Nützliche Schwarzmalerei

„Immer positiv denken“ und „Anderen geht es schlimmer“: Wenn wir dies anderen oder uns selbst vorgeben und von uns oder von anderen erwarten, immer mit einer positiven Grundeinstellung durchs Leben zu gehen, dann kann das auch dazu führen, dass wir unsere eigentlichen Gefühle unterdrücken und ein falsches Bild der Realität erstellen. Es entsteht eine toxische Positivität, deren Pendant – die ewige Schwarzmalerei – vielleicht gar nicht so negativ ist wie ihr Ruf. Die Kultur- und Literaturwissenschaftlerin Eva Horn erläutert in einem Interview, dass eine bestimmte Form von Schwarzmalerei Antworten für die Zukunftsgestaltung bereitstellen kann.