Die Weiterbildung zum Systemischen Deeskalationscoach bieten wir 2018 zusätzlich zu folgenden Terminen an: Vom 25.06.-28.06.2018 in Berlin sowie vom 11.12.-14.12.2018 in München. 

News: Beratung & Coaching

 

02.2018

„Mama, da lernst du was fürs Leben“ – GFK in der Schule

Wertschätzung und Respekt im Umgang mit anderen kann man nicht früh genug lernen. Als Weg dahin wird im Schulkontext mehr und mehr auf die gewaltfreie Kommunikation gesetzt. Beispielsweise startete vergangenes Jahr an der Waldorfschule in Salzburg das Projekt „Wir sind Klasse!“. Nach einer Einführung in die Grundlagen der GFK setzen die 30 Schüler*innen einer Oberstufenklassen nun dies im Schulalltag ein. Welche positiven Effekte, aber auch Hürden sich bereits zeigen, berichten die Lehrerin Theresia Wartbichler und die GFK-Trainerin Maria Hechenberger in einem Radiointerview.

02.2018

Gewaltfrei kommunizieren: Brücken bauen statt Mauern errichten

In den 1970er-Jahren legte Marshall Rosenberg den Grundstein für sein Konzept der nonviolent communication bzw. gewaltfreien Kommunikation, wonach die Kommunikationspartner*innen auf ihre Bedürfnisse achten statt auf ihre Erwartungen, Urteile und Vorstellungen. Die Kerngedanken des Konzeptes, dessen Etablierung in Deutschland und die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten werden in einem Beitrag vom Deutschlandfunk zusammengefasst. Spannend dabei: Marshall Rosenberg wird selbst als unterhaltender Dozent vorgestellt, der für seine Ideen brannte. Nachzulesen ist das Ganze hier.

01.2018

Trauer im Arbeitskontext: Was kann man tun, wenn ein*e Kollege*in verstirbt?

Einen Todesfall im persönlichen Umfeld verarbeitet jeder Mensch auf seine eigene Weise. Wenn jedoch ein*e Kollege*in verstirbt, führen bestimmte Herangehensweisen an Trauer im professionellen Arbeitskontext zu Überforderung bei allen Beteiligten. In einem SZ-Artikel wird diese Thematik von zwei Seiten beleuchtet: Zu Wort kommen eine trauernde Kollegin sowie ein Unternehmen, das in solchen Fällen Psycho- und Sozialberatungen in Firmen anbietet.

01.2018

Beratungsmethode: Lösungsorientiertes Zuhören

Häufig haben Klienten*innen das Bedürfnis, ausführlich über ihre Probleme zu sprechen, und sind noch nicht bereit, Lösungen oder Ziele anzugehen. Das ist besonders dann so, wenn eine Situation als sehr schwer oder belastend erlebt wird.

In diesem Fall hört der*die Berater*in geduldig und lösungsorientiert zu. Das bedeutet, der*die Berater*in greift aus dem Erzählfluss des*der Klienten*in das heraus, was er*sie als Ressourcen und Kompetenzen des*der Klienten*in betrachtet – die diesem*r aber nicht unbedingt bewusst sind. Auf diese Weise fühlt sich der*die Klient*in ermutigt, nach weiteren Lösungen zu suchen.

Mögliche Sätze des Coaches beim lösungsorientierten Zuhören können sein:

„Wie haben Sie das geschafft?“

„Oh, das ist erstaunlich, da haben Sie eine wertvolle ... (Name der Ressource/ Fähigkeit/Mitarbeiter*in)“

„Sie sind in einer sehr schwierigen Situation. Wie haben Sie es geschafft, nicht aufzugeben?“

„Das ist eine sehr kostbare Erfahrung, die Sie da gemacht haben! Sie wissen jetzt, wie Sie, selbst in einer so schwierigen Situation ...“

„Wie haben Sie geschafft, das zu überleben?“

„Wie ist es Ihnen gelungen, damit umgehen zu können?“

„Wie haben Sie es geschafft, dass es nicht noch schlimmer wurde?“

01.2018

Coaching 4.0: Lässt sich Coaching digitalisieren?

Ein Büro von heute ohne Telefon, PC und Internetzugang ist kaum noch vorstellbar. Doch ist der digitale Wandel auch im Coaching angekommen bzw. überhaupt umsetzbar? Eine Studie von 2017 kommt zu dem Ergebnis, dass beinahe alle befragten Coaches immer noch die Interaktion von Angesicht zu Angesicht bevorzugen. Dennoch werden im videogestützten E-Coaching Entwicklungsmöglichkeiten gesehen. Die Vorstellung der Studie und die Interpretation der Ergebnisse finden Sie hier.

01.2018

Video: Einführung in die Tetralemma-Arbeit
Das Video bietet eine kurze Einführung in die Tetralemma-Arbeit. Das Tetralemma stammt aus der traditionellen indischen Logik und zeigt die grundsätzlichen Optionen auf, die man bei einer Entscheidung hat: Das Eine, das Andere, Beides, Keins von Beiden oder etwas komplett anderes. Diese Optionen lassen sich mit dem Tetralemma-Schema konkret benennen und aufstellen. Das Schema kann sehr gut bei Entscheidungsprozessen und Veränderungen eingesetzt werden.

