DIHK will Prüferehrenamt mehr stärken

Am Ende jeder Ausbildung wartet die Abschlussprüfung auf die Azubis – einen großen Anteil am Gelingen der Prüfung haben jedoch nicht nur die Ausbilder*innen in der Vorbereitung, sondern auch die vielen Prüfer*innen, die diese Aufgabe ehrenamtlich übernehmen. Dennoch fristen sie ein Schattendasein in der öffentlichen Wahrnehmung. Das muss sich ändern, meint der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Die Broschüre der DIHK „Prüferehrenamt stärken – Berufliche Bildung sichern“ verdeutlicht die Stellung der Prüfer*innen und zeigt auf, welche Rahmenbedingungen sich verbessern müssen.

Umfangreiche Änderung des BBiG geplant

Das Berufsbildungsgesetz (BBiG) wird 50 Jahre – Zeit dieses auf den Prüfstand zu stellen. So sieht es auch die Regierung und will bis 1. August 2019 eine Novelle mit tiefgreifenden Veränderungen auf den Weg bringen. Ziel ist es, die berufliche Bildung aufzuwerten und der universitären Bildung im Ansehen anzunähern. Hierfür sollen u. a. eine Mindestvergütung für alle Ausbildungsbranchen festgelegt und die Weiterbildungsmöglichkeiten neu strukturiert werden. Weitere Infos zur geplanten Neuorganisation der Berufsausbildung sind in einem Spiegel-Artikel zusammengefasst.

Aktuelle Prognose macht Lehrermangel an Berufsschulen deutlich

Das Thema Lehrkräftemangel ist derzeit in aller Munde. Besonders akut zeigt sich dieser bereits an den Berufsschulen: Ein Drittel aller Berufsschullehrkräfte sind Seiten- und Quereinsteiger. Und der Mangel wird sich hier ab 2025 sogar noch weiter verschärfen, wie eine Prognose der Bertelsmann Stiftung ergab und demnach den Berechnungen der Kultusministerkonferenz widerspricht. Die Stiftung ruft daher jetzt die Politik dazu auf eine bundesweite Lösung zu finden und ausreichend Lehrkräfte auszubilden. Die ausführliche Prognose stellt die Bertelsmann Stiftung hier zur Verfügung.

Studie: Mehr Austausch zwischen Berufsschule und Lehrbetrieb gewünscht

Das Institut für Demoskopie Allensbach untersuchte das digitale Lernen in der Berufsausbildung im gewerblich-technischen Bereich. In der Studie wurde deutlich, dass sowohl Berufsschullehrer*innen als auch Ausbilder*innen der Vermittlung digitaler Kompetenzen einen hohen Stellenwert einräumen, der Austausch untereinander jedoch noch zu wenig ist. Weitere Ergebnisse und die vollständige Studie können hier kostenlos abgerufen werden.

Wettbewerb „Zeitreisende“ Teilnahme bis 30.11.2018

Am bundesweiten Wettbewerb „Zeitreisende – Entdeckt die Berufe im Wandel“ können Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahre noch bis zum 30.11.2018 teilnehmen. Aufgabe ist es, mithilfe von Interviews mit Fachkräften in dualen Ausbildungsberufen die Veränderungen nachzuzeichnen. Bei der Gestaltung der Ergebnisse, z. B. als Video- oder Audiobeitrag, können die Gruppen ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Zu gewinnen gibt es u. a. eine Gruppenreise. Weitere Infos zum Wettbewerb gibt es hier.

Methodenkoffer „Demokratie leben! in der Berufsausbildung“

In der Ausbildung erwerben Azubis nicht nur Fachkenntnisse in ihrem jeweiligen Ausbildungsberuf, sondern auch Werte für das gesellschaftliche Miteinander. Dennoch können Schule oder Betrieb Orte von Diskriminierungen und Mobbing unterschiedlichster Art sein. Um Ausbilder*innen und Berufschullehrer*innen hier zu unterstützen, hat das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) zusammen mit Experten*innen aus der Praxis einen Methodenkoffer zusammengestellt, der hier kostenfrei zur Verfügung steht.

