„Kinder kommen achtsam auf die Welt“ Achtsamkeit im Schulalltag

Für Solinger Grundschüler gehören Achtsamkeitsübungen mittlerweile zum Schulalltag dazu – dank des nordrhein-westfälischen Forschungsprojektes „Wie wirkt sich Achtsamkeit auf Schüler, Lehrer und das Miteinander aus?“ Dafür wurden Lehrer*innen und Schulleiter*innen in Achtsamkeitskursen geschult und in der Umsetzung im Schulalltag unterstützt – mit positiven Ergebnissen. Der ZDF-Heute-Beitrag gibt einen Einblick.

Einfach mal was anders machen

Wasser aus einem Umschlag trinken, Popcorn mit Stäbchen essen, ein Video durch die eigenen Finger schauen – das klingt im ersten Moment skurril, Forscher haben jedoch herausgefunden, dass man sich so an alltäglichen Dingen wieder mehr erfreuen kann. Denn führt man gewohnte Handlungen auf ungewohnte Weise aus, konzentriert man sich verstärkt auf die Erfahrung, die man dabei macht und erhält so einen Glücksmoment. Die erstaunlichen Ergebnisse sind im Spektrum-Artikel nachzulesen.

Mit Vorurteilen gegenüber Therapie und Beratung aufräumen

Auf der Couch liegen, weinen, in der Kindheit bohren – nach wie vor halten sich die Vorurteile gegenüber Therapie und Beratung hartnäckig in der Gesellschaft. Familientherapeutin Birgit Salewski gibt im Interview bei „Wir in Bayern“ einen Einblick in ihren Arbeitsalltag, erklärt den grundlegenden Unterschied zwischen Therapie und Beratung und räumt mit einigen Vorurteilen auf. Das kurze, interessante Interview kann hier kostenfrei angeschaut werden (ab Minute 34:15) und noch mehr Fakten zum Thema stellt der Bayrische Rundfunk hier zur Verfügung.

Sokratische Gespräche im Gefängnis

Um sich das eigene Wertesystem bewusst zu machen, entwickelte bereits Sokrates eine Methode, die „Sokratischen Gespräche“. Zwei Jahrtausende später ist die philosophische Methode immer noch hochaktuell und effektiv, die eigenen Werte zu hinterfragen. Im Rahmen einer Dokumentation wurde das Experiment gewagt, sokratische Gespräche mit mehreren Schwerverbrechern einer Justizvollzugsanstalt durchzuführen. Weitere Infos zur außergewöhnlichen Doku gibt es hier und kann hier kostenlos angesehen werden.

Sozialer Status als Familientradition

Sozialer Status und Bildungsstand werden insbesondere von der Familie geprägt – doch nicht nur das Elternhaus ist entscheidend, der Einfluss reicht zurück bis in die Urgroßelterngeneration. Das ist zumindest Ergebnis einer aktuellen Studie zweier Wissenschaftler des IfW Kiel und der Universität Madrid. Zum einen belegt dies eine soziale Stabilität, zum anderen aber auch den erschwerten sozialen Aufstieg in Deutschland. Mehr Infos zu der Studie finden Sie im Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Gewaltfreie Kommunikation gegen Hassrede im Internet

Auf Facebook & Co. begegnen wir mittlerweile oft Angriffen, Diskriminierung, Ausgrenzung und Rassismus – der sogenannten Hassrede bzw. Hate Speech. „Trolle“ und „Shitstorms“ gehören beinahe schon zum Alltag und genau darin liegt die Gefahr, meint der Verein Muutos e. V., der sich mit Gewaltfreier Kommunikation vor allem im Internet befasst. Mehr zum Verein und zu Wegen, auf Hate Speech im Netz passend zu reagieren, gibt es auf der Internetseite no-hate-speech.com. Zudem ist das Projekt unter den Finalisten in der Google Impact Challenge.

Gefühlte Wahrheit: 32 Fakten gegen „Alles-wird-immer-schlimmer-Denken“

Wer kennt sie nicht, Aussagen wie „früher war alles besser“ oder „alles wird immer schlimmer“. Diesem diffusen Gefühl des Weltuntergangs hat der mittlerweile verstorbene schwedische Wissenschaftler Hans Rosling zeitlebens positive Entwicklungen und Errungenschaften entgegengehalten. In seinem informativen Gastbeitrag bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wirft er einen Blick auf 32 positive Entwicklungen und entzerrtes das Bild einer katastrophalen Welt, ohne jedoch die gegenwärtig wirklich existierenden Probleme außer Acht zu lassen.

