DGB-Jugend veröffentlicht „Schwarzbuch Ausbildung“

Noch immer gibt es Ausbildungsbetriebe in Deutschland, die ihre Kompetenzen klar überschreiten und mitunter die Naivität ihrer jungen Lehrlinge ausnutzen. Das „Schwarzbuch Ausbildung“ des Jugend-DGB hat nun solch gravierende Fälle zusammengestellt. Es handelt sich um eine Sammlung von Berichten von Auszubildenden, die sich hilfesuchend an die Online-Plattform Dr. Azubi gewendet haben. Das Schwarzbuch steht kostenfrei auf der DGB-Jugend-Seite zum Download bereit.

AVdual: Neuer Pfad in die Ausbildung

2012 wurde in Hamburg das Berufsvorbereitungsjahr in „AVdual“ umgewandelt. Was das heißt? Statt junge Menschen, die gerade die Schule verlassen haben, direkt wieder im Rahmen des Berufsvorbereitungsjahrs in eine solche zurückzuschicken, machen diese nun verstärkt Praktika in Betrieben. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten: Firmen lernen potenzielle Azubis kennen und AV-Schüler*innen dürfen ihre Fähigkeiten in der Praxis erproben. Die Süddeutsche Zeitung hat Curtis begleitet, der durch „AVdual“ einen Ausbildungsplatz gefunden hat.

Azubi im Interview: Wie macht sich Digitalisierung in der Ausbildung bemerkbar?

Digitalisierung in der Ausbildung ist nicht nur in Industrie- und Handelsberufen ein wichtiges Thema, sondern zeigt sich auch im Handwerk. Robert Gaudi erlernt gerade den Beruf des Heizungsbauers und berichtet bei der DGB Jugend online, wie digitalisiert sein Ausbildungsleben bereits ist, wo es Vorteile bringt und wo Gefahren lauern.

Als Azubi mit Erasmus+ ins Ausland

Hört man das Wort Erasmus, so denkt man sehr wahrscheinlich zunächst an Studierende, die einige Monate im europäischen Ausland verbringen und dafür von der Europäischen Union finanziell unterstützt werden. Dabei können mit dem EU-Programm Erasmus+ auch Auszubildende diese Form der Förderung nutzen. Die Nationale Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) hat dazu nun Videos veröffentlicht, in denen zwei Auszubildende und ihre Unternehmensleitung erklären, warum ihr Auslandspraktikum in Amsterdam für beide Seiten ein Gewinn ist.

Sprachrohr für den Pflegeberuf: Sandro im Interview

Altenpfleger Sandro Plett ist gleichzeitig Social-Media-Star und nutzt seine wachsende Bekanntheit, um auf seinen Kanälen und auf Messen Werbung für den Pflegeberuf zu machen. Im Interview mit dem Magazin brand eins verdeutlicht er, warum ihm so viel an seinem Beruf liegt, weist aber auch auf Missstände bei den Rahmenbedingungen und die fehlende Anerkennung in der Gesellschaft hin.

Als Frau auf dem Bau: Drei junge Handwerkerinnen berichten

Obwohl die Baubranche boomt, verzeichnet sie einen zunehmenden Fachkräftemangel. Gleichzeitig bleibt die Zahl der Frauen, die einen handwerklichen Ausbildungsberuf ergreifen, vergleichsweise niedrig. Doch woran liegt das? Auf dem Youtube-Kanal Deutschland 3000 berichten drei Handwerker*innen von ihren Erfahrungen mit männlichen Kollegen auf dem Bau, aber auch davon, was sie an ihren Berufen so begeistert und warum diese durchaus auch für Frauen geeignet sind.

Studie: Wie gut werden Azubis in Deutschland bezahlt?

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat eine Erhebung zur Vergütung von Auszubildenden 2018 durchgeführt. Erfreuliches Ergebnis: im Vergleich zum Vorjahr sind die Ausbildungsvergütungen gestiegen, in manchen Branchen sogar überdurchschnittlich stark. So können beispielsweise Bäckerlehrlinge seit 2018 größere Brötchen backen. Woran das liegt und welche Maßnahmen der Bund diesbezüglich plant, kann man in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung nachlesen.