Arbeitshilfe: Geflüchtete für Ausbildung interessieren

Um dem wachsenden Bedarf an Auszubildenden entgegenzuwirken, wird zunehmend auf Geflüchtete gesetzt. Diese müssen jedoch zunächst über das duale Ausbildungssystem in Deutschland informiert werden. Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat dazu die Arbeitshilfe „Junge Geflüchtete für die duale Berufsausbildung gewinnen“ veröffentlicht mit Hinweisen zur Motivation, Information und Unterstützung für die Ausbildung. Die Broschüre kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

Gender-Pay-Gap beginnt bereits bei Ausbildungswahl

Wie geschlechtsspezifisch die Wahl des Ausbildungsberufes nach wie vor ist, zeigt eine Sonderauswertung des KfW-Mittelstandpanels. Demnach entscheiden sich junge Frauen eher für Berufe im Dienstleistungsbereich und für den schulischen Ausbildungsweg, zudem lernen sie häufiger in Kleinstunternehmen. Daraus resultiert, dass weibliche Auszubildende im Schnitt weniger verdienen als männliche Azubis. Die Ergebnisse der Sonderauswertung sind im Artikel der Frankfurter Allgemeinen zusammengefasst.

Mehr Mitsprache schafft zufriedenere Azubis

Laut der DIHK-Ausbildungsumfrage wird es für Unternehmen immer schwieriger, Auszubildende zu finden – vor allem im Bereich Pflege, Mechatronik oder Gastronomie. Ein Weg, Jugendliche für die Ausbildung zu interessieren: Die Rahmenbedingungen attraktiver gestalten, wie zum Beispiel im Schloss Britz, das unter Anleitung von Azubis geführt wird. Mehr zum interessanten Projekt gibt es hier.

Was muss vor Ausbildungsbeginn alles beachtet werden?

Im August und September treten viele junge Menschen ihre Ausbildung an und beginnen damit einen neuen Lebensabschnitt. Hier gilt es, vieles zu beachten – vom Ausbildungsvertrag und allen damit zusammenhängenden Regelungen bis hin zu Versicherungen sowie eigenem Konto. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat alle wichtigen Punkte in einem Artikel zusammengefasst.

Vom Sport lernen: Wie motiviere ich meine Azubis?

Welche Eigenschaften aus dem Sport sind auch im Beruf nützlich? Fitnessökonom und Ausbilder Marcus Milarov fasst es in einem kurzen Video des IHK-Magazins POSITION zusammen: Kontinuität, Disziplin, eigener Antrieb sowie Engagement. Und: Man kann auch mal einen schlechten Tag haben. Das Video kann hier kostenfrei angeschaut werden.

Azubimangel vs. Mangel an Ausbildungsplätzen

Der Azubi- und Fachkräftemangel ist zurzeit in aller Munde. Gleichzeitig zeigen jedoch auch die Zahlen, dass es mehr Bewerber*innen als Ausbildungsplätze gibt – Tendenz steigend. Wo die Ursachen der sogenannten Passungsprobleme liegen und wie diesen entgegengewirkt werden kann, fasst ein Spiegel-Artikel zusammen.

Good Practice: 5-Minuten-Gespräche für Nachhaltigkeit

Um über Nachhaltigkeit im Alltag, im Betrieb und in der Region zu sprechen, bleibt für Azubis und Ausbilder*innen während der Ausbildung nur wenig Zeit. Dabei könnten hier wichtige Impulse gesetzt werden, wie der Modellversuch ANLIN (Ausbildung fördert nachhaltige Lernorte in der Industrie) zeigt. Mithilfe der Methode „5-Minuten-Gespräche“ tauschen sich Ausbilder*innen und Azubis regelmäßig über Nachhaltigkeitsthemen in verschiedenen Bereichen aus, um Aufmerksamkeit zu wecken und zu erhalten. Daraus können sich auch kleine Nachhaltigkeitsprojekte entwickeln. Im Forum für AusbilderInnen FORAUS gibt es einen Überblick über die Methode und Anregungen, wie die Umsetzung gestaltet werden kann.

