Ausbildung während Corona: Weniger Verträge unterschrieben

Das statistische Bundesamt teilte kürzlich mit, dass 2020 bundesweit etwa 10 Prozent weniger Ausbildungsverträge unterschrieben wurden. Die Zahlen sind zwar schon seit Jahren rückläufig, 2020 nahm die Abnahme jedoch erheblich zu. Besonders betroffen waren Bereiche wie Handel und Gastgewerbe – also Bereiche, die in der Coronakrise besonders unsicher sind. Die genauen Zahlen hat der Spiegel in einem Artikel zusammengefasst. Einblicke in die Ausbildung während der Pandemie gibt die Zeit und lässt in ihrem Bericht mehrere Azubis zu Wort kommen.

Azubi-Beraterin im Interview: "systemrelevant" ist abgenutzt

Auch abseits der Corona-Pandemie sind Ausbildung und Arbeitsalltag der Pflegefachkräfte eine Herausforderung. Das weiß Ute Dexl, Sozialpadägogin am Klinikum Nürnberg, zu berichten. Sie ist seit 2019 Anlaufstelle für die Pflegeazubis des Klinikums für alle Themen abseits des Lehrplans, um u. a. Ausbildungsabbrüchen entgegenzuwirken. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung erzählt sie, wie sie die Betreuung der Azubis derzeit gestaltet.

Ein Jahr Mindestvergütung was hat sich getan?

Vor gut einem Jahr wurde die Mindestvergütung für Berufsausbildungen eingeführt. Doch hat es auch wirklich für besseren Verdienst und damit einen größeren Anreiz gesorgt, sich für einen Ausbildungsberuf nach dem Abi zu entscheiden? Der Spiegel gibt in einem Artikel Einblicke in die aktuelle Lage und lässt Azubis sowie Experten*innen zu Wort kommen.

Best Practice: So kann Ausbildung in der Corona-Zeit gelingen

Nicht nur in der Schule bedarf es derzeit neuer Unterrichtsformen, auch in der Berufsausbildung müssen neue Wege gefunden werden, sowohl in den Berufsschulen als auch in den Ausbildungsstätten. Wie die neuen Wege aussehen können, zeigt das Portal foraus in einem Videobeitrag. Neben Beispielen aus der praktischen Anleitung gibt es Tipps von Kammern und Gewerkschaften, wie man dabei Unterstützung bekommen kann.

Berufsausbildung in Zeiten der Pandemie

Den Berufseinstieg mit einer Ausbildung zu beginnen, heißt für viele junge Leute Selbstständigkeit und Selbstbestimmung. Aufgrund der Pandemie sind gerade im vergangenen und aktuellen Jahr neue Schwierigkeiten und Unsicherheiten entstanden. Im Artikel der IG Metall werden neun dringende Fragen rund um Betrieb, Quarantäne, Prüfungsvorbereitung und den Abschluss beantwortet.

Das Handwerk wird weiblicher

In kleinen Schritten, aber bemerkbar: Es sind immer mehr Frauen in „typisch“ männlich besetzten Handwerksberufen, wie im Baugewerbe, in der Tischlerei oder in der Fahrzeugtechnik, anzutreffen. Denn in den vergangenen Jahren wurden viele Projekte und Kampagnen auf den Weg gebracht, um das Handwerk für Frauen attraktiver zu machen. Laut Experten zeigen sich nun die ersten Früchte. Um dem Ganzen auch ein Gesicht zu geben, stellt jetzt.de drei Handwerkerinnen in einem Porträt vor.

Pflegeausbildung immer beliebter

Artikel des Spiegels

Im Ausbildungsjahr 2019 starteten mehr als 71.000 Personen eine Ausbildung in einem Pflegeberuf – so viele wie noch nie. Auch der Anteil männlicher Auszubildender stieg deutlich an. Ob sich dieser Trend auch 2020 fortsetzt,wird sich zeigen, denn zum einen wurde die Pflegeausbildung zum Jahresbeginn zur Ausbildung zum Pflegefachmann/-frau zusammengefasst, zum anderen hat die Coronapandemie vor allem im Pflegebereich prekäre Zustände offengelegt. In einem Artikel des Spiegels sind die Zahlen zusammengefasst. 

