Gedankenspiel: Was wäre, wenn alle Grenzen offen wären?

Sowohl in Deutschland als auch in Europa ist die beherrschende Frage in der Flüchtlingsdebatte: „Wie viele Zuwanderer*innen kann eine Gesellschaft aufnehmen?“ Das Magazin Brand eins hat für ein Gedankenspiel die Frage nun einmal umgekehrt: „Was wäre, wenn alle Grenzen offen wären?“ und kam zu erstaunlichen Schlussfolgerungen, die mit Zahlen belegt werden können. Der Brand-eins-Artikel, der die festgefahrene Debatte einmal aus einer ganz anderen Perspektive betrachtet, kann hier  kostenfrei gelesen werden.

Young Data Jugendportal der Datenschutzbehörden

Die neue Datenschutz-Grundverordnung hat vor allem das Ziel, die Rechte der Nutzer*innen zu stärken. Doch wie sehen die Rechte konkret aus und wie kann ich sie schützen? Insbesondere Kinder und Jugendliche, für die der Umgang mit modernen Medien selbstverständlich ist, sollten für die Themen Datenschutz und Sicherheit im Internet sensibilisiert werden. Dafür haben die Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder das Jugendportal „Young Data“ ins Leben gerufen. Hier gibt es kostenlos zahlreiche Infos, Materialien und Links zu Themen, wie Datenschutz, Selbstverteidigung im Netz, Cybermobbing etc.

Nachholbedarf bei Finanzkompetenz junger Menschen

Der kürzlich veröffentlichte W² Jugend-Finanzmonitor von SCHUFA und forsa zeigt, dass es noch erheblichen Nachholbedarf bei der Finanzkompetenz junger Menschen gibt. Lediglich 8 Prozent schätzen ihre eigene Finanzkompetenz als gut bis sehr gut ein. Überraschend: Bei der Kontrollgruppe Erwachsener zwischen 40 und 55 Jahre liegt der Wert bei 13 Prozent. Daher sind vor allem Schulen und Bildungsträger für die Vermittlung von alltäglichen Finanzthemen gefragt, was sich 89 Prozent der befragten Jugendlichen auch wünschen. Die Zusammenfassung der Ergebnisse gibt es hier.

Testlauf erfolgreich: Schüler*innen bewerten Lehrer*innen

Kann Schüler-Feedback konstruktiv sein? Durchaus – das ergab zumindest das vom bayrischen Kultusministerium initiierte Projekt „Schüler-Feedback in der 2. Phase der Lehrerausbildung“. Dabei bewerteten Schüler*innen in Bayern den Unterricht von Referendaren*innen und Lehramtsanwärtern*innen anhand von Wissenschaftlern*innen vorgegebenen Fragen. Die Auswertung erfolgte später zwischen Referendar*in und betreuender Lehrkraft sowie der jeweiligen Klasse. Mehr über den Testlauf lesen Sie im Tagesspiegel-Artikel.

Good Practice: 5-Minuten-Gespräche für Nachhaltigkeit

Um über Nachhaltigkeit im Alltag, im Betrieb und in der Region zu sprechen, bleibt für Azubis und Ausbilder*innen während der Ausbildung nur wenig Zeit. Dabei könnten hier wichtige Impulse gesetzt werden, wie der Modellversuch ANLIN (Ausbildung fördert nachhaltige Lernorte in der Industrie) zeigt. Mithilfe der Methode „5-Minuten-Gespräche“ tauschen sich Ausbilder*innen und Azubis regelmäßig über Nachhaltigkeitsthemen in verschiedenen Bereichen aus, um Aufmerksamkeit zu wecken und zu erhalten. Daraus können sich auch kleine Nachhaltigkeitsprojekte entwickeln. Im Forum für AusbilderInnen FORAUS gibt es einen Überblick über die Methode und Anregungen, wie die Umsetzung gestaltet werden kann.

Sommer, Sonne, Deutsch lernen

Zum 12. Mal setzt die Stiftung Polytechnische Gesellschaft das Projekt „DeutschSommer“ mit zahlreichen Drittklässlern*innen in Hessen um. In drei Wochen lernen die Schüler*innen, die erst seit Kurzem in Deutschland sind, intensiv Deutsch und üben gleichzeitig ein Theaterstück ein, das sie am Ende auch gemeinsam aufführen. Mehr zum Projekt erfahren Sie hier.

