Die Weiterbildung zum Systemischen Deeskalationscoach bieten wir 2018 zusätzlich zu folgenden Terminen an: Vom 25.06.-28.06.2018 in Berlin sowie vom 11.12.-14.12.2018 in München. 

News: Lernen & Inklusion

07.2017

„Spaghetti für Zwei“ – ein Film über Vorurteile und Toleranz

Der Film „Spaghetti für Zwei“ wurde mit Laiendarstellern an der Beruflichen Oberschule in Wasserburg am Inn gedreht. Die Geschichte erzählt sehr eindrücklich, wir unsere Wirklichkeitskonstruktionen und falsche Annahmen die Realität prägen – mit überraschendem Ausgang. Er kann sehr gut im Unterricht als Einstieg zu den Themen Integration und Inklusion eingesetzt werden. Hier geht es zum kostenlosen Film auf Vimeo.

06.2017

Selbstwirksamkeitstest für Lehrer/-innen

Unter dem weniger bekannten Begriff „Selbstwirksamkeit“ versteht die kognitive Psychologie die Überzeugung eines Menschen, auch problematische Situationen aus eigener Kraft erfolgreich bewältigen zu können. Lehrkräften mit hoher Selbstwirksamkeit unterrichten erfolgreicher und haben hohe pädagogische Ziele.
Der von Ralf Schwarzer & Gerdamarie S. Schmitz entwickelte Selbstwirksamkeitstest für Lehrkräfte umfasst 10 Fragen und bietet eine gute Möglichkeit für Lehrkräfte, sich selbst zu reflektieren. Die Fragen werden vierstufig beantwortet: (1) stimmt nicht, (2) stimmt kaum, (3) stimmt eher, (4) stimmt genau. Je öfter die 4 vergeben wird, umso selbstwirksamer ist die Lehrkraft. Mehr Hintergrundinformationen zum Test finden Sie hier.

Ich bin mir sicher, dass ich auch mit den problematischen Schülern in guten Kontakt kommen kann, wenn ich mich darum bemühe. 1 2 3 4
Ich weiß, dass ich zu den Eltern guten Kontakt halten kann, selbst in schwierigen Situationen.        
Ich weiß, dass ich es schaffe, selbst den problematischsten Schülern den prüfungsrelevanten Stoff zu vermitteln.        
Ich bin mir sicher, dass ich mich in Zukunft auf individuelle Probleme der Schüler noch besser einstellen kann.        
Selbst wenn mein Unterricht gestört wird, bin ich mir sicher, die notwendige Gelassenheit bewahren zu können.        
Selbst wenn es mir mal nicht so gut geht, kann ich doch im Unterricht immer noch gut auf die Schüler eingehen.        
Wen ich mich sehr für die Entwicklung meiner Schüler engagiere, weiß ich, dass ich viel ausrichten kann.        
Ich bin mir sicher, dass ich kreative Ideen entwickeln kann, mit denen ich ungünstige Unterrichtsstrukturen verändere.        
Ich traue mir zu, die Schüler für neue Projekte zu begeistern.        
Ich kann innovative Veränderungen auch gegenüber skeptischen Kollegen durchsetzen.        

 

06.2017

Zum ersten Mal geht der deutsche Schulpreis an eine berufsbildende Schule

Die Elisabeth-Selbert-Schule (ESS) in Hameln ist mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet worden, der mit 100.000 Euro dotiert ist. An der Schule in Niedersachsen werden 2000 Schüler/-innen aus über 34 Nationen unterrichtet. Die Schule bietet ein enges und passgenaues Betreuungskonzept an, die Schüler/-innen können sich jederzeit an Bezugspersonen wenden. Vielleicht liegt ein Geheimnis des Erfolges auch in der Grundeinstellung des Leitungs- und Lehrerteams, welches die Schulleiterin Gisela Grimme so beschreibt: "Unsere größte Herausforderung sind die uns anvertrauten Jugendlichen. So wie sie sind, und nicht so, wie wir sie uns wünschen." Hier geht es zum spannenden Artikel über diese besondere Schule.