01.2018

Leitfaden zur Mitarbeiterberatung

Immer mehr Unternehmen nutzen die Mitarbeiterberatung über externe Anbieter als Instrument im betrieblichen Gesundheitsmanagement, um ihren Mitarbeitenden in beruflichen oder privaten Krisen professionelle Unterstützung zu vermitteln. Doch zu welchen Unternehmen passt dieses Präventionsmittel und wie lässt es sich effektiv umsetzen? Hierfür stellt das Projekt „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“ (kurz psyGA) den Leitfaden „Kein Stress mit dem Stress“ zur Verfügung – mit hilfreichen Checklisten und zahlreichen Beispielen aus der Praxis. Der Leitfaden kann hier  kostenfrei heruntergeladen bzw. bestellt werden.

01.2018

Umfrage: Arbeitszufriedenheit und Coaching

An der Kölner Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft widmen sich zwei Studentinnen der Frage, wie sich Coaching auf die Zufriedenheit im Beruflichen sowie Privaten auswirkt und haben im Rahmen ihrer Forschungsarbeit eine Umfrage entworfen, an der man bis zum 30.01.2018 noch teilnehmen kann.

01.2018

Systemisch-lösungsorientierte Theorien: Antreiber und ihre Erlauber

Das Modell innerer Antreiber kommt aus der Transaktionsanalyse, die darunter elterliche Forderungen versteht, mit denen konventionelle, kulturelle und soziale Vorstellungen verbunden sind. Als Eltern-Gebote haben diese Botschaften für Kinder einen Absolutheitscharakter, der nicht angezweifelt wird, denn ihre Nichteinhaltung könnte zur Folge haben, nicht mehr geliebt zu werden. Erst im Erwachsenenalter haben wir die Möglichkeit zu erkennen, dass es Alternativen zu den elterlichen Botschaften gibt. Zu diesem Zeitpunkt haben sich diese Botschaften jedoch schon stark im Unterbewusstsein verankert.

Unbedacht versuchen wir daher auch als Erwachsene, im Privat- wie im Berufsleben die Forderungen der Gebote zu erfüllen, als ob wir unter einem geheimen Zwang ständen. Einer der fünf Antreiber lautet:

Sei stark!

Glaubenssatz: Niemand darf es merken, dass ich schwach / empfindlich / ratlos bin. Gefühle sind ein Zeichen von Schwäche / machen verletzbar. Ein Indianer kennt keinen Schmerz.

Stärke: Belastbarkeit, Eigenständigkeit

Schwäche: Angst, andere könnten meine Schwäche entdecken und mich ablehnen; Schwächen und Fehler sind schlecht; Heldentum um jeden Preis

Erlauber: Ich darf mir Hilfe holen. Dadurch verliere ich nicht mein Gesicht.

11.2017

NEU: Weiterbildung zum Resilienzcoach

Ab 2018 bieten wir neu die viertägige Weiterbildung zum Resilienzcoach an. Menschen begegnen Katastrophen, persönlichen Schicksalsschlägen oder schwierigen sozialen Verhältnissen auf unterschiedlichen Wegen – manche Menschen werden durch diese Erfahrungen stärker, andere können daran zerbrechen. Der Schlüssel liegt in der Resilienz, also in der psychischen Widerstandsfähigkeit, Krisen zu meistern. Wie stark Resilienz bei Einzelnen ausgeprägt ist, liegt nur zum Teil an genetischen und Umweltfaktoren – Resilienz kann trainiert und erlernt werden.

In der Weiterbildung zum Resilienzcoach erhalten die Teilnehmenden eine fundierte theoretische Einführung zu Resilienz und Stress. Sie lernen dabei Faktoren kennen, die sich positiv auf eine resiliente Lebensführung auswirken, und reflektieren die eigene Stressbelastung im beruflichen Alltag. Zudem erwerben sie die Kompetenz, mit verschiedenen Zielgruppen Resilienzprofile zu erstellen und daraus Handlungspläne abzuleiten. Darüber hinaus üben sie Methoden ein, um mit Kunden*innen und Patienten*innen gezielt an ihrer psychischen Widerstandsfähigkeit zu arbeiten und ihnen zu mehr Gesundheit und Zufriedenheit zu verhelfen.

Zielgruppe der Weiterbildung sind alle Fachkräfte, die im psychosozialen Bereich mit verschiedenen Personengruppen arbeiten, wie bspw. Lehrkräfte, Fachkräfte im Gesundheitswesen, Sozialarbeiter*innen, Selbstständige etc. Die Weiterbildung dauert vier Tage und kostet 620 Euro.

11.2017

Wie resilient bin ich: ein einfacher Selbsttest

Strategien und Fähigkeiten, die die eigene Resilienz fördern, können bewiesenermaßen erlernt werden. Zunächst muss man jedoch für sich klären: Wie resilient bin ich? Hierfür bietet die AOK online einen einfachen Selbsttest an, der zusammen mit Psychologen der Unis Jena und Leipzig erarbeitet wurde. Hat man seine Kreuze gemacht, erhält man umgehend eine kurze Einschätzung der eigenen Resilienz und erste kleine Handlungsempfehlungen. Hier geht es zum Test.

11.2017

Auf den Punkt gebracht

Ursprünglich kommt der Begriff Resilienz aus der Physik als Bezeichnung für eine Materialeigenschaft für bspw. Gummi. Doch wie gelangte der Begriff in die Psychologie und was bedeutet psychische Widerstandsfähigkeit eigentlich? Dies wird anschaulich im Beitrag „Resilienz“ der Sendung Planet Wissen zusammengestellt und an Fallbeispielen und Studien fassbar gemacht. Den Artikel, kurze Videos und mehr zum Thema Glücklichsein gibt es auf der Internetseite von Planet Wissen.

