Rassistische Realitäten

Ein Großteil der deutschen Bürger statuiert Deutschland ein Rassismusproblem, das sagen zumindest 90 % von 5000 telefonisch Befragten einer Studie des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung. Der rechte Terror des NSU und die Morde von Hanau und Halle haben den realexistierenden Rassismus in das Bewusstsein der Menschen gerückt, dazu gab jeder Fünfte der Befragten an, selbst schon mal Rassismus erfahren zu haben. Wichtige Erkenntnis ist auch, dass 45 % der Befragten Rassismuskritik für übertrieben halten und darin eine Einschränkung der Meinungsfreiheit sehen. Ein gutes Zeichen: jüngere Menschen zeigen eine große Sensibilisierung für das Thema. Einen Beitrag über die Studie zum Nachlesen & Nachhören finden Sie beim Deutschlandfunk Kultur.

Online-Veranstaltung zum Thema Partizipation

Der Paritätische Gesamtverband lädt am 15. Juni alle Interessierten zu Diskussion und Austausch in einer kostenfreien Online-Veranstaltung zum Thema "Damit alle mitgestalten können - Partizipation stärken!". Zu den Fragen, wie in der Freien Wohlfahrtspflege Partizipation funktionieren kann und wie partizipative Prozesse nachhaltig werden können, wie sich Verbände und Organisationen dafür aufstellen müssen, soll mit und durch die Dozenten*innen diskutiert werden. Beschreibung und Anmeldelink der Veranstaltung finden Sie hier.

Europäisches Jahr der Jugend 2022

Die Europäische Union hat 2022 zum Europäischen Jahr der Jugend ausgerufen. Ziele der Aktion sind u. a. positive Perspektiven und neue Chancen für junge Menschen nach der Corona-Pandemie zu eröffnen, junge Menschen, insbesondere jene mit geringeren Chancen, in ihrer Entwicklung zu unterstützen; bürgerschaftliches Engagement junger Menschen zu fördern und Meinungen sowie Ideen junger Menschen stärker in politische Entscheidungen einzubeziehen. Weitere Informationen dazu bietet die deutsche Website zum Europäischen Jahr der Jugend.
Interessierte, die ihre Aktivitäten in den Rahmen des Aktionsjahres stellen möchten, können diese auf der EU-Website zum Europäischen Jahr der Jugend eintragen

Recht auf Geburtsurkunde

Während unserer Info-Tagesschulungen für die Ukraine-Helfenden hat uns mehrfach die Frage erreicht, wie die Registrierung von Neugeborenen ablaufen würde, wenn die Eltern noch nicht registriert sind oder wichtige Dokumente fehlen. Wichtig zu wissen: Nach Art. 7 der UN-Kinderrechtskonvention sind Neugeborene unverzüglich nach der Geburt in ein Register einzutragen. Darin ist zugleich auch das Recht auf die Ausstellung einer Geburtsurkunde eingeschlossen. Das Deutsche Institut für Menschenrechte informiert auf der Seite www.recht-auf-geburtsurkunde.de über rechtliche Grundlagen, gibt Antwort auf häufig gestellte Fragen und stellt allgemein viel Know-How zum Thema zur Verfügung.

Studienabbrüche im MINT-Bereich

Wer wird wann sein/ihr Studium abbrechen? Bei einer 40%-Abbruchsquote im MINT-Bereich eine naheliegende Frage. Für Studierende der Mathematik lässt sich das jetzt voraussagen. Ein Forschungsteam der Universität Tübingen hat auf Basis eines statistischen Verfahrens einen Algorithmus entwickelt, mit dem sich für Mathematik-Student*innen etwa acht Wochen im Voraus prognostizieren lässt, ob sie ihr Studium abbrechen werden.
Wie genau das funktioniert, wird in diesem Artikel von Bildungsklick.de beschrieben.
In der Praxis eröffnet sich dadurch die Möglichkeit, konkret auf die potenziellen Abbrecher*innen z. B. mit Beratungsangeboten zuzugehen. Dies könnte ein Mittel sein, die prinzipiell für das Fach befähigten Studierenden zu unterstützen, ihr Studium fortzuführen.