Studie belegt: Großraumbüros mindern den direkten Austausch

In den vergangenen Jahren galten Großraumbüros als ideale Lösung, um den Austausch zwischen Kollegen*innen im Arbeitsalltag zu fördern. Eine amerikanische Studie fand jedoch kürzlich heraus, dass sie genau das Gegenteil bewirken: Die direkten Gespräche werden weniger, dafür erhöht sich die Kommunikation über digitale Kanäle. Die überraschenden Ergebnisse fasst ein Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zusammen.

Traumberuf in bewegten Bildern finden

Den passenden Beruf für sich finden, ist nicht leicht – vor allem wenn man sich unter den zahlreichen Berufsbezeichnungen überhaupt nichts vorstellen kann. Azubi TV – ein Projekt der Handwerkskammer Region Stuttgart – hat für verschiedene Handwerksberufe kleine Videos erstellt, die Einblicke in den jeweiligen Berufsalltag geben, Darsteller*innen sind Azubis aus der Region.

„Kinder kommen achtsam auf die Welt“ Achtsamkeit im Schulalltag

Für Solinger Grundschüler gehören Achtsamkeitsübungen mittlerweile zum Schulalltag dazu – dank des nordrhein-westfälischen Forschungsprojektes „Wie wirkt sich Achtsamkeit auf Schüler, Lehrer und das Miteinander aus?“ Dafür wurden Lehrer*innen und Schulleiter*innen in Achtsamkeitskursen geschult und in der Umsetzung im Schulalltag unterstützt – mit positiven Ergebnissen. Der ZDF-Heute-Beitrag gibt einen Einblick.

Chaos im Schulbetrieb dank DSGVO?

Die Datenschutz-Grundverordnung hat nicht nur in Unternehmen und bei Behörden für viel Unruhe und Unsicherheit gesorgt. Auch im Schulbetrieb, wo bekanntlich viel mit besonders sensiblen Daten Minderjähriger gearbeitet wird, sorgten bzw. sorgen die neuen Regelungen für Unklarheiten, die durch unterschiedliche Regelungen in den Bundesländern und dem uneinheitlichen Informationsfluss weiter verschärft werden. Ein interessanter Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wirft einen Blick in die Schulen und zeigt, wie unterschiedlich die Umsetzung der DSGVO nach einem Monat Gültigkeit noch ist.

Überschuldungsstatistik veröffentlicht

Aktuelle Zahlen zur Überschuldung in Deutschland hat kürzlich das Statistische Bundesamt in der Überschuldungsstatistik für das Jahr 2017 veröffentlicht. Zu finden sind hier bspw. statistische Aussagen zu den Hauptauslösern der Überschuldung, besonders betroffenen Personengruppen und der Überschuldungsintensität. Eine Zusammenfassung der Statistik sowie weiterführende Links gibt es hier.

Welchen Effekt haben digitale Medien auf das individuelle Lernen?

Die kürzlich veröffentlichte Studie „Personalisiertes Lernen mit digitalen Medien“ eines internationalen Forscher*innenteams beleuchtet 30 digitale Lernwerkzeuge weltweit und die Frage, ob digitale Medien beim passgenauen Lernen wirklich unterstützen. Ein Ergebnis war, dass es durchaus erfolgreiche Werkzeuge in den einzelnen Ländern gibt, eine Übertragung auf Deutschland jedoch mit Vorsicht zu genießen ist. Die größten Hürden hierbei sind die wenig ausgebaute technische Infrastruktur an deutschen Schulen und keine einheitliche bildungspolitische Strategie für den Technikeinsatz. Die Ergebnisse der Studie werden hier zusammengefasst.