Traumberuf in bewegten Bildern finden

Den passenden Beruf für sich finden, ist nicht leicht – vor allem wenn man sich unter den zahlreichen Berufsbezeichnungen überhaupt nichts vorstellen kann. Azubi TV – ein Projekt der Handwerkskammer Region Stuttgart – hat für verschiedene Handwerksberufe kleine Videos erstellt, die Einblicke in den jeweiligen Berufsalltag geben, Darsteller*innen sind Azubis aus der Region.

Online-Befragung zur Ausbildung „Kaufmann*frau für Büromanagement“

Mit etwa 72.000 Auszubildenden ist der 2014 neu geschaffene Ausbildungsberuf „Kaufmann*frau für Büromanagement“ die stärkste duale Ausbildung. Nun soll überprüft werden, ob die zu Beginn festgelegten Regelungen der Praxis standhalten oder ggf. nachgebessert werden muss. Hierfür kann man über das BIBB bis zum 31.08.2018 an einer Online-Befragung teilnehmen.

Ausbildungsordnungen an digitalen Wandel angepasst

Ab dem 1. August 2018 gelten für elf Metall- und Elektroberufe neue Ausbildungsordnungen. Die Änderungen spiegeln insbesondere den digitalen Wandel in der Industrie wider, so sind nun Digitalisierung, Datenschutz und Informationssicherheit feste Bestandteile in den Ausbildungen. Zudem ermöglichen Zusatzqualifikationen den Aufbau spezifischer Kompetenzen in diesen Bereichen. Weitere Infos zu den geänderten Ausbildungsordnungen gibt es auf der Seite des Bundesinstituts für Berufsbildung BIBB.

Die Abenteuer der Versicherungskaufleute

Versicherung und aufregender Job? Das sind Begriffe, die für viele nicht zusammenpassen. Da heutzutage aber alles Mögliche versichert werden kann, ist die Versicherungsbranche sehr facettenreich geworden. Die Süddeutsche porträtiert in einem Artikel  drei Versicherungsangestellte, die von ihren Erlebnissen rund um die Welt berichten.

Sozialer Status als Familientradition

Sozialer Status und Bildungsstand werden insbesondere von der Familie geprägt – doch nicht nur das Elternhaus ist entscheidend, der Einfluss reicht zurück bis in die Urgroßelterngeneration. Das ist zumindest Ergebnis einer aktuellen Studie zweier Wissenschaftler des IfW Kiel und der Universität Madrid. Zum einen belegt dies eine soziale Stabilität, zum anderen aber auch den erschwerten sozialen Aufstieg in Deutschland. Mehr Infos zu der Studie finden Sie im Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Offene Lernmaterialien im Handwerk

Offene Lernmaterialien finden im Bildungsbereich immer mehr Verwendung, doch in der beruflichen Bildung stecken diese noch in den Kinderschuhen. Dabei wären sie vor allem im Handwerk sinnvoll, um sie auf die individuellen Gegebenheiten der Betriebe und den Lehr-Lern-Prozess zu modifizieren. Susanne Grimm vom Bundesinstitut für Berufsbildung gibt Tipps, wie offene Bildungsmaterialien effektiv in der Ausbildung eingesetzt werden können. Den Artikel stellt das Handwerk-Magazin hier kostenfrei zur Verfügung.

 

Good Practice: digitale Medien im Berufsschulunterricht des Handels

Die fortwährende Digitalisierung hat auch Einfluss auf die Gestaltung von Lernprozessen. Ein gutes Beispiel für die Verknüpfung von interaktivem Lernen und digitalen Medien ist die Medienreihe „Ökonomische Bildung im Handel“. Sie erzählt über die Methode des Storytelling die Geschichte der Azubi-WG von Sophia, Johannes, Ben und Ayse und vermittelt gleichzeitig in 17 Lerneinheiten Inhalte der Ausbildungen zum*zur Verkäufer*in, zum*zur Kaufmann*frau im Einzelhandel sowie zum*zur Handelsfachwirt*in. Die Medienreihe besteht aus Videos, digitalen und analogen Aufgaben, einem Glossar, einem Quiz, einem Begleitheft sowie einem Kompetenzerfassungstool. Ein ausführlichen Überblick sowie den kostenlosen Zugang zu der Medienreihe gibt es hier.