Mit 50+ noch einmal die Berufsschulbank drücken

Lebenslanges Lernen im Berufsleben ist das Motto der vergangenen Jahre und zeigt sich zum Beispiel darin, dass Menschen jenseits der 50 sich noch einmal entschließen, eine Berufsausbildung zu beginnen. Dass es nicht so einfach ist, sich neben jungen Menschen in der Azubi-Rolle einzurichten, zeigt 37 Grad in einer spannenden Doku und stellt drei Senior-Azubis vor.

Aktueller Report des DGB zur Ausbildungssituation 

Ausbildungsferne Tätigkeiten, kein Ausbilder vor Ort oder kein Ausbildungsplan vorhanden – der aktuelle Ausbildungsreport des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zeichnet ein durchwachsenes Bild der Situation vieler Auszubildender. Die Ergebnisse des Reports hat der Spiegel zusammengefasst. 

Worst Case: Was passiert, wenn der Ausbildungsbetrieb pleitegeht? 

Der Wunschberuf ist gefunden, das passende Unternehmen auch, die Ausbildung läuft. Doch was ist, wenn das Unternehmen während der Ausbildungszeit insolvent geht? Die Plattform ausbildung.de hat für dieses Thema ein Video erstellt, das Azubis über deren Rechte aufklärt und Tipps für das richtige Vorgehen gibt. 

Übrigens: Für Azubis, die ihren Ausbildungsplatz aufgrund einer Insolvenz bereits verloren haben, gibt es bspw. in der IHK-Lehrstellenbörse die Suchfunktion „Azubi-Übernahme“. 

Studie verdeutlicht Unterschiede bei den Azubi-Gehältern 

Trotz Mindestvergütung und Tarifvereinbarungen hat ein bundesweiter Vergleich des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung gezeigt, dass sich die Azubi-Gehälter sowohl regional als auch in den einzelnen Branchen nach wie vor deutlich unterscheiden. Mehr zu den Ergebnissen der Studie und wie sich die Unterschiede erklären lassen, hat der Spiegel zusammengetragen. 

Ab August: Änderungen im Bereich Aus- und Weiterbildung 

Im August bzw. September startet das neue Ausbildungsjahr. Gleichzeitig treten im August gesetzliche Änderungen in Kraft, die den Ausbildungsbereich betreffen – bspw. neue Ausbildungsverordnungen. Auch für Fachkräfte, die sich weiterbilden möchten, gibt es Neuerungen, z. B. beim Aufstiegs-Bafög. Das Wichtigste hierzu hat die Frankfurter Allgemeine Zeitung zusammengetragen. 

Probleme lösen will gelernt sein 

Ein übergreifendes Ziel der Berufsausbildung ist, Probleme analysieren und lösen zu können. Diese Kompetenz auch gezielt zu fördern, findet im Rahmen der Ausbildung noch zu wenig statt – hat das Verbundprojekt TeKoP ermittelt. Im Rahmen dieses Projektes sollen Prüfer*innen, Ausbilder*innen und Lehrer*innen unterstützt werden, Aufgaben zur Förderung der Problemlösefähigkeit zu entwickeln. Hierfür werden Auszubildenden problemhaltige Aufgaben gestellt, die sie technikbasiert auf einer digitalen Lern- und Prüfungsplattform lösen sollen. Mehr zum Projekt und dessen Zielen verrät Prof. Eveline Wuttke in einem Interview

Prämie für Ausbildungsplätze geplant 

Damit der Ausbildungsjahrgang 2020 kein verlorener Jahrgang wird, will die Bundesregierung von der Corona-Krise betroffenen Unternehmen eine Prämie für jeden neu abgeschlossenen Ausbildungsvertrag zahlen. Auch die Übernahme von Azubis aus insolventen Betrieben soll vergütet werden. Mehr zur geplanten Ausbildungsplatzprämie ist beim Spiegel zu lesen. 