04.2017

Ländervergleich: Umfassende Informationen zum Stand der Inklusion in den einzelnen Bundesländern

Inklusion wird in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich umgesetzt und ist unterschiedlich weit fortgeschritten. Die Friedrich-Ebert-Stiftung gibt seit 2015 Länderhefte heraus, die den Stand der Inklusionsprozesse in den einzelnen Bundesländern beleuchten und eine Vergleichbarkeit herstellen. Parallel zur Veröffentlichung der thematischen Länderhefte finden in den Bundesländern Konferenzen zum Thema Inklusion statt. Hier können die Länderhefte kostenlos heruntergeladen werden. 

04.2017

Meinung: Utopie trifft auf schlechte Ausstattung und überforderte Lehrkräfte

Eine aktuelle Forsa-Umfrage zeigt, dass Lehrkräfte mit der Umsetzung des inklusiven Bildungssystems massiv überfordert sind. Ein Drittel der Lehrkräfte nennt die Umsetzung von Inklusion als größtes Problem an ihrer Schule. Unter optimalen Bedingungen profitieren alle von Inklusion, wie Studien zeigen: Schüler/-innen mit besonderem Förderbedarf lernen in inklusiven Klassen besser und die sozialen Kompetenzen von allen Schüler/-innen werden gefördert. Problematisch wird es, wenn es an Arbeitskräften, Fortbildungen, Ausstattung und Material fehlt. Die Bertelsmann-Stiftung hat errechnet, dass nur für Personalkosten zusätzlich 660 Millionen Euro im Jahr zusätzlich anfallen würden, um Inklusionsprozesse umfassend zu gestalten. Dieses Geld fehlt häufig genauso wie das Geld für die dringend benötigte Ausstattung der Schulen. Auch wenn die Situation in den Ländern differenziert betrachtet werden muss: Insgesamt fehlt also ein deutliches Signal aus der Politik: Wir wollen die Inklusion und stellen entsprechende Mittel bereit. Denn sonst muss man sich der Frage stellen, ob nicht das frühere System mit guten Förderschulen deutlich besser für alle ist als eine schlecht umgesetzte Inklusion an Regelschulen. Hier geht es zum Hintergrundartikel.

04.2017

Eine schöne Geschichte zum Thema Inklusion

Eine Mutter erzählt: „Heute morgen haben Jax und ich über seine wilden Haare gesprochen. Ich habe ihm gesagt, dass er dieses Wochenende einen Haarschnitt braucht. Er sagte, er wolle seinen Kopf sehr kurz rasieren, damit er wie sein Freund Reddy aussehen würde. Er sagte, er könne kaum erwarten, am Montag in die Schule zu gehen, mit seinem Haar wie Reddy, so dass sein Lehrer sie nicht mehr unterscheiden könne. Er dachte, es wäre so lustig, seinen Lehrer mit dem gleichen Haarschnitt zu verwirren. Hier ist ein Foto von Jax und Reddy von Weihnachten. Ich bin mir sicher, dass sie alle die Ähnlichkeit sehen. Wenn das nicht der Beweis ist, dass Hass und Vorurteil etwas ist, was gelehrt wird! Der einzige Unterschied, der Jax in den beiden sieht, ist ihr Haar.“ Quelle

04.2017

Von der Angst, nicht dazuzugehören

Sozialpsychologen sprechen von Belonging Uncertainty oder Zugehörigkeitsunsicherheit und verstehen darunter den Zweifel, ob man wirklich dazu gehört, ob man hier richtig ist. Wir alle kennen dieses Gefühl, wenn wir neu sind, aber ethische Minderheiten sind besonders stark und grundsätzlicher davon betroffen. Die Zugehörigkeitsunsicherheit kann in Schulen, Universitäten oder auch am Arbeitsplatz in einen Teufelskreis münden, weil sie den Aufbau von Beziehungen erschwert und die Neigung fördert, Startschwierigkeiten oder Misserfolge, die normal sind, auf sich selbst zu beziehen. Forscher haben in der Zeitschrift Science ein spannendes Experiment vorgestellt:

Erstsemestern, die ethischen Minderheiten angehörten, wurde zu Beginn des Studiums Ergebnisse einer fingierten Umfrage unter Studenten höherer Semester präsentiert. In der Studie erzählten die Studenten von ihren Startschwierigkeiten und machten deutlich, dass diese nur vorübergehend gewesen seien und die diese gut bewältigt hätten. Erstsemester erhielten so die Botschaft, dass das, was sie erleben, normal sei, nichts damit zu tun habe, wer sie sind und dass es vorübergehen würde. Die Erfolgschancen der Studienteilnehmer/-innen im Studium erhöhten sich dadurch enorm. Hier geht es zum spannenden Artikel.