Aus der Krise chatten

Die Geschichte vom Krisenchat startet im Frühjahr 2020, als sich während des ersten Lockdowns die Berichte über häusliche Gewalt und junge Menschen in Not häuften. Niedrigschwellig, mittels einem gewohnten Kommunikationstool können Kinder und Jugendliche seitdem per Chat eine digitale professionelle psychosoziale Beratung in Echtzeit erhalten – rund um die Uhr, ohne Registrierung, kostenlos und vertraulich.
Seit dem Launch im Mai 2020 hat der Krisenchat über 40.000 Beratungen durchgeführt, über 350 ehrenamtliche Berater*innen bringen sich ein. Die Website des Krisenchats bietet sehr viele Informationen rund um dieses einzigartige Angebot.

Miteinander: mehr Wunsch als Wirklichkeit

Die Heinrich-Böll-Stiftung hat Anfang März den Sozial-Atlas 2022 veröffentlicht, ergänzend zur Veröffentlichung stellt die Stiftung einen umfangreichen Podcast zur Verfügung. Ein wichtiger Bereich ist die Inklusion: In Deutschland lebt fast jede zehnte Person mit einer schweren Behinderung, das heißt einem Grad der körperlichen, seelischen oder geistigen Einschränkung von über 50 Prozent. Das sind 7,9 Millionen Menschen! Und doch sind behinderte Menschen in der Gesellschaft kaum sichtbar – ihre fehlende Präsenz im Alltag liegt u.a. daran, dass die meisten Betroffenen ihre Behinderung erst im höheren Alter ereilt, etwa in Folge einer schweren Krankheit. Und insbesondere im Falle von geistigen Behinderungen ist die Trennung durch Institutionen wie Förderschule, Behindertenwerkstatt und betreute Einrichtungen nach wie vor der fast unausweichlich vorgezeichnete Lebensweg. Trotz Landesschulgesetze zur Inklusion ist die Exklusionsquote in den letzten Jahren nahezu unverändert geblieben. Den aktuellen Stand der Inklusion umreißt dieser begleitende Artikel.

Online-Veranstaltung „Familie, Digitalisierung & Kinderrechte“

Das Deutsche Kinderhilfswerk bietet für mit Familien arbeitende pädagogische Fachkräfte am 03.05.2022 eine Online-Veranstaltung zum Thema „Familien lebenslagensensibel und kinderrechtlich ausgewogen unterstützen“ an. Unter anderem soll es darum gehen, inwiefern Ressourcen von Digitalität durch die Familien genutzt werden können und welche Fragen Erziehungsberechtigte zu digitalen Medien und Medienerziehung haben. Infos zur Veranstaltung und Anmeldeformular finden Sie hier.

Berufe von Geschlechterklischees befreien

Unter dem Titel „In Zukunft klischeefrei!?“ geht es in einer Online-Veranstaltung der Initiative Klischeefrei am 18.05.2022 um die gendersensible Berufsorientierung an Schulen. Die Veranstaltung ist offen für Interessierte und setzt den Fokus auf den aktiven Austausch. Vertreter*innen aus den Bereichen Schule, Beratung und Bildung stellen ihre Projekte vor, im Anschluss soll eine moderierte Diskussion Erfolge sowie Problemfelder aufgreifen um abschließend einen Ausblick zu wagen. Infos zur Veranstaltung samt Anmeldelink finden Sie hier.

Reale Ängste in der virtuellen Realität

Ängste begleiten viele Menschen durch ihren Alltag. Ein gewisses Maß an Angst ist sinnvoll und dient zu unserem eigenen Schutz. Übermäßige Angst dagegen schränkt uns im Alltag ein. Ein Videobeitrag der Max-Planck-Gesellschaft erklärt: Wie entsteht Angst und was passiert da im Körper? Ab wann ist es eine Phobie? Erstmalig lässt sich Angst mithilfe von Virtual Reality objektiv messen, das MPI München führt dazu aktuell eine Studie durch. Durch die Daten aus dem Verhalten der Probanden können neue Rückschlüsse für die möglichen Therapien geleitet werden. Die VR-Technik macht man sich auch in der Therapie zunutze: Mit VR-Brillen entstehend auch neue Möglichkeiten in der Konfrontationstherapie.

