Zu Weihnachten gewaltfrei kommunizieren

Weihnachten verbinden viele Menschen mit dem gemütlichen Zusammensein in der Familie. Doch gerade zu den Festtagen werden häufig schwelende Konflikte offensichtlich. Mithilfe der Gewaltfreien Kommunikation könnte den bestehenden Spannungen begegnet werden, zeigt ein Artikel der taz. Die taz-Redakteurin gibt Einblicke in ein GFK-Seminar und setzt sich am Ende mit ihrer eigenen Familie zu Weihnachten auseinander.

Trauern wie geht das?

Jeder Mensch trauert auf seine Weise. Doch was sagt die Art zu trauern über eine Person aus und wie kann verhindert werden, dass sie sich nicht in der Trauer verliert? Psychotherapeutin Verena Kast und Philosoph Wilhelm Schmid sprechen in der SRF-Sendung Sternstunde-Philosophie über den Prozess des Trauerns und welche Aspekte dazu gehören.

Forscher haken nach: Beruht Vertrauen in der Therapie auf Ähnlichkeit?

Ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Klient*in und Berater*in bzw. Therapeut*in trägt entscheidend zu einer gelingenden Beratung oder Therapie bei. Doch müssen sich hierfür beide Personen unbedingt ähnlich sein oder den gleichen sozialen Hintergrund haben? Ein chilenisches Forscherteam ging dieser Frage nach. Die Ergebnisse können im Spektrum-Artikel nachgelesen werden.

Radiobeitrag: Anständig streiten in aufgewühlten Zeiten

Streitgespräche nehmen in der direkten und der digitalen Kommunikation derzeit viel Raum ein – nicht immer geht es hier sachlich zu, sondern steigert sich in eine verbale Gewaltspirale. Wie begegnet man Beschimpfungen? Wo unterscheiden sich direkte und digitale Diskussionen? Und wie wichtig sind Diskussionen für eine lebendige Demokratie? Der Bayrische Rundfunk hat dies mit der Autorin Jagoda Marinic und dem Trainer für Gewaltfreie Kommunikation Andi Schmidbauer diskutiert. Der Radiobeitrag kann hier kostenfrei nachgehört werden.

Doku: Wenn Traumata Generationen überdauern

Erlittene Traumata sind nicht nur für direkt Betroffene schwierig zu bewältigen, sie können sich auch auf die nachfolgenden Generationen weiter auswirken. Denn an die Kinder werden nicht nur das eigene Lebenskonzept, sondern auch Probleme und Blockaden zum Teil unbewusst weitergegeben. Die Arte-Dokumentation „Vererbte Narben – Generationsübergreifende Traumata“ erläutert das Phänomen der transgenerationalen Traumatisierung und gibt einen Einblick in die Forschung. Die Doku kann bis zum 21.10.2018 hier kostenlos angesehen werden.

Vorgemerkt: Tag der Gewaltfreien Kommunikation am 06.10.2018

Am 6. Oktober findet anlässlich des Geburtstags von Marshall B. Rosenberg der Tag der Gewaltfreien Kommunikation mit zahlreichen Aktionen in ganz Deutschland statt. Mehr zu den Hintergründen und einen Überblick über die einzelnen Veranstaltungen gibt es auf der Internetseite des Aktionstages.

Im Kino: Dokumentation über Achtsamkeit in Schule und Verein

Meditations- und Achtsamkeitspraktiken finden immer mehr Anklang in der Mitte der Gesellschaft – das veranschaulicht auch die Dokumentation „Das stille Leuchten“ der Regisseurin Anja Krug-Metzinger, die am 27.09.2018 in deutschen Kinos startet. Sie zeigt Projekte und Initiativen, wie Achtsamkeit im Schulalltag oder in der Vereinsarbeit integriert werden kann, und wirft einen Blick auf wissenschaftliche Ergebnisse. Den Trailer zum Film und eine Übersicht, in welchen Kinos die Dokumentation gezeigt wird, gibt es hier.