Gelungene Integration: Geflüchtete helfen Geflüchteten beim Lernen

Wie Integration auf zweifache Weise funktionieren kann, zeigt der Verein Back on Track e. V. aus Berlin: Hier helfen arabische Muttersprachler*innen, die selbst Fluchterfahrungen gemacht haben, geflüchteten Kinder beim Lernen – gleichzeitig werden die Pädagogen*innen darin unterstützt, sich über die Lehrer*innen- und Mentoren*innenausbildung auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren. Weitere Infos zum Verein gibt es auf der Internetseite www.backontracksyria.org.

Test: Welcher MINT-Typ bist du?

Der fehlende Fachkräftenachwuchs zeigt sich derzeit am deutlichsten in den MINT-Berufen. Um hier nachzusteuern, gibt es bereits verschiedene Angebote für Schüler*innen, insbesondere Mädchen und junge Frauen stehen dabei im Fokus. So stellt der Nationale Pakt für Frauen in MINT-Berufen „Komm, mach MINT“ auf seiner Internetseite Infos zu Ausbildung und Studium, Good Practice, Unterrichtsmaterialien, Apps und Podcasts zur Verfügung. Ob und auf welchem Gebiet man überhaupt Interesse am MINT-Bereich hat, kann man kostenlos beim MINT-Test herausfinden.

Einfach mal was anders machen

Wasser aus einem Umschlag trinken, Popcorn mit Stäbchen essen, ein Video durch die eigenen Finger schauen – das klingt im ersten Moment skurril, Forscher haben jedoch herausgefunden, dass man sich so an alltäglichen Dingen wieder mehr erfreuen kann. Denn führt man gewohnte Handlungen auf ungewohnte Weise aus, konzentriert man sich verstärkt auf die Erfahrung, die man dabei macht und erhält so einen Glücksmoment. Die erstaunlichen Ergebnisse sind im Spektrum-Artikel nachzulesen.

Ausbildungsordnungen an digitalen Wandel angepasst

Ab dem 1. August 2018 gelten für elf Metall- und Elektroberufe neue Ausbildungsordnungen. Die Änderungen spiegeln insbesondere den digitalen Wandel in der Industrie wider, so sind nun Digitalisierung, Datenschutz und Informationssicherheit feste Bestandteile in den Ausbildungen. Zudem ermöglichen Zusatzqualifikationen den Aufbau spezifischer Kompetenzen in diesen Bereichen. Weitere Infos zu den geänderten Ausbildungsordnungen gibt es auf der Seite des Bundesinstituts für Berufsbildung BIBB.

Neu: Checklisten fürs Schülerbetriebspraktikum

Ein Schülerbetriebspraktikum kann entscheidende Weichen für die spätere Berufswahl stellen. Damit dieses auch erfolgreich verläuft, haben die Bundesagentur für Arbeit und das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Checklisten für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung für alle am Praktikum Beteiligten – Schüler*innen, Lehrer*innen, Betreuer*innen im Betrieb sowie Eltern – erstellt. Die Broschüre mit den Checklisten und hilfreichen Tipps kann hier gratis heruntergeladen werden.

Broschüre: WhatsApp in Leichter Sprache

Chatten, twittern, posten – die Kommunikation ist digital und schnelllebig geworden. Was dabei jedoch wenig bedacht wird, ist die Barrierefreiheit. Das Projekt NetzStecker der Lebenshilfe Münster setzt hier auf Beratungen zu modernen Medien und Infomaterialien in Leichter Sprache. Die neu erschienene Broschüre „WhatsApp in Leichter Sprache“ kann hier kostenfrei heruntergeladen oder bestellt werden.

Portal: Anerkennung beruflicher Qualifikationen

Eine der wichtigsten Themen in der Integration Geflüchteter in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sind die Ermittlung der vorhandenen Kompetenzen und die Anrechnung ausländischer Berufsqualifikationen. Für Letzteres stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit dem Portal „Anerkennung in Deutschland“ umfangreiche Informationen und Good Practice kostenfrei für Migranten*innen und Berater*innen in mehreren Sprachen, in Leichter Sprache und in Gebärdensprache zur Verfügung.

Sind Sie ein*e Hochstapler*in?