11.2017

Resilienz in Zahlen: aktuelle Studien in der Resilienzforschung

Resilienz ist keine kurzlebige Modeerscheinung, seit Langem wird zu diesem Thema geforscht. So leistete bereits die Psychologin Emmy Werner mit ihrer Langzeitstudie von 1955-1999 auf der hawaiianischen Insel Kauai eine wichtige Pionierarbeit. Auch gegenwärtig widmen sich Untersuchungen den verschiedenen Aspekten der Resilienz und wie sie miteinander in Zusammenhang stehen. So ging die Bertelsmann-Stiftung 2013 dem Zusammenspiel von Führung, Gesundheit und Resilienz in Unternehmen nach – mit der Empfehlung, dass Resilienztrainings Teil des betrieblichen Gesundheitsmanagements sein sollten, da es einen großen Zusammenhang zwischen der Resilienz und dem Burn-Out-Risiko gibt. Die Ergebnisse können hier heruntergeladen werden.

Wer Lust hat, kann sich aktuell selbst an zwei Studien beteiligen: Das Mainzer Resilienz-Projekt MARP und das Projekt LORA sind noch auf der Suche nach Probanden.

11.2017

Handlungsempfehlung: Arbeitsplatz gewaltfrei gestalten

Um Aggressionen im Arbeitsalltag, vor allem im Kundenkontakt, erst gar nicht aufkommen zu lassen bzw. sie zu minimieren, hat die Initiative neue Qualität der Arbeit – kurz INQA – die Handlungsempfehlung „Gewaltfreier Arbeitsplatz“ veröffentlicht. Hier geht es insbesondere darum, was Arbeitgeber tun können, um ihre Mitarbeitenden zu schützen. Dazu gehören eine klare Haltung zum Thema Gewalt am Arbeitsplatz, eine Analyse der aktuellen Gefährdungen und die Einleitung von Maßnahmen zur Prävention. Es werden mögliche Risikofaktoren (Haltung Mitarbeiter / Kunde, Verständnisprobleme, bauliche Strukturen, Technik, etc.) und Ressourcen (Arbeitsklima, klare Strukturen, Zeitdruck vermeiden, etc.), aufgezeigt und zahlreiche Checklisten sowie Vorlagen bereitgestellt. Die Broschüre „Gewaltfreier Arbeitsplatz“ wird hier zur Verfügung gestellt.

11.2017

Was wird als Gewalt wahrgenommen? – Gruppenübung „Gewaltthermometer“

Personen schätzen das Aggressionspotenzial von Situationen unterschiedlich ein. Mit der Gruppenübung „Gewaltthermometer“ kann man gut gemeinsam über das verschiedene Verständnis von Gewalt diskutieren. Hierfür werden zunächst mehrere beispielhafte Gewaltsituationen, wie „ein Demonstrant beschimpft einen Polizisten“, „ein Fußballer foult den Gegner“, „ein Ausbilder droht einem Auszubildenden, ihn durchfallen zu lassen“, auf einer Skala von eins bis 10 eingeordnet. Im Anschluss werden dann die Zuordnung und ggf. die Diskrepanzen besprochen. Das Übungsblatt kann hier heruntergeladen werden.

11.2017

Gewalt am Arbeitsplatz: Zahlen, Prävention und Good Practice im DGUV Forum

Gewalt im Arbeitskontext – sei es verbal oder körperlich – ist keine Seltenheit. Laut der European Working Conditions Survey (EWCS, 2010) erlebten 12,4 Prozent der deutschen Arbeitnehmenden Beleidigungen, 4,3 Prozent Bedrohungen, 4,6 Prozent Mobbing und 1,6 Prozent physische Gewalt. Auch in den Zahlen der meldepflichtigen Arbeitsunfälle schlägt sich dies nieder: 2015 gingen 27 Prozent der Arbeitsunfälle durch Gewalt, Angriff und Bedrohung auf das Einwirken von betriebsfremden Personen zurück. Im Vergleich resultierten 14,7 Prozent der Unfälle aus Gewalt zwischen Beschäftigten. Daher widmete DGUV Forum – Fachzeitschrift der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung – eine Ausgabe dem Thema Gewalt am Arbeitsplatz. Es werden aktuelle Zahlen zusammengefasst und Präventionsmöglichkeiten erläutert. Als Good Practice werden das Präventionskonzept für die Branche ÖPNV/Bahnen und das Aachener Modell für die Gewaltprävention in öffentlichen Verwaltungen vorgestellt. Die Ausgabe der DGUV Forum kann hier heruntergeladen werden.

09.2017

Der weite Weg zum Glück

Was macht Menschen glücklich? In der Grant-Studie erforscht eine Gruppe von Wissenschaftlern seit 75 Jahren, wie ein erfülltes Leben gelingen kann. Dabei wurden 268 männliche Harvard-Absolventen vom Studium bis in den Ruhestand hinein beobachtet. Im spannenden SZ-Artikel zieht der Studienleiter eine Zwischenbilanz.

09.2017

Systemische Therapie auf Rezept?

Die Veranstaltung "Systemisch auf Rezept" befasst sich mit den möglichen Auswirkungen einer sozialrechtlichen Anerkennung systemischer Therapie. Die Tagung, zu der DGSF und SG gemeinsam einladen, findet am 25. November 2017 in Berlin statt. Auf dem Programm stehen neben Impulsreferaten, Vorträgen und Workshops auch Diskussionsrunden zum Thema. Regulär kostet die Teilnahme 40 Euro, für Mitglieder 30 Euro. Hier gibt es mehr Informationen zur Veranstaltung.