Ein Konflikt verschiedene systemische Lösungen

Konflikte entstehen nicht im luftleeren Raum, sondern sind stets Ergebnis komplexer und aufgeladener Strukturen. Zur Konfliktlösung bietet sich daher der systemische Ansatz an, der allerdings unterschiedliche Theorien und Methoden umfasst. Zum „2. Symposium zur Praxis systemischer Konfliktbearbeitung in Organisationen“ der Universität Witten-Herdecke trafen sich führende Vertreter*innen der wichtigsten systemischen Theorien im deutschsprachigen Raum zu einem einzigartigen Versuch: Sie erklärten ihre Arbeitsweise anhand derselben Konfliktsituation und zeigten so verschiedene Lösungen auf. Die Zusammenfassung des spannenden Versuches ist in der Zeitschrift TrigonThemen zu lesen.

Video: Systemische Beratung kompakt

Die Umsetzung des systemischen Ansatzes kann für Einsteiger*innen eine Herausforderung sein. Den Ablauf einer systemischen Beratung sowie einige Fragetechniken, wie zirkuläres Fragen, Skalierungsfrage, Wunderfrage etc., stellt das Video „Fragetechniken in der systemischen Beratung“ kompakt vor und ist besonders für Neulinge auf diesem Gebiet gut geeignet.

Wenn Kinder Schicksal tragen: Eine Einführung in die Systemische Arbeit mit Kindern

Bei dem Text von Ingrid Dykstra handelt es sich um einen Auszug aus dem gleichnamigen Buch, das beim Kösel Verlag erschienen ist. Er bietet eine gute Einführung in die Systemische Sichtweise bei der Arbeit mit Kindern und Familien: „Wenn wir es mit Kindern zu tun haben, müssen wir uns bewusst sein, dass wir es mit Repräsentanten des gesamten Familiensystems zu tun habe, mit allem, was für diese Familie wichtig und systemerhaltend ist, mit allem, was für sie Schuld und Unschuld bedeutet, mit allen Regeln, Verboten, Tabus, Vorstellungen über das Leben, Ängsten, Krankheiten und Geheimnissen.“ Diese Grundannahme führt zu einer systemischen Deutung von Verhalten. In Beispielen wird erklärt, welche Interventionen aus systemischer Sicht hilfreich sein können. Hier geht es zum kostenlosen Text.

Warum Eltern die Führung übernehmen müssten 7 Tipps von Jesper Juul

„Wir sehen heute viele Familien, in denen die Eltern große Angst haben, ihren Kindern zu schaden oder sie zu verletzen, so dass die Kinder zu Leitwölfen werden. Und die Eltern streifen orientierungslos durch den Wald", schreibt Juul in seinem Buch. In modernen Familien gehen Eltern oft zu weit, indem sie Kinder wie kleine Erwachsene behandeln und ihnen die Führung überlassen. Dies überfordert die Kinder, da ihnen für diese Rolle die Kompetenzen fehlen. In diesem Artikel der Brigitte fasst Jesper Juul in 7 Tipps zusammen, wie eine gute Führung und gesunde Autorität aussehen können.

Wake Up Schools: Glückliche Lehrer*innen verändern die Welt

„I think it is the good teachers who will be able to change the world. That’s my belief, because a teacher can nourish, can heal, can build healthy, happy human beings.” (Thich Nhat Hanh)

Wake Up Schools ist ein internationales Programm, in dem vor allem in Workshops Achtsamkeitsübungen für Lehrkräfte und andere Aktive im Bildungsbereich angeboten werden. Ziel der Achtsamkeitsübungen ist

Weiterlesen

Broschüre: Belastungen besser bewältigen

Stress begegnen wir überall – potenzielle Stressoren lauern in der Schule, auf Arbeit oder im Privaten, starke Stressreaktionen können aber auch familiäre Notfälle oder Naturkatastrophen auslösen. Entscheidend ist, die eigenen Stressoren zu identifizieren und eine Balance zwischen An- und Entspannung im Alltag zu finden. Denn bewiesenermaßen führt Dauerstress zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Um diesen präventiv entgegenzuwirken, hat die Techniker Krankenkasse die Broschüre „Stress: Belastungen besser bewältigen“ veröffentlicht. Hier wird zunächst geklärt, was der Begriff „Stress“ eigentlich bedeutet und wie er sich ausdrückt. Anschließend werden verschiedene Strategien zur Stressbewältigung vorgestellt. Die TK-Broschüre kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

