Was Hänschen nicht lernt Datenschützer*innen gehen in die Schule

Auch wenn mit der Datenschutz-Grundverordnung die Rechte der Internetnutzer*innen im vergangenen Jahr erheblich gestärkt wurden, tun sich viele mit dem Thema immer noch schwer. Doch wie sollen Kinder und Jugendliche verantwortungsvoll mit ihren Daten umgehen lernen, wenn Eltern und Lehrer*innen es nicht vorleben? Zudem sind die Jüngeren häufig fitter in der Anwendung der Technik als die Älteren. Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) hat hierfür die Initiative „Datenschutz geht zur Schule“ ins Leben gerufen: In den Schulen besprechen die Datenschützer*innen mit den Schüler*innen anschaulich Themen, wie sichere Passwörter, Privatsphäre und Rechte, geben den Lehrer*innen Materialien an die Hand oder führen spezielle Elternabende durch. Näheres zur Initiative und wie man sich hierfür anmelden kann, findet sich hier.

Als FinanzTuber die Finanzwelt entdecken

Damit Kinder und Jugendliche fit in der Finanzwelt werden, ist es häufig am besten, wenn sie sich mit dieser auf ihre Art auseinandersetzen. Das ist auch der Ansatz von FinanzTuber – eine Initiative der Deutschen Bank, ITMP, Social Impact und YAEZ. Dabei stehen den Schüler*innen und Lehrer*innen Unterrichtsmaterialien für verschiedene Themenfelder, wie Entstehung des Geldes oder Armut vs. Reichtum, zur Verfügung, mit denen sie sich zunächst das Grundlagenwissen erarbeiten und dann ihre Erkenntnisse in kleine Videoprojekte einfließen lassen. Eingebettet ist das Ganze in einen Wettbewerb – Videos können noch bis zum 18.04.2019 eingereicht werden. Doch auch wer nicht am Wettbewerb teilnehmen möchte, kann die Materialien nutzen. Mehr Infos zu den FinanzTubern gibt es hier.

App mathildr hilft beim Rechnen und Zählen

Rote Kirschen statt Rechenschieber – das ist die Grundidee der App mathildr von Torben Rieckmann, die Lernbeeinträchtigte beim Zählen und Rechnen mithilfe von Mengenbildern unterstützen soll. Ihr Vorteil: Die App ist barrierefrei und wurde gemeinsam mit Menschen mit Trisomie 21 entwickelt. Wie die App entstanden ist und wie sie genutzt werden kann, berichtet der wissenschaftliche Mitarbeiter der Uni Hamburg im ZEIT-Interview.

Mehrsprachig erklärt: Mit Teilqualifikationen zum Berufsabschluss

Ungelernte oder Geringqualifizierte haben es häufig schwer auf dem Arbeitsmarkt oder beim Aufstieg im Unternehmen. Dennoch schlummert hier Fachkräftepotenzial, das mit Teilqualifikationen gestärkt werden kann. Dabei werden aus anerkannten Ausbildungsberufen einzelne Inhaltsbausteine herausgelöst absolviert. Wie genau das funktioniert, für wen es sich lohnt und an wen man sich wenden muss, wird in einem Erklärvideo zusammengefasst – mittlerweile auch mehrsprachig in Deutsch, Englisch, Türkisch, Farsi und Arabisch.

Prämien fürs Gesundsein Fluch oder Segen?

Haben Arbeitnehmer*innen für einen längeren Zeitraum keine Krankschreibung eingereicht, erhalten sie bei einigen Unternehmen mittlerweile eine Prämie – sei es ein Gutschein, mehr Gehalt oder einen zusätzlichen Urlaubstag. Doch sollte es wirklich belohnt werden, dass sich Angestellte sogar mit Krankschreibung ins Büro schleppen und damit nicht nur eine Gefahr für ihre Kollegen*innen, sondern Studien zufolge auch weniger produktiv sind? Genauer beleuchtet dies ein ZEIT-Artikel.

Die Qual der Studienwahl: Wie man einem Studienabbruch vorbeugt

Etwa 29 Prozent der Studierenden brechen ihr Studium vorzeitig wieder ab. Gründe dafür gibt es viele. Unter anderem erschwert die vielfältige Studienlandschaft in Deutschland die Orientierung – finden auch erfahrene Studien- und Berufsberater*innen. Daher nutzen immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene das Angebot selbstständiger Coaches, um herauszufinden, welche Ausbildung oder welches Studium für sie passt. Wie eine solche Beratung ablaufen kann und was sie bringt, wird in einem Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung beschrieben.