09.2017

Neuer Masterstudiengang: Achtsamkeit in Bildung, Beratung und Gesundheitswesen

Die Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems bietet ab 2018 den ersten Masterstudiengang zum Thema Achtsamkeit im deutschsprachigen Raum an. Das Masterstudium vermittelt eine umfassende theoretische, didaktische und persönliche Weiterbildung zum Thema Achtsamkeit in den Anwendungsfeldern von Bildung, Beratung und Gesundheitswesen. Im Zentrum stehen aktuelle und traditionelle Formen des Trainings von Aufmerksamkeit und Präsenz, Emotions- und Selbstregulation. Der Studiengang ist berufsbegleitend konzipiert, die Präsenzphasen finden in Blöcken statt. Der Studiengang dauert in der Regel 5 Semester und schließt mit dem Titel Master of Sience (MSc) ab. Die Kosten betragen pro Semester 1.700.- Euro. Mehr Informationen zum Studiengang finden Sie hier.

09.2017

Walk with me – Ein Dokumentarfilm zum Thema Achtsamkeit

Am 07.09.2017 war der offizielle Kinostart für „Walk with me“ – eine Dokumentation, die den Zen-Meister Thich Nhat Hanh und das Leben der Mönche, Nonnen und Besucher*innen im buddhistischen Kloster Plum Village begleitet. Eine Filmempfehlung für alle, die sich für das Thema Achtsamkeit interessieren und Einblicke in das Leben in dem Kloster Plum Viallge in Südfrankreich gewinnen möchten. Hier geht es zum Filmtrailer.

09.2017

Insights At The Edge: Kostenlose Podcasts von Interviews mit diversen Lehrer*innen zum Thema Achtsamkeit

Sounds True ist eine der größten Verlage in Amerika und publiziert und verkauft Medien zum Thema Achtsamkeit, Psychologie und Spiritualität. Die Gründerin Tami Simon führt wöchentlich ein Gespräch mit Autoren zu deren Lehre, Lebensweg und persönlichem Zugang zum Thema. Häufig sind es auch bekannte Lehrer*innen im Bereich Achtsamkeit, wie Jack Kornfield, Tara Branch oder Jeff Foster. Die Interviews enthalten oft auch Anregungen für das eigene Leben und Übungen. Die Gespräche sind allerdings auf Englisch. Der kostenlose Podcast Insights At The Edge kann hier kostenlos gehört werden und ist sehr empfehlenswert.

09.2017

Achtsamkeitsübung: Gehmeditation

Bevor Sie mit der Gehmeditation beginnen, kann es sinnvoll sein, einen Moment achtsam zu stehen. 
Stellen Sie sich aufrecht hin, die Füße etwas auseinander und spüren Sie den Kontakt Ihrer Fußsohlen mit dem Boden. Spüren Sie nach, wie Ihre Fußsohlen den Boden berühren und nehmen Sie genau wahr, ohne zu werten: 
Liegt mehr Gewicht auf dem Vorderfuß oder auf den Fersen? Ist Ihr Gewicht auf beide Beine gleich verteilt?
Nehmen Sie jetzt Ihren ganzen Körper wahr: 
Stehen Sie gerade oder nach hinten oder nach vorne gebeugt? 
Sind Ihre Schultern entspannt?
Kann Ihr Körper loslassen, in Vertrauen darauf, dass ihn die Füße und die Erde tragen werden?
Verändert sich Ihr Körper oder Ihre Haltung, wenn Sie Ihren Körper wahrnehmen?

Die Gehmeditation kann man unterschiedlich praktizieren, insbesondere was das Tempo angeht. Hier zwei Beispiele

Langsames Gehen im Raum:
Hier setzt man mit jedem Einatmen und mit jedem Ausatmen einen kleinen Schritt.

Gehmeditation draußen:
Hier geht man etwas schneller, in etwa 3-4 Schritte pro Einatmung und 4-5 Schritte pro Ausatmung

Wenn wir achtsam gehen oder Gehmeditation praktizieren, gehen wir nirgendwo hin. Wir können uns im Raum im Kreis bewegen oder einen Spaziergang machen. Wichtig ist, dass wir den Bewegungsablauf des Gehens verlangsamen und achtsam wahrnehmen. Am Anfang ist es oft am einfachsten, wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf unsere Füße und Fußsohlen richten.
Wir spüren sehr bewusst, wie wir den Fuß anheben, das Gewicht verlagern, den Fuß nach vorne schieben und wieder mit dem Boden in Kontakt kommen. Nach einer Weile können wir dann unsere Achtsamkeit auf alle Körperempfindungen richten: unser Atem, den Fluss unserer Bewegungen, den Rhythmus unserer Schritte. Nach einer Weile können wir unsere Achtsamkeit auch auf unsere Umgebung lenken. Während wir achtsam gehen, nehmen wir mit allen Sinnen wahr, was um uns herum geschieht: Wir hören, sehen und riechen bewusst und bleiben in Kontakt mit dem Augenblick.

Wie bei der Sitzmeditation ist es auch bei der Gehmeditation das Ziel, in jedem Moment achtsam zu sein. Auch bei der Gehmeditation können die Gedanken spazieren gehen und unsere Konzentration kann wechselhaft sein. Das ist völlig in Ordnung, schließlich ist diese Art des Gehens ungewohnt und muss uns erst zur Gewohnheit werden.

