IAB-Studie zur kommenden Mindestvergütung für Azubis

Im Juni dieses Jahres berichteten wir in unserem Newsletter bereits darüber, dass der Mindestlohn für Azubis ab 2020 beschlossen wurde. Nun hat sich das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, einmal angeschaut, welche Azubis zukünftig am meisten von der Mindestvergütung profitieren werden. Betrachtet wurden dabei u.a. regionale Unterschiede (inkl. einem Vergleich zwischen Ost und West) sowie Faktoren wie Staatsangehörigkeit und Bildungsabschluss. Die Ergebnisse der Untersuchung können Sie kompakt auf der Seite des IAB nachlesen.

Ausbildungs-Quiz: Ich lerne was, was du nicht kennst

Wenn man Sie auffordern würde, alle Ausbildungsberufe aufzuzählen, die Sie kennen: Kämen Sie dann auf etwa 300? Das nämlich ist die Menge an Berufen, in denen man sich in Deutschland ausbilden lassen kann. Zumindest theoretisch, denn viele dieser Berufe werden zunehmend weniger ergriffen. Vielleicht auch, weil Sie kaum jemand kennt. Schade eigentlich, dass sich 2018 kaum jemand zum*zur Änderungsschneider*in oder zur Fachkraft für Speiseeis hat ausbilden lassen, wie die Rangliste der beliebtesten Ausbildungsberufe des BIBB zeigt. Wie gut es um ihr Wissen zu Ausbildungsberufen steht, können sie im Spiegel-Online-Quiz überprüfen.

Mit Ausbildung statt Abitur an die Uni

Ca. 3% der Studierenden, die sich im Sommersemester 2018 bzw. dem Wintersemester 2018/19 an einer Hochschule in Deutschland einschrieben, haben kein Abitur. Stattdessen bringen sie bereits eine abgeschlossene Ausbildung mit, manche von ihnen gar einen Meistertitel. Was der Bund konkret tut, um diese Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeit zu fördern und warum auch die Handwerkskammer diese Entwicklung unterstützt, kann bei FAZ Online nachgelesen werden.

Ablösesumme für Azubis?

Als Sie das Wort ‚Ablösesumme‘ gelesen haben, dachten Sie vielleicht auch zuerst an spitzenverdienende Fußballspieler, die von einem Topverein zum anderen wechseln. Geht es nach dem Präsidenten des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer, sollen bald auch Ablösesummen für Azubis gezahlt werden. Was genau er sich darunter vorstellt, erklärt ein FAZ-Artikel.

Der Mindestlohn für Azubis kommt

Am 15.05.2019 beschloss das Bundeskabinett eine Mindestvergütung für Auszubildende. Demnach sollen Azubis deutschlandweit und branchenunabhängig ab Beginn einer Ausbildung 2020 eine Vergütung von mindestens 515 Euro pro Monat erhalten. Welche Änderungen das neue Berufsbildungsgesetz vorsieht und warum der Beschluss dennoch nicht von allen Seiten positiv aufgenommen wird, kann man auf der Seite foraus kompakt nachlesen.

Interview: Über Passungsprobleme auf dem Ausbildungsmarkt

Zahlreiche Schulabgänger*innen suchen dringend eine Ausbildung. Zugleich gibt es eine große Zahl an Ausbildungsbetrieben, die ihre freien Stellen aus Mangel an Bewerber*innen nicht besetzen können. Wie lässt sich diese Diskrepanz erklären? Darüber spricht Joachim Gerd Ulrich, Forscher am Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), sehr anschaulich im Interview mit ueberaus.de. Dort macht er auch konkrete Vorschläge, was Auszubildende, Betriebe und nicht zuletzt der Staat tun können, um diese Passungsprobleme zukünftig zu verringern.

Internationale Kooperation in der dualen Ausbildung

Die europäische Studienreform trug maßgeblich zur Schaffung eines einheitlichen Hochschulraums bei, in dem eine europaweite Anerkennung von Studienabschlüssen die Mobilität von Studierenden erhöhen sollte. Was die Bologna-Reform Studierenden ermöglicht hat, ist für Auszubildende jedoch bisher ausgeblieben. Von einer transnationalen Anerkennung von Ausbildungsabschlüssen kann daher kaum die Rede sein. Das BIBB zeigt aber nun in zwei Filmen, dass eine größere internationale Zusammenarbeit im dualen Ausbildungssystem durchaus lohnenswert sein kann. Vorgestellt wird u.a. eine deutsch-russische Kooperation im Frisörhandwerk.