Wie Humor beim Perspektivwechsel hilft

Dass Lachen gesund ist, ist allgemeinhin bekannt. Humor kann aber auch helfen, bestehende Ängste zu überwinden und die Angstauslöser aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Wie das geht, erklärt Psychiaterin Barbara Wild bei Deutschlandfunk Kultur in einem Beitrag.

Neue Wege in der Kinder- und Jugendbetreuung: Können Algorithmen helfen?

Kann ein Algorithmus Kindesmisshandlungen vorbeugen? Zwei Forscherinnen haben hierfür viele Daten ausgewertet und ein Tool entwickelt, das bereits erfolgreich in Pennsylvania eingesetzt wird. Mehr über das Programm und eine mögliche Umsetzung in Deutschland hat das SZ-Magazin zusammengefasst.

„Kinder kommen achtsam auf die Welt“ Achtsamkeit im Schulalltag

Für Solinger Grundschüler gehören Achtsamkeitsübungen mittlerweile zum Schulalltag dazu – dank des nordrhein-westfälischen Forschungsprojektes „Wie wirkt sich Achtsamkeit auf Schüler, Lehrer und das Miteinander aus?“ Dafür wurden Lehrer*innen und Schulleiter*innen in Achtsamkeitskursen geschult und in der Umsetzung im Schulalltag unterstützt – mit positiven Ergebnissen. Der ZDF-Heute-Beitrag gibt einen Einblick.

Einfach mal was anders machen

Wasser aus einem Umschlag trinken, Popcorn mit Stäbchen essen, ein Video durch die eigenen Finger schauen – das klingt im ersten Moment skurril, Forscher haben jedoch herausgefunden, dass man sich so an alltäglichen Dingen wieder mehr erfreuen kann. Denn führt man gewohnte Handlungen auf ungewohnte Weise aus, konzentriert man sich verstärkt auf die Erfahrung, die man dabei macht und erhält so einen Glücksmoment. Die erstaunlichen Ergebnisse sind im Spektrum-Artikel nachzulesen.

Mit Vorurteilen gegenüber Therapie und Beratung aufräumen

Auf der Couch liegen, weinen, in der Kindheit bohren – nach wie vor halten sich die Vorurteile gegenüber Therapie und Beratung hartnäckig in der Gesellschaft. Familientherapeutin Birgit Salewski gibt im Interview bei „Wir in Bayern“ einen Einblick in ihren Arbeitsalltag, erklärt den grundlegenden Unterschied zwischen Therapie und Beratung und räumt mit einigen Vorurteilen auf. Das kurze, interessante Interview kann hier kostenfrei angeschaut werden (ab Minute 34:15) und noch mehr Fakten zum Thema stellt der Bayrische Rundfunk hier zur Verfügung.

Sokratische Gespräche im Gefängnis

Um sich das eigene Wertesystem bewusst zu machen, entwickelte bereits Sokrates eine Methode, die „Sokratischen Gespräche“. Zwei Jahrtausende später ist die philosophische Methode immer noch hochaktuell und effektiv, die eigenen Werte zu hinterfragen. Im Rahmen einer Dokumentation wurde das Experiment gewagt, sokratische Gespräche mit mehreren Schwerverbrechern einer Justizvollzugsanstalt durchzuführen. Weitere Infos zur außergewöhnlichen Doku gibt es hier und kann hier kostenlos angesehen werden.

Sozialer Status als Familientradition

Sozialer Status und Bildungsstand werden insbesondere von der Familie geprägt – doch nicht nur das Elternhaus ist entscheidend, der Einfluss reicht zurück bis in die Urgroßelterngeneration. Das ist zumindest Ergebnis einer aktuellen Studie zweier Wissenschaftler des IfW Kiel und der Universität Madrid. Zum einen belegt dies eine soziale Stabilität, zum anderen aber auch den erschwerten sozialen Aufstieg in Deutschland. Mehr Infos zu der Studie finden Sie im Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Gewaltfreie Kommunikation gegen Hassrede im Internet

Auf Facebook & Co. begegnen wir mittlerweile oft Angriffen, Diskriminierung, Ausgrenzung und Rassismus – der sogenannten Hassrede bzw. Hate Speech. „Trolle“ und „Shitstorms“ gehören beinahe schon zum Alltag und genau darin liegt die Gefahr, meint der Verein Muutos e. V., der sich mit Gewaltfreier Kommunikation vor allem im Internet befasst. Mehr zum Verein und zu Wegen, auf Hate Speech im Netz passend zu reagieren, gibt es auf der Internetseite no-hate-speech.com. Zudem ist das Projekt unter den Finalisten in der Google Impact Challenge.