BiBB-Serie: Systemrelevante Ausbildungsberufe  

Systemrelevante Berufe sind im Rahmen der Corona-Krise sichtbar geworden und erfahren viel verbale Anerkennung. Die Hoffnung ist, dass sich diese Anerkennung in Zukunft auch in besseren Arbeitsbedingungen und Bezahlung niederschlagen wird. In diesen Berufen werden häufig auch Auszubildende und Fachkräfte gesucht. In einer neuen Serie stellt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) Ausbildungsberufe für systemrelevante Tätigkeiten vor.  

Was bedeutet Corona für Azubis?

Derzeit sind in Deutschland 1,3 Millionen junge Menschen in Ausbildung. Viele Betriebe sind von der Corona-Pandemie betroffen und die Berufsschulen geschlossen. Welche Folgen die aktuellen Entwicklungen für Prüfungen, den Ausbildungsstart im Herbst und die finanzielle Situation der Azubis mit sich bringen, hat die ZEIT in einem Artikel dargestellt.

Immer mehr Geflüchtete in Ausbildung

Eine kürzlich durchgeführte Befragung unter Mitgliedsunternehmen des NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ zeigt: Immer mehr Geflüchtete werden in klein- und mittelständischen Betrieben ausgebildet, wie foraus nun berichtet. Dieser Trend wird auch von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier begrüßt: „Es ist schön, wenn am Ende beide Seiten davon profitieren, denn die Unternehmen suchen weiterhin händeringend nach motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“ Was die Ursachen für diese Entwicklung sind, erfahren Sie ebenfalls im foraus-Artikel.

Teilzeitberufsausbildung wird weiter gestärkt

Die Möglichkeit, seine Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren, ist bereits seit 2005 im Berufsbildungsgesetz (BBiG) verankert. Bisher bestand diese Option jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen. Nun wird das BBiG in Bezug auf die Teilzeitausbildung weiter geöffnet. Welche konkrete Neuregelung seit Anfang des Jahres in Kraft ist, erfahren Sie auf der Seite von Überaus. Dort können Sie auch nachlesen, welche bisherigen Erfahrungen mit der Teilzeitausbildung in der Ausbildungspraxis gemacht wurden. Und welche Herausforderungen, aber auch Chancen die Teilzeitausbildung mit sich bringt.

Wo liegen Deutschlands Talente?

Es mag zunächst ungewöhnlich klingen, doch eine jährlich durchgeführte Studie untersucht tatsächlich, welche Länder mit welchen Talenten aufwarten können. Und erstellt auf Basis dieser Befunde ein Länder-Ranking. Welchen Platz Deutschland darin belegt und welches „deutsche“ Talent dabei absolute Weltspitze ist, können Sie in einem Spiegel-Artikel erfahren.

„Eigentlich weiß ich das ja…“

Ausbildungsbetriebe bekunden immer wieder ihr Erstaunen darüber, welch scheinbar banale Fehler Jugendliche im Bewerbungsprozess machen. Jugendliche Bewerber*innen wiederum fühlen sich nur unzureichend auf das Bewerbungsverfahren vorbereitet. Und das betrifft nicht nur das Aufsetzen eines Bewerbungsschreibens, sondern z. B. auch die Frage, wie sie mit zukünftigen Ausbildern*innen kommunizieren sollten. Denn auch, wenn die meisten Schulabsolventen*innen grundsätzlich wissen, wie sie sich verhalten sollten, so fällt vielen das Umsetzen dieses Wissens in die Praxis schwer. Genau diese Lücke versucht nun der „Azubi-Knigge“ zu schließen. Was sich dahinter verbirgt und an wen genau sich dieses Angebot richtet, erfahren Sie auf bildungsklick.de.