Um die Konzentration aufrecht zu erhalten, kann es auch während der Gehmeditation sinnvoll sein, den Geist mit einer einfachen Aufgabe zu betrauen. Wenn wir Gehmeditation praktizieren, können wir beispielsweise unsere Schritte zählen, welche wir während des Einatmens und während des Ausatmens machen.
Wir können auch in unserem Geist bestimmte Wörter wiederholen, wenn unsere linke oder rechte Fußsohle die Erde berührt. Zum Beispiel:

Angekommen – Zu Hause
Hier-Jetzt

Wenn wir etwas Übung mit der Gehmeditation haben, lässt sie sich sehr gut in den Alltag einbauen. Wir können dann immer mal wieder einige Schritte bewusst gehen.
Wir können dabei eine Strecke auf dem Weg zur Arbeit wählen, die wir immer bewusst gehen. Oder wir suchen uns Wege an unserem Arbeitsplatz, zum Beispiel die Schritte bevor wir einen bestimmten Raum betreten. Oder wir gewöhnen uns daran, nach dem Aufstehen die ersten Schritte in den Tag ganz achtsam zu machen.

09.2017

Achtsamkeitsübungen mit Kindern

Auch mit Kindern kann Achtsamkeit geübt und gelebt werden. Den meisten Kindern macht dies sogar Freude und es schenkt ihnen mehr Ruhe im Alltag. Es ist sinnvoll, sich ein oder zwei Übungen auszusuchen oder auszudenken und diese regelmäßig in den Alltag zu integrieren:

Achtsames Essen mit Kindern
Auf dem Esstisch steht eine kleine Glocke. Wenn alle am Tisch sitzen, schlägt ein Kind die Glocke. Von nun an essen alle schweigend und konzentrieren sich mit den Sinnen und den Gedanken möglichst ganz auf das Essen: Wie ist der Geschmack? Welche Nahrungsmittel nehme ich zu mir und woher kommen sie? Wie fühlen sich meine Mundhöhle und meine Kaubewegungen an?
Das Kind, welches dran ist, kann selbst entscheiden, wann es die Glocke erneut schlägt. Jetzt darf wieder gesprochen werden.

Inseln der Stille
Auch mit Kindern kann man kleine achtsame Inseln im Alltag schaffen. Diese kleinen Rituale, bei denen das Kind mit seiner Aufmerksamkeit zu sich und in den gegenwärtigen Moment zurückkehrt, können sehr gut bei Übergängen helfen. Beispielweise wenn Kinder von der Schule nach Hause kommen und voller Eindrücke, aber auch erschöpft sind. Oder auch abends vor dem Einschlafen. Zunächst konzentrieren sich die Kinder eine Zeitlang auf ihren Atem. Es kann hilfreich sein, wenn man dabei die Hand auf ihren Bauch legt, damit sie die Atembewegung spüren können. Dann kann man einige Fragen stellen, welche jeder still oder laut beantwortet:
„Wie fühlt sich mein Körper gerade an?“
„Welche Gedanken gehen mir gerade durch den Kopf?“
„Welche Gefühle habe ich gerade?“
„Was war besonders schön heute?“

09.2017

Wunderfrage für Kinder

Die Wunderfrage ist das Herzstück der lösungsorientierten Arbeit und eignet sich besonders dann, wenn Klienten/-innen überhaupt keine Lösung oder kein Ziel beschreiben können, oder wenn es darum geht, in einen emotionalen und gedanklichen Raum jenseits der bisherigen Lösungsversuche zu kommen.

Insoo Kim Berg empfiehlt diese Variante der Wunderfrage vor allem für kleinere Kinder, die den abstrakten Begriff "Wunder" vielleicht noch nicht gänzlich verstehen können:

„Angenommen, ich habe einen Zauberstab. Durch Winken meines Zauberstabs kann ich dieses Problem verschwinden lassen (Therapeut winkt einen unsichtbaren Zauberstab) siehst du?""Wenn du jetzt wieder in die Schule / zu deiner Familie / zu deinen Freunden gehst, woran würdest du merken, dass der Zauber funktioniert?“

Die Beschreibung der Lösung sollte dann möglichst konkret und umfassend sein und kann auch durch Nachfragen angeregt werden: „Woran noch?“, „Woran merkst du das genau?“, „Was genau ist anders?“, „Was noch?“

09.2017

Systemisch Arbeiten in Kindertagesstätten

Die Bachelorarbeit von Anna Liske kann hier kostenlos heruntergeladen werden und bietet eine anschauliche Einführung in Theorie und Methoden der systemischen Arbeit im Kita-Bereich.

09.2017

Schule bietet Meditation statt Nachsitzen an

In Baltimore / USA bietet eine Grundschule Schüler/-innen Meditation statt Nachsitzen an. Im "Mindful Moment Room" erhalten die Kinder Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen und sich wieder zu zentrieren. Die Ergebnisse werden von allen Beteiligten als sehr positiv beschrieben. Das Programm wird an mehreren Schulen von der Holistic Life Foundation angeboten. Hier geht es zu einem kompakten Artikel.