Für den Notfall: die 4-A-Strategie

Zu einem guten Stressmanagement gehört unter anderem, sich auf schwierige Situationen vorzubereiten. Doch eine noch so gute Vorbereitung kann eine akut auftretende Stresssituation, wie einen Unfall oder einen familiären Notfall, nicht verhindern. Um in diesem Fall nicht den Kopf zu verlieren, kann die 4-A-Strategie von Gert Kaluza, Wissenschaftler und Autor im Bereich der Stressforschung, hilfreich sein. Diese Strategie besteht aus vier Schritten:

Weiterlesen

Glück ist flüchtig, Zufriedenheit erlernbar: Christina Berndt im Interview

Nach Glück zu streben, kann Stress erzeugen; sich jedoch zufrieden zu zeigen und sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren, fördert die innere Stabilität und letztendlich auch die Gesundheit, meint Wissenschaftsjournalistin Christina Berndt. In einem halbstündigen Interview mit dem SWR1 Baden-Württemberg spricht sie über den unterschätzten Stellenwert der Zufriedenheit, die Mid-Life-Crisis, die jeden irgendwie ereilt, und das Lernen von Strategien zur Bewältigung schwieriger Situationen. Das interessante Gespräch kann hier  kostenfrei angehört werden.

Gewaltfrei kommunizieren: Brücken bauen statt Mauern errichten

In den 1970er-Jahren legte Marshall Rosenberg den Grundstein für sein Konzept der nonviolent communication bzw. gewaltfreien Kommunikation, wonach die Kommunikationspartner*innen auf ihre Bedürfnisse achten statt auf ihre Erwartungen, Urteile und Vorstellungen. Die Kerngedanken des Konzeptes, dessen Etablierung in Deutschland und die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten werden in einem Beitrag vom Deutschlandfunk zusammengefasst. Spannend dabei: Marshall Rosenberg wird selbst als unterhaltender Dozent vorgestellt, der für seine Ideen brannte. Nachzulesen ist das Ganze hier.

„Mama, da lernst du was fürs Leben“ GFK in der Schule

Wertschätzung und Respekt im Umgang mit anderen kann man nicht früh genug lernen. Als Weg dahin wird im Schulkontext mehr und mehr auf die gewaltfreie Kommunikation gesetzt. Beispielsweise startete vergangenes Jahr an der Waldorfschule in Salzburg das Projekt „Wir sind Klasse!“. Nach einer Einführung in die Grundlagen der GFK setzen die 30 Schüler*innen einer Oberstufenklassen nun dies im Schulalltag ein. Welche positiven Effekte, aber auch Hürden sich bereits zeigen, berichten die Lehrerin Theresia Wartbichler und die GFK-Trainerin Maria Hechenberger in einem Radiointerview.

Systemisch-lösungsorientierte Theorien: Antreiber und ihre Erlauber

Das Modell innerer Antreiber kommt aus der Transaktionsanalyse, die darunter elterliche Forderungen versteht, mit denen konventionelle, kulturelle und soziale Vorstellungen verbunden sind. Als Eltern-Gebote haben diese Botschaften für Kinder einen Absolutheitscharakter, der nicht angezweifelt wird, denn ihre Nichteinhaltung könnte zur Folge haben, nicht mehr geliebt zu werden. Erst im Erwachsenenalter haben wir die Möglichkeit zu erkennen, dass es Alternativen zu den elterlichen Botschaften gibt. Zu diesem Zeitpunkt haben sich diese Botschaften jedoch

Weiterlesen

Umfrage: Arbeitszufriedenheit und Coaching

An der Kölner Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft widmen sich zwei Studentinnen der Frage, wie sich Coaching auf die Zufriedenheit im Beruflichen sowie Privaten auswirkt und haben im Rahmen ihrer Forschungsarbeit eine Umfrage entworfen, an der man bis zum 30.01.2018 noch teilnehmen kann.

Leitfaden zur Mitarbeiterberatung

Immer mehr Unternehmen nutzen die Mitarbeiterberatung über externe Anbieter als Instrument im betrieblichen Gesundheitsmanagement, um ihren Mitarbeitenden in beruflichen oder privaten Krisen professionelle Unterstützung zu vermitteln. Doch zu welchen Unternehmen passt dieses Präventionsmittel und wie lässt es sich effektiv umsetzen? Hierfür stellt das Projekt „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“ (kurz psyGA) den Leitfaden „Kein Stress mit dem Stress“ zur Verfügung – mit hilfreichen Checklisten und zahlreichen Beispielen aus der Praxis. Der Leitfaden kann hier  kostenfrei heruntergeladen bzw. bestellt werden.