergebnisse sind im Spektrum-Artikel nachzulesen.

Mit Vorurteilen gegenüber Therapie und Beratung aufräumen

Auf der Couch liegen, weinen, in der Kindheit bohren – nach wie vor halten sich die Vorurteile gegenüber Therapie und Beratung hartnäckig in der Gesellschaft. Familientherapeutin Birgit Salewski gibt im Interview bei „Wir in Bayern“ einen Einblick in ihren Arbeitsalltag, erklärt den grundlegenden Unterschied zwischen Therapie und Beratung und räumt mit einigen Vorurteilen auf. Das kurze, interessante Interview kann hier kostenfrei angeschaut werden (ab Minute 34:15) und noch mehr Fakten zum Thema stellt der Bayrische Rundfunk hier zur Verfügung.

Sokratische Gespräche im Gefängnis

Um sich das eigene Wertesystem bewusst zu machen, entwickelte bereits Sokrates eine Methode, die „Sokratischen Gespräche“. Zwei Jahrtausende später ist die philosophische Methode immer noch hochaktuell und effektiv, die eigenen Werte zu hinterfragen. Im Rahmen einer Dokumentation wurde das Experiment gewagt, sokratische Gespräche mit mehreren Schwerverbrechern einer Justizvollzugsanstalt durchzuführen. Weitere Infos zur außergewöhnlichen Doku gibt es hier und kann hier kostenlos angesehen werden.