08.2017

Die Prototypische Aufstellung – ein neuer Trend in der Aufstellungsarbeit

Üblicherweise gibt es bei der Arbeit mit Systemischen Aufstellungen eine*n Auftraggeber*in, der*die mit einem Anliegen an den*die Aufsteller*in herantritt. Gemeinsam wird dann die Struktur des Problems oder des Themas aufgestellt. Nicht immer ist das aktuelle Anliegen Einzelner aber dasjenige, was das Team oder die Einrichtung am meisten beschäftigt und für das sich Mitarbeiter*innen neue Lösungsansätze wünschen. 
In diesem Fall ist die prototypische Aufstellung ideal. Hier einigt sich eine Gruppe, also zum Beispiel ein Team, auf bestimmte Themen, die sie gerne anschauen und bearbeiten möchte. Die gestellte Situation wird dann ebenfalls gemeinsam erarbeitet und steht prototypisch für ein bestimmtes Problem oder bestimmte Situationen. Es gibt also mehrere Auftraggeber*innen, die sich ein für sie relevantes Thema anschauen.

08.2017

Einsatz von Systemischen Aufstellungen für Führungskräfte

Systemische Aufstellungen werden auch von Führungskräften gerne als Werkzeug eingesetzt. Ganz entscheidend ist es aber auch hier, auf die Möglichkeiten und Grenzen der Methode hinzuweisen. Sie eignet sich nicht unbedingt, um verborgene Motivationen oder Eigenschaften von Mitarbeiter*innen zu „durchschauen“ – die Mitarbeiter*innen selbst sind in der Regel ja nicht anwesend. Die Methode kann also auf keinen Fall das direkte Gespräch und Feedback mit Mitarbeiter*innen ersetzen. Wichtig ist auch eine gute Nachbereitung: Die Aufstellung deckt oft Probleme erst auf und deutet Lösungsmöglichkeiten an. Der Lösungsprozess hat damit aber häufig erst begonnen. Hier geht es zu einem guten Hintergrundartikel in der ZEIT zu diesem Thema.

08.2017

Selbstcoaching: Figurenaufstellung mit sich selbst.

Miniaturaufstellungen mit Figuren kann man natürlich auch alleine durchführen und sich selbst coachen. Auch zum Üben für Aufstellungen in der Beratungsarbeit können eigne Aufstellungen nützlich sein. Man braucht nur kleine Figuren, z. B. Playmobilfiguren, und eine freie Fläche. Bei der Aufstellung kann man dann so vorgehen:

1. Problem wählen: 
Wählen Sie ein Problem aus, für dass Sie sich eine Veränderung wüschen.

2. Ziel definieren: 
Definieren Sie ein Ziel. Mögliche Fragen können sein:

  • Wie wäre mein Leben ohne dieses Problem?
  • Woran würde ich merken, dass das Problem gelöst ist?
  • Was will ich statt des Problems?

3. Figuren aufstellen: 
Stellen Sie zunächst eine Figur für sich selbst in der Mitte der Fläche auf und gruppieren Sie dann andere Personen darum herum. Lassen Sie sich hier von Ihrer Intuition leiten und probieren Sie so lange aus, bis die Person den richtigen Platz gefunden hat. Sie können alle Personen aufstellen, die direkt oder indirekt mit Ihrem Problem oder der Lösung zu tun haben. Auch verstorbene Personen oder innere Persönlichkeitsanteile können aufgestellt werden. Die Positionierung der Figuren sollte am Ende Ihre Beziehung zu der entsprechenden Person widerspiegeln.

4. Fragen stellen: 
Jetzt können Sie den verschiedenen Figuren (auch sich selbst) Fragen stellen. Häufig werden Sie wissen, was die Personen antworten würden. Stellen Sie einfach bestimmten Figuren Ihre Frage und horchen Sie für die Antwort in sich hinein. 
Mögliche Fragen könnten sein:

  • Wie geht es dir da an dieser Position? Wie fühlst du dich?
  • Was brauchst du, um glücklich oder zufrieden zu sein?
  • Was müsste sich deiner Meinung nach ändern, damit das Problem verschwinden würde?
  • Wer oder was könnte mir helfen, mein Ziel zu erreichen?
  • Was würde passieren, wenn du Person xy vergeben würdest?

5. Auswertung: 
Nehmen Sie sich am Ende der Aufstellung etwas Zeit und werten Sie die Aufstellung für sich aus:

  • Welche Erkenntnisse habe ich gewonnen?
  • Konnte ich etwas besser verstehen? Konnte ich neue Lösungsansätze entdecken?
  • Konnte ich mich mit etwas / jemandem versöhnen?
  • Welche konkreten Schritte können mich meinem Ziel näher bringen?

07.2017

Mit Zorn umgehen: Die Geschichte vom leeren Boot

Ein Zen-Meister erzählt folgende Geschichte: „Eines Tages fuhr ich in meinem Boot auf den See hinaus. Ich hatte das Boot gut gepflegt und am Vortag neu gestrichen. 
Der See war sehr neblig, sodass ich das andere Boot erst spät erkennen konnte. Es hielt genau auf mich zu und obwohl ich rief, änderte es nicht seine Richtung. Ich konnte die frische Farbe abblättern hören, als das Boot an meines stieß. Zorn stieg in mir auf und ich wollte gerade die Person im anderen Boot beschimpfen, als ich merkte: Das Boot ist leer. An einem leeren Boot meine Wut auszulassen, schien mir sinnlos und plötzlich kam mir die Erkenntnis: Jedes Boot, das dich anrempelt, ist leer.“
Der Schüler des Meisters sagte: „Aber auch wenn das Boot leer ist: Ich würde trotzdem Gott und die Welt verfluchen und mir vorstellen, dass irgendjemand schuld ist und mir Schaden will.“
Der Meister antwortete: „Das ist wahr, so funktioniert der menschliche Geist. Aber je mehr wir mit dem Bild des leeren Boots üben, umso leichter können wir uns beruhigen und sehen, dass der Zorn nutzlos ist, und nicht an ihm festhalten. Schuld ist immer das leere Boot.
Oder wie Buddha sagt: ‚An Zorn festhalten ist wie Gift trinken und erwarten, dass der andere dadurch stirbt.‘“