Wer fährt in Zukunft das Taxi?

Bereits seit der Industrialisierung schaffen Maschinen Berufe ab. In welchem Ausmaß wird Künstliche Intelligenz die Berufswelt verändern?
Eine Gruppe Schweizer Forscher hat einen Automatisierungs-Risiko-Index berechnet, der ausgibt, welche aktuellen Berufe besonders stark gefährdet sind, in Zukunft durch KI und Roboter ausgeführt zu werden. In einem zweiten Teil der Studie geben Sie Empfehlungen aus, auf welchen Beruf man ausweichen sollte, wenn der eigene Job wegzufallen droht. Die Studie stellt jedoch nur ein Puzzleteil zur Antwort einer der größten Fragen der zukünftigen Arbeitswelt dar. Menschen werden nur dort von Robotern ersetzt, wo es sich auch rechnet, und die ökonomischen Aspekte sind in dieser Studie nicht berücksichtigt worden. Unbeantwortet bleibt auch, ob die Automatisierung am Ende mehr Arbeitsplätze abschafft oder mehr neue entstehen lässt. Den Beitrag zum Nachhören oder Nachlesen finden Sie hier.

Wie geht das mit dem Geld?

Rund ums Thema Finanzen herrschen große Bildungslücken. Eine Umfrage im Auftrag des Bundesverbands Deutscher Banken zeigt großen Nachholbedarf allein bei elementaren Begrifflichkeiten. Österreich steuert gegen und plant den Start eines Finanzbildungsportal, auf dem ein „Finanz-Führerschein" gemacht werden kann. Auch andere Länder in Europa entwerfen Strategien, die Bildungslücken ihrer Bürger im Finanzbereich zu schließen. Deutschland hinkt hinterher – es ist das einzige Land der OECD, das bis heute keine nationale Strategie für Finanzbildung hat. So fehlt das Thema Finanzbildung in deutschen Schulen bislang komplett. Dabei wäre eine ausreichende Vorbildung im Rahmen der Schulbildung ein wichtiges Mittel zur Schuldenprävention bei jungen Menschen. Die Tagesschau gibt einen Rundumblick zum aktuellen Stand.

Datenschutz versus Recht auf Datennutzung: Behindert der Datenschutz die zeitgemäße Gesundheitsvorsorge?

Gesundheitsdaten sind ein besonders sensibles Gut – sowohl im Hinblick auf den Schutz des Individuums, aber auch für den Schutz von Leben und Gesundheit – für welchen Gesundheitsdaten von essenzieller Bedeutung sind. Beispiel Pandemie: Im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Ländern war es in Deutschland ungemein schwieriger, eine ausreichende Datengrundlage zur Ergreifung gezielterer Maßnahmen zu schaffen. Deutschland ist aufgrund des Datenschutzes häufig darauf angewiesen, Daten von anderen europäischen Ländern zu verwenden. Ein Artikel der Zeit  beleuchtet dieses problematische Feld auch über die Pandemie hinaus.

Ich reg mich mal ab!

Hoher Puls nach einem ärgerlichen Telefonat? Das trotzige Kleinkind oder der provozierende Teenager zu Hause? Zu viel Arbeit und man weiß nicht, wo man anfangen soll? In stressigen Situationen geraten wir alle schnell und wir wissen, manchmal hilft es schon, tief durchzuatmen. Wie bestimmte Atemtechniken tatsächlich helfen können, uns selbst zu beruhigen, erklärt Psychosomatiker Thomas Loew in einem Interview.

Für Ukraine-Flüchtlinge: Digitales und analoges Angebot der Migrationsberatung

Die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) bietet seit 2005 Unterstützung in den Bereichen der sprachlichen, beruflichen und sozialen Integration. Das Angebot ist zugeschnitten auf Neuzugewanderte und wird von den sechs Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege deutschlandweit vor Ort umgesetzt. Ergänzend dazu steht die mbeon App zur Verfügung, die alle Themen in den Sprachen Deutsch, Englisch, Russisch und Arabisch zur Verfügung stellt. Seit dem 15. März 2022 wurde die MBE offiziell für geflüchtete Menschen aus der Ukraine geöffnet. Kurzvideos auf Ukrainisch  und auf Russisch helfen nun dabei, geflüchtete Menschen aus der Ukraine auf dieses Angebot aufmerksam zu machen.

