Systemisch-lösungsorientierte Theorien: Antreiber und ihre Erlauber

Das Modell innerer Antreiber kommt aus der Transaktionsanalyse, die darunter elterliche Forderungen versteht, mit denen konventionelle, kulturelle und soziale Vorstellungen verbunden sind. Als Eltern-Gebote haben diese Botschaften für Kinder einen Absolutheitscharakter, der nicht angezweifelt wird, denn ihre Nichteinhaltung könnte zur Folge haben, nicht mehr geliebt zu werden. Erst im Erwachsenenalter haben wir die Möglichkeit zu erkennen, dass es Alternativen zu den elterlichen Botschaften gibt. Zu diesem Zeitpunkt haben sich diese Botschaften jedoch schon stark im Unterbewusstsein verankert.

Unbedacht versuchen wir daher auch als Erwachsene, im Privat- wie im Berufsleben die Forderungen der Gebote zu erfüllen, als ob wir unter einem geheimen Zwang ständen. Einer der fünf Antreiber lautet:

Sei stark!

Glaubenssatz: Niemand darf es merken, dass ich schwach / empfindlich / ratlos bin. Gefühle sind ein Zeichen von Schwäche / machen verletzbar. Ein Indianer kennt keinen Schmerz.

Stärke: Belastbarkeit, Eigenständigkeit

Schwäche: Angst, andere könnten meine Schwäche entdecken und mich ablehnen; Schwächen und Fehler sind schlecht; Heldentum um jeden Preis

Erlauber: Ich darf mir Hilfe holen. Dadurch verliere ich nicht mein Gesicht.