Tests werden ohne Mühe bestanden, Aufgaben gut erfüllt – und dennoch ist da dieses Gefühl, Erfolg und Lob nicht verdient zu haben. Experten*innen nennen dies das Hochstapler-Phänomen, das sich verstärkt, umso erfolgreicher Personen werden. Denn zunehmend passen Anspruch und Selbstbild nicht mehr zusammen. Ein Psychologenteam der Uni München hat sich diesem Phänomen gewidmet und untersucht, wie Selbstzweifler auf Druck und Kritik reagieren und wie sich Männer und Frauen dabei unterscheiden. Die Ergebnisse sind im Artikel der Süddeutschen Zeitung nachzulesen.

Bringt die DSGVO wirklich mehr Sicherheit?

Seit einem Monat ist nun die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft, um die Rechte Betroffener wesentlich zu schützen und europaweit einheitliche Standards zu schaffen. Doch eine Studie der European netID Foundation ergab, dass nur 17 Prozent der Deutschen der Meinung sind, dass ihre Daten nun auch wirklich besser geschützt sind. Die Ergebnisse der Studie werden hier zusammengefasst.

Mit Vorurteilen gegenüber Therapie und Beratung aufräumen

Auf der Couch liegen, weinen, in der Kindheit bohren – nach wie vor halten sich die Vorurteile gegenüber Therapie und Beratung hartnäckig in der Gesellschaft. Familientherapeutin Birgit Salewski gibt im Interview bei „Wir in Bayern“ einen Einblick in ihren Arbeitsalltag, erklärt den grundlegenden Unterschied zwischen Therapie und Beratung und räumt mit einigen Vorurteilen auf. Das kurze, interessante Interview kann hier kostenfrei angeschaut werden (ab Minute 34:15) und noch mehr Fakten zum Thema stellt der Bayrische Rundfunk hier zur Verfügung.

NEU: Weiterbildung zum*zur Datenschutzbeauftragten

Ab Herbst 2018 bieten wir neu die Weiterbildung zum*zur Datenschutzbeauftragten an. Seit 25.05.2018 gilt nun die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die europaweit neue Standards in der Datenverarbeitung setzt. Diese jedoch in die Praxis umzusetzen, stellt Organisationen, vor allem im sozialen Bereich vor eine erhebliche Herausforderung. Der*die Datenschutzbeauftragte – ob verpflichtend oder freiwillig – kann hierbei entscheidend zur gelingenden Umsetzung beitragen. Hierfür qualifiziert die Weiterbildung zum*zur Datenschutzbeauftragten.

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Sokratische Gespräche im Gefängnis

Um sich das eigene Wertesystem bewusst zu machen, entwickelte bereits Sokrates eine Methode, die „Sokratischen Gespräche“. Zwei Jahrtausende später ist die philosophische Methode immer noch hochaktuell und effektiv, die eigenen Werte zu hinterfragen. Im Rahmen einer Dokumentation wurde das Experiment gewagt, sokratische Gespräche mit mehreren Schwerverbrechern einer Justizvollzugsanstalt durchzuführen. Weitere Infos zur außergewöhnlichen Doku gibt es hier und kann hier kostenlos angesehen werden.

Online-Tool: Inkasso-Check der Verbraucherzentralen

Trifft ein Schreiben mit einer Inkassoforderung ein, löst dies bei vielen erstmal Unbehagen, wenn nicht gar Panik aus. Ob die Inkassoforderung jedoch rechtens ist, kann nun unkompliziert über das Online-Tool „Inkasso-Check“ der Verbraucherzentralen vorab geprüft werden – inklusive Musterbrief für den Widerspruch, weiterführende Informationen und Kontakt zu den Beratungsstellen. Mehr Infos und den kostenfreien Inkasso-Check gibt es hier.

Pilotprojekt: Gebärdensprache als Zweitsprache

An der Gemeinschaftsschule am Roten Berg in Erfurt startete im vergangenen September ein Pilotprojekt: eine bilinguale Grundschulklasse, in der hörende, gehörlose, schwerhörige und fremdsprachige Kinder mit Migrationshintergrund gemeinsam lernen. Zweitsprache ist hier die Gebärdensprache. Welche Erfolge bereits zu sehen sind, aber auch welche Hürden noch zu überwinden sind, kann hier nachgelesen werden.