DGB-Jugend veröffentlicht „Schwarzbuch Ausbildung“

Noch immer gibt es Ausbildungsbetriebe in Deutschland, die ihre Kompetenzen klar überschreiten und mitunter die Naivität ihrer jungen Lehrlinge ausnutzen. Das „Schwarzbuch Ausbildung“ des Jugend-DGB hat nun solch gravierende Fälle zusammengestellt. Es handelt sich um eine Sammlung von Berichten von Auszubildenden, die sich hilfesuchend an die Online-Plattform Dr. Azubi gewendet haben. Das Schwarzbuch steht kostenfrei auf der DGB-Jugend-Seite zum Download bereit.

AVdual: Neuer Pfad in die Ausbildung

2012 wurde in Hamburg das Berufsvorbereitungsjahr in „AVdual“ umgewandelt. Was das heißt? Statt junge Menschen, die gerade die Schule verlassen haben, direkt wieder im Rahmen des Berufsvorbereitungsjahrs in eine solche zurückzuschicken, machen diese nun verstärkt Praktika in Betrieben. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten: Firmen lernen potenzielle Azubis kennen und AV-Schüler*innen dürfen ihre Fähigkeiten in der Praxis erproben. Die Süddeutsche Zeitung hat Curtis begleitet, der durch „AVdual“ einen Ausbildungsplatz gefunden hat.

Azubi im Interview: Wie macht sich Digitalisierung in der Ausbildung bemerkbar?

Digitalisierung in der Ausbildung ist nicht nur in Industrie- und Handelsberufen ein wichtiges Thema, sondern zeigt sich auch im Handwerk. Robert Gaudi erlernt gerade den Beruf des Heizungsbauers und berichtet bei der DGB Jugend online, wie digitalisiert sein Ausbildungsleben bereits ist, wo es Vorteile bringt und wo Gefahren lauern.

Als Azubi mit Erasmus+ ins Ausland

Hört man das Wort Erasmus, so denkt man sehr wahrscheinlich zunächst an Studierende, die einige Monate im europäischen Ausland verbringen und dafür von der Europäischen Union finanziell unterstützt werden. Dabei können mit dem EU-Programm Erasmus+ auch Auszubildende diese Form der Förderung nutzen. Die Nationale Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) hat dazu nun Videos veröffentlicht, in denen zwei Auszubildende und ihre Unternehmensleitung erklären, warum ihr Auslandspraktikum in Amsterdam für beide Seiten ein Gewinn ist.

Sprachrohr für den Pflegeberuf: Sandro im Interview

Altenpfleger Sandro Plett ist gleichzeitig Social-Media-Star und nutzt seine wachsende Bekanntheit, um auf seinen Kanälen und auf Messen Werbung für den Pflegeberuf zu machen. Im Interview mit dem Magazin brand eins verdeutlicht er, warum ihm so viel an seinem Beruf liegt, weist aber auch auf Missstände bei den Rahmenbedingungen und die fehlende Anerkennung in der Gesellschaft hin.

Als Frau auf dem Bau: Drei junge Handwerkerinnen berichten

Obwohl die Baubranche boomt, verzeichnet sie einen zunehmenden Fachkräftemangel. Gleichzeitig bleibt die Zahl der Frauen, die einen handwerklichen Ausbildungsberuf ergreifen, vergleichsweise niedrig. Doch woran liegt das? Auf dem Youtube-Kanal Deutschland 3000 berichten drei Handwerker*innen von ihren Erfahrungen mit männlichen Kollegen auf dem Bau, aber auch davon, was sie an ihren Berufen so begeistert und warum diese durchaus auch für Frauen geeignet sind.

Studie: Wie gut werden Azubis in Deutschland bezahlt?