Häppchenweise: Grundbegriffe systemischen Denkens

Einen kurzweiligen Einblick in den Konstruktivismus und die systemische Denkweise gibt Fritz B. Simon – einer der führenden Systemiker im deutschsprachigen Raum – bei YouTube. In seinen „20 Rezepten für Systemisches Denken“ erklärt er anschaulich grundlegende Begriffe, wie Aufmerksamkeit, Fokussierung, Zusammensetzung von Systemen, und erklärt, wie man damit zumindest eine Talkshow gut übersteht. Die kurzen Videobeiträge stehen hier kostenfrei zur Verfügung.

Wettbewerb: „Mein gutes Beispiel 2019“

Der jährlich von der Bertelsmann-Stiftung durchgeführte Wettbewerb „Mein gutes Beispiel“ will insbesondere familiengeführte und mittelständische Unternehmen unterstützen. Ihnen soll zu größerer Aufmerksamkeit verholfen werden und zugleich soll ihr Engagement zur Nachahmung anregen. In diesem Jahr stehen insgesamt 29 junge und innovative Projekte zur Auswahl, über die man hier mehr erfahren kann. Seit dem 22. Februar 2019 darf jeder, der mag, außerdem online mitabstimmen, welche Projekte gefördert werden sollen.

Kurz und knackig: Datenschutz-Tipps für Ihre Website

Obwohl die EU-Datenschutzgrundverordnung bereits seit Mai 2018 greift, haben noch immer nicht alle Betreiber*innen ihre Webseiten an das neue Datenschutzrecht angepasst. Dies kann aber unter Umständen teuer werden, da im schlimmsten Fall Abmahnungen drohen. Spiegel Online hat daher die wichtigsten Tipps des Computertechnik-Magazins c’t zur Einhaltung des Datenschutzrechts hier noch einmal kostenfrei zusammengefasst.

Wenn Kinder zu Bankdirektoren werden

Ein engagiertes Projekt hat in Neu-Delhi, Indien, die erste Kinderbank ins Leben gerufen, die nicht nur von Kindern genutzt, sondern auch von ihnen selbst geleitet wird. In einer interessanten Reportage der Tagesschau, die hier nachgelesen oder nachgehört werden kann, berichtet die 14-jährige Priya, warum die Kinderbank gerade in den Slums von Neu-Delhi eine wirklich gute Sache ist.

Wie Sehbehinderte zur Bird Box Challenge stehen

Im Dezember 2018 veröffentlichte Netflix den Film „Bird Box – Schließe deine Augen“ auf seiner Streaming-Plattform, in dem eine unbekannte Macht jeden in den Tod treibt, der sie erblickt. Eine Mutter (gespielt von Sandra Bullock) verbindet daher sich und ihren beiden Kindern die Augen, sodass sie sich fortan blind durch die Welt schlagen müssen. Daraus entstanden die sogenannten „Bird Box Challenges“, in denen Menschen sich – plötzlich blind – teils recht gefährlichen Aufgaben stellen. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) greift diesen Trend nun ironisch auf und zeigt hier, welchen Herausforderungen sich Blinde und Sehbehinderte tatsächlich im Alltag stellen müssen.

Als Azubi mit Erasmus+ ins Ausland

Hört man das Wort Erasmus, so denkt man sehr wahrscheinlich zunächst an Studierende, die einige Monate im europäischen Ausland verbringen und dafür von der Europäischen Union finanziell unterstützt werden. Dabei können mit dem EU-Programm Erasmus+ auch Auszubildende diese Form der Förderung nutzen. Die Nationale Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) hat dazu nun Videos veröffentlicht, in denen zwei Auszubildende und ihre Unternehmensleitung erklären, warum ihr Auslandspraktikum in Amsterdam für beide Seiten ein Gewinn ist.

