Flüchtlinge und Arbeitsmarkt

Laut einem Bericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) schafften von Dezember 2015 bis November 2016 nur 34.000 Einwanderer aus den acht wichtigsten nichteuropäischen Asylherkunftsländern, eine Stelle im ersten Arbeitsmarkt zu finden – 22 Prozent als Leiharbeiter, viele arbeiten im Gastgewerbe. Insgesamt sind bei den Arbeitsagenturen derzeit 406.000 Flüchtlinge als arbeitsuchend registriert.

„Wenn wir es geschafft haben, nach fünf Jahren 50 Prozent in Lohn und Brot zu bekommen, ist das sicherlich ein Erfolg“, sagte IAB-Direktor Joachim Möller. Zeitarbeit sei dabei ein hilfreiches Instrument, Arbeitgebern erste Bedenken bei der Einstellung zu nehmen.

Das im August 2016 gestartete Ein-Euro-Job-Programm für Flüchtlinge von Andrea Nahles hat bisher nur 5.000 Jobs geschaffen statt der anvisierten 100.000.

Durch die Flüchtlingskrise sind aber etwa 50.000 bis 60.000 Arbeitsplätze für Deutsche entstanden – im Bau, bei außerschulischen Lehrtätigkeiten und Sprachlehrern, Wachleuten, Sozialarbeitern und in der öffentlichen Verwaltung.