Deutscher Gewerkschaftsbund sieht dringenden Handlungsbedarf

Nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes gibt es in Deutschland momentan ca. 57.000 unbesetzte Ausbildungsplätze. Dennoch sind zeitgleich zahlreiche Jugendliche noch immer auf der Suche nach einem Ausbildungsbetrieb. Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack spricht hier über Chancenungleichheit auf dem Ausbildungsmarkt und schlägt Maßnahmen vor, mit deren Hilfe diese Diskrepanz überwunden werden könnte.

Deutscher Gewerkschaftsbund sieht dringenden Handlungsbedarf

Nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes gibt es in Deutschland momentan ca. 57.000 unbesetzte Ausbildungsplätze. Dennoch sind zeitgleich zahlreiche Jugendliche noch immer auf der Suche nach einem Ausbildungsbetrieb. Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack spricht hier über Chancenungleichheit auf dem Ausbildungsmarkt und schlägt Maßnahmen vor, mit deren Hilfe diese Diskrepanz überwunden werden könnte.

Reiseführer in die Berufswelt

Viele Wege führen in die Berufswelt und auch innerhalb dieser gilt es, so manche Hürde zu überwinden. Damit sich zukünftige Azubis hier gut zurechtfindnen, hat die DGB Jugend nun die Broschüre „nxt lvl – Der Reiseführer für Deinen Berufsweg“ veröffentlicht. Neben einem Überblick über 150 Ausbildungsberufe gibt die Broschüre Tipps für Bewerbungsverfahren und Azubi-Rechte. Die Broschüre gibt es hier kostenfrei.

DIHK will Prüferehrenamt mehr stärken

Am Ende jeder Ausbildung wartet die Abschlussprüfung auf die Azubis – einen großen Anteil am Gelingen der Prüfung haben jedoch nicht nur die Ausbilder*innen in der Vorbereitung, sondern auch die vielen Prüfer*innen, die diese Aufgabe ehrenamtlich übernehmen. Dennoch fristen sie ein Schattendasein in der öffentlichen Wahrnehmung. Das muss sich ändern, meint der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Die Broschüre der DIHK „Prüferehrenamt stärken – Berufliche Bildung sichern“ verdeutlicht die Stellung der Prüfer*innen und zeigt auf, welche Rahmenbedingungen sich verbessern müssen.

Umfangreiche Änderung des BBiG geplant

Das Berufsbildungsgesetz (BBiG) wird 50 Jahre – Zeit dieses auf den Prüfstand zu stellen. So sieht es auch die Regierung und will bis 1. August 2019 eine Novelle mit tiefgreifenden Veränderungen auf den Weg bringen. Ziel ist es, die berufliche Bildung aufzuwerten und der universitären Bildung im Ansehen anzunähern. Hierfür sollen u. a. eine Mindestvergütung für alle Ausbildungsbranchen festgelegt und die Weiterbildungsmöglichkeiten neu strukturiert werden. Weitere Infos zur geplanten Neuorganisation der Berufsausbildung sind in einem Spiegel-Artikel zusammengefasst.

Aktuelle Prognose macht Lehrermangel an Berufsschulen deutlich

Das Thema Lehrkräftemangel ist derzeit in aller Munde. Besonders akut zeigt sich dieser bereits an den Berufsschulen: Ein Drittel aller Berufsschullehrkräfte sind Seiten- und Quereinsteiger. Und der Mangel wird sich hier ab 2025 sogar noch weiter verschärfen, wie eine Prognose der Bertelsmann Stiftung ergab und demnach den Berechnungen der Kultusministerkonferenz widerspricht. Die Stiftung ruft daher jetzt die Politik dazu auf eine bundesweite Lösung zu finden und ausreichend Lehrkräfte auszubilden. Die ausführliche Prognose stellt die Bertelsmann Stiftung hier zur Verfügung.