Transsexualität Kindern erklärt

Ungewöhnlich und unerwartet viel Aufruhr verursachte ein Beitrag der Sendung mit der Maus, der kurz vor dem Trans Day of Visibility 2022 veröffentlicht wurde. In dem Maus-Beitrag wird die Geschichte von Katja weitererzählt, angeknüpft an einen früheren Maus-Beitrag über Obdachlose. Anhand von Katjas Lebensgeschichte wird den Kindern erklärt, was es mit Transgeschlechtlichkeit auf sich hat. Gerne möchten wir unaufgeregt auf diese Sendung hinweisen.

Digitaler Schub für die berufliche Ausbildung

Einen Booster für den Online-Unterricht im Handwerk bietet das „Projekt ProNet Handwerk“ mit einer Schulung für guten Online-Unterricht. Der große Weiterbildungsbedarf wird in kleinen Lektionen, angepasst an den jeweiligen Wissensstand Teilnehmender, vermittelt.
Auf dem Plattform InnoVET finden sich die ersten vier gewerkeübergreifenden Online-Seminare im Überblick. Neben der Vermittlung über digitale Wege findet die Notwendigkeit kollegialen Austauschs ebenso Beachtung wie die Arbeit mit Lernplattformen und der Möglichkeit zur individuellen Ideenfindung. Ein erstes Anwenden erlernter Mittel und Methoden mündet in einem Arbeitsauftrag mit anschließendem Feedback für das teilnehmende Bildungspersonal. Ende März startete die erste Seminarreihe. Eine Weiterführung ist aufgrund des erhöhten Bedarfs für Herbst 2022 bereits vorgesehen.

Wenn das Geschlecht über die Ausreise entscheidet

Die Fluchtbewegung aus der Ukraine ist ununterbrochen stark. Zu den Flüchtenden gehören vor allem Frauen, Kinder und Männer über 60, da Männern über 18 Jahre die Ausreise aus dem Land untersagt ist – sie sollen in den Dienst der Armee treten. Über die Ausreise entscheidet das im Pass eingetragene Geschlecht. Dies stellt ein großes Problem für trans, inter und nichtbinäre Menschen dar: Personenstandsänderung für z. B. trans Frauen waren in der Vergangenheit in der Ukraine mit großen Hürden verbunden, dies zwingt diese Frauen nun, in der Ukraine zu bleiben. Die 18-jährige Ukrainerin Lampusha ist eine von ihnen. Ein Artikel der Zeit beschreibt Lampushas aktuelle Situation, die exemplarisch für viele steht, und gibt Einblicke in die Situation für trans Personen in der Ukraine vor dem Krieg.

Ukrainische Geflüchtete und das deutsche Arbeitsrecht

Die Flucht aus der Ukraine ist gelungen, das erste Ankommen gemeistert und ein Job ist in Aussicht. Doch wie kommen ukrainische Geflüchtete und deutsche Arbeitgeber nun zusammen und worauf muss bereits bei der Jobsuche geachtet werden? Beim Spiegel beantworten zwei Arbeitsrechtler*innen zentrale Fragen und fassen wichtige Regelungen zusammen.

Patientenverfügung für Social Media Accounts?

Für alle Eventualitäten, so sagt man uns nach, sorgen wir Deutschen vor: für unseren Hausrat, unser Leben, einen Krankheitsfall. Es scheint nichts zu geben, was wir nicht vorsorglich versichern und absichern können. Was aber geschieht nach unserem Ableben mit unseren virtuellen Daten? Einige größere Social Media Plattformen bieten an, einen Nachlasskontakt zu bestimmen oder den Account einfrieren zu lassen. Was jedoch geschieht abseits von Facebook, Instagram & Co? Wer darf Zugriff auf E-Mails erhalten, Accounts löschen, Chatverläufe einsehen, die Fotos auf unseren Handys ansehen? Was geschieht mit digital erworbenen Liedern, Filmen und Videospielen? Kann man digitale Medien eigentlich vererben? Noch nie darüber nachgedacht?
Hiermit hadert auch das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB), das zu seiner Entstehungszeit zwar Erbrecht, aber noch nicht die Digitalisierung kannte. Weitere Anregungen bietet der Spiegel.