07.2017

Kollegiale Beratung

Die kollegiale Beratung ist eine sehr wirkungsvolle Methode, mit der sich Arbeitskollegen*innen ohne externen Coach gegenseitig beraten und Lösungsvorschläge erarbeiten können. Sie kann in sozialen Einrichtungen, aber auch in Unternehmen und Behörden eingesetzt werden. Die Methode Kollegiale Beratung ist besonders hilfreich für Personen, in deren Berufsleben problematisch erlebte Begegnungen und Interaktionen, Entscheidungsdilemmata, Zielwidersprüche und Rollenkonflikte häufig vorkommen.
Da die Methode leicht umzusetzen ist, kann sich eine Gruppe spontan zusammentun. Wichtig ist jedoch eine vertrauensvolle und wertschätzende Atmosphäre.
Interessiert? Eine sehr gute Beschreibung der Methode und Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Umsetzung finden Sie hier.

05.2017

Buchempfehlung für die Systemische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Rüdiger Retzlaff ist Psychotherapeut sowie Kinder- und Jugendpsychotherapeut und verfügt über langjährige Erfahrung als Lehrtherapeut. In seinem Buch „Spiel-Räume. Lehrbuch der systemischen Therapie mit Kindern und Jugendlichen“ werden eine große Bandbreite an Interventionen und Techniken vorgestellt, die sich in der Arbeit mit Kindern und jungen Menschen als nützlich erwiesen haben. Ein Schwerpunkt sind dabei kreative Techniken wie zum Beispiel die Arbeit mit Geschichten und Metaphern, Ritualen, Skulpturen und anderen Ausdruckstechniken. Das Buch ist im Klett-Cotta-Verlag erschienen.

05.2017

Erklärfilm zur Lösungsorientierten Beratung

Dieser kurze Zeichentrickfilm erklärt anschaulich einige Grundannahmen und Fragestellungen der Lösungsorientierten Beratung. Allerdings auf - leicht verständlichem - Englisch. Das Video ist hier abrufbar.

05.2017

Kostenlose Lehrvideos zur lösungsorientierten Therapie

Auf Youtube findet man einige kostenlose Angebote mit Lehrfilmen zur Lösungsorientierten Beratung. Sehr empfehlenswert ist eine Lehrvideo-Reihe mit Insoo Kim Berg, einer der Begründerinnen der Lösungsorientierten Beratung und Therapie. Die Reihe ist in englischer Sprache und nennt sich „Solution Focus – Solutions Step by Step“ (hier abrufbar).

03.2017

Spannender Beitrag beim SWR zu Gewaltfreier Kommunikation

Konflikte lösen, ohne Verlierer zu hinterlassen – dies hat die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg zum Ziel. Seit den 1980er-Jahren hat sich die Idee weltweit verbreitet, in Deutschland arbeiten derzeit 300 anerkannte Trainer/-innen. Der SWR 2 hat ein Kurzporträt über die GFK online gestellt, das auch kritisch hinterfragt, was die Methode erreicht hat. Neben Marshall Rosenberg kommen ebenso andere Trainer/-innen zu Wort und es gibt Praxisbeispiele. Der Beitrag dauert ca. 30 Minuten.

03.2017

Kostenlose Übungen aus der GFK

Auf der Internetseite gewaltfrei-101uebungen findet man im Downloadbereich 101 Übungen aus der Gewaltfreien Kommunikation, die kostenlos als PDF ausgedruckt und verwendet werden können. Sie eignen sich gut für den Einsatz in Seminaren oder Klassen. Oder auch für alle, die gerne GFK praktizieren und üben möchten.

03.2017

Fachtagung des Fachverbandes für Gewaltfreie Kommunikation

Am 24. Juni 2017 findet in Stuttgart die dritte Fachtagung des Fachverbandes Gewaltfreie Kommunikation statt. Hauptreferent ist der Neurowissenschaftler Prof. Dr. Joachim Bauer. Die Online-Anmeldung wird ab Frühjahr 2017 möglich sein. Aktuelle Infos über die Fachtagung finden Sie hier.

02.2017

Hochsensible Mitarbeiter im Betrieb - ein Arbeitsfeld für Coaches

Ob Mitarbeiter/-innen hochsensibel sind oder nicht, ist nicht leicht zu erkennen - bei manchen zeigt sich die Hochsensibilität in bestimmten Bereichen, ein Großteil ist sich der Veranlagung nicht bewusst. Dabei haben hochsensible Menschen viel kreatives Potenzial und können unkonventionell denken. Zudem haben sie eine sehr ausgeprägte Intuition und viel Einfühlungsvermögen. Sie können mit diesen Qualitäten sehr wertvoll für Unternehmen und Organisationen sein. Gleichzeitig sind hochsensible Menschen oft schüchtern und zurückhaltend, sie neigen zu Gedankensprüngen, sind nervös und unsicher und bei zu viel Input überreizt. Sie nehmen viele Details und Feinheiten wahr und brauchen deshalb teilweise länger für die Lösung von Aufgaben.