Studie: Mehr Austausch zwischen Berufsschule und Lehrbetrieb gewünscht

Das Institut für Demoskopie Allensbach untersuchte das digitale Lernen in der Berufsausbildung im gewerblich-technischen Bereich. In der Studie wurde deutlich, dass sowohl Berufsschullehrer*innen als auch Ausbilder*innen der Vermittlung digitaler Kompetenzen einen hohen Stellenwert einräumen, der Austausch untereinander jedoch noch zu wenig ist. Weitere Ergebnisse und die vollständige Studie können hier kostenlos abgerufen werden.

Wettbewerb „Zeitreisende“ Teilnahme bis 30.11.2018

Am bundesweiten Wettbewerb „Zeitreisende – Entdeckt die Berufe im Wandel“ können Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahre noch bis zum 30.11.2018 teilnehmen. Aufgabe ist es, mithilfe von Interviews mit Fachkräften in dualen Ausbildungsberufen die Veränderungen nachzuzeichnen. Bei der Gestaltung der Ergebnisse, z. B. als Video- oder Audiobeitrag, können die Gruppen ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Zu gewinnen gibt es u. a. eine Gruppenreise. Weitere Infos zum Wettbewerb gibt es hier.

Methodenkoffer „Demokratie leben! in der Berufsausbildung“

In der Ausbildung erwerben Azubis nicht nur Fachkenntnisse in ihrem jeweiligen Ausbildungsberuf, sondern auch Werte für das gesellschaftliche Miteinander. Dennoch können Schule oder Betrieb Orte von Diskriminierungen und Mobbing unterschiedlichster Art sein. Um Ausbilder*innen und Berufschullehrer*innen hier zu unterstützen, hat das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) zusammen mit Experten*innen aus der Praxis einen Methodenkoffer zusammengestellt, der hier kostenfrei zur Verfügung steht.

Arbeitshilfe: Geflüchtete für Ausbildung interessieren

Um dem wachsenden Bedarf an Auszubildenden entgegenzuwirken, wird zunehmend auf Geflüchtete gesetzt. Diese müssen jedoch zunächst über das duale Ausbildungssystem in Deutschland informiert werden. Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat dazu die Arbeitshilfe „Junge Geflüchtete für die duale Berufsausbildung gewinnen“ veröffentlicht mit Hinweisen zur Motivation, Information und Unterstützung für die Ausbildung. Die Broschüre kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

Gender-Pay-Gap beginnt bereits bei Ausbildungswahl

Wie geschlechtsspezifisch die Wahl des Ausbildungsberufes nach wie vor ist, zeigt eine Sonderauswertung des KfW-Mittelstandpanels. Demnach entscheiden sich junge Frauen eher für Berufe im Dienstleistungsbereich und für den schulischen Ausbildungsweg, zudem lernen sie häufiger in Kleinstunternehmen. Daraus resultiert, dass weibliche Auszubildende im Schnitt weniger verdienen als männliche Azubis. Die Ergebnisse der Sonderauswertung sind im Artikel der Frankfurter Allgemeinen zusammengefasst.

Mehr Mitsprache schafft zufriedenere Azubis

Laut der DIHK-Ausbildungsumfrage wird es für Unternehmen immer schwieriger, Auszubildende zu finden – vor allem im Bereich Pflege, Mechatronik oder Gastronomie. Ein Weg, Jugendliche für die Ausbildung zu interessieren: Die Rahmenbedingungen attraktiver gestalten, wie zum Beispiel im Schloss Britz, das unter Anleitung von Azubis geführt wird. Mehr zum interessanten Projekt gibt es hier.

Was muss vor Ausbildungsbeginn alles beachtet werden?

Im August und September treten viele junge Menschen ihre Ausbildung an und beginnen damit einen neuen Lebensabschnitt. Hier gilt es, vieles zu beachten – vom Ausbildungsvertrag und allen damit zusammenhängenden Regelungen bis hin zu Versicherungen sowie eigenem Konto. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat alle wichtigen Punkte in einem Artikel zusammengefasst.