Wer mischt bei der Berufswahl mit?

Für mündige Entscheidungen ist es notwendig, sich unterbewusste Einflussfaktoren zu reflektieren. Die Universität Darmstadt und das Bundesinstitut für berufliche Bildung forschen aktuell zu Motiven und Einflussfaktoren bei der Berufswahl von Jugendlichen. Eine besondere Rolle spielt dabei eine Anerkennung des Wunschberufes in ihrem sozialen Umfeld. Ziel der Forschenden ist es, die Jugendlichen bei einer reflektierten Berufswahl zu unterstützen. Im Rahmen der bevorstehenden Didacta 2022 berichtet Sevil Mutlu, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik der TU Darmstadt, in einem Interview zu der Studie.

Die Schattenseite der Lockerungen

Während sich die einen auf die Lockerungen der Coronamaßnahmen und das Wegfallen der Maskenpflicht freuen, bedeutet dies vor allem für Familien mit vorerkrankten bzw. gefährdeten Personen, sich wieder mehr zurückzuziehen und zu schützen. In einem Kommentar bei Deutschlandfunk wird auf die sogenannten Schattenfamilien eingegangen und wie wichtig es bei allen den Lockerungen sei, die vulnerablen Gruppen nun nicht zu vernachlässigen und ihnen auf andere Weise Entlastung zu ermöglichen.

Kostenfreie Online-Tagesschulung für helfende Hände

Wir möchten Sie heute auf ein besonderes kostenloses Schulungsangebot aufmerksam machen. Wie so viele Menschen in Europa möchten auch wir Geflüchtete aus der Ukraine unterstützen. Aus dieser Motivation heraus bieten wir allen haupt- und ehrenamtlichen Helfer*innen zu 3 Terminen eine offene Tagesschulung an, in denen wir über Rechte und Ansprüche, Integration in Kita, Schule und Arbeitsmarkt sowie den Umgang mit Traumata informieren und Hinweise zu Netzwerken und Anlaufstellen geben. Detaillierte Infos finden Sie auf unserer Internetseite.

Fact or fake?

Wie gehen junge Internetnutzer*innen mit Falschmeldungen um? Wie sensibilisiert sind sie für das Thema, welche Gefahren erkennen sie darin und was hat das alles mit Demokratie und politischer Teilhabe zu tun? Eine forsa-Befragung von 14- bis 29-Jährigen wurde jetzt im Rahmen des Safer Internet Day 2022 veröffentlicht.

Nützliche Schwarzmalerei

„Immer positiv denken“ und „Anderen geht es schlimmer“: Wenn wir dies anderen oder uns selbst vorgeben und von uns oder von anderen erwarten, immer mit einer positiven Grundeinstellung durchs Leben zu gehen, dann kann das auch dazu führen, dass wir unsere eigentlichen Gefühle unterdrücken und ein falsches Bild der Realität erstellen. Es entsteht eine toxische Positivität, deren Pendant – die ewige Schwarzmalerei – vielleicht gar nicht so negativ ist wie ihr Ruf. Die Kultur- und Literaturwissenschaftlerin Eva Horn erläutert in einem Interview, dass eine bestimmte Form von Schwarzmalerei Antworten für die Zukunftsgestaltung bereitstellen kann.

Hilfe zur Selbsthilfe

Wenn Verantwortung und Stress überhandnehmen, kommt die Selbstfürsorge ins Spiel. Aber wie kann ich mir selbst Entlastung schaffen oder bestenfalls noch Zeit für mich, wenn es doch davon schon zu wenig gibt? Es gibt einfache Methoden, die täglich nur wenig Zeit kosten, aber am Ende bestenfalls viel Zeit und Nerven sparen und für mentale Entlastung sorgen können.