08.2016

Das Portal Inklusionfakten.de bietet gut aufbereitete Fakten zum Thema Inklusion

Diskussionen zum Thema Inklusion werden häufig sehr emotional geführt, nicht immer werden Vorurteile von Fakten getrennt. Die Seite Inklusionsfakten.de bietet gut aufbereitete und wissenschaftlich belegte Argumente für die Inklusionsdebatte.

08.2016

Inklusion sexueller und geschlechtlicher Vielfalt

Nicht-heterosexuelle oder sich nicht geschlechtskonform verhaltende Kinder und Jugendliche haben ein erhöhtes Risiko, Opfer von Mobbing zu werden und Depressionen und Suizidgedanken zu entwickeln. Pädagogische Fachkräfte haben auch für diese Jugendlichen eine besondere Verantwortung. Eine Berliner Studie zeigt, dass Diskriminierungen an der Tagesordnung sind: Drei von fünf Sechstklässler/-innen verwenden „schwul“ oder „Schwuchtel“ und zwei von fünf verwenden „Lesbe“ als Schimpfwort. Zudem macht sich ungefähr die Hälfte der Schüler/-innen über Mitschüler/-innen lustig, wenn diese sich nicht entsprechend der Geschlechterrollen verhalten. Hier finden Sie mehr Informationen zur Studie und zu Einflussmöglichkeiten pädagogischer Fachkräfte.

Einen guten Beratungsführer und Leitfaden zur psychosozialen Beratung von inter* und trans* Personen und ihren Angehörigen hat pro familia veröffentlicht. Hier geht es zum Leitfaden.

 

08.2016

Ruhige Bewegungsspiele für den inklusiven Unterricht in der Grundschule

Kostenloser Download von Bewegungsspielen für das Klassenzimmer

 

07.2016

Studie: Jedes dritte Kind mit Förderbedarf besucht inzwischen die Regelschule

Der Inklusionsanteil an deutschen Schulen hat im Schuljahr 2013/14 den höchsten Wert seit dem Inkrafttreten der UN-Konvention erreicht. Fast 1/3 der Kinder mit Förderbedarf besuchen inzwischen eine Regelschule - ein enormer Anstieg um 71 Prozent gegenüber dem Schuljahr 2008/09. Gleichzeitig geht der Schüler/-innenanteil an Förderschulen kaum zurück und die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind enorm. In der Sekundarstufe bleibt Inklusion leider weiterhin eine Ausnahme. Hier geht es zur Studie der Bertelsmann-Stiftung.

 

07.2016

Studie: Deutsche fordern bessere Inklusion chronisch Kranker

Körperliche und geistige Einschränkungen können die Teilhabe am Berufs- und Alltagsleben erschweren oder unmöglich machen. Laut einer Umfrage durch Forsa sieht die Mehrheit der Deutschen hier noch viel oder sehr viel Handlungsbedarf: Für 86% der Befragten reichen die Maßnahmen bisher nicht aus. Für die Studie "Inklusion in Beruf und Alltag" wurden in einer für die deutsche Bevölkerung repräsentativen Umfrage 1.000 Bundesbürger/-innen ab 18 Jahren telefonisch befragt. Die Daten sind im zweiten Halbjahr 2015 durch Forsa im Auftrag der Coloplast GmbH erhoben worden.

Die Studie mit detaillierten Ergebnissen ist hier online abrufbar

 

07.2016

Junge Menschen mit Behinderung: Reha-Verfahren helfen beim Berufseinstieg

Derzeit werden rund 120.000 junge Menschen mit Behinderung von der Bundesagentur für Arbeit im Rahmen von Reha-Verfahren zur beruflichen Ersteingliederung gefördert. Ziel der Maßnahmen ist es, den Teilnehmenden einen Einstieg in eine Ausbildung oder in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Die Programme haben oft Erfolg: Knapp 50 Prozent der jungen Menschen beginnen im Rahmen des Reha-Verfahrens eine Berufsausbildung. Von diesen finden wiederum 50% im Anschluss eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Dies geht aus einer am Donnerstag vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) veröffentlichten Studie hervor.