Good Practice: Verein beramí unterstützt Migranten*innen

Der Frankfurter Verein beramí e.V. hilft bereits seit 1990 Migranten*innen bei der Integration in den Arbeitsmarkt – und dies auf vielfältige Weise. So bietet beramí Unterstützung bei der Anerkennung von im Ausland erworbener Qualifikationen, beim Erlernen der Sprache und bei der individuellen Planung des Berufswegs. Im Interview mit Christine Schumann vom Deutschen Bildungsserver teilt Projektleiterin Yasemin Yüksel-Sezginer ihre umfangreichen Erkenntnisse aus 26 Jahren Berufserfahrung.

Teilen lernen auch im Job?

Gerade für jüngere Generationen von Arbeitnehmern*innen werden flexible Arbeitszeitmodelle immer attraktiver. Eine noch recht unbekannte Möglichkeit ist dabei das sogenannte Jobsharing, bei dem sich zwei Kollegen*innen eine Stelle teilen. Doch: Wie kann dies organisiert werden? Welche Unternehmen bieten dies bereits an? Und welche Voraussetzungen braucht es, damit das Konzept überhaupt funktionieren kann? Diese Fragen beantwortet ein Artikel der FAZ.

Berufswahl von Gymnasiasten*innen: Azubi mit Abi?

Die Zahl der Abiturient*innen in Deutschland steigt kontinuierlich an, während zugleich immer mehr Lehrstellen unbesetzt bleiben. Diese Diskrepanz veranlasste nun das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) dazu einmal genauer zu untersuchen, was Gymnasiast*innen eigentlich dazu bewegt, nach ihrem Schulabschluss einen Ausbildungsberuf und eben kein Studium aufzunehmen. Das Ergebnis sind eine Reihe von Empfehlungen für die Berufsorientierungsphase, die hier einsehbar sind.

Entspannung per App

Deutschland ist gestresst – dies stellte die TK-Stressstudie 2016 erneut fest und riet zugleich zu mehr Entspannung. Dabei besteht die Crux für gestresste Menschen ja häufig genau darin, dass sie erst lernen müssen, wie sie sich bewusst entspannen können. Ein Forscherteam der Technischen Universität Kaiserslautern hat nun genau an diesem Punkt angesetzt und die App „Stress-Mentor“ entwickelt. Was genau die App ihren Nutzer*innen bietet und wo sie kostenfrei heruntergeladen werden kann, ist hier nachzulesen.

Blick in die Zukunft: Was kommt nach der Leistungsgesellschaft?

Leistung, Produktivität und Optimierung prägen die heutige Zeit und damit auch die Entwicklung der Menschen. Es zeigen sich jedoch bereits Tendenzen, dass sich die Prioritäten der Menschen verlagern, weg von Arbeit und Leistung hin zu mehr Selbstverwirklichung. Doch was kommt nach der Leistungsgesellschaft? Ein Artikel des Spiegels wirft einen Blick in die Zukunft, wie sie sein könnte.

Österreichische Datenschutzbehörde entscheidet: Daten löschen heißt nicht Daten vernichten

Laut DSGVO können User verlangen, dass Unternehmen ihre gespeicherten personenbezogenen Daten löschen. Das heißt jedoch nicht, dass die Unternehmen diese auch vernichten müssen. Sie können die Daten anonymiseren und so den Personenbezug aufheben – so die Entscheidung der österreichischen Datenschutzbehörde. Die Details zum Fall und die Begründung der Datenschutzbehörde können hier nachgelesen werden.

Studie zeigt: Finanzwissen bei Frauen mangelhaft

Dr. Tabea Bucher-Koenen vom Max-Planck-Institut München hat in einer international angelegten Studie ermittelt, dass Frauen nicht nur weniger über Finanzen wissen als Männer, sondern sich auch weniger in diesem Bereich zutrauen – und das unabhängig vom Alter. Im Brigitte-Interview erklärt die Forscherin die Ergebnisse und wie mit gezielten Bildungsangeboten gegengesteuert werden kann.

Sprachrohr für den Pflegeberuf: Sandro im Interview

Altenpfleger Sandro Plett ist gleichzeitig Social-Media-Star und nutzt seine wachsende Bekanntheit, um auf seinen Kanälen und auf Messen Werbung für den Pflegeberuf zu machen. Im Interview mit dem Magazin brand eins verdeutlicht er, warum ihm so viel an seinem Beruf liegt, weist aber auch auf Missstände bei den Rahmenbedingungen und die fehlende Anerkennung in der Gesellschaft hin.