Ungünstige Arbeitsumgebungen können bei Hochsensiblen zu psychosomatischen Erkrankungen und Burn-out führen. Von daher ist es wichtig, hochsensible Mitarbeiter zu erkennen sowie gezielt zu schützen und zu fördern. Dabei sollte zum Beispiel der Arbeitsplatz gemeinsam gestaltet werden, da Lichteinflüsse, Gerüche oder Geräusche für hochsensible Menschen sehr störend sein können. Auch brauchen hochsensible Menschen Rückzugsorte und ausreichend Zeit, um komplexe Gedankengänge oder Veränderungen zu verarbeiten. Mehr Informationen zum Thema findet man auf der Seite des Informations- und Forschungsverbundes Hochsensibilität e.V. (IFHS). Hier werden ebenso Anlaufstellen und Coaches gelistet, die sich mit Hochsensibilität befassen.

 

01.2017

Coaching mit traumatisierten Flüchtlingen

Mindestens 10 Prozent der Flüchtlinge in Industrieländern leidet unter traumatischen Störungen. Aktuell gibt es bei Weitem nicht genügend Angebote für eine therapeutische Behandlung, die eigentlich nötig ist. Der Umgang mit den Traumata ist somit verstärkt auch zur Aufgabe in den Unterbringungseinrichtungen und Beratungen geworden. Die folgenden Quellen bieten eine gute Einführung in das Thema:

Zusammenfassender Aufsatz von Dr med Jan Vogel

Arbeitspapier der Bundestherapeutenkammer

12.2016

Psychosoziale Online-Beratung durch andere Flüchtlinge

Viele traumatisierte Geflüchtete bräuchten psychologische Hilfe und Therapie, aber es gibt nicht ausreichend Ressourcen. Das Projekt Ipsocontext will nun Flüchtlinge und Menschen mit Migrationshintergrund dazu ausbilden, andere Flüchtlinge bei der Heilung zu unterstützen. Aktuell haben Flüchtlinge schon die Möglichkeit, sich online Hilfe zu suchen: Mit dem Projekt Ipso-e-care bietet das Team in mehreren Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Persisch, Arabisch, Russisch und Türkisch) in geschützten Online-Räumen Beratung an. Hier geht es zur Online-Beratung.

10.2016

Coaching für Studenten – wichtiges Arbeitsfeld

Die Hälfte der Studierenden in Deutschland stehen dauernd unter Druck und sind damit gestresster als Berufstätige. Im Rahmen des AOK-Reports wurden mehr als 18.000 Studierende befragt. Studierende sind besonders von Prüfungen und Abschlussarbeiten gestresst, aber auch das Erfüllen der eigenen Erwartungen bezeichnen die meisten Befragten als "stressig" oder "sehr stressig". Die zentrale Studienberatung bietet Hilfe an, aber auch für freiberufliche Coaches bietet sich hier ein interessantes Arbeitsfeld.

09.2016

Deutschlandweite Aktion: „Schüler helfen Flüchtlingen“

Die Initiative "Das macht Schule" unterstützt Schulen bei der Integration Geflüchteter. Sie ist bundesweit aktiv und gemeinnützig. Es können verschiedene Aktionen angeboten werden: Schüler/-innen zeigen Geflüchteten ihr Viertel, geben Sprachunterricht, helfen bei den Hausaufgaben, werden Paten oder gehen gemeinsam Hobbys nach. Auch die Eltern können zusammengebracht werden, um Vorurteile abzubauen.
Bei allen Aktionen unterstützt die Initiative mit Projektvorlagen und Unterrichtsmaterialien. Teilnehmen können alle Schulen in Deutschland, eine Anmeldung ist jederzeit möglich, die besten Projekte werden öffentlich ausgezeichnet.

08.2016

LSBTTI*-Flüchtlinge: Handreichung für Betreuung und Unterstützung

Eine aktuelle Handreichung zur Unterstützung von Geflüchteten mit LSBTTI*-Identität in Flüchtlingsunterkünften bietet der Arbeiter Samariter Bund NRW an: Die Broschüre richtet sich an aktive haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende in Flüchtlingshilfeeinrichtungen und kann kostenlos heruntergeladen werden.

Hier können Sie die LSBTTI*-Brüschüre runterladen

08.2016

13 Dinge, die mental starke Menschen nicht tun

Was unterscheidet jene, die die Schläge des Schicksals einstecken und aushalten, von denen, die auf die Bretter gehen? Amy Morin ist eine amerikanische Psychotherapeutin sowie klinische Sozialpädagogin und hat in ihrem Buch „13 Dinge die mental starke Menschen nicht tun“ 13 Verhaltensweisen herausgearbeitet, die mental starke Menschen nicht zeigen.
#1 Sie verschwenden keine Zeit mit Selbstmitleid.
#2 Sie geben ihre Macht nicht ab.
#3 Sie scheuen sich nicht vor Veränderung.
#4 Sie verschwenden keine Energie für Dinge außerhalb ihrer Kontrolle.
#5 Sie versuchen nicht, es jedem recht zu machen.
#6 Sie fürchten sich nicht vor kalkulierten Risiken.
#7 Sie verlieren sich nicht in der Vergangenheit.
#8 Sie machen nicht dieselben Fehler wieder und wieder.
#9 Sie nehmen anderen Menschen Erfolg nicht übel.
#10 Sie geben nicht nach dem ersten Scheitern auf.
#11 Sie fürchten sich nicht vorm Alleinsein.
#12 Sie glauben nicht, die Welt würde ihnen etwas schulden.
#13 Sie erwarten keine sofortigen Ergebnisse.

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