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat eine Erhebung zur Vergütung von Auszubildenden 2018 durchgeführt. Erfreuliches Ergebnis: im Vergleich zum Vorjahr sind die Ausbildungsvergütungen gestiegen, in manchen Branchen sogar überdurchschnittlich stark. So können beispielsweise Bäckerlehrlinge seit 2018 größere Brötchen backen. Woran das liegt und welche Maßnahmen der Bund diesbezüglich plant, kann man in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung nachlesen.

Deutscher Gewerkschaftsbund sieht dringenden Handlungsbedarf

Nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes gibt es in Deutschland momentan ca. 57.000 unbesetzte Ausbildungsplätze. Dennoch sind zeitgleich zahlreiche Jugendliche noch immer auf der Suche nach einem Ausbildungsbetrieb. Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack spricht hier über Chancenungleichheit auf dem Ausbildungsmarkt und schlägt Maßnahmen vor, mit deren Hilfe diese Diskrepanz überwunden werden könnte.

Deutscher Gewerkschaftsbund sieht dringenden Handlungsbedarf

Nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes gibt es in Deutschland momentan ca. 57.000 unbesetzte Ausbildungsplätze. Dennoch sind zeitgleich zahlreiche Jugendliche noch immer auf der Suche nach einem Ausbildungsbetrieb. Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack spricht hier über Chancenungleichheit auf dem Ausbildungsmarkt und schlägt Maßnahmen vor, mit deren Hilfe diese Diskrepanz überwunden werden könnte.

Reiseführer in die Berufswelt

Viele Wege führen in die Berufswelt und auch innerhalb dieser gilt es, so manche Hürde zu überwinden. Damit sich zukünftige Azubis hier gut zurechtfindnen, hat die DGB Jugend nun die Broschüre „nxt lvl – Der Reiseführer für Deinen Berufsweg“ veröffentlicht. Neben einem Überblick über 150 Ausbildungsberufe gibt die Broschüre Tipps für Bewerbungsverfahren und Azubi-Rechte. Die Broschüre gibt es hier kostenfrei.

DIHK will Prüferehrenamt mehr stärken

Am Ende jeder Ausbildung wartet die Abschlussprüfung auf die Azubis – einen großen Anteil am Gelingen der Prüfung haben jedoch nicht nur die Ausbilder*innen in der Vorbereitung, sondern auch die vielen Prüfer*innen, die diese Aufgabe ehrenamtlich übernehmen. Dennoch fristen sie ein Schattendasein in der öffentlichen Wahrnehmung. Das muss sich ändern, meint der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Die Broschüre der DIHK „Prüferehrenamt stärken – Berufliche Bildung sichern“ verdeutlicht die Stellung der Prüfer*innen und zeigt auf, welche Rahmenbedingungen sich verbessern müssen.

Umfangreiche Änderung des BBiG geplant

Das Berufsbildungsgesetz (BBiG) wird 50 Jahre – Zeit dieses auf den Prüfstand zu stellen. So sieht es auch die Regierung und will bis 1. August 2019 eine Novelle mit tiefgreifenden Veränderungen auf den Weg bringen. Ziel ist es, die berufliche Bildung aufzuwerten und der universitären Bildung im Ansehen anzunähern. Hierfür sollen u. a. eine Mindestvergütung für alle Ausbildungsbranchen festgelegt und die Weiterbildungsmöglichkeiten neu strukturiert werden. Weitere Infos zur geplanten Neuorganisation der Berufsausbildung sind in einem Spiegel-Artikel zusammengefasst.

Aktuelle Prognose macht Lehrermangel an Berufsschulen deutlich

Das Thema Lehrkräftemangel ist derzeit in aller Munde. Besonders akut zeigt sich dieser bereits an den Berufsschulen: Ein Drittel aller Berufsschullehrkräfte sind Seiten- und Quereinsteiger. Und der Mangel wird sich hier ab 2025 sogar noch weiter verschärfen, wie eine Prognose der Bertelsmann Stiftung ergab und demnach den Berechnungen der Kultusministerkonferenz widerspricht. Die Stiftung ruft daher jetzt die Politik dazu auf eine bundesweite Lösung zu finden und ausreichend Lehrkräfte auszubilden. Die ausführliche Prognose stellt die Bertelsmann Stiftung hier zur Verfügung.