Interkulturelle Kompetenzen bereits in der Schule wichtig

Dass sich Schüler*innen mit unterschiedlichen Kulturen und Einstellungen auseinandersetzen, ist nicht nur an Schulen mit einem hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund wichtig, sondern für alle Schüler*innen, um Vorurteilen und Diskriminierungen entgegenzuwirken. Doch häufig wird hierfür zu wenig Zeit eingeräumt, erklärt Ezel Babur, die an Schulen interkulturelle Kompetenztrainings durchführt. In einem Spiegel-Artikel gibt sie einen Einblick in ihre Arbeit.

Projekt AlphaGrund unterstützt bei der Förderung Geringqualifizierter

In Zeiten des Fachkräftemangels ist es für Unternehmen wichtig, das eigene Personal zu halten und zu fördern. Vor allem Geringqualifizierte rücken hier in den Fokus. Das Projekt AlphaGrund unterstützt Unternehmen und andere Akteure dabei, die Potenziale der Mitarbeitenden zu identifizieren und sie über arbeitsplatzorientierte Weiterbildungen zu qualifizieren – insbesondere in der Grundbildung, wie Alphabetisierung, Rechenkenntnisse, PC-Kenntnisse und soziale Kompetenzen. Dafür hat das Projekt die Handreichung „Grundbildung ist Personalentwicklung – Beschäftigte weiterqualifizieren“ erstellt, die hier kostenlos heruntergeladen werden kann.

Der Weg zum passenden Beruf: Drei Azubis geben spannende Einblicke

Nachdem mehrere Jahre in Folge die Azubi-Zahlen sanken, wurden 2017 und 2018 wieder mehr Ausbildungsverträge als in den Vorjahren abgeschlossen. Zum einen machen sich die Bemühungen der Berufsorientierung in Schulen bemerkbar, zum anderen entscheiden sich Studienabbrecher*innen vermehrt für eine praxisnähere Berufsausbildung. In einem Artikel der Zeit werden drei Azubis und ihr Weg in ihre Ausbildung vorgestellt. Als Leser*in erhält man so auch einen Einblick in etwas außergewöhnliche Berufe, wie Brauer*in, Restaurator*in und Videotechniker*in.

Das Bild vom durchsetzungsfähigen Mann und der zickigen Frau

Wut wird bei Männern und Frauen unterschiedlich bewertet. Gilt ein wütender Mann als durchsetzungsfähig, erscheint die wütende Frau als zu emotional und damit in einem negativen Licht. Die Konsequenz daraus: Frauen fressen Wut und Ärger eher in sich hinein. Das sind Ergebnisse einer Studie der Humboldt-Universität Berlin. Forschungsleiterin Ursula Hess und Psychotherapeutin Anita Timpe erklären bei Deutschlandfunk Kultur, wie unterschiedlich wütende Männer und Frauen in der Gesellschaft wahrgenommen werden.

Als Frau auf dem Bau: Drei junge Handwerkerinnen berichten

Obwohl die Baubranche boomt, verzeichnet sie einen zunehmenden Fachkräftemangel. Gleichzeitig bleibt die Zahl der Frauen, die einen handwerklichen Ausbildungsberuf ergreifen, vergleichsweise niedrig. Doch woran liegt das? Auf dem Youtube-Kanal Deutschland 3000 berichten drei Handwerker*innen von ihren Erfahrungen mit männlichen Kollegen auf dem Bau, aber auch davon, was sie an ihren Berufen so begeistert und warum diese durchaus auch für Frauen geeignet sind.

Innovatives Ausbildungsnetzwerk unterstützt Betriebe

Erstmals seit der Wiedervereinigung vermeldete die Bundesagentur für Arbeit 2018 mehr freie Ausbildungsplätze als Bewerber*innen. Während die Politik allerdings nur träge auf die bereits seit Längerem sinkenden Bewerber*innenzahlen reagiert, bietet die Initiative BANG – „Berufliches AusbildungsNetzwerk im Gewerbebereich“ insbesondere kleinen Ausbildungsbetrieben konkrete Unterstützung an. Dass BANG aber nicht nur Betrieben, sondern auch möglichen Bewerber*innen eine große Stütze ist, kann nun in einem Artikel der FAZ  nachgelesen werden.