Gefühlte Wahrheit: 32 Fakten gegen „Alles-wird-immer-schlimmer-Denken“

Wer kennt sie nicht, Aussagen wie „früher war alles besser“ oder „alles wird immer schlimmer“. Diesem diffusen Gefühl des Weltuntergangs hat der mittlerweile verstorbene schwedische Wissenschaftler Hans Rosling zeitlebens positive Entwicklungen und Errungenschaften entgegengehalten. In seinem informativen Gastbeitrag bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wirft er einen Blick auf 32 positive Entwicklungen und entzerrtes das Bild einer katastrophalen Welt, ohne jedoch die gegenwärtig wirklich existierenden Probleme außer Acht zu lassen.

Ein Konflikt verschiedene systemische Lösungen

Konflikte entstehen nicht im luftleeren Raum, sondern sind stets Ergebnis komplexer und aufgeladener Strukturen. Zur Konfliktlösung bietet sich daher der systemische Ansatz an, der allerdings unterschiedliche Theorien und Methoden umfasst. Zum „2. Symposium zur Praxis systemischer Konfliktbearbeitung in Organisationen“ der Universität Witten-Herdecke trafen sich führende Vertreter*innen der wichtigsten systemischen Theorien im deutschsprachigen Raum zu einem einzigartigen Versuch: Sie erklärten ihre Arbeitsweise anhand derselben Konfliktsituation und zeigten so verschiedene Lösungen auf. Die Zusammenfassung des spannenden Versuches ist in der Zeitschrift TrigonThemen zu lesen.

Video: Systemische Beratung kompakt

Die Umsetzung des systemischen Ansatzes kann für Einsteiger*innen eine Herausforderung sein. Den Ablauf einer systemischen Beratung sowie einige Fragetechniken, wie zirkuläres Fragen, Skalierungsfrage, Wunderfrage etc., stellt das Video „Fragetechniken in der systemischen Beratung“ kompakt vor und ist besonders für Neulinge auf diesem Gebiet gut geeignet.

Wenn Kinder Schicksal tragen: Eine Einführung in die Systemische Arbeit mit Kindern

Bei dem Text von Ingrid Dykstra handelt es sich um einen Auszug aus dem gleichnamigen Buch, das beim Kösel Verlag erschienen ist. Er bietet eine gute Einführung in die Systemische Sichtweise bei der Arbeit mit Kindern und Familien: „Wenn wir es mit Kindern zu tun haben, müssen wir uns bewusst sein, dass wir es mit Repräsentanten des gesamten Familiensystems zu tun habe, mit allem, was für diese Familie wichtig und systemerhaltend ist, mit allem, was für sie Schuld und Unschuld bedeutet, mit allen Regeln, Verboten, Tabus, Vorstellungen über das Leben, Ängsten, Krankheiten und Geheimnissen.“ Diese Grundannahme führt zu einer systemischen Deutung von Verhalten. In Beispielen wird erklärt, welche Interventionen aus systemischer Sicht hilfreich sein können. Hier geht es zum kostenlosen Text.

Warum Eltern die Führung übernehmen müssten 7 Tipps von Jesper Juul

„Wir sehen heute viele Familien, in denen die Eltern große Angst haben, ihren Kindern zu schaden oder sie zu verletzen, so dass die Kinder zu Leitwölfen werden. Und die Eltern streifen orientierungslos durch den Wald", schreibt Juul in seinem Buch. In modernen Familien gehen Eltern oft zu weit, indem sie Kinder wie kleine Erwachsene behandeln und ihnen die Führung überlassen. Dies überfordert die Kinder, da ihnen für diese Rolle die Kompetenzen fehlen. In diesem Artikel der Brigitte fasst Jesper Juul in 7 Tipps zusammen, wie eine gute Führung und gesunde Autorität aussehen können.